Ausgabe 
11.11.1869
 
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zadicaler ist als jemals. Man sieht hieraus, welche Sprache gegenwärtig der kaiserlichen Regie- nung gegenüber in Paris geführt werden kann.

Nach den Aeußerungen Pariser Blätter über den Krankheitszustand des Königs Victor Emanuel hofft man im Palais Royal auf keine Genesung mehr, und man befürchtet sogar, daß der Prinz Napoleon, welcher nach Italien ab⸗ zereist ist, ihn nicht mehr am Leben trifft. Auf die Lage der Dinge in Italien wird der Tod Victor Emanuel's nicht ohne Einfluß bleiben. Mittlerweile sind günstigere Berichte eingetroffen, dergl. Florenz.)

Spanien. Die Verschmelzung der Progres isten und Demokraten unter dem Namer der ra- dicalen Partei ist als Thatsache anzusehen. Prim hat die Häupter der monarchischen Demokratie in den progressistischen Club eingeführt, wo sie mit auschendem Beifall empfangen wurden.

Italien. Florenz. Die Nachrichten über das Befinden des Königs lauten zwar in manchen Beziehungen widersprechend, nach allen aber scheint der Zustand desselben ein sehr bedenklicher zu sein. Bom 7. wird ein sehr heftiger Fieberanfall ge meldet; es zeigte sich ein Frieselausschlag. Der Zönig empfing das Abendmahl. Die Nachrichten om 8. lauten etwas günstiger: Der Zustand des tönigs hat sich seit Mitternacht gebessert, der frieselausschlag hat noch nicht nachgelassen. Das neueste Bülletin vom 8. d. meldet eine ein zetretene wesentliche und fortschreitende Besserung im Zefinden des Königs. Die Krisis wird als über zanden, die Gefahr als beseitigt angesehen. Doch ürfte die gänzliche Wiederherstellung des Königs inge dauern.

* Friedberg. Aus mehreren Orten des Umgegend ingen uns in den letzten Tagen noch Mittheilungen über ze bezüglich der in voriger Woche statigehabten Erdstöße

machten Wahrnehmungen zu, für welche wir bestens nken. Wir glauben dieselben zurücklegen zu sollen, da jetzt doch etwas verspätet kommen dürften.

Aus Oberhessen. Der Ausschuß des landwirth haftlichen Vereins der Provinz Oberhessen wird am 3. Nod. in Gießen eine Sitzung halten. Hauptgegen inde der Berathung werden sein: 1) die Anstellung eines undw. Wanderlebrers für die Provinz Oberhessen,(die Stelle

durch die Berufung des Herrn Leisewitz an das Polytech tum erledigt); 2) die Anstellung eines Culturingenieurs at Oberhessen; 3) der Fortbestand der Ackerbauschule zu riedberg; 4) die landw. Interessenvertretung. Der zusschuß des Vereins hat Herrn Bürgermeister Jacobi Rodheim v. d H. wegen sciner erfolgreichen Thätig⸗ t für Verbesserung des Betriebs der Landwirihschaft

Verdienstmedaille II. Cl. zuerkannt.

Frankfurt. Zur Constituirung einer landwirth⸗ waftlichen Versuchsanstalt für das Großerzogthum am 30. d. M. dahier eine Versammlung

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Frankfurt. Hiesige Blätter melden aus zuverlässiger Luelle, daß die Vermessungen und sonstigen Vorarbeiten

für den Rhein-Main⸗Canal von Mainz nach Frankfurt rüstig vorwärts schretten und sich äußerst günstig gestalten. Es wird nach Vollendung dieses Unternehmens wieder reges Leben in den hiesigen Hafen kommen und den in ihrem Verdienste stark geschädigten Färchern wird sich eine neue lohnende Beschäftigung bieten.

Offenbach. Vor wenigen Tagen ist ber Reisende einer Portefeuillefabrik auf und davon gegangen, nachdem er zwei hiesige Geschästshäuser mittels falscher Wechsel, das eine um 1000 fl., das andere um 200 fl., betrogen hatte.

Mainz. Dr. Ph. H. Külb, früher Stadibibliothekar und städtischer Historiograph, ist dieser Tage dahier gestorben.

Darmstadt. Zu der gelegentlich der 50 jährigen Jubiläumsfeier des Hoftheaters am Sonniag stattgehabten Festvorstellung war der Andrang so groß, daß Billete mit 7, 8 fl., sogar in einem Falle mit 10 fl. bezahlt wurden.

