Ausgabe 
20.2.1869
 
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Hotel Trapp.

523 Sonntag den 21. Februar 1869

Großes Streich Concert,

ausgeführt von dem ganzen Musikcorps des 1. Jäger⸗Bataillons. Anfang präcis 6 Uhr. Entrée für Herren 12 kr., für Damen 9 kr. programm werden an der Kasse gratis verabfolgt.

Ich werde an diesem Abend Boͤer in Gläsern in Zapf nehmen, und lade zu recht

zahlreichem Besuche ergebenst ein L. E. Trapp Nachfolger.

Hotel zu den drei Schwertern.

Sonntag den 21. Februar 1869

CONCERT,

ausgeführt von der Kapelle des Herrn Wachsmann aus Frankfurt. Anfang Uhr. Nestauration mit Glasbier.

Reichstagswahl.

513 Da die Reichstagswahl am Montag den 1. März mit dem Handelstag in Frankfurt zu sammenfällt, so ist von einer großen Anzahl Geschäftsleuten uad den bedeutendsten Muͤhlen⸗ besitzern beschlossen worden, den Montagsmarkt auszusetzen und statt dessen den Mittwochsmarkt zu besuchen und bin ich mit Veröffentlichung dieses betraut worden. Groß⸗Karben den 17. Februar 1869. K. May.

Reichstagswahl.

515 Auf den Wunsch vieler Wähler ist Herr Dr. H. B. Oppenheim in dieser Woche im hiesigen Wahlkreis anwesend und werden an folgenden Tagen Versammlungen stattfinden, zu welchen alle Wähler hiermit eingeladen sind. Am 20. in Vilbel in der Stadt Cassel, Abends 7 Uhr, 21. in Friedberg in den drei Schwertern, Nachmittags 3 Uhr. Die Wahlkomite's von Friedberg und Butzbach.

Branntweinsteuer frage.

517 Dem Bundesrath des Norddeutschen Bundes ist vom Bundeskanzler der Bericht der Commission vorgelegt worden, welche mit der Prüfung der Frage über die Einführbarkeit, sowie die wirthschaftlichen und finanziellen Vorzuge der Branntweinfabrikatsteuer vor der Maischsteuer beauftragt war. Diesem Bericht, welcher sich für ein vorläufiges Neben einanderbestehen deider Besteuerungsarten nach Wahl des zu besteuernden Brenners ausspricht, find drei Anlagen beigefügt, nämlich der Eutwurf eines Gesetzes betreffend: Die Besteuerung des Branntweins in den zum Zollverein gehörigen Theilen des Norddeutschen Bundes, wescher von der Commission ausgearbeitet ist, dann der Entwurf eines Gesetzes betreffend: Die Erbebung der Branutweinfabrikatsteuer im Nordbund, welcher von dem Königlich Sächsischen Commissar bearbeitet, und zur Annahme empfohlen wird, und endlich die zu dem letzteren Eutwurf gebörigen Motive. Es unterliegt nun mehr feinem Zweifel mehr, daß die in der vorigen Reichstagssession von den oberhessischen Reichstagsabgeordneten Graf zu Solms Laubach und Freiherr v. Rabenau angeregte Branntweinfabrikatsteuer in emer, den hiesigen Interessen volle Rechenschaft tragenden Weise noch vor dem 1. Juli d. J. zur Einführung gelangen wird.

Mit Bezug auf vorstehende authentische Nachricht möchten wir uns denn doch die Frage an die verehrten Fortschrittler erlauben: Haben unsere Abgeordneten des 1. und III. Wahl⸗ bezirks von Oberhessen nicht ihre Pflicht gethan, haben sie nicht diese unserer Provinz und ihren Kleinbrennern den größten Vortheil bringende Maßregel abgesehen von dem erzielten Aufschub der Besteuerung herbeigeführt, was imWetterauer Boten gegen bessres Wissen in Abrede gestellt worden ist. Beweist Vorstehendes nicht, daß unsere Provinz ihre sehr besouderenEigenthümlichkelte n. hat, deren Beachtung im Reichstag unseren einheimischen Abgeordneten zu verdanken ist 2!

