Ausgabe 
4.2.1869
 
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Anzeiger kann man für die

Auf den Oberhessischen

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Monate Februar u. März bei den Poststellen mit 32 kr abonniren. Die Nummern vom Januar können, soweit der Vorrath reicht, noch nachgeliefert werden.

318 Im Anschluß an den von hier aus ergangenen von Büdingen aus der nachstehend abgedruckte weitere Aufruf ergangen,

Mitbürger in Stadt und

Der zweite oberhessische Wahlbezirk, zu welchem drei Candidaten in Vorschlag: Herr Dr. Oppenheim von Wir halten unter allen Umständen daran fest, unserer Art, Ruf in seiner richterlichen Stellung voraus geht, hat am 24. d. Mts. zu Büdingen vor einer gelegt, nach welchen er, sofern er in den Reichstag 1)Ich betrachte die durch den Krieg von als die Grundlage der ferneren Entwickelung Deutschlands.

gewählt werden sollte, reden und handeln würde. 1866 und die darauf folgenden Friedens schluͤsse geschaffene Lage der deutschen Dinge

Aufruf zur Wahl des Herrn Hofgerichtsrath Wilbelm Buff zu Gießen ist in welchem auch Herrn Buff's Programm enthalten ist.

Land!

der Kreis Büdingen gehört, hat einen Reichstagsabgeordneten zu wählen. Es sind Berlin, Herr Juslizrath Geiger von Assenheim, Herr Hofgerichtsrath Buff von Gießen. daß es ein Oberhesse sein müsse, dem wir unsere Stimme geben, ein Mann von der unsere Stimmung, unsere Wünsche und Bedürfnisse keunt. Herr Hofgerichtsrat h Buff von Gießen, dem ein vortheilhafter

zahlreichen Versammlung die Grundsätze dar Sein Progeamm lautet:

2) Ich bin für den Eintritt Südhessens in den norddeutschen Bund und für die Ausdehnung des letzteren zu einem großen deutschen

Vereinbarung.

Bunde unter Preußens Führung auf dem Wege der freien Sache anerkenne,

3) So wie ich aber einerseits Preußens Beruf in der deutschen

so bin ich doch andererseits entschlossen, für

die Eigenart der einzelnen deutschen Stamme und insbesondere für unsere Selbstständigkeit einzustehen, insoweit solche mit der

Bundesverfassung und einer starken Centralgewalt vereinbar ist.

4) Was das Verhältniß zu Oestreich, insbesondere zu unseren Stammesgenossen in jetzigen Zustande Europa's selbst nicht einmal für die aber unbeirrt von den schwankenden Meinungen des nicht der Einsicht verschließen können, daß ein nahes voͤlkerrechtliches verstandenen Interesse beider Länder liege.

5) In mneren Fragen bin ich hängigkeit der Kirche vom Staate, Trennung der Schule von der Kirche, setzung der Steuerlast.

Die Versammlung hat sich mit diesen Grundsätzen Kreises diese Mittheilung zu machen. ihren Beifall hat, demselben am Tage der Wahl ihre Männer in sich schließt, welche fähig und würdig sind, dieselbe im Reichstage zu vertreten.

Büdingen am 24 Januar 1869. Eberling, Gemeinderath. Fendt, tr. Hölzinger, Gemeinderath. Knaf, Ortsgerichtsmann. Meyer, Decan. Dr. Oßwald, Gymnasiallehrer. Kreisarzt.

Beigeordneter. Hanner,

nächste Zukunft voraussehen, wie sich dasselbe gestalten wird. Tages von dem Standpunkte einer realen Politik aus, so wird man sich Bündniß Oestreichs mit dem deutschen Bunde in dem wohl⸗

für eine freiheitliche Entw'ckelung der Bundesinstitutionen, Verminderung des

Wir laden hiernach unsere Mitbürger ein, sofern das von dem Stimme zu geben und damit Zeugniß abzulegen,

Gemeinderath. Dr. Krämer, Gymnasial⸗Director. Wagner, Bürgermeister in Lorbach.

so läßt sich bei dem

Deutsch⸗Oestreich angeht, Geht man

für Freiheit der Religionsübung, Unab- stehenden Heeres und Herab

einverstanden erklärt und die Unterzeichneten beauftragt, den Bewohnern des

Wahlcandidaten aufgestellte Programm daß die Provinz Oberhessen selber

Hölzinger, Bürgermeister. Karl röll, Bürgermeister in Rohrbach. Medicinalarzt Dr. Westernacher,

Reichstagswahl.

326 Einem Ni; i d. Bl. erklärt Folgendes:

Ich halte die Behauptung, daß die Oppenheim'sche Partei ein Altenstadt eine Nieder lage erlitten und nur meine Interventien die durch das Auftreten der Herren Führer der Gegner gestörte Ruhe wiederhergestellt habe, entschieden aufrecht. Bei der Nauheimer Versammlung war ich nicht anwesend; wie man aber dort über Herrn Buff hersiel, beweist zur Genüge, das(nach glaubwürdigen Mittheilungen) mein College Trapp IV. zu Friedberg erklärte:Herr Buff sei eine politische Null und nicht einmal im Stande, seinen Ideen in öffentlicher Rede einen verständlichen Ausdruck zu geben.