In Großgerau haben die Erdbeben der vorigen Woche am Sonntag noch einige Nachspiele gehabt, jedoch waren dieselben nicht von der Heftigkeit der früher wahr genommenen. DieDarmst. Ztg. meldet vom 9. d.: Nach eben uns zukommenden Nachrichten aus Großgerau haben die Erdstöße daselbst, obwohl die Intensität derselben nicht mehr die gleiche wie zu Anfang des Monats ist, noch nicht nachgelassen. Gestern Mittag wurden 4 Stöße, heute Nacht fünszehn, heute Morgen zwischen 6 und 7 Uhr drei schwächere Stöße beobachtet. Die Stöße haben eine verticale Richtung. Nach amtlichen Erhebungen sind bis jetzt 61 Schornsteine eingestürzt, und mehrere Häuser haben in Folge der Erderschülterungen so bedeutende Sprünge erhalten, daß die Einziehung neuer Wände nöthig sein wird. Während der Erschütterungen herescht stets voll ständige Windstille; heftiger Sturm pflegt denselben vor auszugehen und zu folgen.

Aus Aschaffenburg wird gemeldet, daß der Münche ner Courierzug seit Kurzem geheizte Personenwagen führt. Es ist zu diesem Behufe ein eigener Wagen im Zuge eingestellt, in welchem die Dampfheizung vor sich geht. Von diesem wird mittelst Gummischläuchen der Dampf in eiserne Rohre geleitet, welche sich unter den Sitzplätzen der Personenwagen befinden. Die Wärme in dem Coupé ist eine vollständige und gleicht der Zimmerwärme.

In Wartenburg(Osipreußen) hat sich ein grauen volles Gerücht verbreitet und findet durch die Verhaftung des Betreffenden eine Art von Bestätigung. Der dortige Todtengräber soll seit 6 Jahren einen Handel mit Schweinen getrieben haben, die er mit den eben beigesetzten Leichen gemästet haben soll! Die Särge hat er als Brennmaterial benutzt. Die gerichtliche Untersuchung wird herausstellen, was daran Wahres ist.

Mittheilungen aus dem Pttein der Gustav-Adolf-Stiftung. 1

Eine größere Anzahl Herren haben an die evangelischen Bewohner Darmstadis und Bessungen's einen Aufruf zur Unterstützung der evangelischen Gemeinde in Madrid er lassen, den wir hier mit dem Bemerken mittheilen, daß sämmtliche evangelische Geistlichen des Dekanats Friedberg sich bereit erklärt haben, freiwillige Beiträge zu dem gleichen Zwecke in Empfang zu nehmen.

Die politischen Veränderungen in Spanien haben in diesem Lande, in welchem, um von früheren Zeiten zu schweigen, noch vor wenigen Jahren Männer ihrer evan gelischen Gesinnung wegen zu den Galeeren verurtheilt wurden, endlich der Sache des reinen Evangeliums die Thüre geöffnet. Eine evangelische Gemeinde hat sich unter vielfachen Gefahren in Madrid bereits gebildet; Hunderte

von Spaniern bekennen sich zu bieser in steter Zunahme begrissenen Gemeinde, an deren Spitze neben zwei Geist⸗ lichen, eingebornen Spaniern, Kaufmann Mohrmann, ein geborner Hesse, wirksam ist. Ein gemietheter Betsaal ist für die stark besuchten Gottesbienste nothbürflig hergerichtet, aber er genügt nicht; was darum vor Allem Noth thut, ist der Bau einer Kirche. In Amerika und England haben Sammlungen zu diesem Zweck begonnen, in Berlin und Heidelberg haben Comite's zu gleichem Zweck sich gebildet, die Studenten in Leipzig haben an alle evangelische Stu denten Deutschlands einen Aufruf erlassen, um für den Kirchenbau zu Madrid zu fammeln, der Gustav-Abolf Verein hat die hochwichtige Sache zu der seinigen gemacht, Evangelische Mitbürger! die Erbauung einer evange lischen Kirche in der Hauptstadt Spaniens ist eine That, für welche alle Bekenner des Evangeliums eintreten sollten. Darum sind auch die Unterzeichneten, wenn auch verschie denen Richtungen angehörend, aber einig, wenn es das gemeinschaftliche Interesse und die Ehre ber evaugelischen Kirche gilt, zusammengetreten, um auch an ihrem Theil dem großen Zweck zu dienen und dort eine evangelische Kirche bauen zu helfen, wo der Glaubenshaß so viel Blut vergossen hat.

An Euch, liebe Mitbürger, richtet sich nun unsere Bitte: Kommet herzu und helft uns, damit auch unsere Vater stadt unter den evangelischen Städten deutschen Namens steht, welche den spanischen Glaubensgenossen die helfende Bruderhand reichen, welche dem Evangelium in diesem vor kurzer Zeit noch so dunklen Lande Bahn brechen halfen.

Jeder der Unterzeichneten ist bereit, Gaben dafür in Empfang zu nehmen. Diese Gaben werden wir dem Hauptrerein der Gustav-Adolf-Stiftung unseres Landes übergeben, um durch seine Hand, die sich seit länger als einem Vierteljahrhundert der bedrängten Glaubensgenossen annimmt, sie an den Ort ihrer Bestimmung gelangen zu lassen, damit sie im Geist der Geber verwendet werden.

Ueber Heller'sche Spielwerke.

