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nögen sie wohl zu diesem Entschlusse gedrängt vorden sein? Sollten ihre Kameraden nicht ver- zessen können, daß sie früher Feldwebel waren? ö Die Reise des Königs nach dem See⸗ hade Norderney ist aufgegeben. Der König und die Königin werden am 4. September den Dom— haufestlichkeiten in Köln beiwohnen und sich dann nach Hohenzollern, später aber nech Baden begeben.
— Bei dem Bundesrath brachte Preußen in Forstgesetz ein und stellte den Antrag: der Bundesrath möge Preußen ermächtigen, unter Betheiligung Bayerns und Sachsens, mit Frank— teich über die Entlassung Mecklenburgs aus dem Dandelsvertrage mit jenem Staate zu unterhandeln und die Verhandlungen mit Oesterreich über einen abzuschließenden Zoll- und Handelsvertrag wieder aufzunehmen. Der Bundesfeldherr theilte dem Bundesrathe die Ernennung der Mitglieder des Kriegsmarine-Ausschusses mit. 00
— Die„Kreuzztg.“ meldet aus glaubwürdiger Quelle: das Resultat der Salzburger Ab⸗ machungen sei die Herstellung eines Südbundes unter Betheiligung Oesterreichs; außerdem scheine es sich dabei um eine Verständigung Oesterreichs und Frankreichs in der schleswig'schen Frage als Handhabe gegen Preußen zu handeln.
Kassel. Die Berufung hessischer Vertrauens- männer nach Berlin ist nunmehr auf den 26. d. M. erfolgt. Die Forderungen, welche diese Männner zu erstreben bemüht sein sollen, werden in der„Hessi⸗ sschen Morgenzeitung“ folgendermaßen angegeben: „Die Anerkennung des Eigenthums des Kurstaates an dem Staatsschatz und dem Laudemialfonds; Verwendung der Revenuen dieser Capitalien zu Zwecken der kurhessischen Landestheile; Umwand⸗ lung der bisherigen Ständeversammlung in eine Sondervertretung dieser Landestheile und in Ver⸗ bindung mit einer nassauischen Landesvertretung zu einer Vertretung der Provinz Hessen; Erhal- tung der Organisation der Gerichte und des ge⸗ richtlichen Verfahrens, so weit solche noch irgend thunlich erscheint; so wie Fortbestand der Landes- Ereditcasse als Staatsanstalt und der Gemeinde- ordnung— diese Punkte sind das Minimum, was das Land bei Tragung gleicher Lasten mit den alten Provinzen verlangen kann und muß.“
Wiesbaden. Die Prinzessin von Wales ist dahier zur Kur eingetroffen, begleitet von ibrem Gemahl. Dieselbe sah sehr angegriffen aus und mußte aus dem Wagen getragen werden.
Bayern. München. Zum Zweck der Feststellung eines Wahlgesetzentwurfs für das Zollparlament tritt demnächst eine Ministerial⸗ Commission zusammen; Verhandlungen haben hierüber unter den Südstaaten nicht stattgefunden.
Baden. Heidelberg. Die hiesige Uni- versität hat abermals den Tod eines ihrer aus-
gezeichnetsten Lehrer zu beklagen. Der weithin berühmte Theologe, Geheimer Kirchenrath Dr. Rothe, starb am 20. d. M. Die„Karlsruher Zeitung“ sagt:„Ueberall, wo man den auch durch seine rein menschlichen Vorzüge ausgezeich— neten Mann kannte, wird die Todeskunde die schmerzlichste Theilnahme erwecken.“
Oesterreich. Wien. Die„Neue Freie Presse“ berichtet:„Der definitive Abschluß einer Allianz zwischen Oesterreich und Frankreich ist gescheitert, weil Bayern und Württemberg die Errichtung eines Südbundes unter Anschluß an das zwischen den beiden Kaisern geschlossene Bündniß abgelehnt haben.
— Der Kaiser Franz Joseph hat den Re—
dacteur der„Patrie“, Dr. Arnould, in Salzburg empfangen und bei der Audienz geäußert, daß durch die Zusammenkunft die Beziehungen zwischen Oesterreich und Frankreich inniger geworden seien. — Zahlreiche Ordensverleihungen haben stattgefunden. Der Kaiser Napoleon empfing den Reichsraths-Abgeordneten Schindler und unterhielt sich mit ihm eingehend über die österreichischen Verhältnisse. Mehrseitig wird versichert, die öster⸗ reichisch-französischen Unterredungen seien mit all⸗ seitig befriedigender Verständigung beendet; man glaubt an eine die Friedensinteressen wesentlich fördernde Verständigung.
