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Gotthardlinie entschieden und sind bereits Ein ⸗ leitungen zu Verbandlungen mit den betheiligten Regierungen getroffen. Die italienischen Gesandten an den betr. Häfen haben demgemäß Weisung erhalten, einstweilen in dieser Richtung thätig zu sein.
— Der General Möring ist im Auftrage des Kaisers von Oesterreich hier eingetroffen, um die italienischerseits in Triest stattgefundene Begrüßung des Kaisers durch den General Della Rocca zu erwidern.
— Die Nachrichten aus Mittel- und Unter- Italien beginnen sehr ernstlich zu lauten. In Neapel hat das petmanerte Revolufionscomite tine Proklamation erlassen, welche die Aera der Volksversammluagen und Programme für geschlossen erklärt und sodann sortfährt wie folgt:„Wir sind am Frühmorgen der Barricaden angekommen and zeigen dem Land an, daß die Action dem- nächst beginnt und daß wir am Ende unserer langen und blutigen Täuschungen angekommen ind. Ein letztes Bulletin wird erscheinen, um die genaue Zeit der Erhebung mitzutheilen.“ Das Aktenstück wendet sich vorzugsweise an die Sol— daten. Es bestand in Neapel ein eigenes Bureau, in welchem die Soldaten verschiedener Regimenter sich förmlich der Revolution verpflichteten. Als Haupt der revolutsonären Comite's erscheint der römische Emigrant Concetto Procaccini, welcher mit mehreren der andern Anstiftern bereits ver— baflet ist.
Amerika. Washington. Der Senat hat dem Repräsentantenhaus eine Bill vorgelegt, welche das Amtsdauer- und Absetzungsgesetz dahin modificirt, daß es dem Präsidenten freistehen solle, Beamte, ohne Angabe seiner Beweggründe, von ihrem Amte zu suspendiren und deren Nachfolger zu ernennen, durch deren Verweisung Seitens des Senates jedoch die ersteren wieder selbstverständ— lich in ihr Amt eingesetzt würden. Die absolute Absetzung von Beamten sollte dem Präsidenten demnach nicht gestattet sein. Das Repräsentanten- haus verwarf jedoch wit 99 gegen 70 Stimmen diese Bill.
— Telegraphische Nachrichten melden, der ab— getretene Präsident Johnson liege schwer erkrankt darnieder. Das Gerücht, daß Johnson gestorben sei, wird widerrufen.
New Jork. Am Nachmittage des 13. März ließ der diplomatische Körper sich durch Herrn Washburne dem Präsidenten Grant vorstellen, vobei der norddeutsche Gesandte, Baron Gerolt, tine Ansprache an den Präsidenten hielt, in welcher er im Namen seiner Collegen der aufrichtigen Hoffnung Ausdruck gab, daß die jetzt zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Nationen vestehenden guten Beziehungen unter Ihrer Re- gitrung aufrecht erhalten bleiben mögen. Der Präsident dankte in freundlicher Weise und ver⸗
sicherte, daß es sein beständiges Bestreben sein werde, diese friedlichen und freundlichen Beziehun gen aufrecht zu erhalten.
Gießen. Der kürzlich hier wegen versuchten Betrugs verhaftete Besitzer„Norddeutscher Banknoten“ ist ein ge— wisser Schuhmacher Heinrich Berg aus Holzhausen, Königl. preuß. Amts Burbach, auf dem auch der Verdacht ge— werbsmäßiger Verbreitung falscher preußischer Kassen-An⸗ weisungen ruht. Es ist die Frechheit sast unglaublich, mit welcher derselbe seinen Betrug hier versucht hat und man sollte es nicht für möglich halten, daß sich Jemand mit diesen Nachbildungen des Papiergeldes(Norddeutsche Banknoten), zumal mit so hohen Summen von 100 Thlr. betrügen lassen könnte. Jene Banknoten enthalten drei⸗ mal die Aufschrift:
NORDD EUTSCHE BANRKNOTE. und das deuische Reichswappen, darunter die Worte:
Tausend Thaler vollgültig in keiner Zahlung. Unten am Rande sind die Worie klein georuckt: Wer dieses falsche Papiergeld nachmacht, kommt
Zeitlebens nach Mecklenburg oder Lippe. Viel eher ist ein Beirug möglich mit den bei ihm ge— jundenen, galvanisch vergoldeten und sehr fein klingenden Spielmarken. Dieselben haben die Größe der Zwanzig— Franks⸗Stücke, kragen auf der einen Seite das Bildniß des Kaisers Napoleon und auf der anderen Seite inner— balb eines Kranzes von Eichenlaub das Wort:„JETON“. (Spielmarke). Marken scheinen so gewählt, um Betrügereien möglich zu machen, und es sollen in der That mehrere Fälle bekannt sein, in welchen solche Marken als Zwanzig-Francs⸗Stücke ausgegeben wurden.
Frankfurt. Ein in Wiesbaden verstorbener, aus Rotenburg ea. d. T. gebürtigter Militär hat dem Sencken— bergischen Institut ein Legat von 40,000 fl. binter⸗ lassen. Die Zinsen sollen 20 Jahre lang zu dem Capital geschlagen und dann zu Slipendien für wissenschaftliche, tiechnische und gewerbliche Studien verwendet werden.
