Ausgabe 
6.2.1868
 
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Calculator II Klasse bei der Ober-Forst- und Domänen

irektion zu ernennen. 5 1 Di. Dlenstenthedung. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 20. Diane 1867 den Großberzoglichen Consul Wortmann in Gibraltar auf sein Nachsuchen von dieser Stelle zu entheben..

VIII. Gestorben: am 19. Januar der evang. Pfarrer

Schweisgut zu Burkhards..

Das Großh. Reg.-Blatt Nr. 8 enthält:

I. Verordnung, den Gradationsstempel in den Pro vinzen Starkenburg und Oberhessen betreffend.

II. Uebersicht der im Jahre 1867 in den Irrenanstalten des Großherzogtbums verpflegten Kranken.

Aus der von dem Vorstande des Ju- validen-Unterstützungsvereins kürzlich veröffent- lichten Denkschrift ergibt sich, daß ursprünglich 252 Invaliden und 52 Familien gefallener Soldaten einer Unterstützung anheimfielen. Dermalen redu eirt sich die Zahl der noch zu unterstützenden Soldaten auf 117 und der Familien auf 36. Die Zahl der aus den abgetretenen Landestheilen zu Unterstützenden beträgt 24 Invaliden und 4 Familien. Der Verein hatte Ende Dezember 1867 an einmaligen und pro 1866 bezahlten jährlichen Beträgen eine Einnahme von 30,500 fl., wozu das Soll der jährl. Beiträge pro 1868 noch mit circa 2400 fl. hinzukommt. Ausgegeben waren bis dahin: für Unterstützungen 4023 fl. 51 kr., an Unkosten 748 fl. 54 kr. Nach dem Voranschlag ist für Unterstützungen des laufenden Jahres die Summe von 4106 fl. vorgesehen, welche theils in Renten, theils in einmaligen Unterstützungen angewiesen wurde.

Wie dasFr. J. berichtet, verlassen am 1. März die 3., 4. und 5. Schwadron des 2. Reiterregiments ihre bisherigen Stationen Gries heim, Arheilgen und Babenhausen, um in Langen und Egelsbach Garnison zu nehmen, wohin auch der Regimentsstab kommt. Am 11. d. M. wird mit dem Eintreffen der Rekruten ein weiteres Bataillon Infanterie gebildet und ein Bataillon auf das Land verlegt; an demselben Tag soll auch die Bildung zweier Landwehrbataillone be gonnen werden.

Im Kreise Friedberg wurden bei der am 3. Dezember v. J. vollzogenen Zählung 41,315 Personen ermittelt, worunter 39,711 Inländer und 1604 Ausländer. Im Jahre 1864 betrug die Bevölkerung des Kreises nur 35,998 Personen, da demselben aber im Jahre 1866, zufolge Frie- densvertrags, 6 Gemeinden mit 5347 Personen .. so ergibt sich eine Verminderung von 0 Köpfen. Von 26 Gemeinden liegt eine Zu⸗ nahme, von 25 eine Abnahme in der Bevölkerung gegenüber der Zählung von 1864 vor. Die Stadt Friedberg zeigt eine Vermehrung von 204 Köpfen, die Garnison ist aber um 247 Mann stärker als im Jahre 1864; mithin resultirt eine Verminderung der Civilbevölkerung von 43 Köpfen. Butzbach ergab 2579 Einwohner, 27 weniger, und Nauheim 2435, 97 mehr als vor 3 Jahren. Es ist vorzugsweise die neuerdings in verstärktem Muße überhand nehmende Auswanderung, welche die Bevölkerungszahl des Kreises herabdrückt.

S. Gießen. Professor Mendelssohn⸗ Bartholdy in Heidelberg hat den an ihn er⸗ gangenen Ruf als außerordentlicher Professor der Geschichte für unsere Universität nicht angenommen, ist vielmehr an die Universität Freiburg versetzt worden. Statt seiner wird Privatdocent Dr. Gluck hohn aus Würzburg, der sich durch sein Werk über Briefe Ludwigs des Frommen rühmlich bekannt gemacht hat, als außerordentlicher Professor in die Zahl der hiesigen Docenten eingereiht werden.

Worms. Die Gesammtsumme der Samm- lungen für das Luther Denkmal beläuft sich auf 180,192 fl., ohne die Zinsen der in Staats⸗ papieren angelegten Gelder.

Preußen. Berlin. Der König empfing in einer längeren Audienz die Commission für die Schulangelegenheiten des norddeutschen Bundes, welche ihre Arbeiten beendet hat und sich verab⸗ schiedete. Alsdann überreichten in einer Privat- Audienz der französische Botschafter und der bel gische und bayerische Gesandte ihre Accreditive als Repräsentanten beim norddeutschen Bunde.

