Ausgabe 
16.3.1869
 
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wird bleiben. Wenn solche Anfeindungen das Kopernikanische System mit selnem 300 jährigen Wahrheitszeugniß er⸗ fahren konnte, so darf es nicht Wunder nehmen, wenn dem verhältnißmäßig noch neuen Laplace'schen System von der Entstehung des Sonnensystems ein Gleiches widerfuhr. Die Gegner lassen sich in zwei Gruppen heilen: in solche, die ihre Gründe aus dem Gefühl berleiten und solche, die Verstandesgründe dagegen vorbringen. Die ersteren stoßen sich daran, daß Alles, was sie sehen, die Berge und Thäler, die Pflanzen und Thiere, der ganze Erdkörper einstens soll Dunst gewesen sein. Ihnen gegenüber ist daran zu erinnern, daß ein wesentlicher Bestandtheil der Erde, die Atmosphäre, Dungd ist und dleiben wird, daß das Weltl⸗ meer aus Wasser bestebt, welches um einige Grade erhitzt, in Dunst sich auflös'l, ja daß Pflanzen- und Thierkörper nach kurzer Zeit der Existenz in einige Gasarten sich auflösen, die in alle Lüfte entweichen. Mil solchen Gegnern, die in schönen Illusionen nicht gestört sein möchten, sei nicht viel zu rechten. Etwas mehr Aufmerksamkeit ver⸗ dienten die, welche ihre Gründe dem Verstande entnehmen, obgleich damit nicht gesagt sein sollte, daß sie verständige wären. Das Fundament, worauf das Laplace'sche System derubt, wornach alle Planeten mit der Sonne vormals eine Dunstmasse gewesen, sei die Wahrheit, daß die hundert und etliche zwanzig Planeten sammt ihren Trabanten nahezu parallel mit dem Sonnen-Aequator um die Sonne und außerdem, wie die Sonne, von West nach Ost um sich selbst sich dewegten. Einzig die Monde des Uranus machten davon eine Ausnahme; ihre Bahn um diesen Planet stehe senkrecht auf dessen Bahn. Wie wenig es auf sich babe, diesen Umstand als Einwurf gegen die Richtigkeit des Systems benutzen zu wollen, zeige Folgendes: Wenn Hunderte von Neuten nach einem Punkt hin eilen, so nehme man mit Recht an, daß eine gemein⸗ same Ursache die Veranlassung wäre. Diese Annahme würde nicht im geringsten erschüttert, wenn man auch sähe, daß etliche Personen von jenem Punkt herkämen. Man denke einfach, letztere wollten nicht sehen, was dort vorginge, oder hätten's schon gesehen. In derselben Weise verführe man bei Feststellung jedes Thatbestandes, bei Neberführung eines Verbrechers z. B., ja es könnte im entgegengesetzten Fall von irgend welcher zuverlässigen Thatsache schlechterdings keine Rede sein. Weitere Ein wendung: Wenn das Laplace'sche System auf Wahrheit beruht, woher kommt es denn, daß die Bahnen der Pla neten nicht vollständig, sondern nur annähernd gleich laufend mit dem Sonnen-Aequator sind, und warum be wegen diese Kérper nicht in vollständigen Kreislinien sich um die Sonne, sondern in etwas in die Länge ge zogenen, sogenannten Ellipsen? Den ersteren Umstand anlangend, weis't der Redner auf einen interessanten Versuch französischer Physiker hin, die eine Kanone mit aller Genauigkeit so befestigten, daß der Lauf derselben mit der Mündung senkrecht nach oben gerichtet war. Der Theorie nach mußte eine daraus geschossene Kugel senkrecht