— Eine Salzburger Correspondenz in der „Debatte“ sagt: in diplomalischen Kreisen be⸗ gegnet man mehrfach der Ansicht, das diploma— tische Resultat der Salzburger Zusammen⸗ kunft sei eigentlich so recht ein europäisches Programm und scheine beabsichtigt, den übrigen Cabinetten Europa's klar und offenherzig die gemeinschaftlich formulirten Ideen mitzutheilen und dieselben zur Annahme dieser Anschauungen einzuladen, damit der Friede Europa's künftighin ungestört bleibe.— Aus all diesen verschiedenen Depeschen und Nachrichten geht hervor, daß die Herren Correspondenten so recht eigentlich nichts wissen von allen dem, was zwischen den beiden Herrschern verhandelt wurde. Begnügen wir uns deßhalb mit den Berichten über die äußeren Vor⸗ gänge in Salzburg und warten wir im Uebrigen ab die Dinge, die da kommen werden als eine Folge der kaiserlichen Zusammenkunft.
Salzburg. Der Kaiser Napoleon und die Kaiserin Eugenie sint am 23. August nach einem herzlichen Abschiede von dem österreichischen Kaiserpaare nach Straßburg abereist und langten den folgenden Tag in Paris an, von wo sie dann weiter nach Lille und Biarritz gehen, woselbst Beide einen längeren Aufenthalt nehmen wollen.
Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ enthält einen Bericht aus Mexico vom 20. Juli,
wonach Prästdent Juarez am 15. Juli in der Hauptstadt eingetroffen ist und eine Proclamation in gemäßigten Ausdrücken veröffentlicht hat. Die Abreise Dano's wird wahrscheinlich bald erfolgen. — Der„Constitutionnel“ spricht sich über die Salzburger Zusammenkunft in fol⸗ gender Weise aus:„Die Zusammenkunft in Salzburg fährt fort, die Aufmerksamkeit der aus⸗ wärtigen Presse in Anspruch zu nehmen. Wie man dessen gewärtig sein mußte, fehlt es nicht an Commentaren und im größten Theil der deutschen Blätter ist ein Ueberfluß von Conjecturen. Ohne uns bei Ansichten aufzuhalten, die auf mehr oder weniger aus der Luft gegriffenen Hypothesen be⸗ ruhen, wollen wir indessen constatiren, daß die Zu⸗ sammenkunft der beiden Herrscher von allen ernsten Gemüthern als eines der festesten Unterpfänder des Gleichgewichts Europas betrachtet wird.“
Kaichen, 24. August. Heute starb nach längerem schweren Leiden eine weithin bekannte und gern gesehene Persönlichkeit, Herr Jacob G önner, Dirigent des be— liebten Kaicher Musikcorps.
Mainz. Ein Gauner, der sich als Dachdecker aus⸗ gab miethete sich in einem Hause der Langgasse, in welchem mehrere Logis bewohnt sind, ein Zimmerchen. Er zog am Donnerstag Abend ohne Effecten ein, die angeblich am anderen Tage gebracht werden sollten, und stattete Nachts als Alles im tiefen Schlafe lag, seinen Zimmernachbarn (so weit sie ihre Thüren nicht verschlossen hatten) geräusch⸗ los eine Anstandsvisite ab. Morgens war nicht nur der Herr Dachdecker, sondern eine Reihe von Gegenständen verschwunden, die den Schläfern gehört hatten.
2 Ein Kampf auf dem Rhein. Bon Köln wird berichtet, daß kürzlich Leute auf der Mühlheimer Haide, nahe am Rheine, bemerkten, wie vom jenseitigen Ufer zu Mühlheim ein Nachen mit zwei Personen abstieß, aus deren ungeschickten Bewegungen man abnehmen konnte, daß sie keine Schiffer waren. Ungefähr in der Mitte des Stromes angekommen, stürzte einer der Fahrenden auf den andern und warf ihn nach kurzem Ringen in den Rhein, in dessen Fluthen er verschwand. Da man von beiden Ufern diesen Vorfall mit angesehen hatte, so stießen sofort Nachen ab, um den Einen zu retten und den Andern festzuhalten. Letzteres glückte, nicht so aber die Rettung des ins Wasser gestürzten Mannes. Dis gestern Abend war die Leiche noch nicht aufgefunden. Der Thäter setzte allen Fragen über die Beweggründe zu seiner That hart⸗ näckiges Süllschweigen entgegen. Man will in ihm, so wie in seinem Gefährten, Schlosser aus einer der Werk⸗ stätten in Mühlheim erkannt haben.
