und gesunde Wohnungen zu beschaffen sind, und will man vorschlagen, durch Ausgabe von Actien die Erbauung solcher zu ermöglichen.
* Friedberg. Mit dem 1 October sind bei unseren Infanterie-Regimentern und Jäger- Bataillonen die Reeruten der zweiten Abtheilung der dießjährigen Altersklasse eingetreten und zwar per Compagaie 26 Mann.— Am 5. October wird die neue Beeidigung unseres Militärs statt⸗ finden. Die Beurlaubten werden beim nächsten Eintritt in den Dien den Eid leisten. 8
— 1. October. Das aus circa 30 Mann bestehende, bisher von dem hiesigen Bataillon ge- gebene Wachtcommando in Gießen ist vom 1. October an von dem 1. Jäger-Bataillon übernom- men worden. Das Commando, welches heute Vor⸗ mittag per Eisenbahn hier durchkam, trug die neuen Käppis.— Wie man vernimmt, werden die beiden Jäger-Bataillone am 1. November ihre neuen Garnisonen beziehen.
— 2. October. Gestern Nachmittag gegen 2 uhr eilte unsere Landspritze auf das von dem Thürmer gegebene Signal, daß im nahen Ober- mörlen Feuer ausgebrochen sei, dorthin. Wie man vernimmt, soll eine Scheuer niedergebrannt sein, deren Inhalt leider nicht versichert gewesen.
Offenbach. Zu der 4. Versammlung mit- telrbeinischer Reallehrer, welcher Realschuldirector Grein von hier präsidirte, hatten sich 47 Theil⸗ nehmer eingefunden. Von den auf der Tages⸗ ordnung stehenden Gegenständen kamen nur die beiden ersten zur Verhandlung, der Zeichenunter⸗ richt, und soll die lateinische Sprache als obliga⸗ torischer Lehrgegenstand behandelt werden. Die nächste Versammlung findet im kommenden Jahre zu Bingen statt. 5 Worms. Am vergangenen Freitag fand da— hier die Schlußprüfung des diesjährigen Sommer- cursus der unter der Direction des Herrn Dr. Schneider sehenden hauswirthschaftli⸗ chen Lehranstalt statt. Besucht war dieser am 1. Mai dieses Jahres begonnene Sommercursus von zwölf jungen Damen, Alle durchschnittlich im Alter von 16 bis 22 Jahren. Der nächste
fünfmonattiche Cursus beginnt am 1. Mai 1868. Preußen. Berlin. Beim Einschießen neuer Gußstahl-Vierpfünder auf dem Artillerie⸗Schieß⸗ platze sprang am verflossenen Freitag eines der Ge⸗ schütze. Major Gregory und ein Kanonier wurden getödtet, sowie zwei Kanoniere schwer verwundet. — In welcher Weise die Steuererhöhung in Berlin zugenommen hat, ergibt sich aus einer Uebersicht des seit dem Jahre 1858 aus der Steuer⸗Verwaltung hervorgehenden Ueberschusses. Dieser betrug 1858 1,621,237 Thaler, 1859 1,709,591 Thaler, 1860 1,794,531 Thaler, 1861 1,985,590 Thlr., 1862 2,112,842 Thlr., 1863 2,312,132 Thlr., 1864 2,512,534 Thlr, 1865 2,567,415 Thlr., 1866 2,603,211 Thlr. — In der Ausschußsigung des Nationalver⸗ eins, welche am 29. Septbr. dahier stattgefunden hat, wurde beschlossen, auf die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung zu setzen: Geschäfts⸗ bericht, Verfügung über die Flottengelder, den Antrag des Ausschusses auf Auflösung des Ver⸗ eins und endlich Verwendung des Vereinsvermö⸗ gens. Die Generalversammlung wird abgehalten am Sonntag, 20. October in Kassel, falls nicht der Reichstag und das Abgeordnetenhaus hemmen, für welchen Fall der Vorstand des Nationalvereins eine Aenderung eintreten lassen darf. „ Der„Staatsanzeiger“ meldet: Ein könig⸗ licher Erlaß verfügt, daß bei der Vermögens- Auseinandersetzung der Stadtgemeinde Frankfurt mit dem Staate betreffs der Kriegsleistungen wie in den übrigen neuen Previnzen verfahren werden soll, und daß die bezüglichen Anleihen als Schulden des früheren Staates Frankfurt anzuerkennen seien. Die Sechsmillionen-Anleihe, wie die spätere Anleihe von 1,200,000 fl., welche Frankfurt im vorigen Jahre zu machen gezwungen war, werden somit zu Lasten des preußischen Staates übernommen. — Der„Magdeb. Ztg.“ entnehmen wir fol— gende Mittheilung: Für eine erhöhte militärische Ausnutzung der Eisenbahnen bei einem eintreten—
den Kriegsfall sind gegenwärtig auf Bestellung! setz vom 26. August d. J., die Eintheilung der!
