Ausgabe 
16.1.1869
 
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NA. duet 1089.

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unstler⸗ T nssstze 1

1 Erper rtulttentn,

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Samstag den 16. Januar.

6.

Oberhef

sischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse sür den Krele Friedberg.

Friedberger Inlelligenzölaet.

Er scheiut jeden Dienstag, Donnerstag und Samsiag.

Hessen. Darmstadt. Das Großberzoglicht Regierungsblatt Nr. 1 enthält:

I. Edikt d. d. 31. Dec. 1868, Stantsratos für 1869 benessend.

II. Bekanntmachung Gropberzegl. Kriegeministertums, die Ergänzung der O fiziere benessend.

Zufolge Allerböchner En scliefung Sr. Kgl. Hoheit des Großberzone wird die nachstehende Cabineteordrt St. Majeftät des Königs von Preußen nabst dazu geböriger

die Mitglieder des

Bekaummachung des kal. preußischen Kriegsministeriums

zur allgemeinen Kenntniß gebradt.

Die Ergänzung der Offiziere detreff nd.

Auf den Mir gehaltenen Vortrag bestimme Ich hier⸗ durch, daß die im F. 11 der Verordnung vom 31. Oct. 1861 über die Ergänzung der Offiziere des slahenden Heeres denjenigen auf Beförderzwg dienenden jungen Männern, welche auf Grund eines vollgültigen Abiturienten⸗ Zeugnisses mindestens ein Jabr auf einer preußischen Universtidt studirt daben, kewibigte Vergünßigung auch auf solche junge Leute auszudeyne n ist, die eine überhaupl im Gebiete des nor ddeuischen Bundes belegene Universität unier denselden Bedingungen mindessens ebenfalls ein Jahr desucht baden. Das Kriege ministerium bal bier nach das Weitere zu vrranlassen.

Berlin, den 26. November 1868.

gez. Wilhelm. (gez.) v. Roon.

Es solgt hierauf das Verzeichniß der nich' preußischen Ledranstalten, deten vollgültige Abimtientenzeugnisse von der Ablegung der Portepe fäbntichs⸗ Prüfung en. binden. Es sind dies im Greßbe,zogihum H essen die Eymnasien u Darmstadt, Brnebeim, Gießen, Bübingen, Mainz und

erme, sowie bie lechnische Schule zu Darmstadt, als Neahchule 1. Ordnung.

III. Befannumachung Großherzoglicher Commission für Poft⸗ Angelegendeiten, die Cortesrondenz nech den Niederlanden deiressend.

Der Abgeorencte Curtman bat an die 2. Kammtr ber Staats den Nrrr., g gerichtet: fal das Bad Nauheim, insbesondere für die Erhaltung der Unterhaltungsmittel: Kapelle, Lestkabinet, neue Anpflanzungen 1c. einen Kurfond herzustellen und sür dessen Bildung vom 1. Januar 1809 ah die Rein- Einnahmen aus dem Spielpacht und der Badeverwaltung zu verwenden.

Bei der am 11. d. stattgehabten Neuwahl eines Landtagsabgtoroneten für Heppenheim wurde Staatsrath von Biegeleben mit 23 gegen 15 Stimmen wiedtrerwäblt. Hiermit berichtigt sich unsere Nachricht, als ob die Wahl erst kom menden Montag stattfinden würde.

Aus Oberhessen schreibt man demFr. Journ.: Die Bestimmung des Gesetzes über den Bau der oberhessischen Bahnen, daß die Eisen bahngesellschaft nur den 80 fachen Betrag des Nor malsteutrcapitals zur Erwerbung des Geländes

des flehenden Heeres

zu bezahlen braucht, dagegen die Gemeinden, die

in einer gewissen Entfernung von dem Stations- haus liegen, das llebrige zur Befriedigung der Grundeigenthümer zulegen mussen, scheint bedeu tende Schwierigkeiten be»vorzurusen. So groß der Vortheil für die Gesollschaft erscheint, so schwierig scheint die Frage, ob und wie weit durch die zu hoffenden Vortheile die großen Opfer der Gemeinden auch nur annähernd aufgewogen wer den. So berechnet man die Opfer, welche die

