ntten schaften
1 Leg
1 111601 Betina ten keint B
* daun vtrbrord ü
B. Friedberg, 5. Dezember. Der am verflosseuen Freilage des Nachmittags um 4 Uhr ausgebrochene Brand n dem Anbau der Kehr'schen Hofraithe bildet bis zur Slunde noch immer das Stadtgespräch. Die Löschung des Brandes wurde zwar sehr rasch durch die von allen Seiten herbeigekommene Hülse und die ausdauernde und unerschrockene, wie geordnete Thätigkeit der freiwilligen Turner⸗Feuerwehr bewerkstelligt; indessen lassen sich aber wiele Mängel, die auch bei diesem Brande wieder vor⸗ gekommen, nicht verschweigen. Solche Mängel aufzudecken, um denselben für die Folge theilweise vorzubeugen und heilweise Abhülfe herbeizuführen, ist Anlaß zu diesen Zeilen. In erster Reihe ist es unverantwortlich wie eine Masse Sprit und Branntwein an einem Platze nieder⸗ gelegt werden konnte, in dessen Oberbau alles mit Stroh und Heu bis an die First gefüllt ist. So leicht ent⸗ zündbare Stoffe sollten doch eigentlich nur in Kellern und eigens dazu angeleglen Räumen untergebracht werden Hürfen. Was die Thätigkeit der hiesigen Bewohner und der von außen herbeigekommenen Mannschaft betrifft, so st diese nur eine lobenswerthe zu nennen. Zu beklagen dleibt nur, daß Einzelne dem Branntwein zu stark zu⸗ gesprochen hatten. Alle Thätigkeit hilft indessen oft nicht allein, sondern eine geordnete Führung und Leitung ist merläßlich und in dieser Beziehung wäre sehr zu wünschen, daß die Turner⸗Feuerwehr recht bald in eine allgemeine reiwillige Feuerwehr umgestaltet resp. erweitert würde. An Personal und geeigneten Leitern wird es nicht fehlen. Eine in dieser Weise erweiterte Feuerwehr, die sich durch ein die Brandstätte absperrendes und ein die geretteten Sachen vewachendes Corps zu ergänzen hätte, würde gewiß noch Srößeres zu leisten vermögen. An die Stelle der alten Spritzen müßten nach und nach neue besserer Canstruttion veschafft, auch die Anordnung strenge durchgeführt werden, waß alle zu Hülfe eilende Personen uur mit Wasser versehen zur Brandstätte zugelassen werden dürfen, was gewiß mit dankenswerther Freude begrüßt werden würde. Weiter ist s dringend nöthig, daß man auch an ein Arbeitscorps denkt, das mit Räumung und Wegschaffung von Heu, Stroh ꝛc. besonders beauftragt ist. Ausräumung der Mobilien kann man gewiß nicht damit uuch noch betrauen. Der letzte Brand beweist dies zur Senüge. Hierbei kann man die ernste Rüge nicht unter⸗ assen, daß am Abend bei dem Brand nur ein mit Weg⸗ cchaffung des Strohes ꝛc. beschäftigter Fuhrmann aufzufinden war, während Viele doch gewiß Zeit hierzu haben mußten. Die Bierbrauer trifft ein solcher Vorwurf gewiß nicht, sie waren alle mit Wassersuhren zur Stelle. Möchten diese Andeutungen zum Nutzen verwendet— wir aber recht ange vor deren Anwendung bewahrt bleiben.
Friedberg, 4. Dez. SGestern, um 4 Uhr Nach⸗ mitiags, wurden die Bewohner unseter Stadt durch Feuer⸗ ärm aufgeschreckt, und sahen mit Entsetzen am südlichen Ende der Stadt die helle Lohe gen Himmel schlagen. Es Srannte in einem Magazingebäude der Kehr'schen Hofraithe, in dessen untern Räumen zu ebener Erde etwa 10 Stück⸗ saß und viele kleinere Fässer voll Spiritus und Brannt⸗
Die Mannschaft zur
wein lagerten, während der obere Raum bis unter die Dachfirst mit circa 60 Fuber Stroh gefüllt war, welch' letzteres in hellen Flammen stand. Durch das energische, muthvolle Vorgehen der schnell herbeigeeilten Feuerlösch⸗ mannschaften, insbesondere unserer braven freiwilligen Feuerwehr, gelang es nicht nur, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, sonbern auch sehr bald dasselbe soweit zu dämpfen und in die Gewalt zu bekommen, daß das Besteigen des Strohbodens versucht und das Ausräumen besselben allerbings nur mit größter Mühe und furchtbarer Arbeit vollständig bewirkt werden konnte, so daß dem Anfangs zu befürchtenden und befürchteten Durchbrennen des Bodens über dem Branntweinlager und dem Ent⸗ zünden dieses letztern und weiterem großen Unglück glück⸗ lich vorgebeugt wurte.— Auch die zur Hülfe herbeigeeilten Spritzen unserer Nachbarorte haben zur Erreichung dieses glücklichen Erfolges mit einander wetteifernd das Ihrige redlich beigetragen, und mehrere Brauereibesitzer und Oekonomen unserer Stadt durch Zufuhr von Wasser dem eingetretenen Mangel abgeholfen und die gänzliche Dämpfung des Brandes ermöglicht, wobei aber auch nicht unerwähnt bleiben darf, daß Viele sich von thätiger Hülse fern hielten, oder höchstens als müßige Zuschauer die Brandstärte um⸗ standen und den Wenigen, welche Muth und Aufopferungs⸗ fäbigkeit und Ausdauer besaßen, die harte und mühevolle Arbeit, aber auch die Ehre und den Ruhm, diese Arbeit gethan zu haben, überließen.
