Ausgabe 
4.12.1869
 
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1869. Samstag den 4. Dezember. N 142.

Oberhessischer Anzeiger!

Friedberger Intelligenzblalt.

unthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samistag.

Für den Monat Dezember kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags- Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.

Amtlicher Theil.

er

Be

Ning:

betreffend: Das von ber Königlich Dänischen Regierung erlassene Verbot der freien Einfuhr von Rindvieh aus dem Gediet des Norddeutschen Bandes.

ö 1 Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 22. Oct.[dem Gebiete des Norddeutschen Bundes nach Dänemark wieder auf 3. in Nr. 125 des Oberhessischen Anzeigers, bringen wir zur al⸗ gehoben worden sind. I meinen Kenntniß, daß nach einem Erlaß des Königlich Daͤnischen Friedberg den 2. Dezember 1869. a i Ie Ninisteriums des Innern vom 10. l. M. die in der Bekanntmachung Großherzogliches Kreisamt Friedberg u, Cori 4 s genannten Ministeriums vom 10. September l. J. angeordneten Trapp. * a heschränkangen bezüglich der Einsuhr von Thieren und Waaren aus Sturm 8

15 betreffend; Die Anstellung eines Wanderlehrers für Oderhessen. Friedberg den 30. November 1869.

erseln Dre lnt iche Bekanntmachung. 1 Nachstehende Erklarung des Herrn Präsidenten des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen wird hiermit zur Kenntniß der Mit⸗ 0 e 9 f 5 emen gieder desselben im Kreise Friedberg, insbesondere der von mir zu den Probevorträgen eingeladenen Ausschußmitglieder, gebracht.

7! Der Director des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg

rrist, a 8. Ter a pp. . Ern kniet u. n g. . Der Aus schuß des sandwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen] nächste Zeit schon angekündigt sind, und ich wohl schwerlich eine Weit hette in seiner am 16. November d. J. in Gießen stattgefundenen Aenderung hierin eintreten lassen dürfte. 2 Litzung beschlossen, daß der Herr Daniel Roos, der sich u. a. Sofort bestimmte der unterzeichnete Präsident Friekberg, Butz⸗ rect. im die Stelle eines Wanderlebrers für Oberhessen gemeldet hatte, bach und Gießen,(oder nach Bestimmung der Directoten der für 4 durch das Praͤsidium aufgefordert werden solle, an mebreren, durch diese Kreise bestehenden landw. Bezirksvereine in der Nähe dieser 1 sselbe zu bestimmenden Orten in Oberhessen Probevorträge zu halten.] Städte belegenen Orte) als Orte der zu haltenden Vortrage, und 9. ler Unter zeichnete erließ demnach unter dem 18. November an den zwar sollte am Montag den 29. November ein Vortrag zu Friedberg, tells. Külen herrn D. Roos die Aufforderung, sich darüber zu erklären, ob der⸗ Dienstag den 30. zu Butzbach und Mittwoch den 1. Dezember der kedt Bolt de geneigt sei, gegen Vergütung von Diäten und Trans porrkosten, letzte Vortrag im Kreis Gießen gehalten werden. Odnerachtet seiner ere. gewünschten Probevorträge an zu bezeichnenden Orten zu halten. so bestimmten Erklärung stellte Herr Roos sich dem Unterzeichneten inderung um 25. November lief hier folgende, an den Unterzeichneten gerichtete Sonntag den 28 nicht vor, fand sich auch nicht in Friedberg zur klärung des Herrn D. Roos ein. Haltung des anberaumten Vortrags ein, und hat es dis jetzt nicht 1 Iserlohn den 24. November 1869. einmal der Mühe werth gefunden, die Nichtbefolgung seiner so be⸗ fehlungEw. Exlaucht Schreiben erhielt ich soeben und erlaube mir zu stimmt ertheilten Zusage zu entschuldigen! Die Beurtheilung eines

wiedern, daß ich gesonnen, mich bei Erlaucht am nächsten Sonntag em 28. d. M. ganz gehorsamst vorzustellen, und an den drei darauf sugenden Tagen die gewünschten Vorträge zu halten. Ueber andere Lige kann ich leider nicht versügen, da meine Vorträge hier für die

solchen Benehmens wird den getäuschten Mitgliedern des landw Vereins anheim gestellt! 9 Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen,

Ott o, Graf zu Solms-Laubach.

Hessen. Darmstadt, 1. Dez. Zweite Lammer. % Wahlbezirk Oberingelheim wird einstimmig

i gültig erklärt. Bezüglich des Gesuchs von

Ablehnung der

erklärte.

