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Frankfurt. Mehrere Stadt dem land wirthschaft—
sich bereit erklärt, falls die des 0 lichen Vereine die Eclaubniß zur Errichtung einer Halle im großen Bleichgarten gibt, das zum Bau noch sehlende Kapital vorzuschießen, um den Verein, dessen Vermögen zum größten Theile für dieses Project aufgewandt werden soll, in den Stand zu setzen, immer wieder neue Unter— nehmen, welche das Wohl der Stadt zu fördern bestimmt sind, ins Leben zu rusen. N f g Mainz. In einer kürzlich dahier abgehaltenen Ver: sammlung hat sich ein neuer, Verein uner dem Namen Mittelrheinischer Industrieverein“ gebildet, der die Interessen der Industrie durch persönlichen Verkehr der Judustriell n zu pflegen sich vorgesetzt. Im Ganzen waren 30 Theil nehmer, aus Mainz, Wiesbaden, Frankfurt. Offenbach, Mannheim, Stuttgart, anwesend. Als Präsident wurde Herr Geh. Hofrath Dr. Fresenius von Wiesbaden, zum Schriftführer Herr Dr. Weidenbusch von da und zum Kassirer Herr Dietze von Mainz gewählt, welchen Heeren noch ein Comite von 9 Mitgliedern beigegeben ist. Sneyer. Das Lie big'sche Brod nach der Zuberei— tung von C. Hofmann dahier bietet einige wesentliche Ver— besserungen, indem derselbe unter Anderem dem Brode die so beliebte Brod-Weinsäure und entgegen der Liebig'schen Methode etwas Gährteig zusetzt. Nach mehrfachen Ver⸗ suchen ist es Herrn Hofmann gelungen, ein äußerst schmack haftes und leicht verdauliches Brod zu liefern, welches außer der oben erwähnten größeren Nährkraft die Eigen schaft besitzt, eine gestörte Verdauung in normelen Zustand zu versetzen. Der Preis stellt sich nicht höher als der des gewöhnlichen Brodes und wud Herr Hofmann, dem Ver⸗ nehmen nach, eine Verkaufshalle hier errichten. 2 Stuttgart. Wohlverdienen Beifall erfreut sich eine hier vor wenigen Tagen ausgegebene neue illustrirte Wochenschrift welche im Verlage von Hermann Schönlein unter dem Titel„Allgemeine Familien-Zeitung“ erscheint. Nachdem man bisber glaubte, daß durch die Wohlfeilpeit der bestehenden derartigen Journale die äußerste Grenze erreicht sei, stell! dieses außerordentliche Unternehmen alles Vorhandene in Schatten, denn obgleich jede Nummer 16 Seiten des größten Folio-Formats umfaßt und der Inhalt an Gediegenheit, die Illustrationen von wirklich künstlerischer Ausführung, selbst den weitgehendsten An— sprüchen genügen, kostet das Quartal nur 1 fl. 8 kr, das Heft nur 21 kr. Nicht nur sämmtliche Journale
Deutschlands, sondern auch aller gebildeten Völkter werden hierdurch übertroffen, so daß wir Deulschen jetzt in Wahr⸗ beit die billigste Zeitschrift der Welt besitzen.
„„ Der„ christlich-conservative„Lehrerbund“ zu Neusalz(Schlesien) hat alle diejenigen Mitglieder von seiner Liste gestrichen, welche keine besondere Energie in Bundessachen entfalten, und es sind demnach von 1000 Mitgliedern nur 210 verblieben. Auf Antrag des Seminar direktors Lang in Reichenbach soll auch beschlossen worden sein:„Kein Mitglied unseres Bundes darf eine Pelition um Gehaltsverbesserung unterschreiben; wir, als Kinder Gottes, haben nur an den Höchsten zu petitioniren, der schon sorgen wird, wenns nöthig ist.“
„ Die Woblthätigkeit des bekannten amerikanischen Philantropen Peabody ist eine noch größere, als dewöhn lich geglaubt wird. Die„Newyork Times“ rechnet die Summe von 7,735,000 Doll. zusammen, welche Herr Peabody zu wohlthätigen und öffentlichen Zwecken geschenkt hat; darunter 2.000.000 Doll, an arme Mitglieder seiner Familie, 1,750,000 Doll. an die armen Londons, 1000000 Doll. für das Balumore Institute und 2,000,000 Doll. zur Erziehung von Weißen wie Schwarzen im Süden.
