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r ud, nichtodestoweniger aber unter der Maske der täl sehr zum Nachtbeile der hiesiten Geschäfte⸗ welt auswärtige Häuser zu bedeutenden Waarenlieserungen an sie ve anlassen. Zahlung ist von diesen Menschen, welche die Waaren sosort nach ihrer Ankunft zu Schlauder⸗ preisen loszuschlagen pflegen, nie zu erlangen. Nicht immer gelingt es, die Bestrasung der Schwindler herbei zuführen; ich erachte es daher für meine Pflicht, diese öffentliche Warnung zu erlasseu. In meinem Bureau sind die Namen der zur„schwarzen Bande“ gezählten Personen, sowie die der sog. Weißkäufer, d. h. Derjenigen, welche von der„schwarzen Bande? billig zu kaufen, den einzelnen Mitgliedern wohl auch bioweilen den Weg, aus- wärtige Häuser zu beschwindeln. näher zu bezeichnen pflegen, zu ersehen. Im öffentlichen Interesse ersuche ich das Publikum, von allen Geschäften der vorbezeichneten Art die Polizeiverwaltung oder mich auf das Schleunigste in Kenntniß zu sezen. Halle o. S. den 19. April 18609. Der Staatsanwalt.“
Gratz. Die„Tagespost“ berichtet, gegen einen Gutg— besitzer zu St. Martin sei dle strafgerichlliche Untersuchung eingeleitet, weil derselbe an einem vor seinem Hause be— findlichen Muttergottesbilde eine Vorrichtung angebracht batte, durch welche von Zeit zu Zeit den Augen dieses Bildes Wassertropfen entfielen und der Gutsbesitzer die durch diesen Schwindel herbeigelockten Leute um namhafte Opfer gaben betrogen habe.
Zürich. Die HH. Ingenieur Näf in St. Gallen; E. Ischolte in Aarau und Director Riggenbach in Olten baben bei der Regierung von Luzern ein Concessionsge— such für Herstellung einer Rigibahn gestellt. Das System nach welchem gebaut werden soll, ist das Zahnstangen oder Zahnradsystem, welches in Amerika zuerst zu praklischer Anwendung gelangt ist und vollständige Sicherhest ge währet, indem so wirksame Bremsvorrichtungen angebracht sind, daß man den Zug auf und avwärts augenblicklich sesistellen kann. Am Rigi beabsichtigen die Unternehmer, von Vitzinau auszugeben. Die profectirte Strecke ist bet läufig 1 Wegstunde(16,000 Fuß) lang und kann in 1 Zeit stunde zurückgelegt werden, während der Weg von Wäggis bis Kaltbad zu Fuß 2 Stunden in Anspruch nimmt Ohne Ueberschreisung der Steigung von 25 pCt. kann die Baht bis auf den Kulm verlängert und bis vor das oberste Hotel geführt werden
Landwirthschaftliche s. . Abgewd des gens der beim Melke 8— r. NN.
Abends nach dem Melken der Schweif oben fest bei dem Geburtstheile mit einem dünnen Bindfaden gebunden, doch so, daß es nicht so sehr einschneidet, ebenso bei der Miite und an der Spitze des Schwelses und bis zum ersten Melken in der Früh so belassen. Wenn man nun melken will, so schneider man dann die Fäden um den Schweif auf und die Kuh wird schon ruhiger stehn; man bindet nach dem Melken wieder den Schweif nach obiger Art, bis die Kuh vollkommen ruhig beim Melken wird, was nach zweimaligem Binden des Schweises oft schon der Fall ist.
„, Vergleichung einiger Nahrungsmittel in Hinsich ihres Gehalts an fleischbildenden Stoffen. Es haben fleischbildende Stosse: ½ Pfund srisches, setlfreies Ochsenfleisch so viel als 6 Hühnereier; ½ Pfund Kalbfleisch so viel als 5½ Hühnercier; ½ Pfd. Hammelfleisch so viel als 5 Hühnereser; 1 ½ Pfd. Speck so viel als 6 Hühnereierz 1 Schoppen Süßmilch so viel als 10 Schoppen Bier, als 2 Eierz 1 Pfund schwarzes Roggenbrod so viel als 1½½ Pfd. seines Weißbrod. Die nun folgenden Nahrungsmittel stehen nach der Rangord— nung ihres Fleischbildnergehalles: Schweizerkäͤc, Linsen, Bohnen, Erbsen, geschälte Gerste, Aeis, Sauerkraut, Kar tosseln, Spinat, Salat, Kopflohl, Möhren, weiße Rüben, Aepfel, so zwar, daß 10½ Pfund Aepfel so viel enthalten als 3 Pfund weiße Rüben, als 1½ Pfund Kartofseln, als 4 Loth Schotenfrüchte. Die in obigen Nahrungsmitteln enthaltenen Wärme erzeugende Stosse, als Fett, Stärke, Zucker, kamen hier nicht in Betracht.
