Ausgabe 
8.5.1869
 
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Der Europäer im heißen Klima.

Von Dr. Curtman.

Wider die landläufigen Bedenken gegen den Aufenthalt der Europäer in dem heißen Asten bemerkt ein erfahrener Reisender. Der Grund, warum die jetzt so leicht zu erreichenden tropischen Länder so selten besucht werden, liegt wohl haupt- sächlich in der Furcht vor dem Klima, vor den Giftschlangen und vor dem Ungeziefer. Die eigentlich ungesunden Gegenden sind aber bekannt, und können vermieden werden. Aber eine gewisse Mäßigkeit in allen Genüssen ohne gerade strenge Enthaltung, gehörige Bewegung bei mäßiger Be⸗ schäftigung sind erprobte Mittel, Krankheiten fern zu halten; außerdem gibt es einfache Arzneien, die man nicht versäumen soll mit sich zu führen. Das Leben in den Hafenplätzen ist den Europäern meistens nicht sehr zuträglich. Sie arbeiten dort oft angestrengt in den Comptoiren, halten reich-

liche Mahlzeiten, genießen stark gewürzte Speisen, und geben sich wohl noch anderen Excessen hin. Auch die europäische Kleidung wird hier der Ge⸗ sundheit nachtheilig, Nach mehreren Versuchen und Erfahrungen nahm ich(der Reisende) später einen Anzug an, den ich als zweckmäßig empfehlen kann. Hose und lange Jacke von blauem Kattun (weiß würde alle Thiere verscheuchen), Schuhe aus Segeltuch und einen chinesischen Hut, fast in Form eines Helms, waren meine Bekleidung. Die Jacke vertritt zugleich die Stelle des Hemdes, und ist folglich ungefüttert, enthält aber viele Taschen. Strümpfe sind sehr unbequem, barfuß zu gehen schwer zu lernen; Segeltuch⸗Schuhe sind am zweckmäßigsten. Reitet man durch einen Fluß, so zieht man sie aus, und hal gleich wieder trockne Füße. Kommt man Abends ins Quartier, so wechselt man den ganzen von Schweiß oder Regen durchnäßten Anzug und wäscht Alles. Am anderen Tage ist Alles wieder trocken. In einer so leichten

Hülle belästigt die Hitze nur wenig; auch ist e ziemlich gleichgültig, ob man auf dem Trocknen, im Sumpf oder im Wasser geht. Der Hut ist leicht, luftig(denn er ist locker geflochten) und hat eine Art Gardine, um den Nacken zu schützen.

Die große Furcht vor Schlangen und reißen⸗ den Thieren ist ungerechtfertigt. Die Thiere in den von Menschen besuchten Gegenden fliehen von ferne, selbst die Schlangen, wovon aber die meisten giftlos sind. Auch sind die Schlangen leicht zu tödten, selbst mit einem gewöhnlichen Stock.

Von Insekten wird man in Indien viel weniger geplagt als im Süden unseres Welttheils. Flöhe gibt es dort nicht, die Läuse der Ein- gebornen suchen die Europäer nicht heim. Außer- dem sind die Eingeborenen oft reinlicher als die Reisenden. Auch wurde der Berichterstatter vor⸗ trefflich durch sein mitgebrachtes Insektenpulver geschützt.

Ar de its Ne'r geeobung. 1427 Mitiwoch den 12. Mai, Nachmittags 3 Uhr, werden auf dem Rathhaus zu Ockstadt die bei Er⸗ bauung eines Kanals über den Hauptgraben an der Kreuzallee vorkommenden Arbeiten versieigert:

17

1) Maurerarbeit, lt. Ueberschlag 22 54

2) Lieferung von Bütten Kalk 6 45

3 5 750 Stück Russensteinen 9 35 4) Brechen und Fahren von 0,7 Cubikklafter

Mauersleinen 16 48

5) Lieferung von 0,25 Cubikklafter Mauersand 6

6) Aussetzen der Steine und Sandmessen 154

Friedberg den 7. Mai 1869. Der Bezuüks Bauaufseher Schneider.

Arbeits ⸗Versteigerung. 1427 Freitag den 14. Mai, Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Ratbhause zu Bönstadt die zur Herfßiellung einer Waschküche in der Pfarrhofraithe daselbst erforder⸗ lichen Arbeiten on die Wenigfinehmenden in Accord gegeben werden, und zwar:

1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 29 fl. 9 kr 2) Steinbauerarbeit 23 51 3 Zimmerarbeit 20 40 4) Glaserarbeit S 24 3) Schreinerarbeit 8 6) Weißbinderarbeit 225

7) Lieferung von 3000 Stück Russen⸗ fleinen 36 8) Lieferung von 4 Bütten Kalk 55,

9 0,250 Cbk.⸗Kl. Mauer⸗ sand 5

Friedberg den 7. Mai 1869. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider.

Submission. 1425 Die Lieferung eines gußeisernen Dachfensters mit Beschlag und Blechscheibe, Zmaligem schwarzen Oel farbenanstrich und Eindecken auf das Schulhaus zu Ober ⸗Wöllstadt soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Lusttragende Uedernehmer haben ihre Forderungen schriftlich und frankirt längstens dis zum 11. Mai l. J. bei dem Unterzeichneten einzureichen. Friedberg den 4. Mai 1869. Der Bezirks bauaufseher S nei der.

Bekanntmachung. 1432 Nächflen Mittwoch den 12. d. Mts., des Vor⸗ mittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause die An⸗ fertigung von 3 Tischen, 5 Bänken und 2 Schultafeln, zusammen zu 36 fl. veranschlagt, veralkordirt. Nieder⸗Wöllstadt den 7. Mal 1809. Großherzogliche Bürgermeisseret Nieder⸗Wöllfladt Sito l. L õ/ Epileptische Krämpfe reusnee

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