Ein ge san dt.
Aus dem Kreise Biedenkopf. Zu Weihnachten des für das Dorf Laisa bei Battenberg so verhängnißvollen Jahres 1868 kam den Adgebrannien daselbst aus der Großherzoglichen Cabinetskasse zu Darmstadt die Summe von 200 fl. zu. Wir unterlassen es, den tiefen Eindruck zu schildern, welche diese doppelt willtommene Weihnachts gabe hervorgebracht hat. Es ist eher zu wenig, als zu viel gesagt, weren wir demerken, daß die Ankunft dieses Geschenkes die freudigste Sensation erregt hat und, indem sie uns geheiligte Erinnerungen vergangener Zeiten in das Gedächtniß zurückrief, uns zugleich allen denjenigen Angehörigen des Großherzogthums herzlich danken läßt, welche durch anerkennenswerthe That, wie durch liebreiche Worte es bewiesen haben, daß, wenn wir in gewissem Sinne„auch nicht mehr ihre bessischen Brüder seien, wir doch für alle Zeit ihre christlichen und deuischen Brüder sein und bleiben sollten.“ Die Angehörigen Solmser Patronatsgemeinden dürfte es im hohen Grade freuen zu erfahren, daß auch die Herren Kirchenpatrone der Gemeinde Laisa, die durchlauchtigsten Fürsten und Grafen
zu Solms, die dasigen Abgebrannten mit ben so sehr dankens- und schätzenswerthen Gaben von je etlich und 40 bis zu etlich und 80 Gulden beglückt und denelben da⸗ mit ein dankbar anerkanntes Zeichen ihrer woblwollenden Fürsorge bewiesen haben. Indem wir schließlich den Gönnern und Freunden der Abgebrannten in der Nähe wie in der Ferne von hier einen herzlichen und aufrichtigen Gotlesdank entsenden, bemerken wir noch, daß das Central⸗ Hülfs⸗Comite zum Besten seiner Schätzlinge in dem im Laufe dieses Jahres wieder neu aufzubauenden Dorfe Laisa auch einen Bauverein gegründet hat mit un zu dem offen ausgesprochenen Zwecke, einzelne Stücke fertig
zu beziehenden Baumaterials in Masse anzukaufen und den Abgebeannten zu einem möglichst billigen Preise zu überlassen.— Um gefällige Verbreitung vorstehender Mit⸗ theilung in den Provinzial- und Kreisblättern der Provinz Oberbessen wird freun lichst gebeten.
güt die Wittwe des verunglückten Bahnwärters Müller
in der Erzählung des Lahrer Hinkenden Boten kam uns mit dem Postzeichen Gießen 1 fl. zu, außerdem empfingen wir durch Herrn Beigeordneten Bender in Gettenau, von dorugen Gemeiaderathsmitgliedern ge— sammelt, 1 fl. 1 kr. Wir nehmen diese Beträge mit
Dank in Empfang und bemerken, daß wir auch weitere Gaben eulgegennehmen und an den Ort ihrer Bestimmung befördern wollen.
ie Expedition des Oberhessischen Anzeigers.
Friedberg. D
ie bisberigen Vorstellungen der Herren
Gebrüder Matula baben sich wie überall se auch in biesiger Stadt za chen Besuchs, sowie des größten Bei⸗ falls und wohlverdienter Anerkennung zu erfreuen gehabt,
so daß die Künstler sich entschließen konnten, noch einige Vorstellungen folgen zu lassen, wiewohl ihre Abreise schon für den Beginn der laufenden Woche bestimmt war. Die Leistungen dieser Gesellschast sind aber auch in jeder Be— ziebung ausgezeichnete zu nennen und werden stets mit vieler Eleganz und Präcesion ausgeführt, so daß auch die noch zu erwartenden Produktionen gleichbefriedigend ausfallen dürften, wie die bis jetzt gesehen n. Man glaubt deßhalb das Publ'kum zu recht zahlreichem Besuche der Vor⸗ stellungen auffordern zu dürfen, deren letzte für nächsten Sonntag angekündigt wird.