Regierungsvorlage, Die Wahl des Abg. Gebhardt für Hunsinger sich mit letzterer einverstanden er- Curtman vertritt mit warmen Worten das Interesse der armen Bevölkerung der Braun⸗

Staats bergwerkindustrie dränge. Fink ist als Berichterstatter der Minorität des Ausschusses für die Bewilligung. Präsident Buff spricht sich entschieden für die Regierungsvorlage, die den

während

geauerei⸗Besitzern des Großherzogtbums um Auf⸗ rung der Kesselsteuer und Einführung der im arddeuischen Bunde gesetzlich eingeführten Brau⸗ zulzsteuer gibt die Regierung die Eiklärung ab, i ste sosort, nachdem definitiv sestgestellt sej, ob bei der nun in Preußen geltenden Braumalz- zer sein Bewenden habe, einen Gesetzentwurf vllezen werde, der das Gleiche bezwecke. Die bauer ist hiermit zufrieden und erklärt einstimmig vorliegende Gesuch vorerst für erledigt. Ein rag des Abg. Wadsack für weitere Unter⸗ süzung der Otte Grebenau ic. beim Wegbau zird abgelehnt. Eine Regierungsvorlage bezweckt % Inbaunahme des Braunkchlenlagers in der Canarkung Melbach für Rechnung der Staate hi in der Finanzperiode 1809/70 an Stelle n ausgebauten Dorheimer Bergwerks und ver⸗ lugt die Bewilligung eines Credites im Betrage n 110,000 Gulden. Die Gemeinde Melbach eine Eingabe an die Kammer gerichtet, worin bittet, von der Inhaunahme des Bergwerks ihrer Gemarkung abzustehen. Abg. Kraft ti rie Sachlage dar und spricht, da er den nat für einen schlechten Industriellen hält, für

kohlengegend, bittet die armen Bergleute durch Aufgabe des Staatsbergbaues nicht brodlos zu machen und widerlegt die Ausführungen der Mel-

Interessen der Bevölkerung der Wetterau ent- spreche, aue. Die Häͤuser seien beinahe durch⸗ gehends für Braunkohlenheizung eingerichtet, und

bacher Vorstellung. Schäfer schließt sich dem die Kohle sei dort nicht zu entbehren. Er ist um an, will, um den vorhandenen Absatz der Braun- so mehr enischieden für die Regierungsvorlage, kohlen zu erhalten, die sofortige Inangriffgahme als die beiden Solmser Standesherren, Fürst des Melbacher Lagers und glaubt, daß wenn die Braunfels und Graf Rödelheim, ihre dortigen Sache hinausgeschoben würde, sie später nicht mehr Braunkohlenbergwerke nicht im Juteresse der Be⸗ in Angriff genommen würde. Ministerialraih völkerung, wohl aber zum Vortheil ihrer eigenen Schleiermacher macht auf die voranssichtliche Tasche betrieben und der Staat derselben Vor- große Rentabilität des anzubauenden Kohlenlagers theile auch theilhastig werden könne. Kraft als aufmerksam und theilte mit, daß das abgebaute Berichterstatter der Majorität ist dagegem Dorheimer Lager in 56 Jahren einen Reinertrag Letzterer will im Bergbau nicht ein Haar, son⸗ von 900,000 fl. abgeworsen habe; allerdings dern eine ganze Perrücke gefunden haben. Der wolle er sich nicht der Hoffnung hingeben, daß Regierungsvorschlag scheine ihm keine sichere Basis sich derselbe Gewinn erzielen lasse. Volhard zu geben, Redner will die Verantwortlichkeit in hält auch den Staat für einen schlechten Unter- dieser Sache nicht übernehmen. Die Kammer nehmer industrieller Anlegen und ist der Ansicht, genehmigt schließlich mit 24 gegen 19 Stimmen es würden sich Private finden, die für einen guten die angeforderten 110,000 fl. Die Kammer be⸗ Pacht die Eröffnung des Bergwerkes übernäbmen. willigt sodann den Betrag von 800 fl. für pro⸗ Wernher gegen die Vorlage. Das Bedürfniß testantische Seelsorge in der Landesirrenanstalt nach Brennmaterial wird durch die Steinkohle zu Heppenheim. vollständig befriedigt, so daß kein Gesichtspunkt Gießen. Dr. Eberh. Schrader, Prosessor des öffentlichen Wohles zu dem Experiment der der alttestamentlichen Exegese und der orientalischen

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