„ Wie der Papst lebt. Die Pariser„Union? bringt folgende Details über die Weise, wie Papst Pius IX, trotz seiner 77 Jahre den Tag zubringt. Der Papst sleht um 6 Uhr Morgens auf, kleidet sich rasch an, verrichten eine Andacht beim hochwürdigsten Gute und liest dann die Messe, worauf er noch einer zweiten Dankmesse, die ein Priester seines Hauses liest, beiwohnt. Sodann gewährt er dem Kardinal⸗Staatssekretär in öffentlichen Angelegen heiten und dem Major domus in Palastangelegenheiten Audienz, liest die zahlreichen Briefe, dte an ihn eingelaufen und üvergibt sie mit seinen Weisungen seinem Seeretär. Wäßbrend dieser Arbeit nimmt er ein leichtes Frühstück, bestehend aus Chokolade und Kassee und einem Glas
m 0 Uhr beginnen dle eigentlichen Audienzen, um 2 Uhr dauern. Dieses n eit. Im Vatikan speist
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der Papst stets allein; die für seinen Mittags lisch beträgt täglich nicht mehr als einen Skudo(2 fl.). Um 3 Uhr fährt der Papst gewöhnlich vor die Stadt, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Zwischen 5 und 6 Ubr kehrt u er zurück und gibt wieder Audienzen, die manchmal bis 9 Uhr Abends dauern. Dann detet der Papst das Brevier und zieht sich 40 ich in sein ein⸗ saches, ungeheiztes Schlasgemach zu 8
Wir haben die„Victoria“, illustritte Muster und Modezeitung(Berlin, Verlag von A. Haack) bereits unserer Damenwelt mehrfach empfohlen. Sie enthält auch in der veuen Fortsetzung so vieles Schöne und für
die Frauenwelt Interessante wie möglich. Die Ausstattung
des Blattes ist durchweg korrekt und schön. Die Holz- schnitte von so vielem Neuen für die Damenwelt sind meisterbaft gearbeitet, die Schnittmuster zur Fertigung von Kleidern und Weißzeug sind leicht verständlich und sachgemäß. Ausgewählte Novellen und Erzählungen, Reiseskizzen und belebrende Aussätze, Räthsel, Rebusse, auch Compositionen beliebter Tondichter zleren das Blatt. Mode⸗ bilder und Abbildungen von tausenderlei Kleinigkeiten für das tägliche menschliche Leben, welches ohne Schneiderei und Slückerei nicht mehr existiren kann, sehr nützliche Recepte für alle Vorkommenheiten in Küche und Speise— kammer,— eine solche Leistung für den so höchst mäßigen Preis von 20 Sgr. pro Quartal lobt sich selbst. (Aachener Zeitung.)
Verloosungen.
München, 1. Mai. In der dritten Ziehung der bayerischen 4% 100 Tölr. Loose wurden folgende Gewinne gezogen: Nr. 107223 mit 175.000 fl., Nr. 107508 mit 28,000 fl., Nr. 46847 mit 10 500 fl., Nr. 76642 mit 2800 fl., Nr. 78259 28275 107201 und 107220 mit je 1400 fl., Nr. 12664 78257 78279 39458 86577 105099 119422 und 126400 mit je 700 fl.
Wien, 1. Mai. Numwerziehung der 500 fl. Loose
von 1860. Serie 11323 Nr. 10 300,000 fl., S. 5955 Nr. 3 50,000 fl., S. 779 Nr. 4 25,000 fl., S. 13608 Nr. 5 und S. 12743 Nr. 3 je 10,000 fl., S. 11967
Nr. 20 5000 fl
Güter⸗Versteigerung. 1978 Montag den 10. Mat d. J., Vormittags 10 Ubr, soll in bissigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Erben der Georg Wilbelms Wittwe ein Grundstück: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Kiftr. 8. 145. 237. Acker gegen den Taubenrain oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 3. Mai 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Foucar.
Mo 51 5 Holz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1981 Künftigen Montag den 10. d. M., Morgens präcis ½9 Ubr, sollen im Distriet ⸗Möuchwald, auf Schlagweg am Albacher Wald anfangend, ver— geit werden: Prügelbolz,
176 Stecken Eichen- und Tannen 1 69„„„ 77 Stockholz, 14675 Wellen Buchen- und Eichen Reisholz, 30550„» Tannen Forstreiser, meistens Bobnen⸗ stangen gebend, 156 Eschen⸗ Bab holzstämme 4470 Cubikfuß, 145 Tannen⸗ 7 4144 70 3174 Stück Tannen⸗Latten und Bohnenstangen. Lich am 2. Mal 1869. Fürstliche Oberförsterel Lich Eigen brodt.