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Oeffentliche Aufforderung
2807 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oderbessen über das Vermögen des wegen Verschweudung unter Curatel gestellten Großberzoglichen Kammer— Junkers Freiberrn Gustav Löw von und zu Steinfurt den förmlichen Concurs erkannt hat, werden dessen sämmtliche bekannte und unbekannte Gläubiger dazu aufgefordert, cpre Forderungen und Ansprüche jeder Art, bei Vermeidung des ftillschweigend erfolgenden Aus schlusses von det Masse, im Termine Fretiag den 5. Februar k. J.,
Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen.
Zugleich soll im nämlichen Termine die Güte ver. sucht, in deren Entstebung aber ein Gläubiger Ausschuß gewählt und ein Mosse-Curator bestellt und sollen Be— fiimmungen über die Richtigkeit der angemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Verfilberung und Veribe lung der Masse getroffen und souen die in den angezogenen Richtangen von der Mehrheit der erscheinenden und gebörig auftretenden Gläubtger gefaßt werdenden Beschlusse auch füc die ausbleibenden oder ungenügend vertretenen als bindend angesehen werden.
Nauheim am 11. November 1868.
Großberzogliches Landgericht Nauheim. B.. Suppes, Londgerichts-Assessor.
Arbeits-Versteigerung.
93 Die zur Fortsetzung des Banquelt und Gossen- pflasters in der Ortsdurchfahrt in Berftadt erforder⸗ lichen Matertalien, als 1) 10 Cubi'klafter Pflastersteine zu brechen, abzurichten, anzufahren und aufzusetzen und 2) die Anlieferung und das Messen von 10 Cubik— klafter Pflastersand, sollen Montag den 1. Februar d. J., Morgens 10 Uhr anfangend, in dem Wirtbslocal des PDeinrich Diefen— bach daselbst unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstnehmenden öffent lich in Accord gegeben werden Die Steigltebhaber bezüglich der Sand lieferung haben vor der Verffeigerung, Proben ibres Malertals vor zuzelgen, wenn ibre Gebote Berückfichtigung finden sollen. Villingen den 10. Januar 1868. Pfarrer, Gemeindebaumeifler. Holz ⸗-Versteigerung. 1710 Mittwoch den 27. Januar, Morgeng d Uhr an⸗ fangend, sollen in dem Gambacher Gemeindewald 52 Siecken Buchen Prugelholz, 8„ Stockholz 8100 Stück Buchen-Wellen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Die Zufammenkunft ist am Kirch- Gönser Weg an der langen Schneise. Gambach am 18. Zanuar 1869. Großherzogliche Bürgermelsterel Gambach La u x.
Lieferung für das Landeszuchthaus. 178 Dienstag den 9. Februar l. J., Vormittags 10 Ubr, wird daher die Lieferung von 80 Stecken Buchen⸗Scheitholz I. Klasse in Ausgeboten von je 5 Stecken öffentlich vetsteigert. Marienschloß den 18. Jauuar 1869. Großherzogliche Landeszuchtbaus⸗Direction Kulspel.
Nußbaum- Versteigerung.
174 Künftigen Dienstag den 26. d. M., Nachmittags 2 Ur, werden 13 Stück ältere im sogenannten Tries unweit Ockstadt fehende Nußbäume meistbietend öffentlich versteigert und Liebhaber diezu eingeladen. Ockffadt eden 19. Januar 1809. Freiherrlich v. Franckenstein'sches Rentamt Tro.