Nauheim. Ein zu unserer Spritzenmannschaft gehöriger hiesiger Einwohner, welcher von dem neulichen Brande in Friedberg nicht nach Hause zurückgekehrt war, wurde am Samstag Morgen zwischen hier und Friedberg todt aufgefunden.
Aus der Wetterau. In dem unweit Butzbach gelegenen preußischen Orte Cleeberg lebt eine jetzt 104 Jahre alte Jüdin. Das verflossene Jahr war das glück— lichste ihrer vielbewegten Pilgerschaft, denn die Humanität unserer Zeit ist ihr in schönster Weise zu Theil geworden. Ihr Zimmerchen ist neu tapezirt worden, für einen guten [Ofen und Brennmaterial, sowie für ein gutes Bett ist bestens gesorgt. Die strenge Winterzeit ist da, die früheren milden Gaben schwinden und werden bald ganz aufgezehrt sein. Man erlaubt sich deßhalb hiermit an die alte Lea zu erinnern. Herr Pfarrer Weyganbt daselbst ist mit Ver⸗ gnügen bereit die Gaben in Empfang zu nehmen.
Büdingen. Das hiesige„Anzeigeblatt“ enthält fol⸗ gendes Eingesandt: Um das Publikum, besonders Hand⸗ werker, Oekonomen und Handarbeiter vor Verlusten zu bewahren, erscheint es geboten, nochmals darauf ausmerk— sam zu machen, daß die Oesterreichischen Sechskreuzerstücke vom 1. Jannar 1870 an, selbst in Oesterreich keine Gel⸗ tung mehr haben. Zugleich zieht man das schamlose Treiben einiger jüdischen Bankhäuser in Frankfurt an die Oeffentlichkeit, welche noch jetzt, in hiesiger Gegend Hr.—— große Massen dieser schlechten Münzen durch ihre——— Helfersyelser in Umlauf zu bringen wissen, um sie dem⸗ nächst zu 4 tr. wieder aufzukaufen und mit 33 fl. 20 kr. Gewinn an jedem Hundert an die mit der Einziehung
beauftragten Oesterreichischen Kassen abzuliefern. Möge sich jeder der mit dieser— Bande zu thun hat, vorsehen und keine Zahlung in dieser Münze annehmen. Darmstadt. Ein Unfall, welcher eine allgemein ge⸗ achtete Familie getroffen, erregt bei der hiesigen Einwohner⸗ schaft das tiesste Bedauern. Herrn Messer, dem Inhaber eines Erziehungs⸗Institutes, Engländer von Geburt und im kräftigsten Mannesalter stehend, begegnete nämlich der Unfall, daß sich ein Revolver im Augenblick, in welchem ihn der Eigenthümer auf die gewohnte Stelle über einem Bücher⸗Repositorium bringen wollte, entlud und die in
in die Brust drang. Am 3. d. M. ist der Verwundete seinen heftigen Leiden erlegen.
Meiningen. Aus unsrer Nachbarschaft Wasungen kommt folgende traurige Nachricht: Ein Theil der Stabt steht unter Wasser. Die Parterrebewohner flüchteten mit Vieh in die oberen Stockwerke. Der Schaden wird groß seidy schrecklicher aber ist Folgendes: Sieben blühende Mädchen im Alter von 12— 20 Jahren haben in dem Wasser ihren Tod gefunden. Sie waren Morgens gegen 3 Uhr in einem Keller mit Kartoffelauscäumen beschäftigt; eine starke Fluth drang ins Haus, warf die Kellerthür (eine Fallthür) zu und füllte in wenigen Augenblicken den Keller. Der Druck des über der Thür hinfluthenden Wassers hinderte die Oeffnung von Innen; nur ein Hülf⸗ schrei drang durch das nach der Straße führende Kellerloch. Herbeieilende Männer retteten den Hausbesitzer, welcher sich mit im Keller befand, die sieben Mädchen dagegen sind als Leichen aufgefischt worden. Drei Schwestern, die Töchter des Hausbesitzers Drechsler Bernhard Wölfing, hatten sich, wohl im letzten Augenblick des Extrinkens, fest umschlungen und sind in dieser Umarmung an die Ober⸗ fläche gekommen. Auch in Hilburghausen und Meiningen war die Werra und in Coburg die Itz übergetreten und haben mancherlei Schaden angerichtet, doch ein Menschen⸗ leben hat die Ueberschwemmung nicht gekostet.