Vom Main. Im besonderen Interesse der unbe— miitelten Kiassen kann die Aufhebung des Lottexiespiels den Regierungen nicht warm genug und nicht oft genug empfohlen werden. Die Frankfurter und Braunschweiger Lotterie sind es besonders, welche eine Masse Müßiggänger durch den Verkauf getheilter Loose weithin ernähren. Während der Begüterie ein ganzes oder halbes Loos an— kauft und reell durch alle Klassen spielt, greifen Arbeiter und Dienstboten durch die verlockenden Anpreisungen der Lotteriehändler, welche in raffinirter Weise die Leidenschaft des Spieles aufzustacheln verstehen, zu den sogenannten Deyerloosen oder Achtellosen, welche sie in den ersten Klassen meist mit erkargtem Gelde bezahlen und die bei der Schlußziehung gewöhnlich dem Händler durch dessen geschickte Manipulation mit verhältnißmäßig hohem Ge— winn wieder zufallen und durch ihn aufs Neue verkauft werden. Ein Arbeiter in Offenbach hat nach der„M Zig.“ ein Achtel der Nummer 3333 der Franksurter Lotterie dreiunddreißig Jahre lang reell durch alle Klassen gespielt und ist fünfmal nur mit dem Einsatz herausgekommen. Welch sicheren Gewinn hätte der Mann gemacht, wenn er das nach und nach verspielle eld für den Adend seines Lebens sich erspart hätte.
Darmstadt. In der von dem provisorischen Comits für die Saalbau- Unternehmung anberaumten General— versammlung waren 90 Actionäre vertreten. Unter dem Vorsitz des Großh. Obersteuerraihs Welcker fand nach kurzer Discussion auf Antrag des Hofgerichis- Advokaten Vogel die Abstimmung über den von dem provisorischen Comité erwählten Platz(eine zwei Morgen große Fläche nächst dem Bahnhof) statt und wurde einstimmig der bis⸗ her eventuell abgeschtossene Ankauf genehmigt.
Die Form und die zierliche Arbeit dieser
herige Comits wurde ersucht, seine Thätigkeit auch ferner der für unsere Stadt so wichtigen Angelegenheit zu wiemen, die im Entwurf vorgelegten Statuten drucken zu lassen und solche einer demnächst einzuberufenden General⸗ versam:mlung vorzulegen.
Schweiz. Ein aus Sitten kommender Reisender erzählt folgenden schrecklichen Vorfall: 30 italienische Ar⸗ beiter wollten, von Domo d'Ossola kommend, am vorletzten Samstag Abends den Simplon passiren. Bis zur Kalt⸗ wassergalcrie ging die beschwerliche Reise gut von statten; von dort nahmen sie zwei Straßenwärter als Führer mit. Aber sie waren noch nicht weit gekommen, als plötzlich eine ungeheure Lawine auf sie hereinstürzte und alle 32 Mann unter ihren Schneemassen begrub. 20 von den Italienern gelang es, sich zu retten, die übrigen 12, darunter die beiden Straßenwärter, liegen an der Un— glücksstätte begraben.
Danksagung.
Für die arme Familie des am 7. Februar d. J. in Friedberg verunglückten Friedrich Jung von Wissels— heim sind bis jetzt an Gaben eingegangen:
1) Bei der Expedition dieses Blattes
2) Beim Geistlichen und Bürgermeister in Wisselsheim 21539
i 75 fl. 48 kr. wofür den gütigen Gebern der herzlichste Dank hierdurch gesagt wird.
54 fl. 13 kr.
Die im vergangenen Winter stattgefundenen Vorlesungen haben an Kosten verursacht 165 fl. 26 kr. Darunter 110 fl. für den Saal, für Be⸗ leuchtung und Heizung.
Die Einnaymen betragen im Ganzen 2565 fl. 26 kr.
Also Mehr-Einnahme 100 fl.— kr.
Von den betheiligten Herren wurde diese Summe wie solgt verwendet:
1) Für die deutsche Eesellschast zur Rettung
Schiffbrüchiger 25 fl.— ke.
Dazu ein besonderer Beitrag 1 2) Für die nothleidenden Juden in West⸗
rußland 2 3) Für den hiesigen Frauenverein der
Gustav-Adolf-⸗Stistung 2 4) Für den hiesigen Hilfsverein 9
Die Uorddeutsche Landwirthschaftliche Beitung
in Berlin, welche seit Neujahr d. J. wöchentlich zweimal er⸗ scheint, liegt uns in ihren während der letzten drei Monate ausgegebenen Nummern zur Besprechung vor. Aus den⸗ selben ist zu konstatiren, daß der Invalt der genannten Zeiung, namentlich der volkswirchschastliche und com⸗ mercielle noch reicher und mannigfaltiger geworden ist, als er es bereits im vergangenen Jahre war. Außerdem bringt die Norddeutsche Landwirthschaftliche Zeitung selt Neujahr d. J. eine gedrängte, rein fachlich gehaltene Darstellung der politischen Weltlage und ein Feuilleton, in welchem bisher die sehr interessanten Novellen„Das Käthchen vom Waldkrug? von Ernst von Waldow und„Faust“ nach dem Russischen des Iwan Turgeniew erschienen sind.
