Ausgabe 
15.4.1869
 
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1869.

Donnerstag den 15. April.

N 43.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienslag, Donnerstag und Samsflag.

Amtlicher Theil.

1

Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden:

Nr. 10. Nr. 262.

Postvertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und Schweden.

Vom 23/24. Februar 1869.

Hessen. Darmstadt. Ueber die am 12. d. vollzogene Einweihung der Riedbahn ten hier bis Gernsheim berichten die hiesigen Llätter, daß an allen Stationen die Bewohner berbei geeilt waren, um Das anzustaunen, an vas noch vor wenig Jahren vielleicht Niemand 1 ganz Hessen geglaubt, die Verwirklichung grade deses Projektes. Im Zuge selbst befanden sich de Herren vom Verwaltungsrathe, die Spitzen ur Behörden, Mitglieder der ersten und zweiten lammer, die Gemeinderäthe der Stationsorte, an telcher der Zug Halt machte. Die kurze Rast Gernsheim wurde durch Spendung eines Früh syoppens vorzüglichen Bieres, das im Zuge eis, ilt mitgeführt worden, angenehm verwerthet und zrück ging es dann raschen Fluges, diesmal ohne halten an den Stationen. Man vereinigte sich dann im Gasthof zur Traube dahier zu einem sestessen, welches in heiterster Weise verlief.

Mit dem 15. d. wird die Strecke der ur Riedbahn Darmstadt-Gernsheim für den gersonen Gepäck und Güterverkehr dem all geneinen Verkehr übergeben.

Der Finanzausschuß der zweiten Kammer het bei Prüfung der Rechenschaftsablage gefunden, daß bei der Staatsschulden-Tilgungscasse eine sehr deutende Summe Depositen mit den auf gevachsenen Zinsen etwa 243,000 fl. schon el langen Jahren, theilweise noch im vorigen Juhrhundert hinterlegt find, ohne daß Ansprüche herauf erhoben werden. Das umfassende Ver echniß führt sehr bedeutende Beträge, insbesondere dus Rheinhessen(Erbschaften und Kriegsentschädi ging von Frankreich) auf. Der Finanzausschuß zweiter Kammer beantragt die Veröffentlichung des Werzeichnisses und Erlaß einer Aufforderung an d Deponenten resp. die Behörden, welche die emterlegung angeordnet, innerhalb einer bestimmten Füist die entsprechenden Beträge zu erheben, Ybrigenfalls dieselben sonst als herrenloses Gut zum Besten der Staatscasse eingezogen werden len. Der Finanzaus schuß glaubt, daß dem Fiscus hierdurch eine Einnahme von mindestens 120,000 fl. erwachsen würde.

Gießen. Professor Dr. R. Baltzer in Dresden ist als ordentlicher Professor in der h losophischen Fakultät der Landesuniversität, ill besondere für das Lehrfach der Mathematik laufen worden

Preußen. Berlin. Zu dem Allgemeinen Dutschen Lehrertage, der für dies Jahr Berlin zu Versammlungsstätte sich ersehen hat, werden, nie der Zuschauer derKreuzztg. hört, auch zuei Abgesandte des in Leipzig bestehendenAll- gemeinen Deutschen Frauenvereins erscheinen, um in der Versammlung die Rechte der Frauen zu baltreten. Es sind dazu Frl. Schmidt aus Leipzig und Frl. Marie Calm aus Kassel designirt.

Die Nachricht, daß der italienische Prinz berzog Amadeus von Aosta in strengstem Incognito dahier eingetroffen sei, wird widerrufen mit dem gusatze, daß sich der Herzog in Neapel befinde.

Wie dieC. Z. hört, ist es gelungen, die Person, welche das neulich gemeldete Eisenbahn⸗ Unglück in Erkner(Berlin- Breslau) verursacht hn, zur Haft zu bringen. Der Bezücktigte ist

ein früherer Eisenbahn-Arbeiter und soll die An zeige von seinem eigenen Schwager gemacht sein.

