Ausgabe 
14.12.1867
 
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nach alter Schablone.

der Beamten der Criminal⸗ und der Sittenpolizei, sowie zu dem Zweck, es diesen Beamten möglich zu machen, in Wirihshäusern, welche von der Verbrecherwelt besucht werden, zur Wahrung des Jucognitos sich ebenso zu ver halten, wie alleanderen Gäste.

Paris. Die früber öfters erwähnte Mörderin der Frau Meriens, Namens Frigard, wurde im Gefäugniß von Zwillingen entbunden. Sie wird in wenigen Tagen ihre lebenslängliche Keitenstrafe antreten.

O Mehr Eisenbahnen!

Ueber die Bedeutung und den Werth der Eisenbahnen in unseren Tagen noch ein Wort zu verlieren, würde vergebliches Bemühen sein. Kein Mensch zweifelt daran Jedermann weiß, daß möglichste Erleichterung des Verkehrs Hauptbe⸗ dingung ist zur Beförderung des Handels, der Industrie und des Ackerbaues und damit zur Hebung des Wohlstandes eines Landes. Vor einem halben Jahrhundert fehlte es allerorts noch an guten Landstraßen, heute genügen diese nicht mehr, und würde auch jeder einzelne Ort in ihr Netz hereingezegen. Billig und rasch müssen die Erzeugnisse einer Gegend an den großen Markt gebracht werden können, um zur entsprechenden Verwerthung zu gelangen; billig und rasch muß die Gegenströmung der im Kulturleben nöthigen Produkte der Fremde nach allen Ecken und Enden erfolgen. Dazu sind Eisenbahnen nöthig.

Wir leiden noch nicht an Ueberproduktion. Draußen in der weiten Welt ist auf die friedlichste Weise noch viel Gebiet zu erobern, noch viel Absatzwege für Erzeugnisse der mannichfachsten Art sind aufzufinden und sich nutzbar zu machen. Wer am ersten auf dem Platze ist, wer das Beste und Wohlfeilste liefert, erringt den Sieg und zieht den Vortheil ein. Dazu gehört Rührig⸗ keit, Unternehmungsgeist, intelligente, tüchtige Arbeit, Herausgerissenwerden aus dem schlappen Schlendrian Wie aber Reibung nach physikalischen Gesetzen Wärme erzeugt, so wird der Einzelne durch lebendigen Verkehr angeregt zur Tüchtigkeit und Umsicht, zum Hinausschauen über die gewohnten Gesichtskreise.Es wächst der Mensch mit seinen Zielen!und:Es wachsen die Ziele mit den Menschen!

Eine Eisenbahn für eine Gegend dedeutet das Hereinziehen ihrer Bewohner in den Weltverkehr, tine Aufforderung an dieselben zur Theilnahme an dem edlen Wettkampf der Völker, das Leben nach allen Seiten menschenwürdig zu gestalten;

ihr dieselbe vorenthalten, heißt sie überflügeln, sie

in ihrer Abgeschlossenheit verkommen lassen. Das sind nachgerade in dem Maß anerkannte Sätze, daß vom Standpunkte des Nationalökonomen aus bei der Anlage einer Eisenbahn in erster Linie nicht sowohl die Frage nach der völlig gesicherten Nentabilität derselben den Ausschlag gibt, als vielmehr die Rücksicht auf ihr unabweisbares Be⸗

dürfniß.Muß Eins dem Andern helfen! gilt namentlich im Staatsleben. Daher die Staats subventionen und theilweise die Staatsbauten,

und von all' den Millionen, die je von Staats- wegen aufgenommen wurden, zäblen die für Eisen bahnen gewiß mit zu den gerechtfertigtsten.

England, das Land des Handels- und der Industrie, die Brutstätte kühner Unternehmungen, hat bis jetzt die meisten Eisenbahnen, daun folgt Belgien, Frankreich, die Schweiz u. s. w. Andere Länder, selbst die Türkei, suchen das Versäumte nachzuholen. Amerika läßt sich weder durch das gewaltige Felsengebirg, noch durch die Feindselig keiten der Indianerhorden, deren Gebiete durch schuitten werden mußten, vor der Vollendung der Riesenbahn von New-York nach San Franzisko in Kalifornien quer durch den Kontinent zurück- schrecken, und die Alpen beugen ihren stolzen Nacken bereits 3 Schienensträngen, die Deutsch land und Frankreich mit Italien verbinden.

Deutschland braucht nur vor England und Belgien zurückzustehen, und unser Großherzogthum besitzt bereits in die 30 Meilen Eisenbahnen. Daß vorerst nur die ebneren Gegenden von den selben durchschnitten sind, begreift sich leicht, daß aber auch die weniger günstige Texrainverhältnisse bietenden Gegenden des Odenwaldes und des Vogelsberges der Segnungen dieser Verkehrsstraßen demnächst theilhaftig zu werden sichere Hoffnung haben dücfen, wird nicht blos die zunächst bethei⸗ ligten Bewohner mit Freude erfüllen. Freilich, nicht jedem Städtchen und Flecken kann die Wohl that der unmittelbaren Nähe eines Eisenweges und am allerwenigsten zu gleicher Zeit zugewiesen werden. Die Entscheidung über eine Eisenbahn anlage bleibt auch bei der gewissenhaftesten Prü⸗ sung aller einschlägigen Verhältnisse der verschie denen ins Auge zu fassenden Richtungen ein peinlicher Akt, dem auf der einen Seite Jubel, auf der anderen Verstimmung auf dem Fuße folgt. Das hat sich kürzlich wieder bezüglich der Oden waldbahn gezeigt. Uebrigens sind auch wir der Meinung, daß der Bau der Gersprenz-Mümling⸗ bahn nicht das Grab ist für die Hoffnungen des unteren Mümlingthals auf Bahnverbindung. Die

