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waren, hler eingetroffen. Dieselben werden auf der Citadelle mit den preußischen Sträflingen ver · eint thre Strafen abbüßen.
Mainz. Der Besuch der In dustrie⸗ Ausstellung ist fortwährend ein sehr zahlreicher. Wie man hört, mehren sich die Ankäufe ausgestell⸗ ter Gegenstände und die Bestellungen mit jedem Tage, eine gerechte Anerkennung, die den Aus⸗ stellern zur doppelten Freude gereicht, Die zur Verloosung bestimmten Gegenstände sind nun auch alle angekauft, wodurch mancher Industrielle ein Aequivalent findet für die Mühen und Opfer, vie er gehabt. Der günstige Abgang der Loose und die Vermehrung um 10,000 Stück haben natür- lich nach dieser Richtung bin die besten Dienste geleistet.
Preußen. Berlin. Das Dominikaner⸗ Kloster in Moabit, an welches sich ein beträcht⸗ liches Grundstück mit einer Baumsckule anschließt, sollte, wie die„Voss. Ztg.“ mittheilt, gleichfalls zur städtischen Grund und Gebäudesteuer heran- gezogen werden. Es wurde jedoch die Zahlung der Steuer verweigert und dabei geltend gemacht, daß die Anstalt einem wohlthätigen kirchlichen Zwecke innerhalb der Hedwigs Gemeinde diene. In Moabit kraut die Polizei dem Frieden noch immer nicht. Nach wie vor bezieht eine stärkere Abtheilung der Schutzmannschaft dort noch die Nachtwache.
Fulda. Wie verlautet, wird der Haupt. gegenstand der Berathungen der Bischofsconferenz die Disciplin im en zeren und weiteren Sinne sein. Als Protokollführer fungiren Dompropst Hasse und Domcapitular Molitor. Sonntag Nachmittag fand eine feierliche Prozession nach dem Kloster Frauenberg statt; die Festprevigt hielt der Bischof von Mainz. Frhr. v. Ketteler.
Hamburg. Die hiesige internationale Garten- Ausstellung wurde am 2. d. eröffnet. Syndicus Merck hielt die Eröffnungsrede und sprach in der⸗ selben den Souveränen, Städten und Vereinen für die ausgesetzten Preise und sonstige Unter⸗ stützungen seinen Dank aus. Das zahlreich ver⸗ sammelte Publikum war durch die prachtvollen Einrichtungen überrascht und beftiedigt. Der Zu⸗ fluß der Fremden ist außerordentlich stark.
Gotha. Die ersten Berichte über die deutsche Nordpolexpedition reichen bis zum 29. Juli. Das erste Eis wurde am 12. Juli unterm 74 Grad nördl. Breite, 10 Grad westl. Länge an⸗ getroffen. Am 29. Juli kam Ostgrönland in Sicht. Die Verhältnisse waren bedeutend anders, als im Jahre 1868, namentlich herrschte eine höhere Temperatur, constanter Wind, dabei fand man viel Nebel und loseres Eis. Die Aus; rüstung war im besten Stand. Die ganze Mann⸗ schaft war wohl.
Baden. Heidelberg. Aus guter Quelle hört die„Karler. Ztg.“, daß von Seiten des Kaisers Napoleon III. eine Berufung zu einer ärztlichen Consultation an Herrn Professor von Chelius Sohn dahier gelangt war, jedoch wegen der alsbald eingetretenen Besserung am nächsten Tage dit Abbestellung eintraf.
Karlsruhe. Die Einberufung des Land⸗ tages ist gutem Vernehmen nach auf den 23. Sept. und die Eröffnung desselben auf den 24. Sept. festgesetzt. Man spricht davon, es solle in der Kamwer die Frage: ob nicht die zweilährige Dienstzeit bei unserm Militär als genügend zu erachten sei, ernstlich erörtert und auf Grund vorliegender Begutachtungen unabhängiger Militärs befürwortet werden. Bei Berathung des Kriege⸗ Budgets wird wohl die Rede auf diesen Gegen⸗ stand kommen, voraussichtlich aber an der von der Ministerbank aus vertheidigten Nothwendigkeit dreijährigen„militärischen Gewöhnung“ scheitern.
