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% Die Main⸗Zeitung
macht, wie's den Anschein hat, mit zwangsweise requirirtem Humor in Nr. 212 ihren Lesern ein Artikelchen„Aus Hessen“ zurecht, in welchem sie einen aus Veranlassung der Abreise des Groß. herzogs aus Friedberg durch den großherzogl. Regierungsrath Trapp im„Oberhessischen Anzeiger“ veröffentlichten amtlichen Erlaß in grammatikalischer wie in stplistischer Beziehung einer beinahe geistreich ausgefallenen Kritik unterzieht und dabei sich sichtlich abhärmt schlechte Witze mit ihren desten zu verwerthen. Ihr guter Wille soll anerkannt werden, aber bedenklich schwach ist sie sicher, die„M.⸗Z.“; sie faselt, wie das ihr so häufig passirt, wieder einmal recht lustig in's Blaue hinein mit ihren sprachgelehrien Forschungen und ihrer stplistischen Gewandtheit, denn ihr niedliches Artikelchen, das jedenfalls unter den Piqguanterien und Nippsächelchen der„M.⸗Z.“ ein bescheidenes Plätzchen finden wird, etwas näher in Betracht gezogen, zeigt die vermeinte Lächerlichkeit— ganz auf ihrer Seite— nämlich auf Seite der„M.⸗Z.“, Ihrer, wie gesagt, beinahe geistreich aus⸗ gefallenen,— und wit das ja nicht anders erwartet werden darf— von Sprachkenntniß und von Gelebrsamkeit im Allgemeinen übersprudelnden Kritik legt sie einen in den„Hess. Volksblättern“ jedenfalls doch nur durch unbegreifliches Versehen unvollständig wiedergegebenen Abdruck des erwähnten Erlasses zu Grunde— ob wissentlich und absichtlich, das weiß die„M.⸗Z.“ jedenfalls am Besten und dem Publikum muß sie seine eigene Ansicht darüber erlauben— ohne sich vorher überzeugt zu haben, ob sie es bei der ihr selbst unglaublich dünkenden Fassung nicht lediglich zu thun hat mit einem groben Druckfehler, deren unliebsame Existenz— von Druckfehlern zu reden— in ganz bevorzugter Weise der M.-Z. bei ihren intimen und unzertrennlichen Beziehungen zu dieser weit verzweigten Genossenschaft durchaus nicht unbekannt sein kann.
Die„M. 3.“ richtet ihre schulmeisterlichen Zurechtweisungen vornehmlich gegen die von ihr eitirte Schlußfassung jenes Erlasses, allein— sie hat in ihrer Oberflächlichkeit sich selbst recht derd beohrfeigt, denn verstümmelt ist der erwähnte Erlaß wiedergegeben, es fehlen in dem Eitate der„M. Z.“ mehrere im Original⸗Abdruck befindliche, den betreffenden Schlußsatz vollständig und richtig ergänzende Worte, wie sich Jedermann, und auch die„M.⸗Z.“ selbst, durch Vergleich mit dem Abdruck im„Oberh. Anz.“ über⸗ zeugen kann. Sonach zerfallen die hierauf bezüglichen Auslassungen vollständig in Nichts und die „M.-Z.“ hat das für sie freilich nicht mehr seltene Vergnügen sich selbst lächerlich gemacht zu haben.
Weiter anlangend den von Main ⸗Zeitungswegen beanstandeten Gebrauch des Wortes„ver⸗ sichern“ in Verbindung mit einem Accusativ, wird der Vocativus und Sprachgelehrte der„M.⸗Z.“, der hier seinem Dativ nur Geltung zuerkennen will, auf Beckers Schulgrammatik pag. 467 ver⸗ wiesen, woselbst er die benöthigte Belehrung findet, wie sich dieses Wortes unsere Klassiker: Göthe, Schiller, Lessing u. A. bedient haben und er wird dann erfahren, daß es auch mit seiner ausge kramten Sprachkenntniß in diesem Punkte eitel Stückwerk ist;— auch hier befindet sich die Lächer⸗ lichkeit— ganz auf ihrer Seite— nämlich auf Seite der„M.⸗Z.“— wenn sie's nicht übel nehmen will.
Was endlich das so sehr betonte„Warum?“ der„M.⸗Z.“ betrifft, so kann dieselbe, ohne daß von verschiedenen naheliegenden„Warum?“ an die„M.⸗Z.“ hier Gebrauch gemacht werden soll, schwerlich dagegen etwas haben, wenn die Sache ihr gegenüber abgemacht wird mit dem kurzen„Ei darum“, womit man kindlich albernen Fragern zu dienen pflegt. Was kann es die„M.⸗Z.“ geniren, wenn dem Großbherzoge der Aufenthalt in Friedberg zugesagt hat. Sie kann sich durch das„Warum“ ebensowenig incommodirt fühlen, als dadurch, daß in dem erwähnten Erlasse vom„hohen Namenskage“ die Rede ist.
Die edle Dreistigkeit der M. Z. gehört indeß dazu, wenn sie glaubt, irgendwie Beruf und Befähigung zu haben, in Bezug auf deutsche Grammatik(die„M..“ druckt dieses Wort gestern erst mit einem mi!) und Styl, wie hinsichtlich der Richtigkeit der Ausdrucksweise und der Correctheit des Druckes ein maßgebendes Urtheil abgeben zu können, oder es werde das gar von ihr erwartet,— denn wahrlich: so stümperhaft und fehlerhaft wie die Spalten der„M.⸗Z.“ die Correctur Tag für Tag passiren, geschieht's bei keinem Blatte und selbst dem kleinsten Blättchen weit und breit nicht,— das kann, wenn's nicht geglaubt wird, mit dem Rothstifte bewiesen werden. Kann doch jeder Leser, der sich die Mühe nehmen will, auf die vielen und unsinnigsten Druckfehler der Splitterrichterin „M.⸗Z.“ zu achten, sich sehr bald überzeugen, daß in deren Spalten die Druckfehler sic) geradezu nachlaufen. So darf man sich denn auch nicht wundern, wenn selbst das erwähnte, 15 Zeilen, schreibe fünfzehn Zeilen, lange kritisirende Attikelchen„Aus Hessen“ nicht einmal auch in Bezug auf Druckfehler desinficirt wurde, steht doch alldort zu lesen Zeile 5 v. u. Seitens statt Seines, und somit gestaltet sich auch dieser mit Leichtfertigkeit gepaarte Main⸗Zeitungs⸗Unsinn in grausame aber wohlverdiente Selbstverhöhnung des eigenen Blattes.
Auf die Angriffe und Auslassungen der„M. Z.“ nach dem bier Dargelegten noch Weiteres zu erwiedern, das wird Niemanden zugemuthet werden können,— es ist genug des grausamen Spiels!
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