In Beziehung auf die in Aussicht steben den Gesetze über Steuererhöhung wird die Stim mung im Reichstage von Tag zu Tag schwieriger. Der Bundesrath hat aus diesem Grunde, und weiter auch mit Rücksicht auf die im Süden des Nordbundes durch Petitionen zum Ausdrucke ge lommene Stimmung in der Branntweinbesteuerungs frage in dem betreffenden Gesetzentwurfe noch einige Aenderungen eintreten lassen, die denselben dem Geschmacke des Reichstages und der bethei ligten Gewerbtreibenden entsprechender machen sollen, z. B. die Exportbonification und Erhöhung des Satzes, welcher von landwirthschaftlichen Brennereien per Monat abgebrannt werden dürfe. Demungeachtet kann man sich der an Gewißheit grenzenden Wahrscheinlichkeit nicht verschließen, daß diese Steuererhöhung im Reichstage durch fallen wird. Dieser Umstand macht es zweiselhaft, ob dieses Steuererhöhungsprojekt überhaupt ein gebracht werden wird. Die Petition einer großen Anzahl Landwirthe aus dem Süden des Nord

auf 4,248,000 Thlr., um 9 Proz. des Gesammt⸗ einkommens, hinaufgeschraubt. Hessen-Kassel von 1,021,000 auf 1,661,000 Thlr; um 12 Proz.; Nassau von 522,000 auf 1,029,375 Thlr., um 17 Proz.; Sachsen zahlt heute 4,781,000, statt 2,152,000 Thlr., 21 Proz. mehr! Sachsen⸗ Weimar 614,700, statt 192,000, 25 Prozent mehr! Sachsen-Meiningen 387,675, statt 106,000 Thlr., 20 Proz. mehr! Lippe⸗Detmold 244,125, statt 66,000 Thlr., 78 Proz. mehr!! Statt der früheren Totalsumme aller norddeutschen Staaten, 50,781,000 Thlr. wird jetzt bezahlt 60,313,725 Thlr. Zählt man sämmtliche Prozentsätze des Gesammteinkommens zusammen und sucht dann den mittleren Durchschnitt, so ergeben sich statt der früheren 15,3 Proz. jetzt 33,9 Proz.! Dabei ist aber nicht zu übersehen, daß Sachsen von sämmtlichen Einnahmen 38,7 Proz. auf's Militär verwendet, Anhalt 40 Proz., Reuß-Greiz 47,3 Proz., Reuß⸗Schleiz 66,5 Proz. und Lippe⸗Det⸗ mold 106,6 Proz., 6,6 Proz. mehr als es ein⸗ nimmt!! Woher da nehmen und nicht stehlen

Zu den obigen 60 Mill. Thalern kommen aber

bundes gegen Erhöhung der Spiritussteuer ꝛc. noch 10 Mill. für die Marine, die berühmte d d. Frankfurt a. M. 4. April ist durch dendeutsche Flotte, und Alles Das reicht noch

Abgeordneten Freiherrn v. Rothschild dem Prä sidium übergeben worden.

Kassel. DieHess. Morgenztg. berichtigt die Nachricht, daß ein ehemaliger kurhessischer Offizier, vermuthlich im Auftrage des Kurfürsten, bei der Pferde-Auction in Beberbeck zwei Isabellen Hengste erstanden und dann erschossen habe, dahin, es seien zwei ausrangirte billig verkaufte Isabellen Stuten getödtet worden,wie das zur kurfürstlichen Zeit auch zu geschehen pflegte.

Frankfurt. Wie dasFrkf. J. berichtet, ist das Hinderniß, welches bisher der Conkessions ertheilung für die oberhessischen Bahnen auf preußischem Gebiete entgegenstand, die Vereinbarung mit der Post, nunmehr beseitigt, und dürfte die Concessionsertheilung nunmehr in kurzer Frist erfolgen.