Schweiz. Bern. Der Berner„Bund“ berichte:„Der Bugdesrath hat eine Petition von 14 in der Schweiz naturalisirten Frankfurtern, welche seine Intervention gegen die bekannten Ausweisungsbeschlüsse anrufen, an das polit'sche Departement verwiesen, welches vorläufig noch Erkundigungen einziehen wird. Es dürfte sich bei denselben hauptsächlich darum handeln, ob die jetzt Ausgewiesenen sofort nach erfolgter Einbür⸗
gerung ihre Heimathscheine aus den betreffenden Cantonen bezogen, bei der Frankfurter Polizei deponirt und die Gestattung des Aufenthaltes nachgesucht haben. Sollte dies nicht geschehen sein, so würde sich dann die Sache für sie aller⸗ dings schlimmer gestalten. Frankreich. Paris. In der Sstzung des Senats vom 2. d. bezeichnete Segur d' Aguesseau die erwähnte Rede des Prinzen Napoleon als geeignet, einen betrübenden und ärgerlichen Ein⸗ druck hervorzurufen. Prinz Napoleon widersprach lebhaft und sagte, daß es nichts Anstößigeres gebe, als die angeführten Worte des Vorredners in seiner von der Versammlung applaudirten Rede. Er wies die Angriffe zurück und erklärte sich gegen den Bericht der Commission. Nachdem Chevalier, Maupas und Brenier gesprochen, wur- den die Artikel 1—4 der Vorlage von der Ver⸗ sammlung angenommen.
— Der„Public“ sagt, das Projekt einer; Orient-Reise der Kaiserin sei als aufgegeben zu betrachten. Es ist indessen noch keine Verfügung in diesem Sinne getroffen worden.
— Der Kaiser präsidirte am 4. d. einem Ministerrathe. Die Genesung desselben macht jeden Tag neue Fortschritte.
— Der„Gaulois“ theilt mit, daß der Kaiser dem Marschall Prim sein Bedauern hat aussprechen lassen, ihn bei seiner Durchreise durch Paris nicht habe empfangen zu können; er verschiebe den Empfang auf die Rückkehr des Marschalls von Vichy.
Belgien. Brüssel. Der„Independance belge“ zufolge befindet sich Kaiser Napoleon in einem Zustande großer Schwäche. Da derselbe dringend der geistigen Ruhe bedarf, so sucht der Ministerrath einen Ausweg, wie die Discussion im Senat auf gute Manier abgekürzt werden könnte.
Italen. Rom. Die„Civilta Caltolita“ berichtigt ihre Erklärung vom 27. August(daß an 300 Beschöfe die Einladung zum Contil ab⸗ geschlagen hätten) dahin, daß die Zahl der Bischoͤfe, die abgelehnt hatten, bis jetzt 50 betrage.
Türkei. Konstantinopel. Unter den Forderungen, welche in dem Schreiben des Groß⸗ vezirs an den Vicekönig von Aegypten gestellt werden, befindet sich auch diejenige, daß der Vice⸗ könig keine weiteren Anleihen in Europa ohne die Genehmigung des Sultans aafnehmen dürfe. Man erfährt, die Beilegung des Streites sei hauptsächlich den Bemühungen Frankreichs, Eng ⸗ lands und Oesterreichs zu verdanken. Die Bot- schafter Oesterreichs, Frankreichs und Englands sollen gemeinsam und in besonderem Auftrage dem Großvezier eindringliche Vorstellungen bezüglich ter Nothwendigkeit der Aufrechthaltung des ägyp⸗ tischen Fermans von 1840/41 gemacht haben.
Amerika. Die in Newyork und in Con- necticut mit Beschlag belegten spanischen Kanonen⸗ boote befinden sich noch immer in Gewahrsam der Unionsbehörden, welche deren Weiterbau in⸗ dessen Nichts in den Weg legen. Der spanische Gesandte trägt sich fortdauernd mit der Hoffnung, die Loslassung zu erwirken, hat indessen bisher keine neuen Schritte gethan. Daß die Freunde der cubanischen Insurrection trotz der stricten Auf⸗ merksamkeit der Unions regierung unablässig bemüht sind, sich in den Vereinigten Staaten nach neuen Kräften für den Aufstand der„Perle der Antillen“ umzrthun, geht schon aus der Tbatsache hervor, daß jüngst wieder ein Flibustierdampfer in Phila⸗ delphia abgefaßt und nach Newyork transportirt wurde. Ueber die Unterhandlangen zum Ankaufe Cubas verlautet nichts weiter.
