t Leilung der a Salzen det durch ire don
und Iruß, t find stettz
delzele vor 5d. J. Weiß
ten Schachteln
Bad Em.
welche Marschlog Truppen Vermittelung u Darustakt
auf Anfrage
senhein
nen, Monal⸗ attatien, Cal⸗ en— Se⸗ ttt Nahn ent; tte ptrieicnift
N 0
N eilig zu ell and Stlannten kunden diefe wenn auch dit 15 Nigimente 2 bach wit bot reiben werdt. langt Jahr 11 persagen. b. Schü.
Madchen⸗Institut.
Mit Beginn des neuen Schuljahres am 30. Mai beabsichtige ich vier Elementarklassen zu errichten, so daß nun Kinder jeden Alters vom 6. Jahr an von mir aufgenommen werden. Diese neue Ein— richtung soll in Folgendem näher begründet werden.
Es muß zwar anerkannt werden, daß in unserer Volksschule überhaupt und so auch in den Elementarklassen derselben Tüchtiges geleistet wird. Indessen treten hier wie in allen Volksschulen Miß— stände auf, die auch der tüchtigste Lehrer nicht beseitigen kann. Einen solchen sehe ich
1) in der zu großen Schülerzahl. Unsere hiesigen Elementar— lehrer gestehen es gewissenhafter Weise selbst ein, daß die befähigteren Schüler, während eine von ihnen längst begriffene Sache mit den unteren Bänken immer und immer wieder vorgenommen werden muß, in einzelnen Lehrstunden unbeschäftigt sind und in Folge davon, ab— gesehen von den Unarten, welche die Langeweile erzeugt, sich an Un— thätigkeit und Gedankenlosigkeit gewöhnen, woraus es sich erklärt, daß oft solche Schülerinnen, die Anfangs die besten Leistungen versprachen, in den oberen Klassen plötzlich zurückbleiben. Diesem Uebelstande kann meiner Ansicht nach nur dadurch abgeholfen werden, daß man einestheils die Schülerzahl vermindert, anderntheils den Lehrstoff er— weitert, wobei ich mir jedoch vollständig bewußt bin, wie nothwendig für kleine Kinder ein längeres Verweilen bei manchen Lehrgegenstän— den ist. Ich möchte darum, der Einrichtung in unserer Volksschule entsprechend, vier Elementarklassen errichten. Dieselben können nach den hiesigen Verhältnissen von je höchstens 10—12 Schülerinnen be— sucht werden, für welche der Lehrplan noch durch Erzählungen aus der Geschichte und Französisch erweitert werden soll. Gegen die Auf— nahme des letztgenannten Lehrgegenstandes schon bei Kindern unter 10 Jahren sprechen sich eine Anzahl unserer Lehrer aus. Ich halte ihre Ansicht für den Ausdruck eines sehr berechtigten Widerwillens gegen das nur die Oberflächlichkeit befördernde, alle tiefere Bildung verhindernde Betreiben der französischen Sprache, wie es uns heutzu— tage in vielen Mädchen-Instituten entgegentritt, wo die deutsche Sprache als Nebensache behandelt und in allen Lehrstunden, selbst in Geschichte, Mythologie und Literatur, französisch parlirt wird, so daß nicht einmal die durch einen Lehrgegenstand hervorgerufene sittliche Stimmung in der Muttersprache ihren Ausdruck finden darf, sondern erst ins Französische übertragen werden soll— in ein Französisch, welches häufig, weil ohne Grammatik, ohne Ordnung im Gedächtniß aufgehäuft, seinen formal bildenden Werth ganz verloren hat und aus demselben Grund auch in praktischer Verwerthung nicht von Dauer sein kann. Diese Art Französisch zu lernen wird kein einsichtsvoller Schulmann billigen. Dagegen kann ich die Ansicht durchaus nicht theilen, wornach das Französische überhaupt vorm 10. Jahr nicht
angefangen werden soll. Hören wir darüber eine Autorität, die von
unseren Lehrern gern als eine solche angenommen wird, den bedeu— tenden Pädagogen Raumer, welcher sehr energisch gegen das fratzen— hafte Französischlernen nach Hamilton und Ollendorf aufgetreten ist, aber gleichwohl sich so ausspricht:„Die Mutter kann den französischen Unterricht unmerklich beginnen, indem sie den Mädchen, während sie stricken, täglich einige französische Wörter vorsagt und sie ihrem Ge— dächtniß durch öftere Wiederholung einprägt.“ Was nach Raumer bei den kleinen Kindern die Mutter zu thun hat, soll bei meinen
