Ausgabe 
15.12.1868
 
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December- Beobachtungen ergibt. Bei den großen Luft⸗ druckdifferenzen und dem sehr unruhigen Luftmeer wird indessen auch dieses Wetter nicht sehr lange dauern. Die Wärmeunterschiede Europa's waren vorgestern Morgen 8 Uhr 27.20.

Augsburg. Eine verwickelte Geschichte wird von hier gemeldet: Letzten Freitag wollte eine Kellnerin Baum wollgarn auf einen Knäuel wickeln und nahm aus Ver sehen dazu 52 Stück verschiedene Banknoten ihres Dienst herrn, der sie aber glücklicherweise bei dieser Wickelei über raschte, ehe die Banknoten noch ganz verschwunden waren. Bei näherer Durchforschung ihres Koffers fanden sich noch allerlei Verwickelungen, und so wurde denn die Wicklerin der Polizei übergeben.

Der Giftmordprozeß zu Marseille, wel cher dieser Tage vor den Assisen zur Verhandlung kam, füllt die Spalten der französischen Blätter und läßt in der That noch tiefere Einblicke in die Abgründe mensch- lichen Gemüthes thun, als der kürzlich erwähnte Prozeß Jeannaret. Drei Frauen(Madame Ville, Madame

Gabriel und Madame Salvago) haben ihre Männer er mordet, weil ihnen dieselben bei ihren Liebschaften un bequem waren. Den Unterhändler, beziehungsweise Lie feranten bes Giftes, machte ein Winkel-Apotheker, Namens Frangois Joye, während eine Kartenschlägerin, eine gewisse Lambert, durch ihre dunklen Prophezeihungen in den Ge müthern der drei Frauen den Boden lockerte, auf welchem jene Gräuelthaten emporwuchern sollten. Der Beihülfe angeklagt sind außerdem die Frauen Dye, Mutter der Witwe Gabriel, und Palmyra Flayol. Die Entdeckung führte der verheirathete Maurermeister Marino in Mar- seille herbei, welcher ein Liebes verbältniß mit der einen der Angeschuldigten, der Wirthin Ville, unterhielt, deren baumstarker Mann auf dem Siechbette lag. Kam nun der Tod des Mannes dem Liebhaber und andern Gästen verdächtig vor, so wurde Marino in seinem Argwohn noch mehr bestärkt, als seine rechte Frau ihm einst weinend entgegenkam, das Liebesverhältniß vorwarf und dazu be merkte, auch sie solle von der Ville vergiftet werden; die Kartenschlägerin Lambert habe ihr das im Vertrauen mit⸗ getheill; der Kräuterhändler Joye werde das Gift liefern. Marino, dem dabei der Gedanke kam, das Morbweib

könne, dermaleinst seiner überdrüssig, auch ihn opfern, suchte sie von nun an daburch unschäblich zu machen, daß er ihr das Geständniß ber Ermordung ibres Mannes nebst Nebenumständen entlockte und zu diesem Zweck ihr weiß machte, um sie heirathen zu lönnen, wolle er seine eigene Frau vergiften. Die also Bethörte nahm den Vor⸗ schlag lebhaft au und adressirte ihn an den Mittelschaffer Joye, theilte ihm auch gesprächswelse die Namen mehrerer Frauen mit, welche, wie sie, ihre Männer aus der Welt geschafft. Als Marino zu Joye kam, war Letzterer auf sein Kommen schon durch die Ville vorbereitet worbenz er erhielt daher ohne viel Bitten gegen Erlegung einer Summe das verlangte Gift nebst einer ganz genauen Gebrauchsanweisung. Schon Tags zuvor hatte Marino den Staatsanwalt von dem ganzen Handel in Kenntniß gesetzt, die Polizei lag auf der Lauer, und so erfolgte denn die gleichzeilige Verhaftung Joye's, der Ville, der Lambert und der anderen namhaft gemachten Frauen. Der Assisenhof verurtheille den Kräutersammler Joye und die Frauen Ville, Gabriel und Lambert zu lebenslänglicher, Frau Salvago zu 20jähriger Galeere und sprach die ebenfalls angeklagten Frauen Dye und Flayol frei.

