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rA m Palais S. G. H. des Prinzen zudwig si meht a e Entwürfe inländischer und ausländischer Architekten ut den hiesigen Saalbau ausgestellt.
Darmstadt. Der Vorsland des Hülfsvereins im Rroßherzogibum Hessen für die Krankenpflege und Unter⸗ sützung der Soldaten im Felde ladet seine Mitglieder zur urdenllichen Hauplversammlung auf Donnerstag den 19. d. in. Dieselbe findet zu Darmstadt im oberen Saale des gebäudes der Turngemeinde Nachmittags 6 Uhr statt.
Gernsheim. Der biesige Stadtvorstand hat ein⸗ nüthig beschlossen, die Gehalte der vier Knabenschulstellen m je 150 fl. zu erhöhen, so daß nunmehr die zwei Zlementarsiellen je einen Gehalt von 700 fl. und die zelden oberen einen solchen von 800 fl. haben. Ein ge⸗ wiß nachahmungswerthes Beispiel für viele Ortsvorstände.
Kassel. Ueber den kürzlich verstorbenen bolivianischen zeldmarschall Braun entlehnt die„H. M. Z.“ dem Werke von Dr. W. Stricker:„Die Deutschen in Spanien ind Portugal und in den spanischen und portugeesischen ändern von Amerika, Leipzig, Gustav Mayer, 18507, volgende biographische Nachrichten: Otto Philipp Braun, seboren 1798 zu Kassel, Sohn des dorligen Hossattlers ind Wagenfabrikanten, Ludwig Braun, bestimmte sich der Keitkunst, welche er im dortigen Marstall erlernte, machte über schon 1814 als hessischer freiwilliger Jäger zu Pferd en Feldzug nach Frankreich mit, studirte 1816 und 1817 e Thierarzueikunde in Göttingen und Hannover, keiste 818 nach Nordamerika, wo er in verschiedenen Städten ls Reitlehrer und Thierarzt ein Unterkommen suchte. är reiste sodann nach Hayti, und trat als Stallmeister in ie Diensie des Königs Christoph. Dort wurde er mit Bolivar bekannt, welcher 1816, nach dem Mißglücken des asten Ausstandes gegen die Spanier, nach Port⸗au⸗Prince teflüchtet war, und folgte ibm 1820 nich Columbia als steiteroffizier. Schon im folgenden Jahr nach dem Feld—
zwanzig verschledenen Plänen solch
zug nach Quito, rückte er zum Major- vor, nahm als er 1823 am Feldzug nach Peru Theil, half wesent⸗ lich mit an dem entscheidenden Siege von Junin(2. Aug. 1820, wo er durch zwei Lanzenstiche verwundet und auf dem Schlachtselde zum Oberstlieutenant ernannt wurde; ebenso entschied unter Miller's und Braun's Führung die columbische Reiterei das Schicksal der Schlacht von Ayacucho(9. December 1824) zu Gunsten Bolivars, der Braun zum Obersten ernannse, und ihm die Ehrenkreuze von Peru und Columbia verlieb. Ueber Braun's Antheil an der Schlacht bei Junin schreibt J. J. v. Tschudi in seinen Reisestizzen aus Peru(St. Gallen 1846) u. a.: „Während seiner ruhmvollen militärischen Laufbahn in Südamerika hat er sich immer durch seine strenge Recht. lichkeit und durch seine persönliche Tapferkeit auf das Ehcenvollste ausgezeichnet. In der Schlacht bei Junin, als Canterac mit seiner Reiterei die Cavallerie der Patrioten unter den Generalen Miller und Recocheg ge— worfen hatte, war Braun, damals Major, mit seinen columbiantschen Grenadieren zu Pferde, der einzige Offizier, der nicht allein Stand hielt, sondern auch die feindlichen Glieder brach. Ihm und dem Oberstlieutenant Suarez gebührt die Ehre jenes für die Unabhängigkeit von Peru so wichtigen Tages.“ Nach der Vertreibung der Spanier waren sofort Zwistigkeiten unter den befreiten Völkern ausgebrochen und die Peruaner feindlich in das Gebiet von Bolivia eingefallen. Braun besiegte sie, und wurde (mit 27 Jahren) zum Bolivianischen Brigade- General und Statthalter von drei der sechs Departements, nament— lich von La Paz, Oruro und Cochahamba, ernannt In diesen traurigen Bürgerkriegen war er bis 1827 thäug, und zeichnete sich nicht nur durch versönliche Tapferkeit, sondern auch durch strenge Rechflichkeit aus. Er wurde später Kriegsminister und Oberbesehlsbaber der Truppen
von Peru Volivia, und erhielt wegen seiner Tapferkeit im Kriege mit den Argentinern den Titel eines Groß
marschalls. Nach der Revolution von 1839, wo Santa Cruz als Präsibent durch Gamarra gestürzt wurde, wobei Braun selbst in vorübergehende Haff gerieth, kehrte er in sein Vaterland zurück, und lebte, mit Ausnahme elner in Familienangelegenheiten 1850 nach La Paz unternommenen Reise, in Deutschland an verschiedenen Orten, meist zu Dresden und Kassel.“
Köln. Aus dem Budget pro 1870 ber Elementar- schule wird hervorgehoben, daß Köln 153 Lehrer, 168 Lehrerinnen und 18,457 Schüler zählt, welche einen Kostenaufwand von 106,831 Thlr. erfordern. Es beziehen 8 Hauptlehrer 700 Thlr., 3 650 Thlr., 5 600 Thlr. und 1 550 Thlr., 9 Lehrer 500 Thlr., 11 400 Thlr., 14 300 Thlr., 3 260 Thlr. und 16 250 Thlr.; die Hauptlehre⸗ rinnen 350 bis 500 Thlr. und die Lehrerinnen 180 bis 350 Thlr. Wer keine Dienstwohnung hat, erhält als Hauptlehrer 150 Thlr., als Lehrer 40 bis 120 Thlr. letzterer Satz nach einer 15 jährigen Dienstzeit.
