Oberhessischer Anzeiger.
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1869.
Donnerstag den 1. April.
37.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Inkelligenzblalt
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Auf den wöchentlich dreimal erscheinenden„Oberhessischen Anzeiger
kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren.
Amtlicher Theil.
8 Betreffend: Die Auszeschnung der Verdienste des Geheimeraths Professor Freiherr Dr. v. Liebig zu München.
Friedberg den 27. März 1869.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Da nur wenige von Ihnen meinem Ersuchen vom 30. Januar d. J. entsprochen haben, so bringe ich dasselbe hiermit in Erinnerung. Der Direktor des landwirthschaflichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg
Ter a p F.
Lokalreglement, wegen Benutzung des großen Canals in der Parkstraße zu Nauheim.
Auf Antrag der Localpolizeibehoͤrde und mit Ermächtigung Großh. Ministeriums des Innern vom 17. d. M., zu Nr. M. d. J. 3193, vird hiermit verordnet:
Jede Verunreinigung des nur zur Aufnahme des Tagwassers hestimmten großen Canals in der Parkstraße zu Nauheim, durch Ein— leitung des Inhalts der Abtritts- und Dünggruben, Kloaken ꝛc., das
Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf a Samstag den 3. April, Nachmittags 2 Uhr, zu einer Besprechung der nachstehenden Gegenstände u. s. w. in den
Saal des Gasthauses Zu den drei Schwertern“ in Friedberg tingeladen:
1) Sind Fütterungsversuche mit Palmkuchen gemacht worden, und wie war das Resultat?
2) Welches ist die geeignetste Vorbereitung eines Ackers, der mit Luzerner⸗Klee bestellt werden soll, und ist der Saamen allein,
Einwerfen von Kehricht, Scherben, Unrath ic. in denselben ist bei Meidung einer Strafe von 30 kr. bis 10 fl. verboten. Friedberg, den 22. März 1869. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.
Einladung.
3) Welche Bedeutung hat die Gähre des Ackers und welche Ver— fahrungsweisen bei der Behandlung des Bodens sind einzu— schlagen, um sie sich zu sichern?
4) Durch welche Mittel kann dem Obstbau eine allgemeine Ver— breitung gesichert und namentlich der Anbau solcher Sorten ge⸗ fördert werden, die einen hohen wirthschaftlichen Werth haben e
Herr Dr. Henkelmann hat es übernommen, Frage 3 durch einen Vortrag einzuleiten.
Zum Schluß wird Herr Kreisbveterinärarzt Born seinen be— gonnenen Vortrag über das Waͤhrschaftsgesetz bei dem Viehhandel fortsetzen.
Nieder-Wöllstadt den 31. März 1869.
oder unter Hafer, Gerste ꝛc. auszusäen?
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Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ che Regierungsblatt Nr. 8 enthält:
I. Publication des zwischen dem norddeutschen Bund und dem Köntgreich Ilallen am 14. October 1867 zu Rlorenz abgeschlossenen Schifffahrtsvertrags.
II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums her Finanzen, die Errichtung eines Freihafens zu Worms betreffend.
III. Bekanntmachung Großh. Provinzial-Direktion Starkenburg, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Starkenburg für das Jahr 1870 betr.
IV. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Mainz, den Ausschlag des Gehalts des Rabbinen zu Bingen für das Jahr 1869 betreffend.
Vi. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben dergnädigst geruht: am 6. März dem Schulamts⸗ Apirauten Eduard Jost aus Feldkrücken, im Kreise Schotten, die ersie evangelische Schulstelle zu Grebenau, im Kreise Alsfeld,— dem Schulamts⸗Asptranten Peter Anton Keller aus Klein⸗Welzheim, im Kreise Offenbach, die katholische Schulstelle zu Krumbach, im Kreise Linden⸗ sels,— und ber Lehrerin Maria Eva Haub aus Boben⸗ heim, im Kreise Oppenheim, die katholische Mädchenschul⸗ selle daselbst zu übertragen.