An sämmtliche Großherzogliche Bürgermeistereien des Rentamts-

bezirks

Nidda.

3078 Wegen der Feiertage fallen den 25. und 26. Dezember 1868 die gewöhnlichen Zahl tage aus und werden dagegen Dienstag den 22. und Mittwoch den 23. d. Mt s., Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr, außerordentliche Zahltage in dem Rentamtsbüreau zu Reichelsheim abgehalten.

Dieses ersuchen wir Sie im Interesse Ihrer Ortsangchörigen durch die Schelle bekannt,

machen zu lassen.

Reichelsheim i. d. W. den 10. Dezember 1868.

Großherzogliches Rentamt Nidda W

* 2 R 0* 1 Möbel⸗Versteigerung. 3059 Nächsten Dienssag den 15. d. M, Nachmittags 2 Uhr, werden auf Anstehen des Hin. Loule Baucher im neuen Conversatlonshause dahier nachverzeichnete

Mobilien: 1 Soppa, 1 Causeuse mit 6 Stübten, 1 Commode, 2. Bellstellen mit Matrazen, 1 zweischläftige franzö⸗ fische Belistelle, 1 Kinderbett, 2 große Spiegel mit Goldrahmen, 1 ovaler Tisch, 1 Nacht⸗ und 2 Wasch⸗ tische, 3 Vorhänge, 7 Rouleaux, 1 Badewanne, 1 Kiste, 1 Korb, 1 Arbeitstisch und andere Gegen⸗ slände, abzugsbalder an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert. Naubelm am 10. Dezember 1868. Der Stadtischreiber Schutt.

Dekanntmachung. Main ⸗Weser⸗ Bahn.

3074 Montag den 4. Januar 1869 wird bet der Wärterbude Nr. 127 in der Nähe des Dorfes Kölbe zwischen Marburg und Kirchbhatn, eine Haltesselle für die Beförderung von Personen, einschließlich Militärs, nach und von den Stationen Marburg und Kirchhain und zwar bis auf Weiteres mit den Zügen III, XVI und XV und XII, XIV und XX des Fabrplanes vom 15. Juni d. J. eröffnet werden. Die Abfahrt von Kölbe findet slatt:

I. Nach Kirchhain mit Zug III um 5 Uhr 5 Minuten Vormittags, 2* Nachmittags, h Nachmittags.

II. Nach Marburg mit Zug XII um 10 Uhr 26 Minrten Vormittags. . 3 5 Nachmittags, XIX 9 24 Nachmittags. Neisegepäck kann von allen Stationen der Maln⸗ Weser⸗Dabn nach Kölbe expedirt werden, das daselbft zur Beförderung über Marburg oder uber Kirchhain binauszugehende Gepäck wird von den letztgenannten Statlonen nach Kölbe rückwärts und weiter vorwärs expedirt und ist hierbei die tarifmäßige Taxe von Kölbe nach Alrchbain beziehungswelse Marburg unt von da bis zur Bestimmungt nation zu entrichten. Cassel den 8. December 1868. Königliche Dire tion der Main⸗Weser⸗Bahn.

Arbeits- Versteigerung.

3079 Mittwoch den 16. December l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu O stheim nachflehende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigeru g bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich:

1) Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 55 fl. 2) Maurer- und Weiß binderarbeilt 147 3 Glaserarbeit 8 4) Schlosserarbeit 1251 5) Schmiedearbeit 10 00 Lieferung von Firf- u. Plattztegel 7

Butz dach am 11. December 1868. Der Bezirks⸗Bauaufseher Bur ck.

