Ausgabe 
8.7.1869
 
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auf unbestimmte Zeit vertagt und soll vor der Wiederaufnahme der Verhandlungen das Gut- achten der Sachverständigen über die Zurechnungs⸗ fähigkeit des Angeklagten zur Zeit der Ausübung seines Verbrechens eingeholt werden.

Daß das katholische Oesterreich voll Klöster und geistlicher Ordensanstalten steckt, weiß Jeder mann und Oesterreich selbst muß es oft genug zum Vorwurf und gerade nicht zu seiner Ehre bören. Weniger bekaunt dürfte jedoch sein, wie es in dieser Beziehung in dem protestantischen Preußen aussieht. Nachstehende kurze Uebersicht der dermalen dort restaurirten Klöster, welche auf Vollständigkrit übrigens keinen Anspruch macht, gibt darüber einigen Ausschluß. Es be⸗ stehen nämlich in der Diözese Breslau 142 ultra- montane Ordensanstalten und zwar unter 16 verschiedenen Ramen und Regeln, Jesuiten, Fran- ziskaner, barmherzige Brüder, Ursulinerinnen, Franziskanerinnen u. s. w., mit 1028 Priestern, Prosfessen und Laienmitgliedern. Die Dibözese Köln enthält 159 klösterliche Anstalten von 30 verschiedenen Arten mit 1812 Ordensleuten. Der Sprengel des Bischofs von Trier umschließt 59 Ordensinstitute von 16 Namen mit 774 Mit⸗ gliedern. Das Bisthum Münster hat 168 Klöster von 17 Regeln mit 1227, Paderborn 73 Klöster mit 387, Gnesen-Posen 25 Klöster mit 214, Culm 16 Klöster mit 166 Gliedern. Außerdem bestehen in den Sprengeln von Fulda, Limburg und Glatz noch 57 Klöster, deren Bewohnerzahl nur theilweise angegeben werden kann. Es ergiebt das für Preußen eine Summe von etwa 700 Klö⸗ stern mit 6000 Ordensleuten. Darunter sind nicht weniger als 13 Jesuitenklöster: in Köln 5, Breslau 2, Trier 2, Münster 2, Paderborn 1, Gnesen 1.

Sachsen. Leipzig. In Leipzig hat eine israelilische Generalsynode getagt, welche von etwa 80 Rabbinern, Gelehrten und Gemeindevertretern besucht war. Dieselbe nahm folgende von Dr. Philippson aus Bonn eingebrachte Resolution an: Die Israelitische Synode erkennt das Judenthum in Ueberkinstimmung mit den Principien der neuen Gesellschaft und des neuen Staates, weil diese Principien im Mosaismus verkündet, in der Lehre der Propheten entwickelt worden und sich durch die ganze Geschichte des Judenthums in Conti nuität hindurchziehen, nämlich in Uebereinstimmung mit dem Prinzip der Gleichheit aller Menschen, der Gleichheit Aller vor dem Gesetze, der Gleich heit Aller in Pflichten und Rechten dem Vaterlande und dem Staate gegenüber, so wie der völligen Freiheit des Individuums in seiner religiösen Ueberzeugung und dem Bekenntniß derselben; die Synode erkennt in der Entwicklung und Verwirk lichung dieser Principien die sicherndsten Bürger⸗ schaften für das Judenthum und seine Bekenner in der Gegenwart und Zukunft, die lebenskräftig⸗ sten Bedingungen für den uneingeschränkten Bestand und die höchste Entfaltung des Judenthums; die Synode erkennt deßhalb in dem Frieden aller Religionen und Confessionen unter einander, in der gegenseitigen Achtung und in der Gleichberech- tigung derselben so wie in dem nur mit geistigen Waffen und in streng sittlicher Weise geführten Kampfe um die Wahrheit eines der großen Ziele der Menschheit; die Synode erkennt daher als eine der wesentlichsten Aufgaben des Judenthums in seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, diese Prinzipien zu bekennen, zu fördern, zu ver⸗ treten, dafür zu leiden und dafür zu wirken und

zu schaffen.

Chemnitz. Eine von Lassalianern dahier abgehaltene Volksversammlung hat die Herren v. Schweitzer und Mende unwürdig erklärt, an den Bestrebungen des deutschen Arbeiterstandes fernerhin noch theilzunehmen, und für Pflicht eines jeden ehrlichen Arbeiters, jenen Herren in tiesster Verachtung den Rücken zu kehren, weil die fortgesetzten Inconsequenzen, Prinzipienbrüche und Charakterlosigkeiten dieser Herren den hohen sitt- lichen Ernst der deutschen Arbeiterbewegung beein- trächtigten.