Faselochs- Versteigerung. 1368 Freitag den 7. Mal, Vormittags 10 Ubr, soll ein der Gemeinde Nieder ⸗Florstadt gebörender Faselochse, welcher zum Retlen zu schwer geworden, meiftbtelend versteigert werden.. Nlederßlorstadt am 30. April 1869. Großberzogsiche Bürgermeisterel Nieder-Florstadt Wagner.
Eichen ⸗ Verkauf.
1372 Montag den 10. d. M., von 9 Uhr ab, läßt die Gemeinde Wißmar(1 Stunde von Gießen) in übrem Wald distrtete„Wäldchen“ 100 Eichenstämme(6000 Cubiksuß) zu sedem Gebrauche geeignet, in Stücken von 6 bis 40 Länge und 14 bis 40“ ODurchmesser ver— steigern. Crofdorf(Kreis Wetzlu) den 1. Mai 1869. Der Bürgermeister Colnot.
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1377 welches das Gewöhnliche kochen kann und ulcht mebr zu jung ist, wird in einen kleinen Haushalt gesucht, Näheres bei der Exped. d. Bl.
theilen.
Groß Nealschule zu Friedberg Großherzogl. Realschule zu Friedberg. 1315 Freitag den 7. und Samstag den 8. Mai werden die Prüfungen auf dem Nath⸗ hause(Anfang Morgens 8, Nachmittags 2 Uhr) stattfinden, zu welchen Schulfeierlichkeiten
wir die Eltern und Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen.. 4421 5 Nachrichten über Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler werden wir nächstens mit
Großherzogliche Direction der Realschule Dr. Möller.
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Holz ⸗Versteiget ung. 1369 Freitag den 7. Mat 1869, Morgens 9 Ubr an- fangend, sollen im Nleder-Welseler Gemeindewald, Oistriet Buchwald, Suderwald und Langscheld, nach verzeichnete Holzsortimente einer offentlichen Versteigerung ausgesetzt werden:
5 Stecken Eichen ⸗Scheltholz, 20 Kiefern⸗ 7 1 7 Aspen⸗* W Buchen- und Eichen Prügelholz, 2 deogl. Stockbolz. 2000 Stück Buchen-Retsholz, 800„ Eichen
1200„ Niefern Relöholz Wellen, 1 Eichen Bauholz Stamm, 24 Stück Fichten-Bauholz, 517 Cubiksuß haltend, „„ Stangenholz, 162 Cubikfuß haltend, Die Zusammenkunft ist an den Steinbrüchen alter Kalk. Nleder⸗-Weisel den 30. April 1869. Groß herzogliche Bürgermeisterel Nleder⸗Wessel Re R ey
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K. Friedrich neben der Post.
Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Deitadtie?
29. April. Jopannes Engel, diesiger Bürger und Metzgermeister, Sobn des verstorbenen bie. Bürgers und Meßgermeisters Christoph Engel und Chrisline Antonette Dorothea Jultane Menges, Tochter des bies. Bürgers und Wagnermeisters Johann Adam Menges.
29. April(zu Gießen). Jobaunes Ströher, Hautbolst im Großherzoglichen 1. Jäger⸗ Bataillon, beimalhberechtigt in Malchen, Kreis Bensheim, Sohn des Johannes Ströber zu Bischoffen und Marla Burkbardt, Tochter des 1 Bürgers und Schlossermeisters Johann Balthasar Burthardt zu Gießen.
Getauste:
25. April. Dem bies. Bürger und Mällermelster Anton Vorbach eine Tochter Enma Ellsabeth, geboren den 27. März.
20. April. Dem dies. Bürger und Setlermeister Deinrich Friedrich Söllner eine Tochter Ellsabethe, geb. den 7. April.
25. April. Dem biesigen Bürger und Fabrikanten Dr. August Trapp ein Sohn Wilbelm Eduard, geb. den 3m. März.
25. April. Dem bies. Bürger und Wagnermeister ypledrich Wülbelm Haustein eine Tochter Anna Mar- garethe Jullane, geb, den 22. März.
Beerdligte:
27. Npril. Marta Magdalena Pfeffer, geb. Bauer, Gbefrau des hies. Bürgers, Gemelnderathes und Hof Mobelscheiners Jobann Jakob Pfeffer, alt 62 Jahre 27 Tage, gest. den 26. April.


