Ausgabe 
12.10.1869
 
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1869. Dienstag den 12. October. 119.

Sberhessiscer Anzeiger

idea die no. enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Oer Jette, 8. 83

Amtlicher Theil.

betreffend: Den im Monat October J. J. vorzunehmenden Wiesengang.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen

Friedberg den 9. October 1869. Bürgermeistereien des Kreises.

F Im Monat October muß nach den Bestimmungen der Wiesen⸗ von Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden. Lank volizeiordnung der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zu Wir empfehlen den Wiesenvorständen hierbei besonders ihr Sil* ehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorgenommen werden. Augenmerk auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, * Bir beauftragen Sie daher, dieselben hierzu aufzufordern und die Moos, die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus veineblut der den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis zum 10. November den Be- oder Entwässerungsgräben, die Verebnung der Maul⸗ gebüh J. längstens vorzulegen. 8 wurfshügel und dergl.(Art. 24 der Wiesenpolizeiordnung) und dem 6. Och In diesem Protokolle haben die Wiesenvorstände, was deuselben auf die Unterhaltung der Ent- und Bewässerungsgräben(Art. och besonders zu eröffnen ist, hauptsächlich folgende Punkte auf⸗ 28 und 29 der Wiesenpolizeiordnung) zu richten und hierbei nach 5. 7 ˖ unehmen: den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. 1 l f t) Ob die Anordnungen, welche sie bei dem im Monat März l. J. 3) Verbesserungsvorschlage in Bezug auf größere Wiesenfluren, A1, epi vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz ld. Fertz und welche nicht, vom 7. October 1830 Anwendung finden muß. Wr) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung Man erwartet, daß die Wiesenvorstände hiernach genau verfahren. chu der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mangel Trapp. f, ei ha vetreffend: Unterricht im Hufbeschlag 1869/70. 1 Der Unterricht im Hufbeschlag pro 1869/70 soll am Montag den 15. November d. J. zu Butzbach beginnen. Junge Schmiede isch, us Oberhessen, die an demselben Theil zu nehmen wünschen, haben sich zeitig beim unterzeichneten Präsidium schriftlich anzumelden und sich der Schulkenntnisse, bestandene Lehrzeit und gutes Betragen sowohl, als auch hinsichtlich der Mittel zur Bestreitung ihres Unterhaltes in m Kreutet. Zutzbach gehörig auszuweisen. Der Unterricht selbst wird unentgeltlich ertheilt; dagegen haben die Theilnehmer an demselben für ihren daß der letztere möglichst billig zu stehen kommt.

Df. 14 k

Unterhalt in Butzbach selbst zu sorgen; es werden aber Einrichtungen getroffen werden, Unbemittelte müssen sich mit Unterstützungsgesuchen an den betreffenden Vorstand de

s landw. Bezirksvereins wenden, indem Seitens

14 U es Provinzialvereins für derartige Unterstützungen keine Mittel verwilligt sind. 4 7 0 Der Unterricht wird etwa Monat dauern. V. Laubach am 29. September 1869. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen

Ul. und Gef, Met

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Vicepräsident Dr. Gros.

Die Herren Bürgermeister des Kreises werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung noch besonders zur Kenntnit derjenigen jungen

sich annehmen läßt, daß sie an dem Unterrichte in Butzbach Theil nehmen werden, zu bringen.

) Palla Schmiede ihrer Gemeinden, von denen 3 Unbemittelten sind Unterstützungen aus der Kasse des Bezirks-Vereins in Aussicht zu stellen. n Friedberg den 8. October 1869. Der Director des landw. Bezirks⸗Vereins des Kreises Friedberg 1 nd. art) dra Hessen. Darmstadt. Einer in der sich, daß die Zahl der Werke um 16 geringer, sei. Obwohl die neuen Ausgaben auf's Aeußerste Darmst. Zig. enthaltenen ofsizibsen Berliner die Anzahl der Arbeiter aber nahezu dieselbe ist, beschränkt seien, so seien zu deren völliger Deckung hiffe Forrespondenz zufolge ist die Nachricht, daß dem und daß sich die Produktion um 15,558 Etr., noch 1,328,000 Thlr. erforderlich. Für Eisen⸗ 1 vreußischen Gesandten am hiesigen Hofe, geh. der Geldwerth um 65,444 fl. vergrößert hat. bahnausgaben solle eine Million durch ein beson⸗ t Sue Zegationsrath v. Wentzel, die Stelle eines bevoll. Diese Vermehrung gründet sich jedoch in der deres Anleihegesetz verlangt werden. Der dom enn mächtigten Ministers in Hamburg zugedacht und Hauptsache auf den Erwerb der Saline Nauheim Finanzminister dem Abgeordnetenhaus vorgelegte teinbausa als sein Nachfolger in der hiesigen Stellung Graff mit einer Produktion von 75,431 Ctr. Salz im Staatshaushaltsetat weist nach: Einnahmen im en, Solms ausersehen sei, thatsächlich unbegründet. Werthe von 113,734 fl. ohne diese Acquisition Betrage von 164,311,575 Thlr., laufende Aus⸗ duden d Prinz Ludwig von Hessen ist über Aschaffen⸗ würde die Gesammtceeninerzahl um 59,973, der gaben 164,072,575 Thlr., außerordentliche Aus- eh»urg und München nach Venedig abgereist. Geldwerth um 48,290 fl. geringer sein. Ins- gaben 5,638,700 Thlr. Dieß ergab ein Defizit Die Mittheilungen großherzoglicher Central-besondere sind dem Großherzogthum durch die von 5,400,000 Thalern, und da dessen Deckung stelle für die Landesstatistil bringen u. A. die Abtretungen vom Kreise Gießen mit einer Anzahl aus den finanziellen Beständen nicht zu er⸗

