1 rüftungsgegenständen verbundenen eh e 7 0
Uebungen und einer Ausstellung von Spritzen und
lag den 5. September einzuberufen,
Besuch von Außen erwartet. g f
„ Frankfurt. Am 30. Juli berieth dahier eine
ziemlich zahlreich besuchte Arbeikerversammlung die Be⸗
schickung des 1 0 e Congresses in Eisenach. hi
wozu
Wie anderwärts, so ist auch hier in Folge der Schweizer⸗ Mende ⸗Hatzfeld'schen Vereinigung eine Spallung unter den Anhängern Lassalle's eingetreten; namentlich haben die älteren Mitglieder und tbeilweise Mitgründer des All⸗ gemeinen deutschen Arbeitervereins sich von dem jetzigen Diktator des Vereins losgesagt oyne deshalb damli irgend⸗ wie den Grundsätzen Lassalle's untteu zu werden z. sie halten, wie gestern Abend einer der Reduer sagte, dessen Parteiorganisation noch so hoch wie ehedem, weil sie in der Hand des Stifters gut war, sie sei aber in der Hand des Herrn von Schweitzer gerade das Gegentheil davon geworden. Die bis Mitternacht sich hinziehenden Debalten hatten das Resultat, daß ein Social⸗Demokrat, welcher fest für die Lassalle'schen Organisation eintritt, zu wählen be— schlossen wurde
Darmstadt. Eine Bekanntmachung Gr. Kreisamts uheilt mit, daß bei den Schießübungen Großh. Feld— urtillerie auf dem Cxercierplatz mehrere scharf geladene Granaten nicht explodirien und einige dadon trotz sorg⸗ fältigster Nachsuchung nicht wieder aufgefuerden werden konnten. Wegen der Gefährlichkeit dieser Geschosse wird Jedermann gewarnt solche an sich zu nehmen, und aufge— fordert, von dem Auffinden derartiger Geschosse, bezw. dem Auffindungsorte der Gr. Feldartillerze zu Bessungen Nachricht zu geden. Tretzdem hat ein Griesheimer Ein— wohner ein sol bes Geschoß mit nach Haufe genommen, wo es explodirte und ihn und sein Kind lebensgefährlich verletzte.
Darmstadt. Gutem Vernehmen nach, beabsichtigt man inen Verein hier zu gründen, der sich zur Aufgabe stellt, das
ilbringen der Hunde an öffentlichen Vergnügungsorten und mehklich in 85 rn abzuschaffen. Dies Belspiel dürfte auch Me verdienen. N
Darmstadt. Die durch die Wohlthäligkeit von Men⸗ schenfreunden gegründete Anstalt für Blödsinnige im Groß⸗ berzogthum Hessen wird im Monat September dieses Jahres in dem in ber unmittelbaren Nähe unserer Stabt neu zrbauten Hause ihre Wirksamkeit eröffnen. Gesuche um Aufnahme von Seiten der Vertreter von Bloͤdsinnigen (Eltern, Vormünder, nächste Verwandte, Gemeindevorstand) sind unter Anschluß: 1) eines Geburtsscheins des aufzu⸗ nehmenden Kindes, 2) einer von der betreffenden Bürger— meisterei oder sonstigen Ortsbehörde auszustellenden Be— scheinigung über Heimath, Religion, Familien- und Ver— mögensverhältmnisse desselben und seiner nächsten Angehörigen, und 3) eines ärztlichen oder sonst sachverständigen Zeug⸗ nisses über den körperlichen und geistigen Zustand desselben, dessen Veraulassung und bisherige Entwicklung, sowie über das allgemeine Verhalten des aufzunehmenden Kindes bei dem Vereinsvorstande in Darmstadt einzureichen. Ueber die Ausnahme-Bedingungen, sowie über die Leistungen der Austalt wird alsdann sofort weitere Mittheilung erfolgen. Mil Rücksicht auf die imwer noch beschränkten Miltel der Anstalt kann vorerst nur eine geringere Anzahl von Kin⸗ dern zwischen dem 5. und 14. Lebensjahre Aufnahme finden.