Armer Herr Or penheim, sind Sie leider zu spät gekommen mit Ihrer in den Fort⸗ schritisblättern laut ausposaunten Absicht, die Sachverständigen des preußischen A b geordnetenhauses, wo die Sache überdies gar nicht hingehört, zur Prüfung der Brannt weinsteuerfrage zu veranlassen. Mit der Landwirthschaft und ihren dermalen ventilirten Fragen scheinen Sie sick noch sehr wenig befaßt zu haben. Wenn Sie mit Ihrer Wahl im Bezirke nicht mehr Glück haben als mit Ihrer oben erwähntenAbsicht, dann o Weh! dann können Sie nicht, wie Herr Jockel in Nauheim meinte in Berlin, fondern in den drei Schwertern zu Friedberg Ihren Bündel packen und sich nach dem Mandat eines andern Wahlbezirks umsehen, hier blüht für Sie keinWaizen(das ist eine Getreideart, falls Sie

mit diesem landwirthschaftlichen Product, als einerEigenthümlichkeit von Oberhessen, auch nicht belannt sein sollten).

512 Herr Hofgerichts-Advocat Jöckel soll sich in der Büdinger

511

Wahlversammlung des ver

Lehrerconferen

3 l Sektion Friedberg, 518 Mittwoch den 24. Februar, Nachmittags Uhr. Die Mitglieder werden um Rückgabe der aus der

ersucht.

534 Gemeinschaftliche Reise nach Marburg zur Heilung des Familienfehlers. Ab fabrt: Montag N 7 Uhr..

Eine alte Fabel. (Gottlieb Konrad Pfeffel)

Ochs und Esel zankten sich

Bei'm Spaziergang um die Weite:

Wer am meisten Weisbeit hätte;

Kelner siegte, Keiner wich.

Endlich kam man überein,

Daß der Löwe, wenn er wollte,

Diesen Streit entscheiden sollte;

Und was konnte klüger sein?

Beide treten tiefgebückt

Zu des Tbierbeherrschers Throne,

Der mit einem edlen Hohne

Auf das Paar herunterblickt.

Eudlich sprach die Majestät

Zu dem Esel und dem Farren:

Ihr seid alle Beide Narren!

Jeder gafft ihn an und geht.

509 Geschäfts, Haushaltungs- u. Notizbücher von J. C. König& Ebhardt in Hannover sind zu den Fabrikpreisen stets vorräthig bei 8

E. C. Weis,

gegenüber dem Hotel Trapp.

Strohhüte

535 werden gewaschen und nach neuester Fagon ge⸗ ändert bei Elise Hanau.

Empfehlung.

519 Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich an hlesigem Platze ein Frucht- und Mehl⸗Geschäft

eröffnet habe.* 85 Bad Naubeim. Louis Löb.

Kallslüssiges Jaumwachs

525 à 1 Pfund 26 kr., ½ Pfund 8 kr., ist stets vor⸗ rätbig in der Apotheke zu Bad Nauheim.

540

Zu verkaufen.

527 Ein leichtes Wägelchen mit Sitz, zum ein⸗ und zwetspännig Fahren, and ein zweispanntger Oekonomie⸗ wagen, beide sebr gut. Ferner ein leichtes gußeisernes Mühlwerk für 2 Mahlgänge, nebst Beutelkasten und Vorkasten, noch wenig gebraucht.

Friedberg. A. Vorbach, Müblenbesitzer.

Strohhüte

497 werden gewaschen, gefärbt und nach den neuesten Mustern fagonnirt bei

K. Friedrich neben der Post. Einen 6fitzigen

Post wagen, in gutem Zuftande, verkauft billigst S Eduard Grödel.

Kuh⸗ und Ochsenfleisch, 490 Prima⸗Qualität, das Pfund 15 ke, verkaufen

K. Neuhof. L. Imroth's Wittwe.

Kirchliche Anzeigen für Hriedberg.

Eruvangelische Gemeinde. Sonutag den 21. Februar 1869. Pfarramts woche: Herr Pfarrer Diegel.

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gangenen Sonntags darüber oͤffentlich beschwert haben, zur Abhaltung derselben der Rathhaussaal in Büdingen Seitens des Bürgermeisters daselbst ver weigert worden ist. Zur Beruhigung des Herrn Jöckel wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß ein gleiches dem Herrn Hofgerichtsrath Buff widerfahren ist und sonach Sonne und Wind in gerechter Weise zwischen den Parteien vertheilt wurden.

Ob es den Herrn Nationalliberalen vielleicht nicht lieber gewesen, wenn letzteres nicht stattgehabt hätte, wollen wir dahin gestellt sein lassen

daß dem Herrn Oppenheim und Genossen

Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Brand. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer.

Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Sommerlad.

Verantw. Red.:

Hermann Schimpff. Druck und Verlag von f

Bindernagel& Schimpff.

(Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 8 und eine Beilage.)

Bibliothek entltehenen oder noch eirculirenden Bücher g