von 1867 mit derjenigen von 1865 also vor den Territorialveränderungen von 1866 zeigt

Ergebnisse des Bergwerks-, Hütten- und Salinen⸗ Betriebs im Großherzogthum Hessen in den Jahren 186567, aus welchem zu entnehmen, Haß im letzteren Jahre im Ganzen 35 Werke mit 1522 Arbeitern vorhanden waren und daß das Produktions quantum 2,015,043 Ctr. mit 1 Mill. 406,3 10 fl. am Ursprungsorte betrug. Gruben gab es 21 mit 907 Arbeitern und 1,420,653 Etr. sbroduktion im Werthe von 355,128 fl., die Förderung stellte sich auf 943,850 Ctr. Braun⸗ ohlen, 358,872 Etr. Eisen und 118,931 Ctr. Manganerze. Hüttenwerken existirten 11 mit 391 Arbeitern und 310,181 Ctr. Produktion, worunter 269,353 Ctr. Roheisen in Masseln, Geldwerth 323,260 fl. Salinen zählte man 3 mit 324 Arbeitern und einer Ausbeute von 284,209 Ctr. Koch- und anderem Salz im Werth von 227,922 fl. Bei einer Vergleichung der Gesammtproduktion

bergbautreibender Gemarkungen, wie auch mit den Kreisen Biedenkopf und Vöhl unterirdische Werthe entzogen worden.

Preußen. Berlin. Dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses wurde eine mit Unter schriften aus allen Fraktionen versehene Inter- pellation überreicht, in welcher, Bezug nehmend auf die Zeitungs- Nachrichten über die Hundert millionen⸗Anleihe, angefragt wird, ob das Gerücht begründet und wie die Staatsregierung eine solche Maßregel mit dem Wohle des Staates zu ver einbaren gedenke.

In der dritten Plenarsitzung des Abgeord netenhauses legte der Finanzminister den Etat für das Jahr 1870 vor. Hierauf erfolgte die Vor- lage eines Gesetzentwurfs, betreffend die Aufnahme einer Anleihe von 13 Millionen zur Einlösung der Schatzanweisungen. Der Minister hob hervor,

möglichen sei, so bleibe nur ein Zuschlag von

sehr bedeutende 25 Prozent zur Einkommen, Klassen, Mahl-

und Schlachtsteuer als Auskunftsmittel übrig. Der Finanzminister überreicht ferner ein Grund- Steuer ⸗Gesetz für die neuen Provinzen, so wie einen Entwurf, betreffend die Abänderung des Einkommensteuer-Gesetzes. Die Vorlage basirt auf dem Prinzip der Selbsteinschätzung und ent⸗ hält eine Vermehrung der Steuerstufen. Der Minister des Innern legt alsdann den Entwurf einer neuen Kreisordnung für die sechs östlichen Provinzen vor, wonach die Auflage von Kreis- steuern nur noch in der Form von Zuschlägen zu den Staatssteuern gestattet ist. Die Ritterguts- Polizei und das Institut der Erbschulthetse werden aufgehsben und Amtsbezirke von 46000 Einwoh- nern organisirt. Die Kreistage werden aus 25 bis 50 zu wählenden Mitgliedern gebildet; der Kreis-

daß das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und

Ausgaben im Budget nicht herzustellen gewesen

ausschuß ist das Hauptorgan für die Communal⸗ und Landesverwaltung in Kreis angelegenheiten.