steigen und in derselben Richtung wieder fallen in den Lauf hinein. Die abgeschossenen Kugeln thaten es nicht; sie fielen in einer Entsernung von 20 bis über 100 Fuß nach allen Seiten hin zur Erde, ja einige davon wurden gar nicht aufgefunden. Oder: Man lasse eine Kette fer tigen, deren Ringe von gleicher Dicke und S!ärke sein sollen. Trotz aller erdenklichen Sorgfalt und Geschicklich keit des Schmiedes wird ihm leicht nachzuweisen sein, daß auch nicht ein Glied derselben dem andern völlig gleich ist. Schluß: Die kleine Abweichung der Planetenbahnen von der mit der Sonnenbahn parallelen Richtung ist gar nicht in Betracht zu ziehen. Daß aber die Planeten bei ihrer Bewegung um die Sonne nicht die Kreislinien ein halten konnten, erklärt sich aus dem Gesetz der Anziehung. Darnach zieht nicht nur die Sonne die Planeten an, sondern diese ziehen sich im Verhältniß ihrer Größe und Schwere unter einander an, und daraus ergaben und er geben sich Abweichungen von der Bewegungslinie. Man nennt dies Störungen. Dieselben sind keine Chimäre. Werden sie bei der Bahnberechnung nicht mit in Betracht gezogen, so findet sich der Planet keineswegs an dem Punkt des Himmels, den das Rechnungsergebniß bezeichnet, im andern Fall dagegen ja. Der Planet Neptun ist geradezu dadurch aufgefunden worden, daß ein Astronom behauptete: An dem und dem Orte am Himmel muß sich ein Planet befinden, der die und die Störung ver

ursacht. Die dahin gerichteten Fernrohre entdeckten den Neptun. Außerdem kommen aber hier auch noch die

Kometen in Betracht, die mit ihren außerordentlich in die Länge gezogenen Bahnen als Körper von ungeheuren Dimensionen, aber geringer Dichtigkeit um die Sonne kreisen. Es läßt sich recht gut denken, daß ein solcher Komet von der Seite her gestoßen, zu einer Zeit, als dieser noch gassörmig war, und die oben erwähnte entgegengesetzte Bahnrichtung der dadurch gebildeten Monde bewirkte. Einen weiteren Einwand entlehne man von der Beschaffenheit des Mon des, der entweder keine oder doch nur eine äußerst feine Atmosphäre habe. Da sage man denn: Ist der Mond aus einem von der Erde losgelös'ten Ring entstanden, so muß sich auf ihm dieselbe Almosphäre finden. Dabei wird übersehen, daß die Anziehungskraft des Mondes etwa fünfmal kleiner ist als die der Erde, daß erst in einer Entfernung von 900 Meilen von der Erde hinweg die Anziehung der Erde sich so abschwächt, daß sie der des Mondes gleich kommt, und daß demgemäß die Mond atmosphäre dieselbe Dichtigkeit haben muß wie die unserer Erde in einer Entfernung von 900 Meilen. Daß aber bis dorthin die Atmosphäre sich unendlich verdünnt haben muß, wenn sie überhaupt so weit reicht, leuchtet ein, wenn

man dacan denkt, wie fein die Luft schon auf hohen Bergen ist.(Schluß folgt.) Gießen. Während des letzten in hiesiger Stadt abge

haltenen Viehmarktes hat ein fremder Mann von einem Viehhändler eine Kuh für 42 Thaler gekauft und mit

in einen Ring des Uranus

einerNorddeutschen Banknote à 1000 Thaler bezahlt. Der Viehhändler hielt dieBanknote(eine Nachbildung des Papiergeldes) für falsch und veranlaßte bie Verhaftung des Käufers. Auf dem Polizei-Bureau erkannte man in ihm einen Mann aus Holzhausen, Amts Burbach, der schon sett vielen Jahren im Verdacht steht, daß er die Verbreitung falscher Preußischer Kassen-Anweisungen ge⸗ werbsmäßtg betreibe, bei dem aber die früher vorgenom⸗ menen Haussuchunigen ohne Erfolg geblieben sind. Der⸗ selbe besaß mehrereNordbeutsche Tausend-Thaler⸗Noten und eine werthloseFünf-Thaler-Note und außerdem viele galvanisch vergoldete, sehr fein, golbartig klingende Spielmarken von der Größe eines Zwanzig⸗Franc⸗Stücks, mit dem Bildnisse des Kaisers Napoleon. Es liegen Nachrichten vor, wonach seit einiger Zeit dergleichen Spiel⸗ marken als laufende Goldmünzen verbreitet worden sind, und auch der in Gießen verhaftete Mann steht in dem Verdacht, daß er diese Spielmarken als Goldmünzen hat ausgeben wollen. DieNorddeutschen Banknoten 2 1000 Thaler enthalten einige spaßhafte Bemerkungen und können nicht leicht für Papiergeld gehalten werden. Um so mehr fällt es auf, daß jener Mann mehrere solcher Scheine besessen hat.

