ldung kann unmöglich sehr gründlich gewesen in, da er schon als elfjähriger Knabe als Lehr- larsche in eine Spezereihandlung trat.— Nach göherem ausschauend, ergriff er mit 16 Jahren audig die Aufforderung seines Bruders David,
dessen Schnittwaaren Handlung einzutreten. hider brannte diese bald darauf ab und beide brüder standen auf dem Trockenen. Da wendete sich an seinen in Columbia angesiedelten Onkel ohn Piabody, der ihn denn auch wirklich in en Geschäft nahm.— Das Frühjabr des Jahres 312 war bereingebrochen, die Engländer bedrohten ne Hauptstadt der jungen Republik, und die uhrige Jugend griff zu den Waffen, um sich den neiwilligenschaaren einreihen zu lassen. George teabody, der ein Gleiches that, diente nun als intillerist mehrere Monate. Nach dem kurzen eldzug, den auch der Onkel mitmachte, kam unser george in das Engrosgeschäft des reichen Riggs. hit jedem Jahre wurde dieses Haus größer und lit jedem Jahre George in ihm angesehener, bis schließlich im Jahre 1830, da der alte Riggs sc zur Ruhe setzte, als Aeltester unter den Be⸗ teiligten die oberste Führung übernahm. In neser Stellung lebte er bis zum Jahre 1837 in Laltimore, ein angesehener, reicher Kaufmann. zm genannten Jahre siedelte er nach London über. das Haus George Peabody& Comp zählte bald zu im ersten fremden Bankfirmen Londons. Peabody's Leichthum wuchs, sein Ansehen stieg, seine Be— urfnisse aber blieben mäßig wie nur je zuvor, id da er am Junggesellenstande festhielt, konnte e seinem Wohlthätigkeitssinne, den er früb bethä— t batte, immer größeren Spielraum einräumen. —„Mehr als fürstlich“ und„ohne Beispiel da— schend“ hat Königin Viktoria seine Wohlthätig— in genannt, als sie ihm bei seiner Abreise von angland nach Amerika(1856) eigenhändig für dis große Vermächtniß(250,000 Pf. St.) dankte, des er den Armen Londons hinterließ.— Um mr die größeren Posten aufzuführen, die in seinem
— fromme Menschen versichern auch im himm— lischen— Hauptbuche eingetragen stehen, erwähnen wir: eine Gabe von zwei Million Dollars für die Erziehung Weißer und Schwarzer in den amerikanischen Südstaaten; 625,000 Dollars zur Gründung verschiedener Schulen und Museen in den Nordstaaten und weitere 100,000 Pf. St. für die Armen Londons. Zusammen mit anderen Stiftungen und einem Kapital von zwei Millionen Dollars, das er seinen Verwandten einhändigte, dürfte dieser Mann in seinem Leben kaum weniger denn zwei Millionen Pfund Sterling verschenkt haben. Wie viel er in seinem Leben verschenkte, ohne daß die Welt davon wußte, wird man wohl nie erfahren, obwohl nicht im geringsten daran zu zweifeln ist, daß sich in seinen Privatconti Alles sauber gebucht finden wird.— Ein schlich— teres Auftreten und ein einfacherer Hausstand, als er hatte, läßt sich kaum denken. Sein Kammer— diener war mindestens so alt wie er und das Stubenmädchen, das zuweilen auf dem Flur sicht— bar wurde, noch viel älter. Eigene Pferde hielt er nur einmal während eines Sommers, nachdem er am Vormittag eine Million Gulden verschenkt hatte, konnte er verdrießlich werden, wenn er am Abend deren zwei in Whist verlor. Er war pünktlich und sauber is seinem ganzen Thun; jeder Zoll ein Kaufmann, aber der groß angelegte, solide, durch und durch frei von jeder Aengstlichkeit, weitausschauend und umfassend in seinen Ansichten über Leben, Sterben, Bücherweis— heit, Kunstgeschmack, individuelle Thätigkeitssphären, Religion und Politik.— Sein Denken war mathematisch geordnet und an seinem„Zweimal zwei macht vier“ vermochte nichts zu rütteln. Dies und sein fester Glaube an die Zukunft der amerikanischen Union waren die am wenigsten verrückbaren Punkte seines Denkvermögens.
Das war der Mann, der die Augen schloß und dem seine Landsleute demnächst die letzte Ehre erzeigen werden. Die höchste aber, nach
der sich ein Mensch sehnen kann, die Ehre, nach dem Tode von seinem Vaterlande betrauert zu werden, ist ihm zwiefach vorbehalten. Denn auch England betrachtet ihn als seinen Bürger und theilt sich mit Amerika in die Trauer um seinen Verlust.— Auf Anordnung der Königin wird die Leiche Peabody's nach Amerika verbracht. Bis zum 26. d. M. bleibt dieselbe in der Westminster⸗ Abtei, um dann an Bord der Fregatte„Inconstant“ die Reise nach der Heimath anzutreten. Einem Kabeltelegramm zufolge hat der amerikanische Marineminister den Befehlshaber der amerikanischen Flotte in den europäischen Gewässern, Admiral Radford, angewiesen, Kriegsschiffe zur Begleitung der Leiche Peabody's nach den Vereinigten Staaten abzuordnen.
Eingesandt.
