Ausgabe 
21.8.1869
 
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vie breite Straße nach dem Haagk und bis zu dem von Herrn Lehrer Ramspeck bewohnten Schul- hause(früher Knorr'schen Hause), und von da an der Stadtkirche und dem eigentlich sogenannten Stadtschulhause vorüber nach dem Festgebäude sich bewegte. Eröffnet wurde derselbe von den Schülern und ihren Lehrern, denen sich der ge ammte Schulvorstand, die Mitglieder der Kreis- dehörde und des Bauamts, die Geistlichen und Lehrer der verschiedenen Schulanstalten der Stadt, vie bei dem Bau betheiligt gewesenen Bauhand werker und noch zahlreiche Freunde der Anstalt unschlossen. Viele Häuser der Straßen, durch welche der Zug ging, waren mit Fahnen freund lich geschmückt. Vor der Eingangspforte des Festgebäudes wurde von den Herren Kreisbaumeister Reuß und Bauaccessist Schnitzel, welch' letzterer die specielle Leitung des Baues übernommen hatte, unter passender Ansprache der auf einem Kissen liegende Schlüssel dem Hrn. Bürgermeister Foucar und dem Herrn Regierungs-Rath Trapp und don diesem dem Realschuldirektor zur Oeffnung des Hauses übergeben. Der mit Kränzen und Zaubgewinden geschmückte geräumige Festsaal ver⸗ zinigte hierauf die Festtheilnehmer zur eigentlichen Feier, die mit dem Absingen des Chorals:Herr,

wir singen deiner Ehre Seitens der Schüler be zann. Die Festrede hielt hierauf Herr Direktor

Freude ist aber hier das Neue zu begrüßen, da es nicht blos eine Erweiterung, eine zweckmäßige Umgestaltung und Vergrößerung von Räumlich⸗ keiten, sondern zugleich einen innern Ausbau, eine Entwickelung der Anstalt selbst bedeutet. Der letzte Theil der mit vielem Interesse von der zahl reichen Versammlung vernommenen Rede kann mit dem Ausdruck:Erziebunge ideale angedeutet werden.

Der Redner schloß mit den warm empfundenen,

Worten: Heil und Segen der Anstalt in den neuen Räumen! Die Feier fand ihren Abschluß mit- Absingen des Chorals:Lobet den Herrn ic., und wurde hierauf den Versammelten nur noch bekannt gegeben, daß der auf nächsten Samstag nach dem Ossenheimer Wäldchen bestimmte gemein schaftliche Schul-Spaziergang bei weniger günstiger Witterung das näher liegende Ockstadt zum Ziel haben solle. Man vertheilte sich nun in den ein zelnen Theilen des Gebäudes zu näherer Besich tigung der verschiedenen Räumlichkeiten, und Alle waren einig in der Anerkennung der Schönheit und Zweckmäßigkeit derselben. Schulleute und anwesende Aerzte interessirten sich dabei besonders noch für die in einigen Sälen sich findenden neuen Subsellien mit Rücklehnen zur Erleichterung eines bequemen, dem Einstnken des Brustkorbes und einer Verkrümmung der Wirbelsäule vorbeugenden Sitzens. Wenn ein Wunsch hier noch ausgespro

Ein zweiter, von Hrn. Direktor Möller, zollte Anerkennung und Dank den Behörden, sowohl dem Ministerium und der Oberstudien Direktion, als den Lokalbehörden, dem Kreisamt und dem Stadtvorstand, welche die Nothwendigkeit der in- neren und äußerlichen Erweiterung der Realschule erkannt und die nöthigen Mittel hierfür bewilligt hätten. Ein Toast des Herrn Direktor Stein- berger auf das Gedeihen der Anstalt betonte den Satz daß die Realschulen nimmer ihren Zweck er reichen und einer tüchtigen Bildung des Bürger standes wahrhaft förderlich sein könnten, wenn ste ihre Zöglinge nicht bis zum 16. und 17. Jahre zu behalten, sie vielmehr schon mit dem 14. zu entlassen in der Lage wären. Nur Verworrenheit und nichtisnutzige Halbbildung könne die Folge davon sein, wenn mit 14jährigen Knaben schon Wissenschaften getrieben werden wollten. Als früherer Leiter der Anstalt, als Bürger und Beamter gratulirt er darum zu der durchgeführten Erweiterung derselben. Dabei erörterte der Red

ner Eingangs seines Vortrags, wie dies, wenn auch nur andeutungsweise, die Festrede schon gethan, die Geschichte des Realschulgebäudes und der Anstalt, die nun schon drei Jahrhunderte lang darin ihr Domicil hat. Es scheint uns die selbe insbesondere für die hiesigen Leser dieses Blattes so interessant, daß wir nicht umhin können,

Möller. Es kann hier die Aufgabe nicht cen werden dürfte, so wäre es der, die Fuß dieselbe auch nur in ihren Hauptzügen wieder- böden möchten alle, sowohl in den Sälen, als zugeben. Einige Andeutungen müssen für unsern auf den Vorplätzen, geölt sein. Nux dadurch ist Zweck genügen. Die Räume, denen die Feier eine genügende Reinhaltung möglich.

alt und die früher eine ganz andere Bestimmung Ein großer Theil der Festgenossen fand sich jatten, legten dem Redner den Gedanken nah: des Nachmittags noch auf einige Stunden zu Altes vergeht, Neues ersteht. Jenes kann man einem einfachen Mahle im Hotel Trapp zusammen. dauern(Romantik des Mittelalters), dies muß[Der erste der Trinksprüche, ausgebracht von Herrn mit Freude erfüllen(Fortschritte der Wissen⸗ Bürgermeister Foucar, galt dem Wohle Fene schaft, Kultur und Bildung). Mit doppelter Königl. Hoheit, unserm allverehrten Großherzoge.

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am Schlusse unseres Berichtes nochmals darauf

zurückzukommen, obgleich damit selbstverständlich

vielen derselben nicht Neues mitgetheilt wird. (Schluß folat.)

0 1 2 3 Lokalgewerdpereins-Sitzung Samstag den 21. August, Abends 8 Uhr.

Tagesordnung: 1) Bericht über die Ausstellung' in Maiuz, 2) Unterstützung von Schülern zum Besuch derselben

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