„ Aus der bayerischen Pfalz. Im October wird die Vermählung des jugendlichen Königs von Bavern stattfinden. Kürzlich fand bierauf bezüglich in Neustadt eine Versammlung der sämmtlichen Bürgermeister der Pfalz statt. Man einigte sich dahin, dem König zu jenem Feste ein Fuder des besten pfälzer Weins auf einem von vier Pferden gezogenen Wagen, nebst einem Pokal, gefertigt aus Rhein⸗Gold zu verehren.
2% In Leipzig wird Oberlehrer Dr. Fiebig eine Foribildungsschule für Kellner gründen; denn ein geistig geweckter, sittlich und gesellschaftlich gebildeter Kellner sei ein Schatz für ein Haus, der ungebildete aber ein Leiden für Principal und Publikum. Unterrichts ⸗Gegenstände: Schönschreiben(Speisezettel, Rechnungen), Wirthschafts⸗ Buchführung, deuische Sprache und Correspondenz, prak⸗ lisches Rechnen und Münzkunde, franz. und engl. Sprache.
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1. 150 Böden 10. Stämme,
II. Bretter.
3. 50 Stück öͥlattige Schreinerdiele, 4. 120„ schmale Dachdiele, III.
8. 680 Maas Rüböl, auf dem Summisflonswege vergeben werden. Die Summissionen müssen bis zum 12.
portofret und mit der Bezeichnung„die Lieferung von. Summittenten kurz nach 10 Uhr statt.
der Summissionen findet in Gegenwart der erschlenenen Die Lieferungsbedingungen können vom werden.
Dorheimer Bergwerk den 5, August 1867.
Materiallieferung für das Großherzogliche Dorheimer Braunkohlenbergwerk.
1861 Donnerftiag den 12. September d. J. soll die Lleferung nachstehend verzeichneter Materialen, nämlich: I. Wen
Pfähle. 7. 14000 Stück Eichenschachtpfähle.
IV. Fettwaar unn. September d. J., Vormittags 10 Uhr,
1. September d.
2. 15 Böden 9. Stämme.
5. 50 Stück breite Doppeldiele, 6. 100„ Latten.
9. 50 Pfund Talg,
an dle unterfertigte Stelle ..„ beireffend“ adgegeben sein. Die Eröffnung J. ab bel der unterfertigten Stelle eingesehen
Großberzogliches Bergamt Dorheim Storch.
Bekanntmachung. 1998 Freitag den 30. August, Mittags auf dem Gemeindehaus zu Gambach ein Gemeinde Faseloche, zwel Jahre alt, und ein Eber meistbletend
gegen baate Zahlung verkauft werden; beide find gut hiesigem Nathhause versteigert werden.
gehalten. Gambach den 23. August 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterel Gambach
Du x.
12 Uhr, sollen 1999 Donnerstag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr,
Grummetgras-Versteigerung.
soll das der hiesigen Gemelnde zuslehende Grummet gras, circa 50 Morgen, in einzelnen Abthetlungen auf
Okarben den 24. August 1867. Großherzogliche ürgermeisterei Okarben Pu th.
Edictalladung. 1809 Katbarina Jäger, Tochter der Jultane Jäger, nachberigen Ebesrau dee Johannes Tengel von Staden, geboren zu Nieder- Wöͤllstadt den 25. Juni 1797 und Erust Ferdinand Lohmeier von da, über 70 Jahre alt oder ihre Erben werden aufgefordert sich binnen drei Monaten zur Empfangnahme des bier ver⸗ walteten Vermögens jener zu melden, widrigenfalls dasselbe dem Fiskus überwiesen wird. Altenstadt am 8. Juli 1867. Großberzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Stammler.
Oeffentliche Aufforderung. 1822 Nachdem die Majorität der erschienenen dekannien Gläubiger des überschuldeten Uhrmachers Ferdinand Seyler dabier am 22. Mai d. J. mit demselben einen Nachlaß und Stundungs vertrat abgeschlosfen baben so werden nunmehr dessen unbekannte Gläubiger auf- gefordert innerbalb 6 Wochen ihre Forderungen au: zumelden und etwaigen Einwand gegen das gedachte Arrangement vorzubelngen, widrigenfalls dasselbe de flätigt und in Vollzug gesetzt wirr.
Altenstadt den 17. Juli 1867. Groß herzogliches Landgericht Altenstadt J. V. d. L. May, Landgerichts Assessor.
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