Start Gleßen nach diesem Gesetze vielleicht bringen

muß, auf 80,000 bis 100,000 fl., und so nach Verhältniß bei Gemeinden. Gießen.

ch dem amtlichen Personalbestande im wärtigen Winnersemester 379, genau so viel, als im verflossenen Sommer. Davon studiren Ther logie 25, Jurisprudenz 00, Mediein 67, Thierarznei kunde 15, Cameralwissenschast 13, Architektur 26, Forstwissenschaft 17, Philo sophie und Philologie Pharmaci Chemie 13. Außer diesen

den anderen

gegen

Une

36,

immatriculirten Siudirendey besuchen noch Vor- lesungen 18.

Preußen. Berlin. Im Abgeordneten- bause fand die Schlußberalhung über den Antrag von Kesch, den Judeneid betreffend, statt. Gneist empfiehlt die Annahme des Antrages Der Justizmiaister erkennt an, daß tine Aenderung der Eiresleistung der Juden ein dringendes Be⸗ dürfniß sei und hält es der Erwägung der Staats- regierung für würdig, ob nicht über die Eides leistung in Allgemeinen neue Vorschriften erforder- lich wären, woraus jedech nicht notbwendig solgere, daß für die verschtedenen Confessionen dieselbe Eideeformel eirzufüdren sei. Die Staats⸗ regierung habe mit Ruchsscht auf die Beschlüss des Reichstages besher nicht die Initeative er- griffen. Kosch beantragt, seinen Antrag an die Justizcommission zu überweisen, damit der Justizminister zu einer eingehenden Erörterung Gelegenheit habe. Der Antrag wird angenommen. Ein Arnkel derKrcuzzeitung, über⸗ schrieben:Württembergs Neujahrsgruß, spricht neben Baden vernehmtich Württemberg Dank und Anerkennung für die Armeterganisatien aus, gedenkt rühmend der Schöpfer derselden, Kriegs minister von Wagner und Generalstabschef von Suckow, und sagt:Ein Commando regelt jetzt alle deutschen Armten; idre Wassenübungen gelten einem einzigen Zwecke, die Schümung des gemein⸗ samen deulschen Vaterlandes gegen Osten wie gegen Westen. Schließlich ruft der Arnkel den derz lichsten Wilkommen zu cem Prinzen Wilhelm von Mürttemberg zu dessen Mreuanem Eintritt in die preußisce Armee. Die Finanz Cemmission des Abgeordnetenhauses genehmigte den Staats- vertrag wegen des Eisenbahnbaues von Hanau nach Offenbach.

Der Finanzmixister, der Präsident von Forcenbeck und dit Verstände sämmtlicher Frak- tionen, mit Ausnahme der Fortschritte partei, waren am 13. ds. zu einer vertraulichen Besprechung versammelt, deren Gegenstand eine Einigung über die aus der Budgeiberathung verbliebenen streitigen Punkte war. Die Fractiensvorstände nahmen die curch die Berathung erzielte Verständigung über die tinzelnen Punkte zur Berichterstattung.

Im Abgeerdnetenhause wurde am 14. d. bei der Schlußberalbung des Etats die in der Vorberatbung abgesetzten 2000 Thlr. für den neuen Oberstagtsanwalt des Obertribunals nach dem Antroge Zastrews mit 184 gegen 182 Stimmen bewilligt. Ferner wurde der Antrag Wintzingerode's auf Bewilligung von 7 00 Thlrn. zur Crtirung dreier neuen Rathsstellen bei dem Obernibunal angenommen. Der Justizminister ertennt an, daß die Würde les Obertribunals durch die Hülfsrichterfroge erheblich gelitten habe. Er verspricht, die Staatsregitrung werde, da der Antrag anpenommen sei, Hülfsrichter deim Ober tribungl gicht mehr zulassen und die functioniren

den dier Hülfsrichter zurückzieben

1 lemik habe der österreichischen Politek des vorigen Jahres gegelten, sie sei der Verletzung der natio

Die Zahl der Studirenden beträgt nalen Wurde entsprungen und nur sdefensiv gewesen. Folge

[Das Blatt erklärt, es werde die Polemik einstellen, um Gemüther zu beunruhigen, Nord- deu warme Wünsche für Wehl ergehen L möge Oesterreich anerkennen [daß Norddeu'schland auf Füßen stebe.