der Regierung zunächst ganz eigenartig construirte
Eisenbahnwagen hergestellt worden, welche außer ihrer Benutzung für den Personenverkehr zugleich durch eine geringfügige Veränderung einen weit leichteren und zweckmäßigeren Transport der Kran⸗ ten und Verwundeten gestatten, als dieß bei den bisherigen Wagen geschehen konnte. Außerdem aber liegt es in der Absicht, auch die Güterwagen für den Transport der Pferde und Fahrzeuge anders und zweckmäßiger zu construiren, und es werden die Eisenbahnen angewiesen werden, künf⸗ tig bei Neubeschaffung solcher Wagen diese nur nach den vorgeschriebenen Grundsätzen anfertigen zu lassen. Außerdem ist von der über die Eisen⸗ bahnbenutzung im Krieg zu Anfang dieses Jahres niedergesetzten Commission noch empfohlen worden, darauf hinzuwirken, daß die Eisenbahnen durch- gehends zu zwei Geleisen hergestellt, und an den Haupt- Eisenbahn⸗ Knotenpunkten Verbindungs- Bahnen angelegt werden, doch dürfte bei dem un⸗ geheueren Kostenpunkt dieser neuen Anlagen deren Verwirklichung wohl nur ganz allmählich erfolgen. — Die Kreuzz. schreibt:„Wir haben schon aus Stuttgart gemeldet, daß ein Theil der Württembergischen Landes-Vertretung die Absicht hege, das mit Preußen geschlossene militärische Schutz- und Trutzbündniß zu verwerfen. Wir können doch nicht glauben, daß die Mehrheit sich so verirren werde. Man wird jetzt wissen, daß Preußen solche Winkelzüge durchaus nicht scherz. haft behandelt. Mit einem derartigen Beschlusse würde Württemberg nach unserer Auffassung sich vollkommen in's Freie stellen; auch würde vom Zollverein nicht weiter die Rede sein.“
— Der französische General Fleurp ist in Berlin eingetroffen.
— Vom 1. Octoher an hat die preußische Marine die Bundesflagge aufgezogen.
— Der Präsident des Reichstages ist nach der Burg Hohenzollern abgereist, um dort am 3. Oct. dem Könige die Adresse des Reichs- tags zu überreichen.
— In der Sitzung vom 30. September hat der Reichstag zunächst das Salzsteuergesetz un⸗ verändert angenommen und alle dazu gestellten Amendements verworfen. Ferner nahm man den Antrag an: der Bundeskanzler möge auf eine schleunige Herabsetzung der Eisenbahnfrachten für Salz und auf eine allgemeine Herabsetzung der Salzsteuer selbst Bedacht nehmen. Außerdem fand in derselben Sitzung das Bundespaßgesetz unver⸗ änderte Annahme.
Göttingen. Der Verein deutscher Gerber hält am 6., 7. und 8. Oct. d. J. seine 18. Ge- neral-Versammlung zu Göttingen. Das dortige Comite erläßt eine Einladung zur Theilnahme an alle deutsche Leder⸗Industriellen und Freunde und Förderer der deutschen Leder ⸗Industrie, Forst⸗ und Landwirthe, Velkswirthe, Chemiker, Ma- schinenbauer ic.
Frankfurt. Eine Deputation von je* Mitgliedern des Senats und der Stadtverordneten, zu deren Wahl die genannten Behörden durch ein Schreiben des Herrn v. Madai amtlich veran- laßt worden sind, wird sich dieser Tage nach Berlin begeben zur Wiederaufnahme der Verhand⸗ lungen in der Frankfurter Finanz ⸗ Angelegenheit.
— Am Nachmittag des 30. September ereig⸗ nete sich in der hiesigen englischen Gassabrik ein großes Unglück. In Folge der falschen Oeffnung eines Krahns geriethen acht Arbeiter in Brand. Die Verletzungen sind leider derart, daß wenig Hoffnung auf Erhaltung des Lebens vorhanden ist. Die Mehrzahl der Verunglückten ist verheirathet.
Württemberg. Stuttgart. Die hier stattgefundene, zahlreich besuchte Landesversamm⸗ lung der Volkspartei beschloß die Verwerfung der Verträge mit Preußen; spricht ein Mißtrauens- votum gegen den Minister Varnbüler aus; ver⸗ wirft das neue Kriegsdienstgesetz, weil dasselbe nicht nach dem schweizerischen System ist; spricht sich gegen eine Erhöhung der Steuern aus und fordert die Einberufung einer constituirenden Lanbes— Versammlung nach dem Gesetz vom 1. Juli 1849.
