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arloren. Für diese heldenmüthige Handlung sandte die Ahörde in Basel den Eltern des Mädchens eine kunstvoll aschriebene Ehrenanerkennung nebst einer Summe von 000 Frs. tbeilweis das Ergebniß einer dortigen Samm⸗ Ung, kbells Geschenk der Stadt Basel. 52
Stuttgart. Ein furchtbares Gewitter mit Hagel⸗ lag, das am 28. des Abends tobte, hat unermeßlichen echaben angerichtet. Felder, Bäume, Gärten, Gewächse, Feinstöcke und eine Masse Fensterscheiben wurden ver⸗ güstet uns zerschlagen. Der„Würtemberger Staals-An⸗ ger“ berichtet u. A.: Die Bodenerde wurde in solcher Fase in die Stadt hereingeschwemmt, daß die Olga⸗, Iharlotten⸗, Eßlinger⸗ und Neckarstraße, sowie die Neben⸗ aßen derselben mit Schlamm bedeckt waren. Auch aus anderen Theilen Würtembergs laufen Nachrichten. ein, daß s Weiter an vielen Orten großen Schaden angerichtet hat.
Berlin. Nach elwas verblümten Nolizen Berliner Mätter scheint dort abermals eine Zastrow⸗Affaire spielen wollen. Der sechsjäbrige hübsche Knabe eines dortigen eugschmiedes ist nach der Angabe dieser Tage von seinem kpielplatz auf der Straße durch einen alten Herrn weg⸗ lockt worden und spurlos verschwunden. Wie die mit⸗ zielenden Kinder aussagen, bat der besagte Unbekannte heiner benachbarten Conditorei dem Knaben Kuchen ge— tuft und sich dann mit ihm entfernt.
Alle Neun!
Der preußische Staat, welcher nach 1866 einen sponiblen Ueberschuß von 7 Millionen Thaler hatte, ist nach der schon erwähnten Denkschrift es Finanzministers in wenigen Jahren dahin langt, daß ein Defizit von 10,600,000 Thaler
ihm entgegenstarrt.„Diese Ziffern“, so ruft die ultra-preußische„Berliner Börsenzeitung“ aus, „übersteigen in der That die schwärzesten Prophe⸗ zeiungen pessimistischer Kritiker; der Zeitraum weniger Jahre hat also hingereicht, unseren Staat aus einer glänzenden Finanzlage in eine wahrhaft erbärmliche Verfassung zu setzen!“— Zur Be- seitigung dieses Zustandes, welchen der Finanz— minister selbst als einen höchst gefahrvollen schildert, wird nun zu dem bedenklichen Mittel geschritten, daß neun neue Steuerprojekte auf einmal dem Reichstag— welcher doch mit preußischem Deficit eigentlich gar nichts zu schaffen hat— zur Be⸗ willigung präsentirt werden; darunter eine Steuer welche in keinem Lande der Welt besteht: die Be— steuerung der Eisenbahnfahrbillete in dem enormen Betrage von 10 Prozent des Fahrpreises. Unterliegt es schon keinem Zweifel, daß der aller— größte Theil der übrigen neuen Steuern dem Volkswohlstande verderblich sein wird und die jetzt schon hervortretende Erscheinung, daß die Steuererträge selbst in Folge des darniederliegen— den wirthschaftlichen Lebens von Jahr zu Jahr sinken, nur noch vermehren werden, so ist dies gewiß am Aergsten bei dieser letzten Steuer der Fall. Es wird diese Eisenbahnsteuer, wenn sie
vom Reichstage genehmigt werden sollte, gleich den
übrigen Steuern kein anderes Ergebniß liefern, als dieses, daß der Ertrag des gesammten Staats⸗ einkommens um eine noch weit größere Anzahl von Millionen als seither hinter dem Voranschlag zurückbleibt, denn sicherlich werden alle neun Steuern, welche ganz hauptsächlich den wirth— schaftlichen Verkehr treffen, nicht dazu beitragen, die„Hoffnung“ des Finanzministers zu verwirk⸗ lichen, daß Handel und Verkehr sich wieder be— leben werden. Die Steuerkraft Preußens ist erschöpft und seine Hülfsquellen, welche einzig und allein auf der Blüthe des Handels und der Industrie beruhen, können sich bei dem herrschen— den Mangel an Vertrauen in die Zukunft und die Sicherheit der gegenwärtigen staatlichen Ver— hältnisse Europe's zu neuem Aufschwung nicht erheben. Noch ein oder zwei Jahre des bis— herigen bewaffneten Friedens, und die Million Soldaten, auf welche man so oft gepocht, werden sich von selbst verbieten, auch wenn man, wie schon gedroht wurde, zu dem Mittel greifen sollte, die Produktivausgaben des Staates zu streichen und Alles dem unersättlichen Militär⸗Bedürfniß zu opfern. In einer solchen Lage nützt es gar nichts, neue Steuern ausfindig zu machen, denn was durch dieselben gewonnen wird, geht auf der anderen Seite wieder zehnfach verloren.