6jährigen Schülerinnen(nachdem die anderen Lehrstunden gehalten, die Kinder unter Aufsicht ihre Schularbeiten gefertigt und eine Freistunde gehabt haben) in einer Strickstunde durch eine Französin oder eine andere gesetzte Dame, die der französischen Sprache mächtig ist, geschehen. Raumer fährt in dem betreffenden Kapitel fort: „Später legt die Mutter dem Kind die gelernten Wörter gedrückt zum Abschreiben vor und prägt dann allmälich die Deklinationen und regelmäßigen Conjugationen dem Gedächtniß ein. So sollen auch bei mir, erst nachdem das Kind die deutschen Buchstaben zu Sätzen zu— sammenzustellen gelernt hat, die französischen Buchstaben in der Schönschreibstunde eingeübt und die gelernten französischen Wörter niedergeschrieben werden, während in der Strickstunde neben den Wörtern auch die Deklinationen später die regelmäßigen Conjugationen und die gebräuchlichsten leichteren Redensarten mündlich eingeübt werden, womit also der Anfang zum Französischsprechen gemacht wäre. Bis zum 9. Jahr können die Kinder auf diese Weise ohne Mühe und Anstrengung in der Strickstunde gegen 1500 Wörter, eine ziemliche Anzahl Redensarten und das Wichtigste aus der Formen— lehre wissen. Dann beginnt der eigentliche französische Unterricht in wöchentlich 4 Stunden(2 bei der Fränzösin, in welchen Lectüre und Conversation; 2 bei mir, in welchen die grammatischen Regeln durch Exerzitien geuͤbt werden), wodurch dann die Stufe des Fran— zösischverstehens erreicht würde, von der Raumer sagt:„Haben die Mädchen durch Auswendiglernen von Wörtern und Phrasen, Deklina— tionen und Conjugationen ꝛc. einen gewissen Reichthum von Wörtern und Wendungen sich angeeignet, und die Mutter hat sie nur einiger— maßen zum Französischsprechen angehalten, so werden sie nöthigenfalls besser sprechen, als solche Mädchen, die einzig zum Parliren abgerichtet wurden und sich hierbei in dem ganz engen Kreis gewisser Redens— arten bewegt haben.“ Gegen diese Art des Französischlernens, wie ich sie nach dem Gesagten einzuführen beabsichtige, wird kein Ver— nünftiger Etwas einzuwenden haben. Die Ansicht, wornach Mädchen überhaupt kein Französisch lernen sollen, glaube ich nicht berücksichtigen zu müssen, da dieselbe auf einer vollständigen Verkennung oder Miß— achtung unserer socialen Zustände beruht und deßhalb auch nur noch eine sehr geringe Vertretung findet.
2) Außer dem Gesagten habe ich noch andere Beweggründe zur projektirten Erweiterung meiner Anstalt. Es ist natürlich, daß unter den vielen Kindern, die in der Volksschule aufgenommen werden müssen, immerhin wenigstens einige mit sittlichen Aus wüchsen sind und darum auf andre einen nachtheiligen Einfluß ausüben müssen. In neuerer Zeit wird von allen namhaften Pädagogen häufig darauf hingewiesen, daß man die Kinder gerade im fruͤhesten Alter vor rohen Einflüssen bewahren müsse, weil sie in diesem Alter besonders empfäng— lich sind und gehabte Eindrücke fest sich einprägen. Man mißverstehe mich nicht dahin, als ob ich eine Trennung der Kinder nach den Berufsständen der Eltern beabsichtige, denn es ist meine feste Ueber— zeugung, daß einer Schule, die nach dem Grundsatz einer solchen Trennung entstünde, ein wesentliches Bildungsmoment für's Leben fehlen würde. Auch was diesen meinen 2. Beweggrund anlangt, habe ich bestehende Ansichten zu widerlegen. Leicht wird mir dies mit derjenigen, wornach es für Kinder wohlhabender Eltern besonders bildend sein soll, auch in der Schule das Elend der aͤrmeren Klassen