Aus Herrieden, 26. Juli, wird der„Fränk. Zig.“ geschrieben: Endlich hat uns ein von Nocdwesten kommen des Luftwellenihal mehr
„ Vortheilhafte Haltung bes Milchviehs in fu tterknappen Zeiten. In futterknappen Jahren, wie das gegenwärtige, ist eine in Belgien übliche, schon von Schwarz beobachtete Methode ber Kuhhaltung allge⸗ mein zu empfehlen. Man unterlasse nämlich bei allen Kühen, die nicht mehr reichlich Milch geben, das Melken und gebe ihnen nur das nothwendige Erhaltungsfutter in Stroh, Spreu, Rüben, Oelkuchen u, ögl. m. Tie reich⸗ licher Milch gebenden Kühe kann man dann besonders und besser füttern, sie erhalten neben jenem Futter noch Heu, Mehlsaufen u. A. m., und es wird auf diese Weise mehr und bessere Milch erzielt, als wenn man dieselbe Futter⸗ menge unter alle gleichmäßig vertheilt und mit dem Melken in gewöhnlicher Weise verfährt. Wo man ge⸗ nöthigt ist, die einzelnen Futtergaben auf das allerminbeste einzuschränken und dennoch das Trockenstellen aller nicht mehr lohnenden Kühe nicht vornehmen will, sollte man wenigstens bei den einzelnen Kühen möglichst zeitig, d. i. recht lange vor dem Kalben, mi, dem Melken aufhören. Schon durch solche Schonung werden diese Thiere sehr viel besser die knappe Fütterung ertragen, besser kalben und auf der Weide im Frühjahr viel schneller wieder ihren vollen Milchertrag erreichen, als wenn man sie ohne Un⸗ terbrechung gemollen hätte.
„ Veirlilgung der Unkräuter und Binsen in den Wiesen. Die Sumpspflanzen und Sumpfgräser ver⸗ tilgt man am(aeichtesten dadurch, daß man ihnen ihre
oder weniger Regen gebracht, Liebtingsnahrung, das Wasser, entzieht, die Unkräuter im
nachdem die Hitze in Paris am 22. auf 31.50 und in Allgemeinen dadurch, daß man den Samen der Unkräuter
Köln am 23. auf 32.20 C. gestiegen war. Dahier wurde nicht mehr als 28.80, am 25., beobachtet. Im Allgemei nen ist das Luftmeer ziemlich ruhig, und die Barometer— differenzen sind sehr gering. Es ist deßhalb auch zu keinem fortgesetzten Regenwelter gekommen, ungeachtet der Baro— meter ziemlich unter das Mittel gefallen war. Auch die Wärmeunterschiede sind nicht groß.
nicht zur Reife kommen läßt, daß mam das Gras und das Grummet einige Jahre lang vor der Samenreife schneidet, die Binsen auch dadurch, daß man dieselben kurz vor dem Winter mit einer Hacke 3—4 Zoll tief abhackt und den Rasen darauf deckt. Auf diese Weise sammelt sich in den Löchern das Wasser und es werden bei einem Froste die Wulrzelstöcke gesprengt, wodurch die Wurzelfäule eintritt.
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Edictalien. 889 Bei den Depofiten der unterzeichneten Gerichts- delle befinden fich:
I. Die nachstehend verzeichneten, noch zur Zeit nicht erhobenen letztwilligen älteren Dispofitionen: 1) des Peter Liebmann von Nieder⸗Wöllstadt, deponirt
am 28. December 1828 und 2. Juli 1829,
2) der Sophie Katharine, Heinrich Hofmanns Wittwe und des Johannes Schäfer in Assenheim, deponitt am 21. Februar 1801,
3) der Marte Katharine Müller Wittwe zu Bruchen brücken, deponirt am 9. Januar 1802
4) des Johann Jakob Lehr zu Bruchenbrücken, depentrt am 28. März 1809,
6) der Charlotte Ernestine Zost von Kaichen, später zu Bruchenbrücken, deponiet am 5. December 1818,
6) der Zacharias Garde's Ebeleule von Friedberg, deponirt am 24. Januar 1826,
7) der Franz Schmidis Wittwe und Wilhelm Damb—
manns Wittwe in Friedberg, deponstt om 11. Febr.