Angsburg. Die Bedeutsamkeit Augsburgs als Fabrikstadt ergibt sich sehr deutlich aus nachfolgenden Ziffern. Während des Jahres 1808 haben die dortigen acht Baumwollspinnereien und Webereien zusammen 4737 Arbeiter beschäftigt und waren durchschniltsich 504 Spinn⸗ stühle, 220.078 Spindeln und 1430 Webstühle in Thätig⸗ keii. Producirt wurden 96,256 Ctr. Baumwollgarn, 300,265 Stück Tücher und 600 Ctr. Watte.
Schweiz. Auch vom Rigi kommen Nachrichten von einem furchtbaren Gewitter, welches die auf der Höhe des Berges seltene, bis zu 220 R. im Schatten gestiegene Hitze plötzlich sebr empfindlich abgekühlt hk. Der Himmel war in beständigem Feuer, und furchtbar bllte der Donner durch die Berge und Thäler. Es fielen Schkoße wie Tauben⸗ eier massenhaft herab; der Blitz schlug 40 Schritte vom Hotel Staffel in eine Tanne, die in hellem Feuer aufloderte. Man sah von der Höhe in zwei verschiedenen Richtungen
große Brände, welche vom Blitze herrührten.
Ueber Werth und Uutzen des Annoncirens.
Bei der Ueberfluthung des Publikums mit Neuigkeiten ist für jeden Einzelnen die Verössentlichung seiner Leistungen eine unabweisbare Nothwendigkeit geworden. Sie kann bewirkt werden durch Anzeigen in den öffentlichen Blättern, Inserate, durch besondere Bekanntmachungen, Prospecte, Maueranschläge und Placate.
Vor allen Mitteln der Veröffentlichung verdient die Anzeige, Inserat den Vorzug, weil es das mindest kostspieligste ist und seinen Zweck am sichersten reicht, insoferne zum Annonciren nur das geeignete Blatt gewählt wird, vor Allem aber ein Blatt, das wirklich einen ausgedehnten Leserkreis hat und nicht eine fingerte
sroße Auflage nur auf der Stirne trägt.
Allerdings steht der Nutzen der Anzeige im genauesten Verhältnisse ur einmal, sind sie gut, so ist der Erfolg ganz unberechenbar.
on Freund zu Freund, von Bekanntschaft zu Bekanntschaft.
Der Zweck der Anzeige kann nur der sein, den Verbraucher aufmerksam zu machen; denselben zu fesseln, die dem Auge des Publikums nicht oft genug vorgeführt werden kann. so wenig sollte derselbe unterlassen, seine Firma so oftmals möglich anzuzeigen, denn die Behausung auf, die Firma muß den Käufer selbst auf der Straße suchen.
Inhalt der Anzeige ist deshalb die Firma des Verkäufers, ein Verkaufsschild nur einen Tag lang aushängt und dann einzieht,
Anzeige sucht den Käufer in seiner In keinem Lande der Welt ist der Handel und
zeitungen oder jedes andere Bekanntmachungsmittel in die Hand, und man wi Was von den Kaufleuten, Fabrikanten und Gewerbtreibenden, gilt von allen anderen Ge
ind Eisenbahngesellschaften, von Auswanderungsburcau's; ind Heilmitteln; Hotels und Gasthöfen u. s. w.“ Die Anzeige ist mit einem Worte eine
neibenden Menge, und danach mag Jeder bemessen, ob und
Verpflanzung der Firma aus der engen
zu dem Werthe der angezeigten Gegenstände; denn sind diese schlecht, so verführen sie den Käufer In diesem Falle schafft die Anzeige eine Kundschaft und regt überdies die mündliche Empfehlung an
ist die Aufgabe der Waare selbst. Der wesentliche So wenig der Verkäufer
Verkehr so blühend, als in England und nächst ihm in Frankreich, und man nehme nur eine der dortigen größeren
Bade-Anstallen und Heilquellen; Bildungs-
zaben könne und haben müsse. Das Gesagte genügt, um nicht im Zweifel zu sein
über Werth und Nutzen des Annoneirens.
ro finden, daß man dort den Nutzen der Inserate mehr zu schätzen weiß als bei uns. schäftsleuten, und namentlich von den„Nhedern, den Dampsfschifffahrts⸗ und Erziehungs-⸗Anstalten; Gewerbs- und Handelsschulen; Heilanstalten
Straße der kleinen Stadt auf den Markt der Welt und vor das Auge der geschäfts⸗ welchen Etfolg für den gesammten Geschäftsverkehr des Einzelnen eine selche veränderte Weise der Ankündigung
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