Die Tendenz der Norddeutschen Landwirihschastlichen Zeitung ist auf die Wahrnehmung der landwirkb⸗ schaftlichen Interessen, Erhöhung des Rein⸗ er trages vom Grund und Boden und Ver⸗ mittelung des gesammten land wirthschaft⸗ lichen Verkebrs gerichtet.
Die Nordd. Landw. Zeitung kann bei allen Buchhandlungen und den Postanstalten bestellt
Das bis⸗ werden und kostet vierteljährlich 1 Thaler.
Main ⸗Weser⸗Bahn.
Bekanntmachung.
986 Mit Bezug auf F. 11 des mit dem 1. Januar v. 3. zur Einführung gelangten Reglements für unseren Lokal- Güter ⸗Berkehr dringen wir hierdurch Folgendes zur öffentlichen Kenntuiß:
1) die Expeditionslokale für den Güterverkehr find dem Pudlikum im Sommer von 7 Ubr, im Winter von 8 Morgens bis 7 Uhr Abends, mit Aus- schluß der Mitiagsflunde, auf den Stationen Kassel, Marburg, Gießen und Frankfurt von 1 bis 2 Uhr, auf den übrigen Stationen von 12 bis 2 Uhr geöffnet;
2) Eilgut wird an Sonn- und Fesitagen nur in den Vormittagsstunden von 8 bie 10 Ubr angenommen und ausgeliefert.
Kassel den. 24. März 1869.
Königliche Direktion der Main Weser-Bahn.
Holz-Versteigerung.
977 Montag den 5. April l. J., Morgens 10 Uhr an⸗ sangend, werden im hiesigen Gemeindewald, Distrik, Zungenbolz I. Theil:
8 eichene Bau und Werkholz-Stämme, 1817 Cbkfß.,
33 Klafter gemischtes Scheitholz und 9900 Stück gemischte Wellen verflelgert.
Pfaffenwlesbach den 27. März 1869.
Bürgermelster 8. Rn p üp.
Lieferung für das Landeszuchthaus. 988 Mittwoch den 14. April l. J., Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 14 Ceatner frischer Butter in Ausgebolen von je 1 Centner öffentlich ver⸗ steigert. 2
Marienschloß den 30. März 1869.
Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direktion
ne
Holz⸗Versteigerung.
987 Montag den 12. April, Vormittage 9 Uhr, sollen in dem Freiherrl. v. Rothschild'schen Walde„Alten- berg“ öffentlich metstbietend versteigert werden:
3800 Stück Birken Prügel und Ressholz-Wellen,
5000„ Eichen, gemischle 1„
2000„ K lange Wellen(Faschinen). Letztere eignen sich zu Bohnengerten. Otarben den 30. März 1869.
Der Freiherrl. Rewiersörster Hilgenreiner.
NT. b e., d Nee.. 993 Die bei Umdeckung des Schiff- und Thurmdaches an der Kirche zu Gettenau vorgesehne Dachdeckerarbeit, welche zu 706 fl. 32 kr. voranschlagt ist, soll Freitag den 9. März, Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirt Kriegk daselbsi öffentlich an den Wenigstfordernden veraccordirt werden.
Nidda den 30. März 1869.
Der Gemeindebaumeißer Wenzel.
985 Der Kunsigärtner Daniel Imgrund in Kessel⸗ fladt bat glaubhaft angezeigt, daß sein Vermögen überschuldet sei. Es wird deshalb zur Abwendung des förmlichen Concurses Termin auf den 27. k. M., Vormittags 9 Ubr,
anher— Schloßstraße Nr. 26— zum Gütcversuch an ⸗ beraumt und haben sich dazu dessen Gläubiger einzu⸗ finden und ihre Forderungen anzumelden und zu begründen.
Ote nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrheit beitretend betrachtet, etwaiger Vergleichsdescheid lediglich durch Anschlag veröffentlicht.
Hanau am 25. März 1869.
Königliches Amtsgericht Abtheilung II. Coͤ ster
bt. Strobmeper. Holz⸗Versteigerung. 980 Im Revier Arnaburg, Distrikt Hain zc., werden
Montag den 5 April d. J. verstelgert: b 4 Stecken Hainbuchen Werkbolz für Müßlwenke,
16„ Buchen Scheitholz,
160 5„ une 9 Stecken Eichen⸗Stamm⸗ Prügelholz,
15„ Kiefern- zebufüßiges Prügelbolz,
110„ Buchen- u. 13 Stecken Kiefern Stockholz,
17 Tausend„„ 6 Hundert Kiefern Wellen.
Zusammenkunft und Anfang präcis 9 Udr Vor- mittags am Jägerpfad auf der Straße von Eberstadt nach Lich.
Arnsburg den 25. März 1869.
Trautweln, Oberföoͤrster.