1830,
8) der Heinrich Zimmers Frau, geb. Goll, zu Flor—
ftadt, depontirt am 13. März 1832,
9) der Michael Vorkachs Ebefrau, geb. Lohfink, von
Rodheim, jetzt zu Florstadt, depenirt am 28. April
1832,
der Johann Ludwig Rahns Ehefrau, geb. Windecker,
in Friedberg, deponirt am 27. November 1834,
des Johannes Göbel von Winnen, später in Assen⸗
heim und nachher nach Amerika ausgewandert,
deponirt am 14. Mai 1836,
der Lorenz Majors Eheleute zu Betenheim, depon irt
am 17. Februar 1837,
der Ludwig Pfeifers Eheleute von Melbach, deponirt
am 18. Sepiember 1840,
der Anna Marie, Johannes Hofgesäß Wittwe zu
Nleder⸗Wöllstadt, deponirt am 28. August 1846,
des Johannes Rübsamen zu Ilbenstadt, deponirt
am 4. Janxar 1850,
der Wilhelm Fegbeutels Eheleute zu Ockstadt deponirt
den 1. November 1850,
des Philipp Iffland sen. zu Bruchenbrücken, deponirt
am 21. März 1822,
8) der Isaak Rülbs Wittwe, geb. Strauß, zu Assen⸗ heim, deponirt am 29. Juli 1830.
Da seitber im gewöhnlichen Wege theils über Leben und Aufenthalt der Disponenten keine Auskunft zu er⸗ lungen— theils deren Intestaterben nicht zu ermitteln waren, so werden sowohl jene als diese— sowie über⸗ mupt Alle, welche aus den genannten letztwilligen Ver— ügungen Ansprüche für fich herleiten zu können glauben, siermit öffentlich aufgefordert, so gewiß im Termine
Mittwoch den 29. September l. J., Vormittags 9 Uhr, zur Stellung geeigneter Anträge bezlehungsweise Er— iffnung und Publication fener Testamente ꝛc. ꝛc. sich enzumelden und gehörig zu legitimtren, als sonst nach blauf dieses Termins die fraglichen Urkunden erhoben ind geöffnet— und insofern alsdann deren Inhalt eln neiseres amtliches Vorschrelten nicht nöthig machen sollte, lediglich zu den Acten genommen werden sollen.
II. Aufbewahrt sind ferner in der Dapofitenkiste solgende beide Obligationen des vormaligen Schatzungs amtes Friedberg: 1) eine Schuld⸗ und Pfanb-Verschrelbung vom 1. Jan,
1798, wonach die Gesammtdeputatlon des Stadt⸗ Frier berg'schen Schatzungsamtes zur Bestrettung von Krlegskosten ein zu 5% verzinsliches Anlehen von 800 fl.(Achthundert Gulden) bei Postmelster Jakob Ludwig Helmold aufgenommen und dem
5) 5) 7)
rechte geltend zu machen, Masse ausgeschlossen werden.
Gläubiger die jährlich bet dem Schatzungsamte ein— gebenden Revenuen und Gefälle zum Unterpfand beftellt hat— eine solche vom 1. Juli 1799 über ein zu 40% verzinsliches Anlehen von 375 fl.(Dreibundert und Stebenzig Fünf Gulden), bet den Kindern des Cbriflopb Rübsamen dabser, Johann Heintich, Anna Margarethe und Dorothea Räbsamen aufgenommen und in gleicher Weise verfichert,— ohne daß ein gerichtlicher Act oder eine Notiz darüber vorliegt, welche über den Deponenten und den Grund der Deposition zureichenden Aufschluß ertbeilte.— Es ergeht deshalb an Jeden, welcher auf diese Urkunde Ansprüche zu haben oder aus ihnen oder dem Grund und Zweck ihrer Hinterlegung für sich herzuleiten und nachzuweisen vermag, die Aufforderung, sich zu dem Ende in obigem Termine dadier einzufinden, als sonst deren Ausscheidung von den gerichtlichen Depofiten und Adregistrirung zu den Arten ebenfalls verfügt werden wird. Friedberg den 19. Juni 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei tz.
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Oeffentliche Aufforderung.
