Ausgabe 
3.7.1869
 
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ern, abgehaltene Jahresversammlung derselben gewählt. Die junge Siüßsung. gegründet zur Unzerstützung von zehrerwilwen und Waisen hat nach wenig Jahren schon wie der nach Eröffnung der Versammlung erstattete Rechen⸗ chaftsbericht nachweis't, recht erfreuliche Ziele erreicht. Sein Kapitalvermögen beläuft sich bereits auf 14,000 fl., und ist dasselbe in sietem Wachsen begriffen, da außer den Jahresbeittägen der Mitglieder, gegenwärtig 1300 au der Jahl, von Gönnern und Freunden der Volksschule all; ührlich zahlreiche Gaben eingehen. Dankbare Erwähnung verdient hier neben so vielen ähnlichen Zeichen von Wohl- wollen die Veransiallung eines vor Kurzem in Darmssadt fattgefundenen Concertes, dessen Reinertrag mit uber 200 fl. der Stiftung zugewicsen wurde. So war es der heuligen Versammlung möglich, das Benefice für die pinterlassenen der in diesem Jahre sterbenden Mitglieder schon auf 40 fl. festzusetzen und außerdem, wie in den lietzlwerflossenen Jahren, noch 200 fl. zur Unkerstützung besonders bedrängter Lehrerwittwen zu beftimmen. Hal demnach die beutige Versammlung nach dieser Seite hin ein günstiges Resultat ergeben, so war ihr Verlauf ein un so befriedigeneerer, als durch gegenseitiges versöhnliches Eutgegenkommen derselben gelungen in, tleine Differenzen auszugleichen, die einem einträchtigen Zusammenwirken der Stiftungsgenossen zur gedeihlichen Förderung ihrer Juteressen hätten hinderlich sein können. Nach Schlug der Versammlung hielt ein einfaches Mahl einen großen Theil der Auwesenden noch vereinigt, kis der nahende Abend an den Heimweg mahnte. Von den Tischreden sei mur erwähnt ein Hoch des Präsidenten der Versammlung auf Seine Königliche Hobeit, den Großherzog, eines Vor standsmitgliedes der Stiftung auf die hohen Protektoren derselben, Prinz Ludwig und Prinzeß Alice, und ein Toast des Hrn. Direklors Steinberger auf ine gesunde, kräftige Entwickelung der Volksbildung. DieLudwig und Alicen⸗Stiftung? sucht, ein anerkennenswerthes Bei⸗ sspiel der Selbsthülfe, Sorge und Noth in den Lehrerkreisen

wericheuchen und edle Begeisterung für die Aufgaben der!

Volksschulen wecken und fördern zu belfen; möge sie auch ssernerhin dem Wohlwollen aller Freunde der Volksbildung empfohlen sein.

Aus Wölfersheim erhalten wir nachstehende Zu sschrift, welche die in Nr. 73 d. Bl. von dort gemeldeten, idurch preußische Soldaten verübten Cxcesse als in weniger sheraussordernder Weise geschehen darstellt als die frühere Mittheilung, aber doch gleichfalls bedauern muß, daß die Soldaten mit blanken Waffen dreingeschlagen und mehrere Personen verwundet haben. Wir werden unseren Lesern uüberlassen dürfen, aus beiden Darstellungen sich ein un parteiisches Urtheil über das Vorgefallene zu bilden. Er wähnie Zuschrift lautiet: Der Wahrheit die Ehre. Bezugnehmend auf den Artikel in Nr. 73 desOberhessischen Anzeigers hinsichtlich der am 20. v. M. in Wölfersheim bei Gelegenheit der Feier des sogenannten Kirschenfestes stattgehabien Säbelaffaire diene Folgendes theils zur Be richtigung, theils zur Entgegnung: Erstlich kann in Wahr heit nicht gesagt werden, daß ohne allen vorhergegangenen Streit der Kampf zwischen Wölfersbheimer Bürgern und den Soldaten der preußischen Artillerie vom 11. Regiment ausgebrochen sei, was der Herr Einsender oben erwähnten Artikels behauptet. War auch der Streit anfänglich nicht von Gewallihäligkeiten begleitet gewesen, so soll er doch in heftigem Wortwechsel bestanden haken. Auch von einer vermeinten unverbolenen Kampflust von Seiten des Mili tärs war keine Spur zu entdecken, da es ja in friedlichem und freundlichem Verkehre sich mit hiesigen Bürgern be lustigte und nur 3 von elwa 12 ihre Waffen bei sich führten. Nachdem vielmehr Reibereien zwischen den Ar tilleristen und Civilisten slattgefunden hatten, entfernten sich von eisteren mehrere heimlich, um ihre Säbel aus ihren Quartieren im benachbarten Södel zu holen. Ge reicht es auch den Soldaten nicht zur Ehre ihre Wassen,

