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Beine gebrochen, der Sarg in gutem Zustande und die Hände kreuzweise mit einem elsernen Ber- bande aufgefunden wurden.

Frankreich. Parle. Gegenüber der von mehreren französischen Blättern gebrachten Mit- thellung über den angeblich bevorstehenden Eln⸗ trlit Badens in den Nordbund läßt die Reglerung durch ihre Journale offszibs erklären, daß dies Gericht unbegründet scheine; auch habe dle kalser⸗ liche Reglerung keine hierauf bezügliche Note weder nach Berlin noch nach Karlsruhe gesandt.

DerAgence Havas wird aus Madrid gemeldet: Die Soclalisten bereiten eine revolu- lonäre Bewegung in Kexes und an anderen Punkten der Halbinsel vor. Die Reglerung, die von dem Unternehmen in Kenntniß gesetzt ist, ist entschlossen, dieselbe energisch zu unterdrücken.

Auf ein zum Widerruse mahnendes Schrei ben des Bischofs von Orleans an Pater Hyacinthe hat letzterer geantwortet:Monseigreur! Ich bin sehr gerührt von dem Gefühle, welches Ihnen den Brief eingegeben hat, den Sie mir dle Ehre er⸗ weisen, an mich zu schreiben, und ich bin sehr dankbar für die Gebete, welche Sie für mich

ütigst verrichten wollen; aber ich kann weder die Vorwürse, noch die Rathschläge annebmen, die Ste an mich richten. Was Sie einen großen Fehler nennen, den ich begangen hätte, nenne ich eine große Pflicht, die ich erfüllt habe. Geneh migen Sie, Monseigneur, die Darbringung der ehrsurchtsvollen Gefühle, mit welchen ich verbleibe, in Jesu Christo und in seiner Kirche, Ihr sehr ergebener und gehorsamer Diener. Parts, 26. Sept. 1869. Bruder Hyacinthe.

Die minklsteriellen Journale enthalten Artikel, in denen gesagt wird, die Regierung sei entschlossen, den heftigen Drohungen jener Blätter, die eine Berufung der Kammer bis zum 26. Oktober ver- langen, nicht nachzugeben. Die Berufung des gesetgebenden Körpers werde nicht im October, sondern wahrscheinlich im Laufe des November stattfinden. Unterdessen bereite man wichtige Ent- würse vor, dle der Kammer vorzulegen seien.

DerAgence Havas wird aus Suez vom 28. Sept. gemeldet:Die Dämme der Bitterseen sind durchstochen. Der DampferLesseps machte die direkte Ueberfahrt von Port Said (Mittelmcerhafen) nach Suez(rothe Meerhafen) in 15 Stunden.

DerPublic meldet, die Kaiserin werde am 30. Sept. über Susa nach Venedig abreisen. Sie werde gegen den 13. Oktober in Konstan⸗ tinopel sein.

Bordeaux. Am 28. d. wüthete hier in Folge einer Petrolkum-Explosion eine große Feuers brunst. Im Hafen verbrannten 25 Seeschlsse. Alle deutschen Schiffe(14) sind gerettet.

Grosibritannien. London. DieTimes theilt mit, daß die Regierung von Peru an deutsche und französische Häuser 2 Mill. Tonnen Guano verkauft hat.

Spanien. Madrid. Der Ministerrath und der Regent haben übereinstimmend den Ent, schluß gefaßft, den Cortes die Candidatur des Herzogs von Genua vorzuschlagen. Prim wird diese Entscheidung den Fraktionen der Unkonisten, Progressisten und Demokraten mittheilen. Aus Catalonten wird gemeldet, daß sich republikanische Banden in der Umgegend von Cyracia und Ma- dressa angesammelt haben. Es sind Truppen zu ihrer Verfolgung abgesandt. Man befürchtet Stö rungen der öffentlichen Ordnung durch Republi kaner in Andaluslen und auch in Madrid werden republikanische Kundgebungen erwartet, wie die Agence Havas erfährt.

Italien. Auf dem Aetna fand, wie man aus Catania telegraphirt, ein vulkantscher Aus- bruch statt; im Osten des Berges stärzen zwei prachtvolle Lavaströme gegen Valle del Buecturin.

Amerika. Zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten und der spanischen Regierung fand ein Meinungsgustausch bezüglich der euba

Ein Telegramm aus Havanna meldet, daß auf St. Thomas am 17. und 18. Sept. Erdstöße ohne Schaden anzurichten stastfanden.

