Ausgabe 
14.1.1869
 
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119.

1869

Donnerstag den 14. Januar.

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9

er Anzei

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsiag.

N

85 1 4 1. 2 Amtlicher Theil.

Betreffend: Das Landgesit, insdesondere ple Bedeckung der Stuten durch die Landgessütsbeschäler für 1869.

Das Großherzogliche Kreisamt

Friedberg an die Großherzoglichen

Sie werden binnen 8 Tagen ihren Bedarf an Bedeckscheinen auher einberichten.

Bei dieser Veraulassung weisen wir Amtsblättern des vormaligen Groß herzoglichen

Vorschriften bezüglich der Einführung eines Sprunggeldes und legentlich der Prüfung der jährlichen Verzelchnisse über das zu erhebende Sprunggeld erianert werden

vorschristswidrigem Zustande vorgelegt werden.

zeichuisse nicht deutlich geschrieben, ausgestellte Scheine hierin nicht ein

worden seien ꝛc.

Ministeriums des Innern und der Justiz Nr.

Namentlich

Friedberg am 12. Januar 1869.

Bürgermeistereien des Kreises.

Ste zur pünktlichen Befolgung der in dem Regierungsblatt Nr. 54 von 1836 und in den 75 von 1836 und Nr. 52 von 1837 erlasscnen Sicherung der Erhebung desselden hiermit an, damit nicht, wie schon so oft ge⸗

mußte, diese Verzeichnisse wieder in

mußte bei Gelegenheit dieser Revision mehrfach gerügt werden, daß die Ver getragen, dieselben mit Datum und Nas ensunterschrift nicht versehen

rea p.

Hessen. Darmstadt. liche Regierungeblatt Nr. C5 enthält:

I. Gesetz, die Erhebung der Stgatcauflagen in den ersten sechs Monaten des Jabtes 1869 betreffend.

II. Bekanntmachung Großberzogl. Finanzministersiums,

den Ausschlag der direkten Steuern und B

inäge zu den

1869 beiteffend.

III. Befanntmachung Großberzoglicken Ministeriums

der Finanzen, die neue Benitirung der Eichenschälwal⸗ dungen betressend.

IV. Bekanntmachung Großb. Commilsion für Post⸗ Angelegenbeiten, den Personengeld tarif auf dem Personcn posicourse zwischen Gießen und Nidda bett ffend.

V. Ordeneverleibung. S. K. H. der haben allrenädigst zu verleiben geruht: am S. Oct. Musikmeister in dern 8. Inf. Regt. Schäfer die goldere Verdiensimedaille des Ludewig Ordens.

VI. Diensinachrichten. S. K. H. baben allergnädigst geruht: am 9. Dec. Pfartamtscandidaten Höfeld aus Darmstadt die evangel. Pfarrstelle zu Klecstadt, dem ev l. Pfsarramtecan⸗ didaten Müller aus Langen die evangel. Pfarrstelle z Gensingen und dem evangel. Pfarramtscandidaten Wiener aus Monsbeim die zweite resormirte Pfarrstelle zu Groß Umstadt zu übertragen; an demselben Tage

den von dem Herrn Grafen v. Schlitz genannt v. Görtz

auf die evaugel. Pfartstelle zu Hartershausen präsentirten cvangel. Pfarrer zu Hußzdorf Heß kbestätigen; am 12. Dec. dem zweiten evangel. Schule zu Bleichenbach Diehl die erste (vangel. Schulstelle daselbst und dem gewesenen Schul lehrer an der evangel. Schule zu Buchenau Muth die zweite ev. Schulstelle zu Geiß⸗Nidda zu übertragen; am 17. Dec. den Districtseinnehmer der Disttictsein⸗ nihmerei Schlitz Spahr in gleicher Diensteigenschaft im die

Schullehrer an der

Districtseinnehmerei Richen zu versetzen, den Steuer ausseher Kabey in Vensheim zum Districtscinnchmer der Districteeinnehmerei Schlitz; am 18. Dec. den Kreis

bauausscher⸗Aepiran'en Braun von Daubringen die Bau aufseherstelle zu Wimpfen mit dem Charakter als Kreis bauauf'eher zu verleihen.