In Homburg v. d. H. sst gezenwärtin ein etgen⸗ thümlicher Concu ns schwebend, nämlich der der israelitischen Gem inde zu Nieder⸗Uisel. Die zu dieser Concursmasse
gebö igen Gegen gände, wie Thorarollen, Silvergeräshe Gebetbücher u. s. w. werden, trotzdem daß sie zum go tes⸗ dienstlichen Gebrauch bestimmt sind, dieset Tage öffentlich an den Meistdietenden gegen gieich baare Zahlung ver— steigert werden.
Frankfurt. Ueber die bereits gemeldete Meuterei der um hiesigen Arresilokale gefangen gehaltenen Räuber⸗ bande entlehnen wir den Mittheilungen des„Fraukfurter Tagblatts“ nach Folgendes:„In der Nacht zum Mitwoch weisupten die drei Haupimatadore, mit ihrem ehemaligen
Chef an der Spitze, einen Ausbruch. Derselbe war dahin
vorbereitet: des Nachts den revidirenden Aufseher zu er⸗
drosseln und dann auf irgend eine Weise die Hofmauer zu übersteigen. Der Plan wurde von einem Mit genen verrathen und die drei Attentäter in Ketten geleg Doch fand man am Morgen, nachdem die Kerle die gan hindurch einen durch die Straßen weit schallenden Scandal gemacht hatten, die Ketten zersprengi vor den Zellensen. liegen. Bei der Nachmittags stattgehabten Dislocallon Bande vom Arresthause nach der Constabler Wache wurde in dem ersteren Gefänguiß eine förmliche Schlacht geliefert. Die Bande, nachdem sie in Erfahrung gebracht hafte, sie sole nach der Constabler Wache abgeführt werden, ver⸗ welgerte hartnäckig, den großen Arbeitssaal, in welchem sie sich befand, zu verlassen; sie bewaffnete sich mit allen vor⸗ gefundenen Instrumenten und empfing, unter der Drohung, Jeden niederzuschlagen, der sich zu nähern wagen wür de, die andringende Milttär⸗ und Schutzmannschaft beim ge⸗ walisamen Oeffnen der Thür mit einem wabren Hagel von Stuhl-, Tischbeinen, Bänken, Bügeleisen, zersprengten fetten, Messern und andern Handwerkszeugen, Der An⸗ griff war für die Mannschaft ein sehr gefährlicher und ge⸗ lang es erst in geraumer Zeit, nachdem einer der Haupt⸗ angreifer auf Seiten der Bande in Folge eines lebensge⸗ fährlichen Stiches in den Leib zusammensank und außerdem unzählige leichte Verwundungen stattgefunden hatien, sich der Bande zu bemeistern. Der ehemalige Chef der Bande blutete aus zehn Wunden, aber auch auf Seiten der Militär⸗ und Schutzmannschaft fanden mehrere Verwundungen und Quetschungen, nament ich durch stumpfe Instrumense und Wücfe, statt; hauphächlich zu bedauern ist, daß der In⸗ spector, det als Erster in der geöffneten Thür kämpfte und, nachdem der Sieg sich auf die Seite der requirirten Manuschaft neigte, der Wüth und Erbitterung dieser auf alle Weise steuerte, eine nicht unbedeutende Stichwunde in die rechte Hanb erhielt. Fünf Mitglieder der Bau de sind bereits nach Dietz abgeliefert Eines derselben(Schmiot) ist gegen Mittag seinen Wunden erlegen; der Rest befindet sich in wohloerwabhrtem Isolir-Gewahrsam auf der Con⸗ stablerwache, so daß es wohl zu ferneren Thätlichteiten von Seilen der Bande nicht kommen wird.