Wiesbaden. Die hiesigen Schneidergesellen haben die Arbeit eingestellt und verlangen höheren Lohn. DerRh. K. bemerkt hierzu: Vor einigen Tagen zeigten sich die ersten Blüthen der Arbeits- einstellungen Seitens der Schneidergehülfen, indem sich dieselben vor Vergnügen über die erwarteten Lohnerhöhungen gegenseitig abprügelten, bis sie durch die Dazwischenkunft von Schutzmännern auseinander getrieben wurden.

Gotha. Dr. Petermann hat die Nachricht erhalten, daß dieses Jahr zwei engl. Expeditionen unter der Führung Lamont's und Palisser's nach den Polargegenden abgehen werden.

Schweiz. Bern. Der Bundesrath er theilte dem Oberst Hammer Vollmacht zur Unter zeichnung des deutsch-schweizerischen Handelsvertrags.

Baden. Mannheim.Soldaten und Steuern ist, wie dieMannh. Abendztg. schreibt, die tagtägliche Parole, ist das Gewisseste, was Deutschland überhaupt besitzt. Das Blatt stellt folgende Zahlen zusammen:Das preuß. Kriegs budget belief sich vor 1866 auf 40,106,000 Thlr.; seit der Gründung des Bundes zahlt Preußen 41,619,150 Thlr.; 1¼äp Prozent des Gesammt einkommens mehr; Hannover ist von 3,266,000

nicht. DieEinheit kostet ein schmähliches Geld. Karlsruhe. Von Seite der städtischen Verwaltung des Gaswerkes ist der Preis von 1000 Cubikfuß vom 1. Mai abermals herabgesetzt worden, von 2 fl 54 kr. auf 2 fl. 50 kr. Bei vermehrter Consumtion wird eine weitere Preis minderung in Aussicht gestellt. Schon mit jenem Preise dürfte allerdings Karlsruhe jetzt von allen Städten das billigste Gas besitzen. Es ist damit aber zugleich der Beweis geliefert, mit welchem Gewinn die frühere Gasgesellschaft mit fast doppelt so hohen Preisen gearbeitet haben muß. Frankreich. Den alten Schullehrern des Kaiserreichs ergeht es nicht besser als ihren deut schen Collegen, auch für sie ist kein Geld da. Es wurden nämlich im gesetzgebenden Körper noch 250,000 Frs. zur Unterstützung der alten Lehrer verlangt, allein da erhoben sich drei Minister und mehrere Regierungsbeamte, um den Staat gegen die Aufbürdung einer solchen Last zu vertheidigen, da das Budget ja schon 2000 Millionen fordere. Der Unterrichtsminister bedauerte, daß die ihm bewilligten 500,000 Fr. nicht ausreichen, um einem Schulmeister nach vierzig Dienstjahren eine Unterstützung von 1 Fr. per Tag zu gewähren. Der Staat ist eben zu arm dazu. Ein Zuschuß von 250,000 Fr. zu jenem Credit würde hin- reichen, die bezüglichen Pensionen auf 500 Fr. zu erböͤben, also gerade auf die Summe, wobei das Verhungern oder das Betteln nicht mehr ein unvermeidliches Schicksal ist. Es fanden sich 90 Abgeordnete für und ebenso viele gegen die 250,000 Fr. Nicht unmöglich war es jedoch, daß gleichzeitig mehrert Millionen als Theuerungszuschuß für die Pferde der Cavallerie bewilligt wurden. Paris. DerConstitutionnel sagt: Die Erklärungen Lavalette's würden nicht ermangeln, in Berlin Eindruck zu machen, und diePatrie ist der Ansicht, daß sie auf beiden Seiten des Rheine eine heilsame Wirkung hervorbringen würden. DerEtendard glaubt, daß Preußen,

indem es sich dem Westen und hauptsächlich Frank-