VI. Vecsetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Februar den Hauptzollamtodiener bei dem Hauptzollamt Offenbach, Fatum, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit,— am 2. März den Schullehrer an der ersten evangelischen Schule zu Bischofsheim, Daniel Krämer,— am 6. März den Schullehrer an der zweiten evangelischen Mädchenschule zu Beerfelden, Christoph Sommerlad, unter Anerkennung seiner mehr als 50 jährigen treu gelkisteten Dienste auf ein Nachsuchen— und ben Schullehrer an der evange⸗ lichen Schule zu Gettenau, Georg Heßler, in den Ruhe— and zu versetzen.
VII. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Hutzdorf mit einem Gehalte von 709 fl.; dem Herrn Grafen von Schlitz genannt von Göttz, sieht das Präsen⸗ tationsrecht zu dieser Stelle zu.
VIII. Gestorben;: am 16. Januar der pensionirte Steuereinnehmer Kalbfleisch zu Altenburg;— am 1. März der pensionirte Kreisarzt Medicinalrath Dr. Köhler zu Laubach;— am 2. März der Hofgerichterath Krug zu Gießen;— am 6. März der Obersörster Frhr. v. Gall zu Bingenhetmer Forsthaus;— am 10. März der Do⸗ mänenpfandmeister Sehrt zu Gießen.
— Dem Vernehmen nach soll bei unserer Division demnächst das Avancement der Offiziere in den Regimentern wieder eingeführt werden. Die deßfallsigen Verfügungen stünden in naher Aussicht und würde die mit Rücksicht auf die Anciennität erforderliche Ausgleichung vielfache Versetzungen innerhalb des Ofsiziercorps nöthig machen. Um die Einheit der hessischen Diviston mit dem norddeutschen Bundesheere zu vervoll⸗ ständigen, ist es nur noch erforderlich, diesem Verhältniß auch einen äußerlichen Ausdruck zu verleihen, nämlich die Uniformirung unserer Sol- daten nach preußischer Ordonnanz durchzuführen. Als Vorläufer einer solchen Maßregel will man die Einführung der Ossiziers-Interims- Uniform preußischen Musters bei unserem Offizierscorps betrachten.— Der Hauptmann im Großherzoglichen Artillerie-Corps und Abtheilungschef im Kriegs- Ministerium v. Herget ist zum Major à la suite des 1. Infanterie-Regiments und der Großherzog- liche charakterisirte Intendanturrath Niepoth
zum wirklichen Intendanturrath mit Majorsrang ernannt worden.
— Dem Kreisassessor Dr. Dietz sch zu Vilbel wurde die Verwaltung des Kreises Grünberg pro visorisch übertragen.
— Die kürzlich gebrachte Nachricht, daß Fürst Karl zu Isenburg ein deutsches Regiment in Rom errichten wolle, wird als vollkommen unbe⸗ gründet bezeichnet.
Alsfeld. An Stelle des Hofgerichtsraths Schulz, welcher sein Mandat niedergelegt hatte, ist zum Landtagsabgeordneten sür Alsfeld Justiz- rath Kolb, Secretär am Oberappellatlonsgericht zu Darmstadt, gewählt worden.
Preußen. Berlin. Man spricht von einer demnächst stattsindenden Zusammenkunft der Staatsminister v. Bismarck und v. Beust zum Zweck der Herbeiführung einer Annäherung zwischen Preußen und Oesterreich.
— In Bezug auf die neuen Steuerprofjekte scheint es allmählich etwas zu tagen. Wegen Er⸗ höhung der Branntweinsteuer liegt bereits eine Kundgebung von amtlicher Seite vor. Nun hört man weiter, daß auch eine Vorlage über die Petroleumsteuer und eine Besteuerung der Börsen⸗ geschäfte ganz in der Kürze zu erwarten sei. Hin⸗ sichtlich der Branntweinsteuer ist bereits eine ziemlich rege und ausgedehnte Agitation, an der sich namentlich die conservativen Kreise und hoch⸗ adligen Rittergutsbesitzer in Preußen beteiligen