DieN. A. Zig. bestätigt die Meldung, daß die Verhandlungen mit den Spielgesellschaften

von Wiesbaden und Ems zum Ziele geführt worden seien. Regierungsrath Wehlers sei nach Homburg gegangen. Nach derKreuzzeitung wäre die Einbringung eines Gesetzes wegen Schließung der Spielbanken nächste Woche zu erwarten.

DerMagd. Ztg. schreibt man:Karl Schurz erfreut sich hier der lebhaftesten Theil nahme. Er hat dem Mintster Bismarck auf dessen Einladung einen Besuch gemacht und über ameri kanische Zustände im Allgemeinen Bericht erstattet. Bismarck äußerte zu Bekannten, es wäre ihm lange nicht eine so anregende Persönlichkeit vor gekommen, wie Schurz. Daß er in Amerika eine glänzende Carriere gemacht hat, verdankt er nicht der Protektion guter Freunde, sondern allein seiner eigenen Tüchtigkeit. Schurz hat genaueren Be kannten Mittheilungen über die Umstände gemacht, unter denen er Gottfried Kinkel aus der Haft im Spandauer Zuchthause befreit, doch wünschte er ausdrücklich, daß hierüber nichts durch die Presse verlaute, weil er nicht wollte, daß noch nachträglich Personen, die bei der Flucht Kinkel's thätig gewesen sind, compromittirt würden. Es kann erst nach deren Ableben eine authentische Berichterstattung über den hochinteressanten Vorfall gegeben werden.

Aus der Unterredung, welche der General Schurz, der Befreier Kinkel's, mit dem Grafen Bismarck hatte, wird folgende höchst charakteristische Aeußerung des Letztern mitgetheilt. Schurz sprach von der Möglichkeit, ja Wahrscheinlichkeit einer Revolution in Paris, und von dem Einfluß, den ein solches Ereigniß auf den ganzen Gang der Politik in Europa haben müsse. Graf Bismarck gab zu, daß in vielen europäischen Staaten ein solches Ereigniß nicht ohne Wirkung bleiben würde, ssellte eine solche Wirkung aber für Deutsch land und speziell für Preußen ganz entschieden in Abrede, und sagte dabei: Wenn in Paris Revo lution ausbricht, so würde ich, falls sich die Nothwendigkeit herausstellen sollte, ohne Bedenken mit der ganzen Armee, stehendem Heer und Land wehr, das Land verlasen, es würde ganz ruhig bleiben!

Hannover. DieZ. f. N. schreibt: Mi⸗ litärpflichtige junge Leute sind, wie man hört, in letzter Zeit wieder in größerer Zahl von hier ent⸗ flohen. In der Provinz geht es nicht besser. Acht junge Leute, die einen Fluchtdersuch unter- nahmen, jedoch, wie verlautet, an der holländischen Gränze fesigenommen wurden, sind hier am 30. Jan. unter Bedeckung eingebracht worden. Ein Gerücht wollte wissen, daß ein Lohndiener wegen Falschwerberei verhaftet sei. Derselbe soll den von ihm Verführten ansehnliche Summen als Reisekosten 2c. ausgezahlt haben. Gewiß dürfte sein, daß der demnächst gelegentlich der Geburts⸗ tagsfeier des Königs Georg stattfindende Extrazug nach Wien Manchen auf Nimmerwiederkehr ent⸗ führt. Es sind in letzter Zeit mehrere Personen verschwunden und liegt die Vermuthung nahe, daß sie sämmtlich ihren Weg nach Hietzing t. genommen haben. Mehrere Keservisten, die ent- flohen sind, haben Weib und Kind zurückgelassen.

Baden. Karlsruhe. Der Winisterprä⸗ sident und Staatsminister der Finanzen und des Handels, Karl Matthp, ist nach mehrwöchent⸗ licher Krankheit in der Nacht vom 3. zum 4. d. mit Tod abgegangen.

Oesterreich. Wien. Ein Ereigniß in der Wiener Finanzwelt erregt große Sensation. Der Präsidialsekretär der Credilanstalt, Gustav Beifuß, ein geborener Frankfurter, ist mit Hinter⸗ lassung eines Deficits von 150,000, nach Andern 300,000 fl. spurlos verschwunden. Nicht seinem Vermögen nach, durch seine Schwägerschaften und sonstigen Verbindungen gehörte er der hiesigen Finanzaristokratie an. Er war ein Schwager des bekannten Juristen Dr. Jacques und ein Cousin Rothschilds. Vor acht Tagen hatte er sich wegen angeblichen Unwohlseins Urlaub genommen; vor einigen Tagen hatte er an der Börse Differenzen zu bezahlen und nun kam es zu Tage, daß er das Weite gesucht hat.

Frankreich. Paris.

Die Journale

sprechen von den Anstrengungen, die gemacht

werden, um die Verwerfung des Preßgesetzes im

gesetzgebenden Körper zu erreichen. Am 1. d. Abends war abermals Ministerrath in den Tuilerlen. DiePresse sagt: Das Ministerium will den Entwurf des Preßgesetzes uicht zurückziehen, sondern fallen lassen. DieFrance behauptet, der Kaiser wolle das Gesetz über die Presse und Rouher werde dafür sprechen.