Frankfurt. Der landwirtbschaftliche Monatsclub, welcher am 13. Sepiember hier tagt, wird sich unter An⸗ derem mit der Besprechung der Frage beschäftigen:„Was kann Seitens des Clubs für Landwirtbhe zu Franlffurt geschehen, die Tausch- und Handelsgeschäfte der Landwuthe hinsichtlich der Erzeugnisse des Ackervaues, namenilsch aber der Tyierzucht, günstiger für den Producenten zu slellen?“
Frankfurt. Wie verlautet, soll es gelun zen sein, den Ücheber der früheren und jetzt wieder massenhaft ver⸗ dreileten Schand⸗ und Schmußbriefe zu entdecken und zu verhaften. Als Thäter, welcher bereits geständig sein soll, wird ein hiesiger Kaufmann Namens Au gust Götz be⸗ zeichnet. Frankfurter Blätter berichten über die wahrhaft empötende Art und W ise, wie der Genannte sein verab- scheuungswerthzes Geschäft betrieb, folgendermaßen: August Götz, geständigermaßen der Verfasser einer großen Anzahl seit 1817 in hiesiger Stadt erschienener Pamphlete, wohnte either auf dem Sandwege und machte von hier aus durch anonyme Briese das ganze Viertel unsicher. Frauen hetzte er gegen ihre Männer, indem er durch anonyme Schand⸗ briefe es verstand, den Stachel der Eifersucht in ihrem Herzen zu erregen; die Männer gegen ihre Frauen; Eltern gegen ihre Kinder. Wo er ein stilles Familienglück be⸗ meikle, mußte es unter allen Umgänden zerstört werden. Götz versuchte sich seit 1847 zuerst auf dem Felde eines gemeinen Intriguanten, indem er an den in seiner damaligen Nachbarschaft wohnenden Schöffen und Senator Scharf Branddlohbriefe richtete, in Folge deren die Bürgerschaft alarmitt wurde und zur Sicherheit Nachis ein Feuerpiquet ausrücken mußte. Später wurden zu verschiedenen Zeuen, namentlich auf den sogenannten Wällen, Branddrohbriese gefunden, welche sämmilich von ihm herrühren sollen, bis er endlich zu Anfang dieses Decenniums die der gesammten dam iligen Bürger⸗ und Einwobnerschaft bekannten Schand⸗ briefe über eine Reihe geachteter Familien fabricirte und versandte. Götz hatte ein großes Nachahmungstalent. Eo konnte er die Unterschrift des Polizeisenators Speltz läuschend ähnlich nachmachen, und sandte ei, mit derselben versehen, veischiedene Steckbriefe gegen achtvare Personen in aus⸗ wärtige Zeiiungen. In Namen des Senats erkübnte er sich, an den Scharfrichter in Hannover zu schreiven und denselben zu ersuchen, mit seiner Guillotine hierher zu kommen, um einen Raubmörder zu köpfen. Der gule Mann ging in die Falle, schrieb an den Senat, eine Guillotine habe er nicht, wohl aber einen guten Block und ein scharfes Beil. Eine Masse Annoncen sandie er in auswärtige Zeitungen, welche eine große Anzahl hicsiger Personen in den Augen ihrer Mitbürger der Verachtung auszusetzen geeignet waren und den beireffenden Blättern große Unannchmlichkeiten bereiteten. Die Steine; welche er zur Anfertigung der Schandbilder und Briefe über die Familien der Herren von Guaita, Bernus. Krebs, Dr. Sau rländer, Fil. Innauschek, Mayer, Lutterroth dc. 2, benutzte, vergrub er in den Frankfurter Stadtwald und wurden dieselben gestern in seinem Beisein ausgegraben. Götz pausirte nun einige Zeit, bis er endlich, vom alien Teufel gelrieben, die Familie Wohlfahrt, welche in seiner Nachbarschaft auf dem Sandweg wohnte, zur Ziel schelbe seiner Schändlichkeiten nahm. Um den Verdacht von sich abzulenken, schrieb er Schmutzbriefe an sich selbst und brachte sie zur Polizei; er schrieb an die biesigen Zeitungs Expeditionen, keine Annoncen über die Familie Wohlfahrt mehr aufzunehmen, während er sie vorher selbst eingesandt hatte. Götz wucde gerade inmitien seiner verbrecherischen Thätigkeit ertappt. Doch nicht allein diese schweren An⸗ ligen schweben gegen denselben, sondern auch Wechselge⸗ schichten sind mit in die Uniersuchun bineingezogen. Eöß ist ein kleiner, hagerer, schwarzer Mensch und trägt eine
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