Holz-Versteigerung im Domanialwald Frauenwald der Oberförsterei Ober ⸗Rosbach. 538 Dienstag den 8. Juni d. J., Morgens 8 Uhr, erden in dem oben gedachten, bei Nieder- Mörlen ge- genen Frauenwald an die Meistbtetenden öffentlich kersteigert: 20¾ Stecken Prügelholz, 3958 Wellen Reiserbolz, ö 1 Wagen 13 Läst Hauspäne, 0 165 Stangen zu Baumstützen, Zusammenkunft auf der langen Schneiße. Ober⸗ Rosbach den 28. Mai 1869. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosdach Bin gm ann.
Petroleum ꝛc. Lieferung.
663 Dienstag den 8. d. M., Vormittags 10 Uhr- sell die Lieferung des Petroleum- und Lichter⸗Bedürfntsses für das hiesige Garnison-Lazareth auf das zweite Halb— fehr 1869 auf dem Bürcau daselbfßt an den Wentgst⸗ ürdernden auf dem Wege der Soumission vergeben terden.
Die Lieferungs⸗ Bedingungen liegen auf genanntem Füreau zur Einsicht offen.
Frledberg den 1. Juni 1869.
Großherzogliche Garnison Lazarerb⸗Commission Stock, Hauptmann.
geschälte Eichen,
Petroleum ꝛc. Lieferung. 657 Donnerstag den 10. d. M., Vormittags 11 Uhr, bird die Lieferung des Petroleum- und Stearinlichter⸗ 2 pro II. Semester 1869 für das hiesige Lazoreth nd die Casernen auf dem Soumissionswege in Accord gegeben.
Bedingungen können auf dern Büreau der unter⸗ slichneten Garntsonverwaltung elngesehen werden. Friedberg den 1. Juni 1869. Großherzogliche een Friedberg
(sich witz. CTannenscheitholz- und Steinkohlen- Lieferung
1656 Freitag den 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung des Tannenholzes und Steinkoblen⸗ bedürfnisses vom 1. October 1869 bis dahin 1870 (wa 3 Stecken und etwa 1500 Centner) für die hiesige Harnison auf dem Wege der Soumission vergeben. Die Lieferungsbedingungen liegen täglich auf dem türeau unterzeichneter Verwaltung zur Einsicht offen. Butzbach den 1. Juni 1869. Greß herzogliche Garnison⸗Verwaltung Freiherr van der Hoop.
Oeffentliche Aufforderung
1667 Forderungen und Aasprüche jeglicher Art an die Berlassenschaft des Peinrich Weisensee von Ossen⸗ heim sind so gewiß innerhalb drei Wochen dahler anzu, melden, als sonst sie bei Regelung des Nachlasses nicht brrücksichtigt werden. Friedberg am 28. Mai 1869. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, dofmann, Landrichter. Landgerlchts⸗Assessor.
Ein Lehrling 1580 wid angenommen von
Friedberg. Hermann Neisel, Drehermeister.
Oeffentliche Aufforderung. 1668 Johannes Jung J. von Ockstadt und dessen Ehefrau Katharine, ged. Göbel, verpfändeten dem Joseph' Strauß von Friedberg für ein zu 5% verzins⸗ liches Darlehn von 430 fl., laut gerichtlich bestätigter Schuld- und Pfand⸗Verschreibung vom 28. Februar 1860 verschledene, in der Gemarkung Ockstadt gelegene Immo⸗ biltien. Diese Forderung ist am 28. August 1860 von Joseph Strauß an Semixrarlehrer Wahl in Friedderg abgetreten worden. Die Rückzahlung des Kapftals mit Zinsen hat ftattgefunden, die Hppothek⸗Urkunde ist aber abhanden gekommen, weßbalb Alle, welche an diese Urkunde Rechtsansprüche bilden zu können glauben, hier— durch aufgefordert werden, solche innerhalb 3 Monalen, vom ersten Erscheinen dieser Bekanntmachung an gerechnet, dahler geitend zu machen, als sonst dieselben nicht berücksichtigt und die Löschung des Hppothekeintrags verfügt werden wird.