VII. Charakterertheilunßen. S. K. H. der Großberzog baben allergnädigst geruht; am 15. Oct. dem seither in Engegement gestandenen Operniegisscur Ludwig Cramolini den Charakter als Hefepernregisscur zu verleihen.

VIII. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Dec. den zweiten Negistrator kei dem Hofgerichie der Provinz Slarkenburg Georg Conrad Schnell, unter Anerkennung einer langjährigen treu geleisteten Dienste, und am 12. Dec. den Schullehrer an der karhel. Schule zu Eich Sieger in den Ruhestand zu versetzen.

IX. Gestorben: am 14. Nov. der Militärpensionaͤr Vormuth zu Lautern.

Das Gr. Regierungsblatt Nr. 66 enthält:

I. Bekanntmachung Großherzeglichen Ministeriums des Innern, das Octoi der Stadt Mainz, ins besondere Octtoi ven Oelkuchen betreffend. U.

II. Bekauntmachung Großherzo hlicher Commission für Bost Angelegenheiten, den Personengeldtrrif auf dem Per⸗ sonlenpostcourse zwischen Butzbach und Laubach, beziehungs⸗ veise zwischen Butzbach und Grünberg botressend.

III. B. tanntmachung derselben Behörde, die Ecrich

ang einer Personen-Annahmestelle für den Dieburg Erbacher Persouenposicours betreffend. W f

IV. u. V. Bekanntmachungen, die Verlündigung gericht

her Anzeigen in der Provinz Rheinhessen beir.

VIII, Goncuttenz für: die resormiite Pfarrstelle zu

ach mii einem Gehalte von

Das Großherzog⸗serste«vangelische Schulstelle zu Nieder⸗Wöllstadt, u 8 5

Großberzog dem

f 5 der Großherzog dem ev. gel.

061 fl. 23 fr.; die

it einem

389 fl. 4 kr.; Nieder

en Gemeiuderath zu

Wöllstadt sicht das Präsentasiene recht zu dieser Stelle zu.

Die abermalige Neuwahl eines Abgeord neten im Wagolkreise Heppenheim zur zweiten

8 f Mun Kammer ist für nächsten Monta Di Kosten der Staals⸗ und Prorinzialstraßen jür das Jahr ächsten Monte 9 anberaumt. Die

erfolgte Wahl des Staatsrathes v. Blegeleben wurde kürzlich von der Kammer staltgehabler Ir regularitäten halber für ungültig erklärt. Hr. v. Biegeltben wird auch bei dem bevorstehenden Wahlgange wieder candidiren Der Generol⸗ Sekretär der land wirthschaftlichen Vereine, Oeko⸗ nomierath Krämer, ist indeß von anderer Seite in Aussicht genommen.

In der Kürze kommt der Preß prozeß gegen den früheren Redakteur derHess. Volksblätter, Gries, welcher wegen Beleidigung des Königs

von Preußen in beiden Instanzen zu vier Wochen zu] Gefangniß verurtheilt wurde, vor dem Cassations- hof zur Verhandlung.

Preußen. Berlin. Die Conferenz von Vertretern norddeutscher Festungsstädte behufs Fest stellung von Beschwerden über das Rapongesetz

für diese Stelle zuf und behufs Berathung über eine zu sreffende Ab hülse ist am 11. d. in Berlin zusammengetr ten. Würtemberg. Stuttgart. Auf den

Würtembergischen Staatsbahnen werden die Eisen⸗ bahnwagen dritter Klasse nun gleichfalls geheizt werden und sind die desfallsigen Einrichtungen bercits in Ausführung begriffen, so daß dieselben, da sie sich nach der Construktion derselben vor- zuge weise dazu eignen, gewiß zu den angenehmsten auf deutschen Bahnen gehören werden.

Oesterreich. Wien. DieN. fr. Pr. schreibt, die Berichte des Fürsten Metternich con- statiten eine dem Frieden günstige Disposition der Conferenz. Mit der dritten Sitzung derselben werde ihre Arbeit wahrscheinlich beendet sein.