Eisleben. Auch hier soll ein Lutherdenkmal errichtet werden. Ein Comite hat einen Aufruf zu Beiträgen an alle evangelischen Christen erlassen.
„Der Kalender des Lahrer Hinkenden Boten) ist dieses Jahr wieder vortrefflich gerathen. Erzählung„Schwarz⸗Gold⸗Roth“ ist voll Anmuth und Kraft, die Darstellung der Wellbegebenheiten klar und gediegen.„Die müssen weg“ ist ganz Hinkender, wie er leibt und lebt, und wird wohl kein Gesicht ernst lassen.“ Konstanzer Zeitung. Zu haben bei allen Buchhändlern und Buch⸗ bin dern.. 3342
Den Mitgliedern des„Liederkranzes“ für die mir gütigst übersandten 4 fl. 16 kr. meinen herzlichsten Dank mit der Bitte, mich fernerhin in gutem Andenken zu bebalten.
Friedberg. Wilh. Netz.
Opern
gläser,
3349 gut gearbeitet mit den besten geschliffenen Gläsern(für jedes Auge passend)
won fl. A. an.
Fernröhre von fl. 4.— an. Perspective F550 Feldsiecher mit Riemenetui,„ 42. Miecroscope„, Loupen. 8 30 7 Compässe Fe, Schul⸗Reißzeuge 5„5F(10ͤ⁸s Aarauer Reißzeuge Ms, Thermometer,„ 24 7.
Ferner halte mein reichhaltiges Lager in und Silberbrillen, Glimmerbrillen(Schutzbrille copen, Libellen, einzelne Reißzeugtheile, Reißb Stereoscopkasten, Microphoren(für Visitbilde welche in großer Auswahl viel Neues und gestens empfohlen.
IB. Sämmtliche Gegenstände sind auf
Photoseo
1200 malige
Stahlbrillen von fl.— 36 an. Hornbrillen. Muschelbrillen(Schutzbrillen) ,, 1. 45„ Silberbrillen Lon, Goldbrillen„„ine, Pince:nez(Nasenklemmer)„„ 1.—„, Lorgnetten„„ Barometer(Quecksilber)„„ 2. 30„ Metall⸗Barometer„,
Summelles, Breloques, Wiener-Patent-Gold— n für Arbeiter), Lesegläser, Hygrometer, Kine- retter, Chinen, Winkel, alle Flüssigkeitswaagen, r), sowie den dazu gehörigen Photograohien, Interessantes bieten, zu den billigsten Preisen
das Soelideste und Beste gearbeitet.
p(Lichtmicroscop)
Vergrößerung.
Dieses Instrument ist nicht allein für Studien nützlich, sondern auch um Kinder zu fanterrichten und kann mit größter Leichtigkeit gehandhabt werden.
Reparaturen prompt und billigst.
Gustav Keller, Optisches
9 Götheplatz 9. Leipziger
Christhaum-Consect
3346 in Kir 40 verschiedenen Sorten, für Wieder⸗ werkäufer, Markthändler, Conditoren und Spezereihändler sebr. geeignet zu Engros⸗Preisen. Probesendungen per Post gegen Nachnahme. Friedrich Bender, Domplatz 2, Frankfurt a. M.
neben dem Holländischen Hof.
Institut in Frankfurt a. M.,
9 Götheplatz 9.
Für Hausbesitzer, Brau- und Hrennereien etc.
Gegen das Einrauchen der Kamine. Dr. Wolpert's pälentirter Rauch- u. Luftsauger, einfache den Zug befördernde Schornsteinkappe, auf jedem Kamin anwendbar, in tausend verschiedenen Fällen bewährt. J. Daltroff, Frankfurt a. M., 3292 Ginheimerweg 17.
Große wollene und seidene
Halstücher
2973 für Herren und Damen bei K. Friedrich neben der Poß.
Zwei ganz neue Schlitten
3344 mit neusilbernem Schellenwerk und eine neue Chaise, ein- und zweispännig zu fahren, hat zu verkaufen Schmiedmeister Oberländer
in Friedberg.
Lehrlingsstelle!
3167 Ein mit tüchtigen Vorkenntnissen versehener funger Mann, aus guter Familte, kann sofort in die Lehre
treten bei Wilh. Fertsch.
Epileptische Krämpfe re
1343 heilt der Speeialarzt für Epilepsie Dr. O. K i- Jlisel in Berlin, jetzt Mittelstrasse Nr. 6.— Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt.
e
3206 Jede Woche
srische obergährige Viethese, der Schoppen zu 20 kr, bei größerer Abnahme billtger. Rockenberg den 20. November 1869. Joh. Gg. Landvogt VI.,
Bierbrauer.
Emser Pastillen, 3199 aus den Salzen der König-Withelms-Felsen⸗ quellen bereitet, ärztlich empfohlen gegen Magen⸗ beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Saͤurebildung. Aufstoßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom-⸗ birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in Friedberg bei Hof⸗Apotbeker C. Görtz. Die Administration der Felsenquellen.
dem betreffenden Lauf befindliche Kugel dem Genannten
Die
*