Holz- Versteigerung. 180 Montag und Dienstag als den 1. und 2. k M. sollen in dem Gemeindewald zu Hungen nachfolgende Pol zsotten versteigert werden:
1) 3 Stämme Eichen, 60 Cubikjuß, 11“ Durchmesser, 25“ lang,
2) 7 Stämme Birken, 134 Cubikfuß, 8—11“ Durch⸗ messet, 15— 257 lang,
3) 37 Stämme Fichten, 736 Cubiksuß, 6—11“ Durch messer, 50 70“ lang,
4) 726 Stamme Kiefern, 16742 Cubikfuß, 5½—13“ Durchmesser, 3075“ lang,
5) 320 Stangen Kitsern, 2290 Cubikfuß, 3½—5“
Ourchmesser, 20-507 lang. Der Anfang der Versteigerung Uist jedesmal Morgens 9 Ubi bei der Grude Nordstern Dung en den 19. Januar 1869. Großherzogliche Burgermetsterei Hungen Snell
Jaselochs-Versteigerung. 182 Zreitag den 29. d. M., Morgens 10 Ubr, soll bei Gastwirth Pöres ein für die hiesige Gemeinde zu schwer gewordener 3½ Jahr alter gaselochs, Berner Race, von Farbe Gelbscheck, zur Zucht taugtich, sowie zum Schlachten gut, meistbietend versteigert werden. Heuchelhelm ven 19. Januar 1869 Großherzogliche Burgermeisteren Heuchelheim Gatert.
N or st bingo Holz-Versteigerung. 167 Die am 14. 15 und 16. d. M. in den Kreiberrlich v. Franckenflein'schen Wald distrietey: Kiapperta mne, An der Straße, An der Sandkaut, Kreuztannen ꝛc. ab— gehaltene Holzversteigerung ist gegebmeigt worden Der erstle Fahrtag wird auf Freitag den 22. d. M. auberaumt Ockstadt am 18. Januar 1869. Wilbrand, Hreiherrlich v. Frauckenstein'scher Oberförster.
Bekanntmachung. 108 Den Holzsteigerern der Versteigerung vom 6. d. M. im Schlag„t. 1 des Domanialwaldee Burgwald wird ber nun eingetretenem Frostwetter biermit dekannt ge⸗ macht, daß der Tag der Ueberwelsung resp. der erste Abfubrstag auf Freitag den 22. d. M. anberaumt worden ist und die Holzabfubr an den auf den Abfuhrs⸗ scheinen bemerkten Tagen und Stunden, dis eiuschließlich 26. Februar d. J. erfolgen soll Oder Rosbach den 18. Januar 1869. Groß berzogliche Oberförßerei Oder⸗Ros bach Bin gmann
— 3 Verstei* Holz-Versteigerung. 169 Mittwoch den 27. und Donnerstag den 28. Januar jedesmal von Morgens 9 Ubr anfangend kommen im Licher Stadtwalde, Distriet Großedäuserderg, folgende
Dolzsortimente zur Versteigerung und zwar: Mittwoch den 27. Januar: 53 Eichen und Fichtenstämme von 7 bis 28“ Durch⸗ messer und 30 bis 907 Länge 50 Nadel- und Birkenftangen, 300 Buchen- und Eichen⸗Langwieden. Donner dag den 28. Januar. 315 Stecken Buchen- und Nadel-Scheit⸗ Prüge dolz 95 Stecken desgleichen Stockdolg, 13000 desgleichen Wellen. Der Anfang ist jedesmal am Heuweg oder Häuser⸗ gericht. Lich den 13. Januar 1869 Großherzogliche Bürgermeisterei Lich De lm.
und
Arberts- Versteigerung.
171 Samstag den 23. Januar, Mittags 2 Uhr, werden auf dem bissigen atbbaus nachstebende Arbeiten in Accord gegeden 1) Schreinerarbelt, für 48 fl.— kr. 2) Schlosserarbett 15„ 48 3) Weißbinderarbeit 1 4) Spen alerarbeit 9 5) Lieferung von 6 Rouleaux, sertig 22—„
Friedderg den 16. Januar 1869. ö Großderzogliche Bürgermelsteret Frtedberg F o uc ar.
N Beachtenswerth! Unserzeichneter besitzt ein vorttefftiches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände ver Harnblase und Geschtechtsorgane. Br eese france.
Syeclalalarzt Ur Kirchhoffer Kappel bet St. Gallen(Schwetz)
Mehrere Zimmer, 170 möblit oder unmöblirt, werden vermietdet von
Löb Strauß
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