Mar In hier [Stud entendersammlung wurden, nach derH. M.

licht die ischland hege das ster reiche ö rigenen

bur(iner

DieNordd. Alig. Jig. sagt, ihre Po-

abgehaltenen

3., die Beschwerden der studirenden Jugend ein⸗ gehend erörtert und beschlossen, diet Beschwerden in einer Denkschrift zusammenzustellen. Ein per⸗ manenter Stud enten-Ausschuß soll die allgemeinen sturtutischen Interessen nach allen Richtungen hin wahren. Man verlangte Reform der veralteten afadem'schen Grsetze, sowie Aufhebung der Polnzeistunde.

Frankfurt. Die Strafkammer hat die Aufnahme dee Wah' heitebeweises durch Zeugen und Vorlage öffentlicher und sonstiger Aktenstückt in der Anklagesache gegen den verantwortlichen Redakteur derFrankf. Zeitung, Herrn Fried, wegen Beleidigung und Verläumdung der preuß. Generale in Bezug auf die Ausübung ihres Dienstes und Berufes im Jabre 1866 tbeile sür überflüisig, theils für unzulässig erklärt.

Meiningen gibt dem Lebrer im Schul⸗ vorstande Sitz und Sime. Das Ausschreiben des herzogl. Staatsministeriums lestimmt unterm 23. Juli v. J.: 1. Zu den Lekalkirchen und Schulvorständen gebölt auch der Ortsschullehrer, tesp. der erste Ledrer. Hat die Ortsschule mehr als 4 Lebtrer, so gedören die beiden ersten dazu. 2. In derselben Weise treten an Orten, die keine Kirche haben, die Schullehrer in die Localschul⸗ vorstände ein. 3. In den Staͤdten, in welchen die Leitung des Kirchen- und Schulwesens den daselbst befindlichen berzogl. Kirchen- und Schul⸗ ämtern unmittelbar zusteht, sind zu den mündlichen und schriftlichen Verdandlungen dieser Vehörde über örtliche Schulsachen drei Rektoren zuzuziehen und mit ihrem Gutachten und zu hören.

Bayern. Aus der Pfalz. In einer [Gencralversammlung des Volksvertins zu Kai⸗ serslautern wurde einstimmig eine Adresse an die Kammer der Abgeordneten beschlossen, des Inballs!Trennung der Schule von der Kirche!

Oesterreich. Wien. Die von der Morgenpost gebrachte allarmirende Nachricht von einer Depesche des österreicheschen Gesandten in Berlin an den Reichskanzler Grafen Beust, worin der Gesandte melde: Graf Bismarck babe ihm erklärt, die Entdebung dee Grafen Beust von seinen Aemtern sei eine Nothwendigkeit für Preußen, verbleibe Graf Beust in denselben, so müsse Oesterreich sich auf einste Schritte Preußens ge⸗ faßt mechen, wird von demTelegr. Corr.⸗Burcau fur völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet.

Der neueste Brief Rossuth's, welcher be⸗ hanpiet, daß Ungarn erst dann ein freier, selbst stänciger unabhaͤngiger Staat sein werde, wenn es über sein Gut und Blut, d. h. über seine Finanzen und seine Armee verfügen könne, ohne der Zustimmung Oeserreichs zu bedürsen, und wenn es selbst Verträge mit fremden Staaten zu schließen veimöge, macht in der Masse des un⸗ garischen Volkes greßen und tiefen Eindruck.

Die in derWiener Ztg. publizirten G setze über die Schonung der Jusekten fressenden Vogel und über die Verpflichtung der Grund- besiter, den Weisungen der Oitsbehörden dehufs spstematischer Vertilgung der Maikäfer und Raupen zu leisten, wid der Land wirthschaft den drößten Nutzen bringen, wenn es energisch durch gefuhrt wird. Leider bleiben in Oesterrrich viele Gesetze ohne alle Wirkung auf dem Papter stehen.

[Die verderbliche Entwaldung der Hochgebirge schreitet B. immer weiter sort, trstz der ent⸗ gegenstehenden Gesetze, und das Wetterläuten,

der Johanniespruch gegen die Raupen und das