»Frledberg. Von unterrichteter Seite wird uns bie

sprechen könnten, daß vielmehr alle Umstände einen Selbst⸗ mord außer Zweifel lassen. Frankfürt. Der eiserne Steg wurde am 30. Sept. dem öffentlichen Verkehr übergeben. Das Publikum hatte sich massenhaft eingefunden, und als mit dem Glocken⸗ schlag das letzte Hinderniß flel, da ergoß sich ber Strom der Neuglerigen, nachdem sie ihren Tribut, bestehend in einem Kreuzer, bezahlt, auf den Steg. Den ganzen Tag über promenirte die Meuge auf der Brücke und sollen, wie man vernimmt, 4500 Personen sich das Vergnügen bereitet haben, am ersten Tag über den elsernen Steg gewandelt zu seln. Vor mehreren Abenden legte sich ein Engländer in dem Weserbahnhof auf das Geleise, als eben der Homburger Zug kinsuhr. Er hatte sich so un- geschickt gelegt, daß er seinen Zweck, todt gefahren zu werden, nicht erreichte, wohl aber wurde ihm ein Bein abgesahren. Niederrad. Bei dem Ausgraben einer Grube sließ man in dem Garten eines Bäckers in einer Tiese von zwet Fuß auf einen Menschenschädel und Armknochen. Die nach Ankunft der Gerichtspersonen sortgesetzte Nach grabung brachte noch einen verstümmelten und in Ver; wesung übergegangenen Rumpf zu Tage. Die Lage der Ueberreste und die Verletzungen am Schädel lassen auf eine gewaltsame Tödtung schließen. Man glaubt damit die Leiche eines älteren Niederräder Ortoangehörigen auf⸗ gefunden zu haben, der selt zwei Jahren vermißt wird, ohne daß über sein Verbleiben irgend eine Spur zu inden gewesen isl. Die gefundenen Ueberreste sind von dem Gerichte zur weiteren Untersuchung in Verwahrung genommen worden. Darmstadt. Am Abend des 29. wurden auf dem hiesigen Bahnhof drei elegant gekleidete Persönlichkelten, welche der noblen Zunft derHochstapler angehörten, verhaftet. Sie hatten Jemanden auf dem Chausseehaus im falschen Spiel 30 fl. abgenommen. Einer der Ver⸗ ehe ein Breslauer, machte einen mißlungenen Flucht- versuch. Mainz. Hier sind von Neuem falsche Badische Ein⸗ halb-Guldenstücke vom Jahre 1856 und mii der Umschrift: Friedrich, Prinz und Regent von Baden, aufgetaucht. Hiese Falsisteate sind sehr gut ausgeführt und können leicht für echt angenommen werden. Sie kenn eichnen sich hauptsächlich durch schlechten Klang, leichtes Gewicht und die dunkle Bleifarbe. 4 Wtainz. Die Behörde ist einem großartigen Schwindel auf die Spur gekommen. Ein dahler arretirtes Indivi⸗ duum hatte sich nämlich belgehen lassen, die Unkerschrift eines Gerichtövollziehers und eines Zeugen nachzumachen und mittelst dieses Schriftstücks eine Pfändung abzuhalten. Worms. Zuverlässigen Nachrichten zufolge können wir berichten, daß die beben seiner Zeit wegen Falsch⸗ münzerel dahler Verhafteten dieses Verbrechens überführt sind und im nächsten Quartal der Assisen zur Aburtheilung kommen werben. Herrieden. Die letzten Aequatortalstürme haden uns warme Luft von den Tropengegenden übermittelt, wodurch wir jetzt schöͤne Nachsommertage erhalten. Das europͤische Lustmeer ist bedeutend ruhiger geworden. Stockholm hatte am 21. das in Schweden Überhaupt und besonders um diese Jahreszelt seltene Schauspiel elnes hesligen Gewitters, dem am 22. ein prachtvolles Nordlicht solgte. Auch Nordamerika hat ein ruhigeres Lufimeer, wobel der Himmel nur mäßig bewölkt war.

Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Post-DampfschiffSaxonia, Capitän Meyer, ging, expedirt von Orn. August Bolten, William Miller's Nachf., am 25. September von Hamburg via Havre und Havanna nach New Orleans ab. Außer der Ladung und Brief- und Packetpost hatte dasselbe 39 Passa⸗ giere in der Cajüte und 237 Passagiere im Zwischendeck.

Das Hamburg Newyorker Post DampsschisfEimbrla, Capilän Haack, welches am 8. Sept. von Hamburg und am 11. von Havre abgegangen, ist am 24. Morgens 1 Uor wohlbehalten in Newyork angekommen.

Dag Damburg' Newyorker Post eHolsatia, Gapitän Ghylers, am 14. Sept. von Newyork abgegangen, ist nach einer Relse von 9 Tagen 17 Stunden am. Abends 7 Uhr in Plymouth angekommen, und hat, nach⸗ dem es daselbst die Vereinigte Staaten Post, sowie die für England bestimmten Passagtere gelandet, um 9 Uhr die Reise via Eberbourg nach Hamburg sortgesetzt. Dasselbe überbringt 166 Passagiere, 80 Briessäcke. 1200 Tons Ladung. 50,000 Dollars Contanten. 5

Sagen aus der Wetterau. Bon Helurich Heusler. 2, Von Lindheim. Zur Zeit der Kreuzzüge nach dem gelobten

nischen Angelegenheiten statt. Die Erstere erklärte, daß slesnie die Absicht einer Vermittlung gehabt e habe und zu den stattgefundenen Verhandlungen lediglich

durch Humauftätsprinzipten veranlaßt worden sei.