In der Josephstädier Cavalleriecaserne zu Wien haben großartige Schlägereien zwischen Husaren und Ulanen stallgefunden. Es soll ein wüthendes Scharmützel gewesen sein, indem mit Lanzen, Säbeln und Pistolen attakirt wurde. Ein Dutzend Verwundungen, darunter eine tödtliche, war das Ergebniß der Affaire.

In den nächsten Tagen wird das Ab geordnetenhaus seine Sitzungen wieder eröffnen. Nach offizlösen Versicherungen wird der Minister Präsident den parlamentarischen Repräsentanten Oesterreichs die Erklärungen geben, daß Dalma tien im Complex der diesseitigen Länder verbleibt. Demnächst wird auch die galizische Frage das Abgeordnetenhaus beschäftigen. Die Resolutlson des galizischen Landtags, welche die Vertagung der Kaiserreise veranlaßte, ist sowohl dem Mini sterium, wie dem Kaiser vorgelegt worden. Dr. Giskra hat sich bis jetzt nicht dazu herbeigelassen, die Forderungen der Polen, welche für Galizien

eine Souderstellung beanspruchen, dem Reichsra h vorzulegen. Die polnischen Mitglieder des öster⸗ kreichischen Abgeordnctenhauses drohen mit ihrem Austritt aus dicsem, wenn das Ministerium sich weigere, die Resolution des Landtags vor den Reichsrath zu bringen.

Der Erzbischof Litwinowicg, Metropolit von Lemberg, bat an die griechisch⸗kafholische Geistlichkeit seiner Dibzese ein Rundschreiben er lassen, in welchem er die Priester auffordert, die Fried höse der Gemeinden nicht mehr als Vieh- weiden und Düngerstätten zu benutzen; die Laien seien mit Recht über solchen Unfug empört und die Religion leide darunter.

Der griechisch-türkische Conflikt hat die Hoffnungen der pelnischen Actionspartei auf einen Krieg gegen Rußland wieder aufgefrischt. Eire große Anzahl der polnischen Emigranten soll deß⸗ halb aus Frankreich, England und der Schweiz sich nach Galizien begeben haben.

Schweiz. Die Bebörde in Schaffhausen hat mehreren Frankfurtern das Bürgerrecht ertheilt, gleichzeitig aber beschlossen, künftighin nur solche Bewerber zu berücksichtigen, welche entweder schon im Canton niedergelassen sind oder sich voraus sichtlich niederlassen werden. Es stimmt dieß mit der Praxis überein, welche z. B. die Stadt Zürich von Anfang an gegenüber solchen Begehren eingehalten hat.

Frankreich. Paris. Von verläßtlicher Seite wird über den Verlauf der ersten Conferenz sizung Folgendes gemeldet: Die Bevollmächtigten der Pariser Vertrage mächte, erkannten es als erste Pflicht, den Beiheiligten die ersolgte Constituirung der Conserenz zur Kenntniß zu bringen. Die in dem türkischen Ultimatum sormulirten Reclamationen sind von nun an der Prüfung der Mächte unter⸗ worfen, die sich der Ueberzeugung hingeben, daß die Regierungen des Sultans und des Königs von Griechenland sich auf das Gewissenhafteste aller Schritte enthalten werden, welche den Status quo verändern oder die Aufgabe der Mächte er- schweren können.

Paris. Die Conserenz ist zusammen⸗ getreten. Die franz. Blätter machen sich zur

Unterhaltung ihrer Leser einstweilen viel zu schaffen mit den einzelnen Gesandschaftspersönlichkeiten. Der lürkische und griechische Gesandte besonders erregen die Aufmerksamkeit des Publikums. Ihre außere Erscheinung, ihre Vergangenheit, ihre seit herigen Leistungen auf diplomatischem oder wissen schaftlichem Gebiet finden eingehende Besprechung. Auf diese Weise entschädigt man sich dafür, daß mam über die Verhandlungen vorerst nichts Positives erfahren wird, da die Verabredung getroffen ist, darüber bis zum Schluß der Conferenz strenges Geheimpiß zu bewahren. Wenn gleichwohl bereits verlautet, daß an die Türkei und an Griechenland