stens eine Zeitfrage sein. Die Strecke Offenbach⸗ Hanau wird ohnehin kaum mehr lange auf ihre Ausführung zu warten brauchen, sowie auch die Linie Hanau- Friedberg von der königl. preuß. Regierung demnächst wird in Angriff genommen werden. Für die untere Wetterau und speciell für Friedberg ist dies von um so größerer Be⸗ deutung, als wir dadurch mit dem deutschen Osten in direkteste Verbindung gebracht werden und als auf der andern Seite die Möglichkeit einer Bahn über Homburg nach Mainz nunmehr keineswegs in nebelhafter Ferne liegt.

Richtung Höchst, Umstadt, Offenbach dürfte höch⸗

Eingesandt.

Ihr Blatt hat bis jetzt nichts über das zweite Concert der Frau Ritter⸗Bondy enthallen. Erlauben Sie daher für heute wenigstens bezüglich desselben ein kurzes Referat. Um den hier gemachten Unterschied zwischen über und bezüglich sogleich ins Deutliche zu übersetzen, sei vorausgeschickl, daß nachstehende Besprechung nicht den im Concertsaal statt⸗ gehabten, sondern den im Vorzimmer veranstalteten Productionen gilt. Während dort Sailen und Gesang ihre Wirkung äußerten, während Sie den sehnsüchtigen Amor, wie er in monderhellter Nacht das Haus der Geliebten umschleicht, begleiteten, sein Hoffen und Weh Ihre Seele engagirte, während die Schöpfung ber ge⸗ fiederten Erdbewohner sich vor Ihnen aufthat, das frohe Lied der Lerche, das Girren bes zarten Taubenpaares, die reizende Philomelenklage in Ihr Ohr drang, während die Gemüthlichkeit volksthümlicher Weisen Sie fast aufforderte, selbsiproductiden Antheil an dem Concert zu nehmen, während dessen spielte sich im Vorzimmer eine wunderliche Scene ab. Hier nämliß thaten sich einige Kanadier, die noch Europas übertünchte Höflichkeit nicht kannten, an dem leckeren, an solchen Abenden aber füglicher wohl in anderen Räumen des Hotels zu verabsolgenden Wein der Frau Theobald gütlich, versüßten sich ihr Zusammensein durch sonore Discussionen über Vieh- und Fruchthandel, und ließen den reichlichen Besitz von Silberlingen bald durch Rasseln in der Tasche ahnen, bald durch Ausschütten auf den Tisch zu Tag treten. Man fühlte sich so recht lebhaft nach Frankfurt auf das Klapperfeld oder in das Café Hecht versetzt. Schade nur, daß die Umgebung für diese Gemüthsrichtung momentan nicht passionirt schien. Die ganze Scala der bei derartigen Gelegenheiten üblichen Ordnungsrufe vom schüchternenSt bis zur ingrim⸗ migen, mit dürren Worten eingelegten Veto versagten ihre Wirkung, und selbst das zum Aeußersten angewendete Mittel, flehende Geberden, konnten das grausame Zer⸗ störungswerk nicht in seinem Fortgang hemmen. Da hieß es denn: sauve, qui peut, d. h. mittelst Ellenbogen in den Saal avancirt. Uns gelang das nicht. Glück⸗ licher Weise fand sich ein zu Folge vorher erlittner Zahn⸗ schmerzen in der Tasche zurückgebliebenes Restchen Watte vor, und gebrauchten wir dasselbe in dem Kanadien zugekehrten Ohre als Barrikade gegen die daher kommenden Eindrücke. Immechin ist es für den, welcher Obren hat zu hören, fatal, nur einohriger Zuhörer sein zu müssen, und ergeht daher an Jene die Bitte, künfligdie Musiknarrn, wie man sie nannte, nicht mehr so zu betrüben, wogegen hiermit die feierliche Zusage ertheilt wird, daß auch ihnen die Genüsse des Klapperfelds und des Cafés Hecht durch keine Cismoll- Sonate und keine Schöpfungsarie getrübt werden sollen.

Zur Nachricht und Warnung.

2913 So sehr die Concurrenz im Sinne des Wortes dem Consumenten zu Gute kommt, ebenso verabscheuens⸗ werth ist dieselbe, wenn sie durch Nachahmung den Käufer zu fäuschen sucht. Ungeachtet allen gesetzlichen Schutzes werden die Stollwerck schen Brust⸗Bonbons in threr äußern Verpackung vielseitig auf das käuschendste nach⸗ geahmt, ja sogar die Firma des Fabrikanten hierzu miß⸗ braucht! Bei dem industriellen Wetikampfe aller Länder in Paris, wo alle nur denkbaren Hausmittel als: Brust⸗ syrups, Pastillen, Pectorinen, Pasten, Elixire, Extracte ꝛc. 2c. vertreten waren, wurde seitens der internationalen Jury nur den Stollwerck'schen Brust⸗Bonbons die Preis⸗ Medaille zuerkannt, ein Beweis, daß die Composition des Königl. Geb. Hofraths und Universitäts Professors Dr. Har leß noch von keiner Seite erreicht ist!

Möge daher der Leidende sich deim Kaufe von der

Richtigkeit der Packung, der vollständigen Firma und dem

Vorbandensein des Hof-Lieseranten⸗Siegels des Fabrikanten überzeugen.

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