die sie nur zur Vertheidigung des Vaterlandes und gegen die Feinde der gesetzlichen Ordnung führen sollen, bei dieser Gelegenheit mit Menschenblut befleckt zu haben, so können wir nicht umbin zu ihrer Rechtfertigung mit Gewißheit zu behaupten, um eben ihre Handlungsweise nicht in allzu⸗ dunkelem Lichte erscheinen zu lassen, daß das Militär von der blanken Waffe wohl keinen Gebrauch gemacht haden würde, wenn es nicht durch Slichelworte und vielleicht auch durch brutales Benehmen dazu gereizt worden wäre. Auch soll namentlich erst dann zum Einhauen kommandirt worden sein, als von eintgen auf der Gallerie sich befindenden Personen mit Gläsern und Flaschen auf die Soldaten ge⸗ worsen wurde. Hieraus erklären sich also die vorgekom⸗ menen Auslassungen rohester Art seitens des Militärs. Dann möchte ich diese betheiligten Soldaten von dem Ver dachte frei sprechen, als hätte es in ihrer Absicht gelegen, eine alte wehrlose Frau zu verwunden. Diese Verwundung soll nämlich entstanden sein, als besagte Frau sich in den Tumult gedrängt batte, um ihren Sohn von der Rauferei abzuhalten, bei welcher Gelegenheit sie einen Säbelhieb über den Kopf erhielt. Was ferner das Einhauen mit der blanken Wasse auf die weiblichen Personen beteifft, so kann hier an ernstliche Ausschreitungen wohl nicht gedacht werden, da auch nicht ein Frauenzimmer, ausgenommen der bejahrten Frau, erhebliche Verletzung davongeiragen hat, was doch bei dem mit Menschen strotzenden Saale und bei der vermeinten unverholenen Kampflust des Mili lärs hälte unzweifelhaft geschehen müssen. Es wird viel⸗ mehr ven Augenzeugen versichert, daß das Mtlitäc seine Allaque nur mit flacher Klinge auszuführen bestrebt ge⸗ wesen sei. Auf unparthelischem Standpunkte stehend und die Trassache, wie sie vor uns liegt, im rechten Lichte be⸗ trachtend, muß man zu der Ueberzeugung gelangen, daß die Schuld dieses Seandals nicht einzig und allein auf die Schultern des Militärs zu wälzen ist, es ist ihm vülmehr zum Mißbrauch seiner Waffen Veranlassung ge⸗ geben worden und es können deßhalb nicht alle Bärger, welche auf dem Scherter'schen Tanzlocale anwesend waren, ihre Hände ob dieser Affaire in Unschuld waschen.

Bei Schluß des Blattes kommt der Redaction noch die weitere Miltheilung in dieser Angelegenheit zu: Be züglich der aus Wölsersheim gemeldeten Excesse von ein quartierten preußischen Artllleristen kann ich Ihnen aus authentischer Quelle miuheilen, daß die Sache in keiner Weise die Bedeutung batte, welche ihr von dem Einsender des Artikels in Nr. 73 des Oberhessischen Anzeigers bei gelegt wird, daß von Seiten der Vorgesetzten der Soldaten in loyalster Weise jede Beschädigung reichlich vergütet,

sirenge Bestrafung der Schuldigen zugesagt und erfolgt ist,

der ganze Vorfall von denselben lebhaft bedauert wurde, und es im Interesse der beiden Parteien, deren Schuld sich gegenseilig aufhobt, gelegen häue, wenn derselbe nicht in die Oeffentlichkeit gelangt wäre.