3089 Wer sich oder Andern eine dauernde Freude be

reiten will, rathen wir, ein Werk aus der Heller'schen Fabrik in Bern zu beziehen; Tausende

as größte derartige Etablisse⸗ ment, welches existirt und welches sich durch seine außer ordentlichen Leistungen einen Ruf erworben, der sich in die fernsten Gegenden erstreckt, so daß allenthalben nach Heller'schen Werken gefragt wird. Wir rathen aber Jedermann zu ditektem Bezug, da vielfach andere für seine Werke ausgeboten und veriauft werden. Jedes Werk ist mit seinem Namen versehen. 4 0 1

Herr Heller wird diesen Winter versuchsweise eine Vertheilung von Prämien im Betrage von Frs. 15,000 in der Art vornehmen, daß Jeder, welcher während der Monate November bis Ende März 1870 von ihm ein Werk bezieht, je nach der Summe desselben eine dder mehrere nummerirte Karten erhält und dadurch an der Prämienziehung Tbeil nimmt.

Das Prämen-Verzeichniß nebst Prospektus wird mit den Preis-Couranten auf Verlangen Jedermann franco zugesandt. Die Prämienziehung wird Anfangs April durch amtliche Urkundspersonen staltfinden und Jedem Theilnehmer die Zishungsliste zugesandt.

Wir erachten es als Pflicht, auf bevorstehende nachtszeit das Tit. Publikum ganz besonders auf Etablissement aufmerksam zu machen.

Eine besondere Ankündigung findet nicht statt.

Weih⸗

obiges

Oeffentliche Bekanntmachung. 4.20 Nachdem gegen den Gastwirth Karl Henke! das zur formellen Concurs- (kennung erfordertiche Verfahren eingeleitet worden ist,

i zur Einziehung seiner Ausstände und Quittirung der

ihlungen der hiefige Stadtschreiber Schutt als bestellter ywvisorischer Massecurator foctan allein berechtigt. Bad-Nauheim am 27. October 1869. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim J. B. d. Schuittspahn, Landgerichts-Assessor.

(afer⸗ und Stroh⸗ Lieferung. 3536 Freitag den 12. November l. J., Vormittags Uhr, wird in hiefigem Rathhause die Anlieferung den 3 Fuder Waizenftroh und 20 Malter Hafer an den Venigsineymenden versteigert. Friedberg den 8. November 1869. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg Foucar.

Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 305 Dienstag den 16. November d J., Vormittags Uhr, sollen im hiesigen Rathhause auf wiederholt frei nllligen Antrag des Friedrich Jacob Schäfer dahier

demselben gehörenden Immodilten, bestehend in einer ar geräumigen Hofrasthe mit Scheuer, Stallungen, kuntergebäuden, Hofraum und Hausgarten in der Ludwigs llaße, sodann mehrere Grabgärten, Ackerland und Wiesen in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung auf lachs jährige Zahltermine nochmals öffentlich meistbtetend bersteigert werden

Flurschütze Kopp dahier besitzt ein Verzeichniß der Erundstücke und erthellt jede gewünscht werdende Auskunft.

Friedberg am 10. Novem er 1869.

Hroßherzogliches Ortsgericht Friedberg Fou ca x.

Moguntia

Versicherungs-Gesellschaft in Mainz.

3087 Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, ZBlitzschlag und Explosion zu

festen, billigst gestellten Prämien.

Zur Aufnahme von Versicherungen empftehlt sich die Agentur zu Reichelsheim Gg. Nohl, Agent der Moguntia.

Immobiliar-Versteigerung. 3094 Dienstag den 16. November l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem hiesigen Ratbhause die nachstehend

600 Gulden,

3040 im Ganzen auch getrennt, können Ende Jauuar

verzeichneten Immobilien, dem unter Curatal stehenden 1870 aus der Kirchenkasse zu Wickstadt gegen gericht⸗

Christian Müller gehörend, nämlich: Gemarkung Friedberg.

Flur. Nr. Klftr.

6. 41. 41. Grabgarten vor dem Mainzerthor, 105 45. 352. Acker zieht durch den Bockweg,

9. 42. 388. Acker im Großwartifeld,

9. 100. 167. Acker daselbst,

2. 245. 309. Grasgarten im Rosenthal,

öffentlich meistbietend versteigert werden. Frtedberg den 10. November 1869. In Auftrag 0 Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgerichts Frtedberg

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Buchen Scheitholz,

3100 in größeren und kleineren Partbien, empsiehlt die Steinkohlenhandlung G. H. Freundlieb.

liche Sschetheit ausgeliehen werden.

Jibenstadt am 3. November 1869. Margraf, Kirchenxechner.

Fa fser⸗Auszug Kaiser⸗Auszug, 3053 das feinste Mehl, empfehle ich bestens auf bevor⸗ stehende Festtage zur Verwendung von feinen Gebäcken. L. H. Strauß.

Ein möblirtes Zimmer

3056 bat zu vermiethen K. Ferch, Uhrmacher.

Unterhosen, in bester und schwerster Qualität, empfiehlt billigst Heinrich Diehl,

Usagasse Nr. 354

3098