Frankfurt. Eine der größten Naturseltenheiten, die je in unserer Stadt zur Meßzeit ausgestellt war, wird, wie wir hören, hier nach dem Bleichgarten kommen, näm lich ein Wallfisch von 40 Fuß Länge, 18 Fuß Körperum⸗ fang. Zufolge näherer Erkundigung hat die Palmgarten⸗ Gesellschaft noch keine Entscheidung über die Direktion der Musilkapelle getroffen und ist daher die Nachricht, daß dieselbe Herrn Neumann übertragen worden sei, verfrüht.

Offenbach. Der Schuldiener der hiesizen Stadtschule fand gestern in einem leeren Schulzimmer einen Knaben von sieben Jahren, welcher sich verkrochen hatte. Da der⸗ selbe am ganzen Körper Verletzungen hatte, so brachte er ihn der Polizeibehörde. Der eine Arm war dem Kinde zerschlagen und hoch geschwollen, die Nägel an den Fingern abgelockert, der Rücken aufgebrochen und bereits geeitert, er hatte Brandwunden am Körper und ein Loch im Kopfe. Die angestellte Untersuchung ergab, daß der Kleine der unebeliche Sohn eines Frauenzimmers aus einem benach⸗ barten Orte ist, die sich unlängst hierher verheirathet hat. Die Rabenmutter hatte das Kind seit Wochen schon mal traiürt. Der Knabe wurde dem städtischen Hospital zur Pflege übergeben und seine Mutter, welche ihn seiner An⸗ gabe nach mit einem dicken Rohre öfters gehauen und auf eine heiße Platte gesetzt hatte in Haft gebracht. g

Offenbach. Kürzlich ereignete es sich hier, daß im 85. Jahre seines Lebens ein hiesiger Bürger wenige Tage vor seiner Diamanthochzeit, zu deren Feier bereits alle Vorkehrungen getroffen waren, sanft entschlief. Der Hin⸗ geschiedene ist Herr Philipp Klein, dessen Name mik zu 0 8 der frühesten Gewerbtreibenden auf hiesigem Platze zählt. i

Edictalladung.

302 Peinrich Corvinus von Staden beabsichtigt nach Amerika auszuwandern. Rechtsansprüche an den⸗ selben find binnen vier Wochen bei Großherzoglichem Landgerichte Altenstadt geltend zu machen und zu be gründen, widrigenfalls ihm die Entassungs- Urkunde ertheilt wird. Friedberg den 27. Februar 1869. Groß herzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. 5

Oeffentliche Aufforderung.

733 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ laß der Philipp Adam Odenwäller's Eheleute von Ober⸗ Wöͤllstadt sind binnen einer zerstörlichen Frist von 14 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, bei dem unter⸗ jeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie bei der Berthellung des Nachlasses unter die Intestaterben der Verstorbenen nicht berücksichtigt werden können. Binnen gleicher Frist haben die Schuldner des Philipp Adam Odenwäller ihre Schuldposten an die Vormünder Philipp Brauburger II. und Johannes Hof II. von Ober⸗Wöllstadt um so gewisser abzuführen, als sie sich sonst gerichtlicher Belangung zu gewärtigen haben. Friedberg den 4. März 1869. re enen Friedberg 1

Hofraithe- und Güter⸗Versteigerung. 613 Freitag den 19. d. M., Mitlags 2 Uhr, läßt der jetzige Eigenthümer vie früher dem Jakob Meter ebörige Hofraithe und Grundstucke, wobei en

orgen großer Steinbruch, öffentiich versteigern und lann bei annehmbarem Gebot der Zuschlag sofort er theilt werben.

Schwalheim den 12. März 1869.