Friedberg den 26. Mal 1869.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Zimmermann, Landlichter. Landgerichts⸗Assessor.
Holz⸗Versteigerung.
1662 Dienstag den 8. Juni l. J. kommen in dem Freih. v. Franckenfsein'schen Walddiftrict Mörler Unter in der Gemarkung Ockstadt bei Friedberg zur öffentlichen Versteigerung: 13½ Stecken Eichen⸗Schälscheitholz(Rundstücke), 109 4 Eichen Schälprügelholz, Wellen Eichen Schälreisbolh, Stück geschälte E chen⸗ Stämme u. Stangen von 3-10 ½“ mittl. Durchmesser und 10—307 Länge= 813 Cubiksuh. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr zunächst den Schieß⸗ mauern. Ockstadt den 1. Juni 1869. Der Freiherrl. v. Franckenstein'sche Oberforster Wilbdrand.
Holz⸗Versteigerung. 1658 Montag den 14. d. M., Vormittags 9 Ubr, sollen in dem Freib. v. Die d'schen Kirchwald dahler:
1) 5000 Eichenschälwellen,
2) 2000 Birken-Prügelwellen, 3) 5000 Backwellen von verschiedenen Polzarten und 4) 5000 Eichenbackwellen öffenslich im langen Treiben, oder bel Regenwetter auf dem Fruchtspeicher versteigert werden. Zlegenberg den 1. Juni 1869. Kir chne p.
Kirschen ⸗Versteigerung. 1650 Montag den 7. d. M., Nachmittage um 3 Uhr, sollen in der Stein'schen Wirthschaft dabier die der biefigen Gemeinde zustebenden Kirschen von ca. 60 Bäumen öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
Befenhelm am 1. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Beienheim Muth.
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1. Kr aft— Caffee tvon F. Heuer in Braunschweig.)
1370 Zur Bereitung eines gesunden, wohlschmeckenden,
billigen Caffte'g als Zusatz. Preis per Packet 4 kr. bei J. A. Windecker in Friedberg.
Oeconomen,
1599 jungen, tüchtigen mit Vermögen von fl. 10.000. an, können glänzer de Heiraths Parthieen auf Güter oder auch Pachtgüter nachgewiesen werden.— Frankirte An⸗ fragen unter Chiffre C. G. E. Nr. 7 desorgt die Exped; d. Bl.— Discretion— Ehrensache.
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1644 mit großem anßoßender Zimmer in der schönsten Lage auf der breiten Straße ist zu vermiethen.
S. G. Katzenstein's Witw. 0 2 10 Zimmergesellen 1648 können in dauernde Arbeit eintreten bet
Heinrich Füller Zimmermeister.
1609 Eine große Quantität
Runkelrüben,
ächte Oberndörfer, verkauft die Gräfl. Hofgärtnerei Assenheim à 1000 24 kr.
Fris. Ei Frisches Eigelb 5 Stück à 3 kr.,
11,* 6 7 IS„„„ e 28 7 70 12 22 täglich von 7— 12 Uhr Vormittags und von 2—7 Uhr Nachmittags
1637 bel Trapp 8 Münch.
Portland- Cement.
1655 Bei Abnahme von mehreren Tonnen per Comptant fl. 7. 30., bei Wagenladung billiger.
Friedberg. A. Stahl Wittwe.
Amerihanisches Fleischertract
1671 bel Wilh. Sturmfels, posapolbeker.
Unterhosen! Jacken
160 zu verschiedenen Preisen bei K. Friedrich, neben der Post.
5 24 2 Für frische Eier, 1636 in kleinen und großen Partien, zablen stets die
pöchsten Preise Trapp& Münch
Anzeige.
1653 Meinen geebrten Kunden biermit die ergebene Anzeige, daß ich keinen Wein aus dem Hause ohne
Mitbringung von Flaschen verabfolgen werde.
L. C. Trapp Nachfolger.