Dem Wunsche mehrerer Urwähler entsprechend, stellen wir unter Zugrundelegung des im Großberzoglichen Re gierungsblatte seiner Zeit zur öffentlichen Kenniniß ge brachten Hauptverzeichnisses nachstehend die Namen der zu
und Landtagsabgeordneten wählbaren Einwohner Friedbergs
zusammen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit dieser Zu— sammenstelluug zu machen: Baur, Stadipfarrer.
de Beauclair, Kreisassessor. Bechstein II., J., Lederhändler. Bender, Ad., Rentier. Bichmann, pens. Major. Bitsch, Rendant.
Brentano, Postmeister. Burk, J., Hofbrauer.
Dr. Diegel, Professor. N Nik., Metzger.
Falk, Ernst, Müller. Ferisch, W., Kaufmann. Hauß, pens. Major.
Hecht, Chr., Agent. Herpel, Forstmeister.
Keim, Distriktseinnebmer— Kettinger, Rentier. Kümmich, W., Kaufmann. Lindeck Rentamtmann. Mack II., H., Kaufmann.
Dr. Matthias, Direktor. Dr. Möller, Direktor.
Dr. Pfeiffer, pens., Stabsarzt. Philippi, Gg., Bierbrauer. Philippi, Mart., Conditor Rappolt, J., Fruchthändler. Reitz, Landrichter.
Reuß, Kreioe⸗Baumeister. Schober, Stenercommissär. Dr. Schwabe, Direktor. Seyd, Ludw., Hofg.⸗Advoka. Simmerock, Ph., Bierbrauer Steinberger, Sem.-Direktor. Trapp, Regierungsrath. Walz, Fr. Carl, Bierbrauer Walz III., Joh., Gastwirth. Windecker, Ph., Bierbrauer Anschütz. Major.
Jäger, Major.
Bekanntmachung.
336 Mitwoch deu 24. d. M., Vormittags 9 Ubr, len in hiesiger Strafanstalt die abgängig gewordenen Ergenstände, als: 95 Bettteppiche, 2 Wasserglassässer, 2 Oeilfässer, 2 ½ Ohm haltend, 3 Oelkasten, 30 alte Stahlblätter für Weber, alter Kroppen, 5 circa 1½ Centner altes Eisen, „ 54 7 alte geilen und Hobeleisen, eine Parthie Eßkümpschen von Blech, circa 6 Centner alte Lumpen sentlich an den Metfibtetenden versteigert werden. Marilenschloß am 9. November 1869. Großherzogliche Laadeszuchthaus Casse Schäfer.
Ursteigerung getragener Bekleidungen und 5
Reitzeugstücke. 31 Mittwoch den 24.1 M., von 9 Uhr Morgens u beginnend, werden in der Reitercaserne dahier aus⸗ n girte Militärgegenstände, als: Mäntel, Waffen⸗ zölte, Tuchbosen, Zwilchjacken Mützen ꝛc. ꝛc., sowie alte
Witzeugstüce gegen gleich baare Zablung öffentlich
isteigert. 1 Herren Bürgermeister der Umgegend werden er—⸗ let, dies in ihren Gemeiaden gefälligst bekannt zu en. f Butzbach den 15. November 1869. In Auftrag ger Bekleidungs- Commissien Großherzoglichen ersten Reiter Regiments Fretherr von Wedekind.
Bekanntmachung. Freitag den 19, November l. J., Vormittags Uhr, werden an biesigem Rathhause folgende Gegen end
1.8 0 59
de:
2 kupferne Waschkessel,
1 Schaflamm
utlich meistbietend versteigert.
Friedberg den 16. November 1869. Großherzogliches Ortogericht Friedberg
7 Fou car.
Zu vermiethen
le vollständige Wohnung in dem oberen Stocke % in der Burg befindlichen Morell& Hertwig'schen druses. Auskunft erthellen
5165 Trapp& Münch.
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Abbildungen und Peschteibungen werden auf Wunsch gesandt. J. P. Lanz 4
a lität
900 Stück jährlich betrug, hat sich seitdem verdoppelt,
Comp. in Mannheim.
Oeffentliche Aufforderung. 3166 Zum Zwecke einer gütlichen Verständigung zur Abwendung förmlichen Coneurses über das überschuldete Vermögen des Conrad Stengel von Ostheim werden dessen gerachtsunbekannte Gläubiger auf
Freitag den 24. Dezember d. J., Vormittags 9 Uhr, unter der Aufforderung hierher geladen, ihre Forderungen alsdann spersfieirt anzugeben unter der Bedrohung, daß die nicht erscheinenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden zustimmend angesehen werden sollen. Butz bach den 10. November 1869. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichts- Assessor
+ Zu verkaufen 3163 hat 1 Feuerheerd und 2 Oefen mit Rohr Seminarlehrer Wahl.
— 72 Coneurrenz⸗Eröffnung. 3168 In dem Landeszuchthaus Marlenschloß ist eine Aufseherstelle mit einem Gehalte von 300 Gulden zu besetzen. Der Anzunkhmende muß ein kräftiger, un verheiralheter Ercapitulant, mit guten Zeugnsssen selner Militär und Ortsbehörde verseben, im Rechnen und Schreiben bewandert und fähig sein, der Küfer⸗ oder Schlosserwerkstätte vorzustehen. Marienschloß den 15. November 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direetion Knispel.
3153 Zur bevorffehenden Saison empfehle mein gut aͤssortirtes Lager aller Sorten
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