Großberzogliches Ortsgericht Schwalheim 5.

Holz- Versteigerung. 808 Die am 11. d. M. wegen ungünsliger Witterung unterbrochene Holzversteigerung im hiefigen Stadtwalde soll Donnerstag den 18. d. M., Morgens 9 Uhr ansangend, fortgesetzt werden.

Butzbach am 13 März 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach

Küche l. 5

Holz⸗Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Laubachischen Waldungen. 131 Montag den 22. März l. J. kommen in den Districten Altengericht und Wingerten bei Ruppertsburg: 600 Stecken Buchen⸗Scheitholz,

160 Alfiprügelholz, 158* Stockholz, 500 Reisholz.

5 Schichten zu Latten und Baumstangen taug- liches Kiefern-Stangenhelz zur Versteigerung. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im District Alten- gericht bet den ersten Holznummern. Laubach den 7. März 1869. Gräfliche Oberförsteret Tub um. Bekanntmachung. S807 Jakob Map zu Frteoberg ist am 1. d. M. als Mitinhaber der unter der FirmaMap& Oppenheimer daselbst bestebenden Hande sgesellschaft ausgetreten und die seiner Ehefrau, Jeitchen, geb. Oppenheimer, ertheilte Procura für erloschen erklärt worden. Der andere Theil haber Louis Oppenheimer von hier führt das Geschaft unter der seitherigen Jama für seine alleinige Rechnung weiter fort. a Vorstehendes ist heute unter O.⸗Nr. 47 des Handels- registers eing tragen worden. Friedberg am 10. Marz 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor.

1 10 919 Loh-Versteigerung. 811 Donnerstag den 25. März J. J., Miltags 2 Uhr, werden dabier circa 600 Centger Loh von 20 jäbrigem Besland öffentlich versteigert Versteigerung eingesehen werden. Wehrheim den 13. März 1869. Der Bürgermeister a g. e n.

Beachtenswerth! 172 Unterzeichneter besitzt ein vortreffeiches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezuftände ber Harublase und Geschlechtsorgane. Briese franco. Syecialalarzt Dr. Kirchhoffer

Kappel bei St. Gallen(Schweiz).

Proben können auf der

3.V 1* Holz⸗Versteigerung. 810 In den Gräflich Solms-Rödelheim'schen Wein Zn. 7 1 ieustag den 23. März l. J., Vormi 9 Uhr, im Ossenbeimer- Wäldchen: 3. 8 . Stecken Buchen⸗Scheitholz,

77 Eichen 5 8 Buchen Prügelholz, 4* Eichen⸗. On, Buchen⸗Stockholz, 6* Eichen 2 Buchen⸗Astreisbolz,

2500 Wellen Eichen⸗Schlagreiebolz,

35 Dornen,

3 Eichen⸗Stammabschnitte 1350 mittl. Durch⸗ messer, 15 17 Länge= 445 Cudikfuß,

14 Welßtannen-Stämme 6 10 mttil. Durch⸗

messer, 2060 Länge= 229 Cudikfuß,

10 Stück Nadel- Nutzftangen. a

2) Mittwoch den 24. März l. J., Vor⸗ mittags 8 Uhr, im Revier Wickstadt, Distriet Haardt:

20 Stecken Buchen-⸗Scheitholz,

8 Eichen · 1

9 Buchen Prügelholz, 40 Eichen⸗ 3 N 22 Buchen Stockbolz, 5 Eichen⸗*

50 50 Buchen⸗Reisholz, 109 Eichen⸗ 3

300 Wellen diverses Rrisbolz.

Zusammenkunft am ersten Tage Morgens präcets 9 Ubr am Ossenheimer-Jagdbaus und am zweiten Tage Morgens präcis 8 Uhr am Eingang in den Diflriet Haardt.

Wlckstadt den 12. März 1869.

Gräfliche Oderförsterei Assenheim Schallas.

Warnung.

752 Ich warne hiermit Jedermann etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für nichts bafte.

Bönstad. Heinrich Walz Wittwe.

Wicken, Erbsen X Hafer

787 zur Aussaat bei J. L. Rappolt.