Baden. Karlsruhe. Das kirchliche Ge—
evangelisch-protestantischen Pfarreien nach Einkom⸗ mensklassen, enthält in den§§ 1 und 2 folgende Bestimmungen:§ 1. Die Pfarrstellen des Landes werden nach ihrem Einkommen in folgende 6 Klassen eingetheilt: 1. Klasse mit einem Einkom⸗ men bis mit 800 fl., 2. Klasse von 801 bis 950 fl., 3. Klasse von 951 bis 1100 fl., 4. Klasse von 1101 bis 1300 fl., 5. Klasse von 1301 bis 1500 fl., 6. Klasse über 1500 fl.§ 2. Die Einreihung der einzelnen Pfarrstellen in die vor— geschriebenen Klassen geschieht durch den Ober— kirchenrath jeweils für die Dauer von 5 Jahren nach dem Einkommen, welches sich nach Zugrund— legung der neuesten Competenzbeschreibung berechnet. Dieser Berechnung werden die durchschnittlichen Erträgnisse und Preise der letzten 10 Jahre zu Grunde gelegt. Wohnung mit Hausgarten und Accidentien bleiben außer Berechnung.
— Die Abgeordneten-Kammer nahm mit allen gegen eine Stimme das Gesetz an, be— treffend die nächste Aushebung der Kriegsdienst⸗ pflichtigen. Danach sollen die Kriegsdienstpflich⸗ tigen aus dem Jahrgang 1847 schon auf den 1. November statt 1. April eingerufen werden und wird die Stellvertretung für sie suspendirt.
Oesterreich. Wien. Das einzige Testa⸗ ment, welches der Kaiser Maximilian hinter⸗ lassen, setzt die Kaiserin Charlotte zur Universal⸗ erbin ein. Ein in Queretaro errichtetes Codicill aber bestellt den Kaiser Franz Joseph von Oester⸗ reich und den König Leopold der Belgier gemeinsam zu Vormündern der geisteskranken Kaiserin.
— unter dem Namen„Clubb der Liberalen“ bat sich ein Reichsrathsclubb gebildet, dessen Programm in seinen wesentlichsten Punkten fol— gendermaßen lautet: Zustimmung des Ausgleichs mit Ungarn, voraussetzlich, daß der Beitrag der ungarischen Länder zur Staatsschuld und zu den gemeinsamen Angelegenheiten nicht geringer ist, als bisher; gleichmäßige indirecte Besteuerung beider Reichshälften; Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt; selbständiges Ministerium der im Reichsrathe vertretenen Länder; freibeitlicher Ausbau der Verfassung; Beseitigung des Concordats.
Italien. Die Linke der italienischen Kam⸗ mer hat gegen die Verhaftung Garibaldi's einen Protest eingereicht, da sie den gegen den General, welcher Mitglied dec italienischen Kam⸗ wer ist, unternommenen Akt für ungesetzlich hält.
— Garibaldi hat von Alessandria aus folgende Proclamation an die Italiener ge⸗ richtet:„Die Römer haben das Recht der Scla⸗ ven, das, sich gegen ibre Tyrannen, die Priester, zu empören. Die Italiener haben die Pflicht, ihnen zu helfen, und ich hoffe, sie werden voll⸗ ständig ihre Pflicht thun, wenn man auch fünfzig Garibaldi's einsperrte. Verfolgt demnach Eure Beschlüsse, Römer und Italiener! Die ganze Welt blickt auf Euch, und habt Ihr erst einmal Euer Werk vollendet, so werdet Ihr mit hoher Stirn einhergehen und den Nationen sagen: Wir haben Euch den Weg der menschlichen Brüderlichkeit vom abscheulichsten ihrer Feinde, vom Papsttbum, frei gemacht. G. Garibaldi.“
Türkei. Konstantinopel. Eine aus türkischen und christlichen Mitgliedern zusammen⸗ gesetzte Commission, welche zur Untersuchung und Prüfung der Verhältnisse und Wünsche der christ⸗ lichen Bevölkerung auf der Insel Candia ernannt
worden, hat ihre Reise nach Candien angetreten.
Rußland. Das Rundschreiben des Grafen Bismarck vom 7. September gibt dem Journal de St. Petersbourg Veranlassung, den friedlichen Character der preußischen Politik in der deutschen Politik zu kennzeichnen. Die milt⸗ tärische, offensive und defensive Einheit Deutsch⸗ lands sei gemacht, was zu thun erübrigt, sei ein Werk des Friedens. Die„Vereinigten Staaten Deutschlands“(Etats- Unis d' Allemagne,) ihre glückliche und zufriedene Nationalität eonstituirend, seien eine Garantie des europäischen Friedens, da es in Deukschland keine Regierung, ja nicht ein— mal eine Partei gebe, welche ein einziges aus wärtiges Volk zu beunruhigen wünsche. 5
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