Würtemberg. Stuttgart. Das ameri- kanische Unabhängigkeitsfest wurde am 5. d. von den hiesigen Amerikanern im Aktiengarten gefeiert. Man zählte 200 Tischgäste und im Ganzen waren an 1000 Personen anwesend. Der Präsident, Herr Heermann, aus dem Staate Ohio, brachte den Toast auf die Unabhängigkeit Amerikas aus. Weitere Toaste wurden ausgebracht auf den Prä sidenten Grant, auf den Congreß, die Armee, auf die Flotte, den König von Württemberg ze.

Oesterreich. Wien. Die Volksblätter besprechen am Jahrestage der Schlacht bei König grätz die politische Entwicklung Oesterreichs seit jener Katastrophe und fordern die Regierung und die Reichsvertreter auf, künftig mit mehr Ent

schlossenheit und Thatkraft vorwärts zu schreiten.

Der in Prag erscheinenden clericalenZeit wird aus Rom berichtet, daß Napoleon III. erst dann seine Truppen aus dem Kirchenstaat zurück ziehen werde, wenn Victor Emanuel sich unbedingt verpflichte, die Integrität des gegenwärtigen päpst lichen Territoriums zu respectiren und jeden An- griff von Seite Garibaldi'scher und Mazzini'scher Freischärler zu verhindern. Auch habe Napoleon III. im Vatican anfragen lassen, unter welchen Bedin gungen ein Vertreter der französischen Regierung an dem Concil theilnehmen könne.

Frankreich. Paris. Eine in diesem Augenblicke in Paris umlaufende und bereits mit zahlreichen Unterschriften bedeckte Petition an den Senat zeigt, daß die bürgerlichen Kreise von einem oppositionellen Geist ergriffen worden sind, von dem man noch vor wenigen Monaten keine Ahnung hatte. Die Petition lautet: An die Herren Senatoren! Paris, 27. Juni 1869. Paris ist seit langer Zeit aller seiner communalen Frei heiten beraubt; es hat nicht einmal das Recht die Männer zu ernennen, welche als Herren über das städtische Eigenthum verfügen. Ein Artikel der gegenwärtigen Constitution macht den Senat zum Wächter über die öffentlichen Freiheiten. Die Unterzeichneten glauben seine Intervention anrufen zu sollen, um einem Zustande ein Ende zu machen, welcher, wie neulich durch Thatsachen bewiesen worden ist, die Ehre und die Interessen der großen Stadt verletzt. Die Petition ist von den wohlhabensten und angesehensten Bürgern aus allen Berufsklassen unterzeichnet.

Die vom linken Centrum ausgehende In- terpellation, welche Ministerverantwortlichkeit und volle Selbständigkeit der Kammer verlangt, hat bereits über bundert Unterschriften erhalten. Man glaubt, daß ungefähr 120 Deputirte ihre Zu- stimmung geben werden, daß, da die Linke die- selbe nicht mitunterzeichnen, aber jedenfalls für dieselbe stimmen wird, das jetzige Ministerium einer Niederlage gewiß ist.

Belgien. Brüssel. Die Uebereinkunft zwischen Frankreich und Belgien ist zum Abschlusse gebracht. Dieselbe beseitigt die Cessionsverträge sowie das Prototell vom April, sichert jedoch den

gegenwärtigen Eisenbahngesellschaften das Eigen⸗ thumsrecht auf die in Frage stehenden Bahnlinien und stellt die Prinzipien für die gemischte Be⸗ dienstung der Züge, welche von Frankreich durch Belgien nach Holland gehen, fest.

Rußland. Petersburg. Die russische Telegraphenagentur meldet aus Tauris, daß in Teheran seit mehreren Tagen die Cholera herrsche und immer mehr um sich greife. Es kämen täg⸗ lich an 30 Fällen dieser Krankheit vor.

Darmstadt. Vor Kurzem wurde Lieutenant Frie⸗ drich Stieler vom 3. Insanterie-Regiment im Duell verwundet und ist, nach der in der Darmstädter Zeitung enthaltenen Todesanzeige, in Folge dessen am 3. d. M. gestorben. Eine ganz geringfügige Ursache soll das Duell veranlaßt haben, man spricht von einem Kreuzer, der bei dem Kegelspiel Gegenstand des Streites geworden.