Alle Wähler, welche Herrn Buff persönlich kennen, alle, die ihn als Assisenpräsidenten und als Redner bei den Wahlbesprechungen in Büdingen und Groß-Karben gehört haben,

können sich schon an diesem einzigen Beispiele überzeugen:

Wer lügt und verläumdet! Gießen den 2. Februar 1869. Th. Baist, Hofgerichts⸗Advocat.

330 Herr Hofgerichtsrath Buff in Gießen hat bei der am letztverflossenen Sonntage auf dem Selserbrunnen stattgehabten Wahlversammlung, als er auf die Person des Herrn Dr. Oppenheim zu sprechen kam, erklärt:

Die Wähler, welche ihre Stimme dem Herrn Dr. Oppenheim geben, treffen eine

gute Wahl. Als diese Stelle von einigen Herren beklatscht wurde und dies sonach ein Zeichen für die Parthei des Herrn Buff war, daß die Gegenparthei hier auch Zuhörer habe, fügte Herr Buff nach einer kleinen Pause hinzu: 1

Trotzdem glaube ich, dat ein Oberhesse in Folge der berechtigten Eigenthümlichkeiten

v der Provinz vorzuziehen ist.

Wir fragen nun, ob Herr Buff nicht das Zugeständniß an die Parthei des Herrn Dr. Oppen⸗ beim gemacht hatte, daß sie eine gute Wahl getroffen? Und indem wir, um den Grund des Vorwurfs abzuschneiden, als haben wir einen Satz aus dem Zusammenhang gerissen, den Nachsatz, welcher zur Abschwächung des ersten Satzes dient, mittheilen, erlauben wir uns die zweite Frage: Was hat denn die Provinz Oberhessen vor den andern Provinzen des Norddeutschen Bundes für besondere und berechtigte Eigenthümlichkeiten und können, wenn solche verhanden, diese absolut nicht durch Nicht⸗Oberhessen eine ersprießliche Vertretung finden?

anonymen Inserat in gegenüber der Unterzeichnete

Geschäfts- Empfehlung.

245 Nachdem ich die Samenhandlung zum steinernen Haus in Frank

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Georg Andreas.

Erklärung.

320 Der Großherzogliche Bürgermelster Hensel in Schwalbeim hat ein Nr. 13 desOberhesfischen Anzeigers erklärt, daß der in Nr. 12 desselben Blattes abgedruckte Wahlaufruf ohne seine Zustimmung gescheben sei, weß⸗ halb er seine Untetschrift zuruckziehe.

Unter welchen Einflüssen Herr Bürgermeister Hensel diesen Widerruf erlassen hat, wollen wir dahin gestellt sein lassen; wir ersuchen Diejenigen, welche sich von der eigenhändigen Unterschrift des Herrn Bür⸗ germeisters Hensel in Schwalheim, welche er unter den gedruckten Wahlaufruf für Derrn Dr. Oppen⸗ beim gesetzt hat, überzeugen wollen, in dem Local des Herrn Buchhändler Seriba dahier das betr. Papier einzusehen.

Güterverpachtung.

327 Der Unterzeichnete beabsichtigt seine in hiefiger Gemarkung btlegenkn Aecker aus der Hand zu verpachten Friedberg den 4. Februar 1869.

J. Falck. Schriftliche Arbeiten

319 neßme entgegen, in sowie außer dem Hause, unter

5 Todes: Anzeige. 316 Es bat dem Allmächtlgen gefallen unsern lieben Gatten und Sohn Christian Neuß in Nieder⸗Weisel in seinem 24. Lebensjahre nach kurzem Leiden Mittwoch den 27. Januar in ein besseres Jenstite abz lufen. Dorheim, 1. Febr. 1869. Chr. Reuß V.

Fruchtpreise. per Malter. Friedberg, 2. Februar. Waizen II fl. 45 kr.,

Kot! 8 fl. 40 tr.; Gerste 8 fl. kr.; Hafer 6 fl. kr. Frankfurt, I. Februar. Watzen 12 fl. kr.; Kor! 9 fl. 50 kr.; Gerste fl. kr.; Hafer 9 fl. 20 kr.

Grünberg, 30. Januar. Waizen 11 fl. 36 tr.; Korn 8 fl. 48 kr.; Gerste 7 fl. 40 kr.; Hafer 5 fl. 37 kr.; Molter 8 fl. 30 kr.; Erbsen 10 fl. 10 kr.; Wicken fl. tr.; Saamen fl. kr.; Kartoffeln fl. kr.

Mainz, 29. Januar. Waizen 11 fl. 45 kr.; Korn Rafi. 5 kr. Gerste 8 fl. r.; Hafer 6 fl. Kartoffeln 2 fl. 30 tr.; Roggenstrob per 100 Gebund 24 fl. kr.

Verantw. Red.: Hermann Schimpff.

Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf.

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