1663 Jobannes Jung J. von Ocstadt und dessen Ehefrau Katharine, geb. Göbel, verpfändeten dem Joseph Strauß von Friedberg für ein zu 50% verzins⸗ liches Darlehn von 430 fl., laut gerichtlich bestätigter Schuld- und Pfand Verschreibung vom 28. Februar 1860 verschiedene, in der Gemarkung Ockstadt gelegene Immo- bilien. Diese Forderung ist am 28. August 1880 von Joseph Strauß an Semixrarlebrer Wah! in Friedberg abgetreten worden. Die Rückzahlung des Kapftals mit Zinsen bat stattgefunden, die Hppothek Urkunde ist aber abhanden gekommen, weßhalb Alle, welche an diese Urkunde Rechtsansprüche bilden zu können glauben, hier⸗ durch aufgefordert werden, solche innerhalb 3 Monalen,
vom ersten Erscheinen dieser Bekanntmachung an gerechnet,
dahser geitend zu machen, als sonst dieselben nicht berücksichtigt und die Löschung des Hppothekeintrags verfügt werden wird. Frledberg den 26. Mat 1869 Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Zimmermann, Landtichter. Landgerichts ⸗Assessor.
Oeffentliche Aufforderung.
2035 Nachdem über das Vermögen des Meßzgermeiffers Wilhelm Bieler von Friedberg, dermalen in Nauheim wohnhaft, der förmliche Concursproceß erkannt worden ist, werden dessen Gläubiger aufgefordert, in dem auf Mittwoch am 1. September l. J., Morgens 9 Uhr,
vorbestimmten Liqutdationstermin he Forderungen und
Ansprüche jeder Art anzumelden, auch etwalge Vorzugs— widrigenfalls sie von der
In diesem Termin soll wiederholt der Abschluß eines Arrangements versucht, eventuell ein Gläubigerausschuß un? Massecurator definitiv gewählt, sowie über Ver— waltung und Versilberung der Masse Beschluß gefaßt werden.
Die weder persönlich erscheinenden, noch durch Be— vollmächtigte genügend vertretenen Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrhelt der Erschienenen bettretend angesehen,
Frtedberg am 28. Juni 1869.
Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Oeffentliche Aufforderung.
1938 Nachdem Großberzoglsches Hofgericht der Provinz Oberhessen über dag Vermsgen des Kurzwaarenhändlers Löb Strauß II. von Friedberg den förmlichen Con⸗ cours erkannt hat, werden dessen sämmtliche Gläubiger zur Armeldung und Begründung ihrer Forderungen, sowie zur Geliendmachung etwaiger Vorzugstechte auf: Mittwoch den 18. August l. J Morgens 9 Ubr, unter dem Rechtsnachtheile des stillschweigend eintreten⸗ den Ausschlusses von der Concoursmasse hierher vor⸗ geladen.
Im genannten Termine soll ferner, wenn ein noch⸗ maliger Gütepersuch erfolglos bleibt, en Gläubigeraus⸗ schuß gewählt und ein Massecurator definitiv bestellt werden. was unter dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß bezüglich der weder in Selbstperson erscheinenden, noch durch gehörig bevollmächtigte Mandatarsen ver⸗ tretenen Gläubiger der fitillschweigende Beitritt zu den von der Mebrheit der Erschtenenen auch bezüglich eines etwa zu Stande kommenden Arrangements gefaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden wird.
Friedberg den 17. Juni 1869.
Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz Hofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.
Cdietal ladung. 2034 Forderungen und Ansprüche jeder Art gegen den überschuldeten Nachlaß der Peter Birkenstock's Eheleute von Assenheim, find Mittwoch den 11. August l. J., Morgens 9 Ubr, in welchem Termine zugleich ein Arrangement versucht und üder die Behandlung dieser Sache beschlossen werden soll, dei Meidung Ausschlusses von der Masse resp. Annabme der Zustimmung zu den von der Gläu⸗ bigermajorität zu fassenden Beschlüssen, anzumelden. Friedberg den 1. Juli 1869. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Oeffentliche Aufforderung. 2153 Die Ehefrau des heimlich entwichenen Johannes Schönwolf von Beienbeim hat um Sicherstellung ibres eingebrachten Vermögens gebeten und werden daher alle Gläubiger des Johannes Schönwolf bier⸗ durch aufgefordert, ihre Forderungen binnen 4 Wochen bei unterzeichnetem Gerichte um so gewisser anzumelden, als sonst bei Regulirung der Vermögens Verhältnisse sie nicht berücksichtigt werden wärden.
Gleichzeitig ergeht an die Schuldner des Jobannes Schönwolf die Aufforderung, ihre Schuld binnen 14 Tagen an den Curator, Konrad Hartmann Wetzstein von Beienheim, bei Meidung gerichtlicher Belanggung, ab⸗ zuführen.
Friedberg am 13. Jult 1869.
Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
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