Lande, um den Ungläubigen das heilige Grab zu

genommen hatte. chlo in der Nähe von Lindheim, das man die alte

Burg hieß. f Leben lang und er starb nach vielen Jahren o 1 Erben zu hinterlassen und ohne daß er etwas von

gelegt.

zwar mit Beten,

Er bezog sein ererbtes Sch Diese Schätze hütete er sein ga

heute noch und es ist ein großer Stein darauf kann sie aber nur wenn der Wintex Nacht auf St. Thomas beben und

Man anfängt in der ohne Fluch. Es ist dieses noch Niemanden gelungen! 3 Von dem bekanntenHexenthurm bei Lindhein (Vergl. die Schreckensjahre von Lindheim von R. Oeser 34, 108, 116, 119) schwimmt un Mitternacht ein Schwein in dem Bache bis zus Mühle, ein schwarzer Hund mit großen Feuer, augen, der eine Kette nach sich schleppt, geht umher und ein Haase, der ein zerschlagenes Bein hinter sich herschleift, zieht ihm nach. So geht die Sage, Es sollen dies die verwünschten bösen Leute sein, durch welche viele Lindheimer unschuldig als Hexen verurtheilt und verbrannt wurden.

Zum Morde von Pantin.

Die Nachforschungen auf dem Feld von Pantin haben kein weiteres Resultat geliefert. Man glaubd jetzt, daß Johann Kinck schon im Elsaß ermordel wurde, wohin er sich bekanntlich von Roubas begehen wollte. Da er in Guebwiller nicht ge⸗ sehen wurde, so nimmt man an, daß er sich direl auf das kleine Gut, welches er in der Nähe vdieses Ortes gekauft, begeben hatle, und er dor in der Nähe von Traupmann ermordet und ein · gescharrt wurde. Was aber besonders für die Annahme spricht, daß Traupmann Kink im Elsaß umbrachte, sind die Aussagen sesnes eigenen Vaters. Seine Aussagen lassen sich folgender Maßen zusammenfassen. Sein Sohn(der Mörder) hal ungefähr seit einem Jahre Cernay, wahrscheinlich im Monat November, verlassen. Vor etwa einem Monate kam er nach dieser Stadt zurück und wohnte bei selnem Vater. Er sagte demselben, daß, wenn er 1500 Franken hätte, er eine Affair organisiren und viel Geld gewinnen würde. Eines Tages reiste er ab, wie er sagte nach Mühlhausen. Er kam erst spät nach Hause zurück. Seine Mutter sagte ihm:Aber es ist nicht die Zeit, wo die Eisenbahn ankommt: du warst nicht in Mühlhausen.Nein! meinte erich traf die Person in Guebwiller und ich bringe Geld mit. Wir wollten den Namen der Person. wissen, aber er wollte ihn nicht sagen; es seien zu wichtige Angelegenhelten, als daß er sie enthüllen; könne. Er bot seiner Mutter 20 Franken an, die sie aber zurückwies, da sie nicht wußte, woher sie genommen. Später war Traupmann, und zwar gleich nach dem Empfang des Geldes, von Cernah. abgereist, und hatte dann später von Paris, wohin er sich begeben, fünf Briefe(sie tragen das Datum: des 1., 10, 16., 18. und 20. Sept.) an seinen. Vater geschrieben, der sie ihm auch poste restanten beantwortete. Das letzte Schreiben ist also vom Tage, an dem er selnen fünffachen Mord beging, datirt. Aus dem Poststempel ersieht man, daß er eg zwischen 10 und 12 Uhr Morgens aufgab, also kurse Zeit vor dem Beginne seiner letzten Vorbereitungen. Dieses Schreiben lautet:Paris, 20. September: 1869. Meine lieben Eltern! Ich habe Euren Brief geholt und ich ersehe daraus, daß J.. glaubt, ich verzweifelte an meinem Unternehmal Ihr irrt Euch, denn ich bin viel zu eigensinnsg um so schnell zu verzweifeln; meine Sachen stehen gut; sie ziehen sich nur in die Länge. Diesel lengweilt Euch, wie mich, aber man kann nicht immer so schnell handeln wie man es wünscht; dis Leute wollen sich die Sache von allen Seiten an

ich werde

Ihr schreibt mir zurückzukommen; aufgeben,

thun, aber ich kann meine Sachen nicht wenn sie beinahe beendet sind. Geld mehr; ich verlangte heute welches. erhielt 300 Franken, von welchen ich euch 100 sende, denn Ihr müßt dessen benöthigt sein. sende es an die Adresse der Franeisca. J

. lehrte der Ritter Ronrad v. Buches zurück und brachte große Schätze mit, die er den

Türken nach harten, jahrelangen Kämpfen ab

arme Euch. Euer Sohn J.

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Miithellung gemacht, daß bei dem kürzlich een denselben genommen und verbraucht hatte. Erhängten sich durchaus keine Thatsachen ergeben, haben, 5 175 welche für hahn eines an ihm vollführten Verbrechens In einem der Eckthürmchen liegen diese Schätzz

schauen, ehe sie es riskiren, ihr Geld zu verliere,

Ich hatte kein

B. Traupmaun