Aus dem Kreise Büdingen berichten dieHess. Volksbiäuter: Am verwichenen Sonntag(27. Juni) Nach⸗ mittag hat zu Himbach ein ruchloser-Kert, der sich schon lange durch seine Robhelten auszeichnete, einen braven Joracliten ohne besondere Veraulassung erstochen. Neben der Schreckensthar hat es in der Umgegend großen Un willen erregt, daß der Mörder im Schulzimmer gefangen gebalten, auch am solgenden Tag die Obduktlon der Leiche und Begräbnißanstalten in demselben Zimmer vorgenom men wurden, was umsomehr zu bedauern ist, als die Räume des dortigen Schulbhauses sehr beschränkt sind. Während der Uebelibäter im Schulzimmer unter großem Andrange der Dorfbewohner in Gewahrsau gehalten wurde, wurden im Wohnstüdchen des Schullehrers zwei Kinder gelauft. Es wäre zu wünschen, daß der Mißbrauch der Schulhäuser, wie er hier noch mehr vorkommt, abgestellt würde.

Gießen. Am 23. Juni wurde in hicsiger Stadt die 26. Inhreeversammlung des hessischen Hauptvereins

der Gustav-Adolf⸗Stistung abgehalten, über dessen Verlauf wir nachträglich den Lesern dieses Blattes eine kucze Mit⸗ theilung geben. Die Festpredigt hielt Hofdiakonus Dr. Hase aus Weimar über die SchriftworteUnser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Herr Prä⸗ lat Dr. Zimmermann gedachte als Secretär des Vereins in seinem Jahresberichte des erfreulichen raschen Wachs thums desselben seit seinem Entstehen. Die Verhandlungen bezogen sich zunächst auf die Abends vorberathene Ver⸗ theisung von 12000 fl., von welcher Summe 4980 fl. an bess. und 3020 fl. an ausländische Gemeinden gegeben wurden. Für die Verwendung des dritten Dritttheils, 4000 fl. betagend, über welche die in Baireuth demnächst tagende Generalversammlung zu verfügen haben wird, wurde die enistandene evangel. Gemeinde zu Madrid zu vorzüglicher Berücksichtigung empfohlen. Die nächste Jahresversammlung wird entweder nach Wolfskehlen oder nach Groß-Gerau berufen werden.

Mainz. Der Nusschuß des Dombaupereins hat den Beschluß gefaßt, mit dem Abbruche des Pfarrtburms jetzt zu beginnen und das nöthige Gerüst sosort anfertigen zu lassen.

Heidelberg Ein höchsi trauriger, mysteriöser Fall hat sich am 28. Juni hier ereignet. Der seit langen Jahcen hier residirende russische Staatlgroth Blum, dessen Gewohnheit es war, fast täglich den Schloßgarten zu be suchen, wurde am genanntan Tage Nachmittag in dem unter dem Stückgarten am Ruprechtsbau belegenen min⸗ destens 30 Fuß liefen Graben zetschmettert und todt ge funden. Oberhalb, an der Stelle des Stückgartens, von wo er herabgefallen sein muß, lagen sein Rock, Hut und Stock, während seine goldene Uhr am Leichname vermißt wurde. Ob derselbe vielleicht in einem plötzlichen An⸗ fall von Geistesstörung den unglücklichen Sprung selbst gethan, oder ob er von tuchloser Hand hinabgestüszt worden ist, erhellt nicht, da kein Zeuge dabei gewesen ist.

Eisenach. Ein am 29. Juni von bier in der Rich⸗ tung nach Coburg abgegangener Personenzug stieß auf dem Bahnhof zu Meiningen mit dem zu gleicher Zeit von Hilburghausen kommenden Personenzug zusammen. Zum Glück befanden sich beide Züge in langsamerer Bewegung, so daß die Passagiere nur leichte Contysionen erlitten und die Veschädigung an den beiden Locomonven sich ebenfalls als unbedeutend herausgestellt hat. Falsche Weichenstellung soll die Ursache diescs Zusammenstoßes gewesen sein.

Vom Bodensee wird gemeldet: In den letzten Wochen war die Witterung fortwährend rauh und un⸗ freundlich; auf der Schweizer Seite hat mes überall auf den Vorelpen geschneit, Rigi, Mythen, der Kurort Davos, das Münsterthal waren mit Schnee bedeckt, in Folge dessen litt auch das auf die Alpen getriebene Vieh bedeutend an Kälte und Futtermangel, an einzelnen Alpen gab es Lawinenstürze. Wenn auch auf unserem Gebiete die rauhe Winerung nicht in solch heftiger Weise auftraß, so waren doch in den kältesten Tagen mehrere Höhen mit Schnee bedeckt.