Bekanntmachung. 3076 Mitwoch den 16 December l. J., Nachmittags 3 Uhr, wird in biesigem Rathhause 1 einspänniger Wagen öffentlich meißt ietend versteigert.

Friedberg den 11. December 1868. Großperzegliches Ortsgericht Friedberg Joucar.

Benachrichtigung. 3075 Die Inhaber von Partla ⸗Obligattonen ver Gemeinde Ossenbeim können die necen Zinscoupons auf weitere 10 Jahre, gegen Rückgabe der Talons in dem Büreau der Großherzoglichen Bürgermelsteren Ossen⸗

Ausverkauf

eines großen Kinderspielwaaren- Lagers. 3087 Donnerstag den 17. Dec. d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, wird auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Kaufmanns Karl Bingmann dahler ia dessen Bebpausung ein großes Kinderspielwaaren⸗Lager, um mit diesem Artikel förmlich aufzuräumen, öffentlich melft⸗ dietend gegen Baarzoblung verfßetgert. Friedberg den 14. December 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar.

Steinkohlen,

2128 nur Stücke, bester Qualität, per Waggon 2 200 Centner zu 88 fl. Kleinere Quantitäten in meinem Magazin an der Bahn 3 Centner 30 kt. empfiehlt

Bad Nauheim. Jacob Schimpf.

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Jakob Rieck, Markt Nr. 46,

heim von heute an in Empfang nehmen.

Mittwoch den 23. Dezember können die Coupons in Friedberg im Hotel Schott von 1 bis 4 Ühr Nach⸗ mittags in Empfang genommen werden.

Ossenbeim den 11. December 1868.

Großherzogliche Bürgermeisterel Ossenheim Maul. Bekanntmachung. 3081 Freitag den 18. d. M., 11 Uhr Morgens, wird ein gut genährter, zur Nachzucht untauglich gewordener Gemeinde ⸗Bullen auf biesigem Rathhause meisibietend versteigert.

Pfaffenwies bach den 12. December 1868.

Ru pep, Bürgermeister.

Arbeits ⸗Versteigerung. 3084 Montag den 21. d. M., Mittags 2 Übr, soll auf dem Rathhause zu Rodheim die an dem Kirch⸗ thurmdache daselbst nöthige Dachdeckerarbeit, veran- schlagt zu 383 fl. 10 kr., nochmals an den Wenigst⸗ nehmenden öffentlich veraccordirt werden. Vilbel den 14. December 1868. In Auftrag Großherzoglicher Bürger meisterel Rodheim Bo el, 1 Bezirke⸗Bauaufseber.

Holz Versteigerung. 3083 Freitag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im Nieder⸗Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 10, bei dem Forsthaus Wintersteln nachstebende Holzsortimente an den Meistbietenden versteigert werden: 6600 Wellen Birken Durchforstungsholz, auch zu Besenreisern geeignet,

750 Wellen gemischtes Durchsorstungsholz und

600 Wellen Fichten.

Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst, und wird gegen genügende Bürgschaft Zahlungofrist bis zum 1. Juli 1869 gestattet.

Nieder⸗Mörlen den 12. December 1868.

Großherzogliche Bürgermeisterel Nleder⸗Morlen

Feinsten Vorschuß

3020 zu 15 kr. bei Friedberg.

Löb Strauß.

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0 Zur hohen Beachtung für Bruchleidende.

45, Der derübmte Bruch⸗Balsam, dessen hoher Werth selbst in Paris anerkannt, und welcher von vielen medi⸗ einischen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in vielen tausend Fällen glückliche Curen bervorbrachte, kann jederzeit direct brieflich dom Unterzeichneten die Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. dezogen werden. Far einen nicht zu alten Schaden ist elne Schachtel hinreichend.

J. Kr. Eisenhut in Gais, dei St. Gallen

(Schweiz).

bel K. Friedrich

Assenheim. Bäckermelsler.

Herrenkragen

neben der Post in N

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