Im Senat wurde über eine Petition, welche die Beibehaltung des Ausstellungsgebäudes auf dem Marsfelde und die Errichtung eines permanenten Waaren-Entrepots in demselben bean⸗ tragte, nach kurzer Debatte, in welcher Herr Michel Chevalier die Petition unterstützte, der Kriegsminister Marschall Niel aber mit großer Entschiedenheit erklärte, daß die Armeeverwaltung dieses Terrains nicht entbehren könne, zur Tages⸗ ordnung übergegangen.

Nachdem kaum das Strafurtheil über eine Anzahl Blätter ausgesprochen, hat es in Paris allgemein in Staunen versetzt, daß derConstitu⸗ tionnel, dem noch frischen Erkenntnisse des Zucht⸗ polizeigerichts zum Trotz, nicht nur die Verhand⸗ lung des gesetzgebenden Körpers im Leitartikel mit der größten Unbefangenheit bespricht und analysirt, sondern auch ein Bruchstück aus der Rede des Ministers des Innern wiederholt. Die verurtheilten 10 Blätter sollen alle zusammen niemals in der Mißachtung der bestehenden Vor⸗ schriften so weit gegangen sein.

DieFrance theilt mit, daß in den Tuilerien ein Privatconseil unter dem Vorsitz des Kaisers abgehalten worden sei. Die Käaisserin wohnte der Sitzung, welche bis 1 Uhr Morgens dauerte, bet. Gegenstand der Berathung soll das Preßgesetz gewesen sein. Dasselbe Blatt glaubt, daß der Kaiser und der Conseil sich dahin ent⸗ schieden haben, das neue Gesetz aufrecht zu halten und es energisch zu vertheidigen, denn der Minister des Innern habe auf Befragen von mehreren Deputirten vor der Sitzung erklärt, daß das Preßgesetz nicht zurückgezogen werde.

Gesetzgebender Körper. Fortsetzung der Berathung des Preßgesetzes. Ollivier verlangt absolute Freiheit, als ein Recht, auf das Alle Anspruch hätten. Der 19. Januar habe nach dem damaligen Worte des Kaisers die Freiheit begründen sollen. Er bedauert, daß der Kaiser durch die Apostel des Kleinmuths von diesem Wege abgebracht worden sei. Das Amendement von Ollivier, sowie das Amendement von Bel⸗ montet und Pareil wurde verworfen.

DerMoniteur veröffentlicht ein vom 1. Februar datirtes Dekret, nach welchem das Gesetz über die neue Organisation der Armee und der Nationalgarde in Wirksamkeit getreten ist.

Italien. DieItalienische Correspondenz meldet: Bei Gelegenheit der in Padua vorgefallenen Unordnungen, welche durch die geistliche Verord⸗ nung, ein Tedeum für Mentana zu feiern, ver⸗ anlaßt waren, hat das Ministerium Maßregeln ergriffen, um die Erneuerung derartiger Ruhe⸗ störungen in anderen Theilen des Königreiches zu verhindern. 5

» Friedberg. Die Sammlungen für Ostpreußen finden in unserer Stadt und Umgegend noch immer einen sehr erfreulichen Fortgang und es haben sich in letzterer Zeit eine größere Anzahl Orte der Umgegend recht wacker beiheiligt, wie die veröffentlichten Listen über die eingelaufenen Gaben beweisen. Die heutige 11. Liste ergibt im Ganzen als baar eingegangen den Betrag von 1081 fl. 37 kr. Man darf wohl hoffen, daß die noch nicht bethei⸗ ligten Gemeinden mit ihren Gaben nicht zurückbleiben werden.

L. Aus dem Kreise Friedberg. Am verflossenen Freitag wurde auf dem Rathhause zu Friedberg die Ver⸗ sammlung des landwirthschastlichen Bezirksvereins ab⸗ gehalten. Das Publikum hatte sich weniger zahlreich eingefunden, wie dies sonst der Fall gewesen, woran aber nur die grundlosen Wege und die regnerischen Aussichten an diesem Tage schuld gewesen waren; es werden so gegen 60 Zuhörer anwesend gewesen sein. Zur Verhandlung kamen Fragen über Mähmaschinen, Kreuzungen von englischen Schweinen, Fütterung mit Oelkuchenmehl u. s. w., welche von Herrn Dr. Henkelmann eingeleitet worden waren. Wie man dieses seither schon an demselben ge⸗ wöhnt war, durch schwung⸗ und lehrreiche Vorträge unter⸗ halten zu werden, so war es auch diesmal wieder der Fall, allein die Würze des Tages gehörte unstreitig der vierten Frage, Pferdezucht betreffend, an, eingeleitet durch

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