Vom Rhein wird gemeldet, daß am Nachmittag des 2. d. M. die Umgegend von Oppenheim von einem ungewöhnlich heftigen Gewitter überzogen wurde, das sich mit surchtbarem Blitz und Donner entlud. In Dienheim, eine Viertelstunde von Oppenheim, schlug der Blitz in das Haus des Bauers Willich, tödteie dessen Bruder und beschädigte seinen 12jährigen Knaben der Art, daß man Anfangs für sein Leben fürchtete. In dem westlich von Dienheim, eine Stunde entfernt liegenden Dorf Dalheim schlug der Blitz in die Scheuer des Wirthes Schweißer ohne zu zünden. Auch in Offenbach und Philippseich waren zu derselben Zeit sehr heftige Ge⸗ willer und hat der Blitz an beiden Orten gleichfalls ein⸗ geschlagen jedoch ohne großen Schaden anzurichten. In Lindenfels und Umgegend war gleichzeitig ein sehr heftiges Gewitter, auch in Karlsruhe hatte der Blitz

in der Nacht vom 2. zum 3. d. mehrmals eingeschlagen.

Mainz. Eine gefährliche Verwechselung. Vor ungefähr 8 Tagen erhielt ein auswärtiger Bierzäpfer von einer Brauerei mehrere Fäßchen Bier. Das Gebräu des ersten Fäßchens ließ auch nichts zu wünschen übrig; als aber das zweite angestckt werden sollte und der Wirth den Krahnen hincinschlug, spritzte der Inhalt des Fasses heraus und übergoß die Kleidung des Jäpfers. Die mit dieser Flüssigkeit bespritzten Hosen veränderten aber an den naß gewordenen Stellen sofort die Farbe und ver- vrannie zuschends das Tuch, ähnlich wie wenn sie mit Vitriol benetzt. Der Wirth schlug sosort das Faß wieder zu und gab es zur Untersuchung der Po izeibehörde.

Aus Herrieden wird derF än. Zig. ge⸗ schrieben: Bie Miiteltemperatur des Juni war so tief, daß sie dahier um 3.670 C.(2.940 R.) unter dem 5 jährigen Durchschniue blieb, und überhaupt in diesem Zeiiraum nur der Juni 182/ noch um 9.090(0.07 R.) kälter war. Mehr als 30 unter dem Mittel batten noch die Juni 1829, 1843 und 1847 mit je 3.270(2.62), 3.02(2.42) und 3.300(2.640 R.) unter dem Durch⸗ schniit. Schließt min von diesen vier Jahrgängen auf die Witterung des heurigen Juli und August, so würden die beiden Monate ebenfalls kühl und feucht werden, indem mit Ausnahme des Monats August 1847 dieselben auch in den erwähnten Jahren so auefielen. Im Ganzen sind die Aussichten auf dauernd schönes Wetter durch die herrschenden atmosphärischen Verhälsmisse getrübt, nur das nordwestliche Europa erfreut sich heiterer Tage.

Aus Stuttgart berichtet man vom 4.[d. M.: Heute haben wir sehr schöne Witterung, nachdem gestern noch ein Woltenbruch in der Nähe von Nürtingen große Verheerungen angerichtet und den Neckar zum Austreten gebracht hat. In der Nacht trat der Neckar bei Canstatt über seine Ufer und überschwemmte die anstoßenden Wiesen⸗ gründe und den Volksfestplatz. Auch der tiefer gelegene untere Stadtiheil Canstatis wurde zum Theil unter Wasser gesetzt und mußten namenllich die Keller geräumt werden. Die Fluthen des Neckars führten lodte Haus⸗ thiere, Bretter, Balken, Möbel und dergleichen mii sich.

Leipzig. Auch von hier ist der traurige Ausgang eines Pinolenduells zwischen zwei Studenten zu melden, in welchem v. G. eine lödtliche Verletzung am Kopfe durch G. erhielt. Das Duell hat auf 15 Schritt Bar iöre statige⸗ funden; v. G hat erst, nachdem mehrere Schüsse verg blich gewechselt worden waren, den lödilichen Schuß bekommen.

Amerika. Ein Scheidungsprozez wird vor den amerikanischen Gerichten von der Frau eines sehr be kannten Generals, nämlich des kleinen Generals Tom Pouce, angestrengt. Als Scheidungsgrund gibt die Dame an, daß ihr Gemahl Gewohnheltstrinker sei. Das Glas des Zwerges Tom Pouce ist ohne Zweifel nicht groß, doch scheint er entsetzlich viel daraus zu trinken.

Gegen Uervenschwäche

und daher stammende Leiden

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C. Schneider, Hofsdachdeckermeister.