1900 Frantfurt o. M. Laut des soeden erschlenenen siebenten Jahresberichtes der Dr. Steffan chen Augen- heilanstalt dahter bal sich auch im letzten Jahre(1. April 1868 bie 1. April 1869) die Zadl der Hülfe suchenden Augenkranken beträchtlich gehoben; sie stieg von 2514 im Vorfahre auf 2854. Davon kamen 1573 auf die Privat-Austalt(Krögerstraße 8 in Frankfurt, Sprechzeit 3 5 Ühr Nachmittags) während die übrigen 1281 in der Armen-Augenklinik(Dreikönigstraße, Bäckergasse 2, in Sachsenhausen, Sprechzelt/ 12 dis ½1 Uhr Mirtags) vollkommen freie Behandlung und nach Erforderniß auch freie Verpflegung und Verköstigung fanden. Operationen wurden in dem genannten Zeitraume 251 av sgeführt, 241 mit vollkommenem Erfolg, 6 mit Besserung und

4 obne Erfolg.

Holzversteigerung

in den Gräfl. Solms Rödelheimischen Waldungen. 1978 Donnerstag den 8. Juli l. J. kommen in dem Revier Wickftadt Distriet: Abtswald, Kühlwäldchen, Dachbaum und Hasenzahl nachverzeichnele Holzsortimente zur Versteigerung: 46 Stecken Buchen Scheitholz,

23 Eichen 60 17 Buchen Prügelholz, 39 Eichen- 1 2 Nadel⸗ 15 90 Buchen⸗Stockholz, 59 5 Eichen 8 5 Nadel- 240 Buchen⸗Reisholz, 82 Eichen⸗ 1 1400 Wellen Nadel⸗ 1

6 Stück Kefernstämme von 12 16 mittl. Durch; messer 25 40 lang, 8 Stisick Lärchenstangen von 3 mittl. Durch⸗ messer 3040 lang. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung Vor⸗ mittags 8 Uhr am Foragarten. Wickstadt den 28. Jun 1869. Großherzogliche Oberförsterei Assenheim Schal la é.

Ein vollständiges Logis

1973 hat zu vermtethen 0 5 zrledberg. W. Hanstein.

Wegen vorgerückter Saison

Zurückgesetzte Kleiderstosfe elc. etc.

1966 zu sehr billigen Preisen

Mayer J. Hirsch.

Bekanntmachung.

1982 Die Verloosung der lardwirthschaftlichen Maschinen und Geräthe des Mechanikus Job. Fillmar dabler wird Mittwoch den 7. Juli l. J. im biesigen Rath hause vorgenommen. Frtedberg den 1. Juli 1869. Großherzogliche Bülrgermetsterel Friedberg F o u e Ar,

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der letzten Welt uusstellung zu Parts ertbeilie 8 J 7 51 2 5 * 2 Franz Stoll⸗ bwerdksöbue

in Köln für ausgezeichnete Qualität ihrer Dampf⸗ Chochladen, die Prets-Medaille. Von den gangbarsten Sorten dieser rühmlichst bekannten Waare befinden sich Lager in Friedberg bet Wilhelm Fercsch. in Hungen bei A. Buch, in Nauhelm bel Ph. Jace. Weiß und in Butzbach bei Val. Wießler.

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1971 ein ordentliches Mädchen von anftändigen Leuten, welches schon bel Kindern gewesen und in häuslicher Arbeit erfahren. Eintritt sofort. Wo? sagt die Exped.

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Vier Feusterläden, 1972 sehr gut erhalten, find wegen daullcher Ver⸗ änderungen dillig zu verkaufen. Das Nähere zu erfragen bei der Exped. d Bl.

Ein Mädchen, 1965 das bübsch näben und gleich elntteten kann, kann

das Kleidermachen erternen bei N f Anna Dieffenbach. 1 08 Bei dem Unterzetchneten kann ein braver Junge die Rothgerberei unter vortheilhaften Bedingungen er⸗ lernen und alsbald eintreten. Vilbel am 29. Junk 1869.

Wilhelm Hinkel IV.