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Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,
Friedberger Jntelligenzblatt.
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0 2 kr.; durch 17— 25* 5 325 1 5 4 * ce Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n e
N 26.
Dienſtag, den 31. März
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1837.
Zac Signalement. 2 braun. Augen: braun.
Steckbrief Großherzogli
Anna Maria Brendel von Oberreifenbach in den Orten Münſter, Fauerbach I. und Ockſtadt. Alter: 17 Jahre. Naſe: gewohnlich.
Amtlicher Theil.
Amts Uſingen.
Größe: 6 Fuß 2 Zoll. Haare: Mund: gewöhnlich.
Kinn: oval.
Landſtreicherei und Bettelei.
braun.
chen Kreisamts Friedberg.
Wahrſcheinlich jetzt
Stirn: nieder.
Augenbraunen: Geſicht: oval.
Geſichtsfarbe: geſund.
Oeffentliche Aufforderung. 1451] Nachverzeichnete Liegenſchaften find zum größeren Theile ſchon ſeit längerer Zeit frei— ihne willig verſteigert oder ſonſt veräußert worden: I. Gemarkung Rockenberg:
Von Seiten der Johannes Dietz I. Wtw.
jetzt deren Erben(am 19. Februar 1848) — I, 51. VIII, 615. IX, 324 IX, 499, X, 15. XI, 213. VII, 19. UII, 266 V. 252. XII, 332. XII, 291, XIV, 209. II, 315. II, 332 und 2 Pferde Holz im Rockenberger und Oppers— bofer Markwalde, II. Gemarkung Niederweiſel:
1) Von Seiten des Konrad Riegel⸗ duth II. und deſſen Ehefrau, vordem in Nie- derweiſel— jetzt abweſend, die Gärten 27/10, 14½%½2 und 264,5, eine Wieſe 15173
. und der Acker 48/34 im Altewegsfeld— ein— uf getragen auf Konrad Niegelhuth II. von Nie— — derweiſel.
2) Von der Wittwe des Jobannes Maas II. in Niederweiſel, und einge⸗ tragen auf den Namen Johannes Maas
267/99 58 Ruthen Acker im Mittelfeld;
7 71/lu im Bergfeld 200/14 im Mühl enfeld und eine Wieſe 452/4.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und
) Von der Katbarina Konrad Hain
zen Wittwe in Butzbach:
die Aecker 306/3, 376/4 und 437/7 im Al— tenwegsfeld, eingetragen auf den Namen des Konrad Hainz.
4) Von Johannes Heinz in Berſtadt als Rechtsnachfolger der Konrad Hainz III. Wittwe in Niederweiſel
307/65 40¾ Rth. Acker im Bergfeld— und eingetragen auf Konrad Heinz III. Wtw. in Niederweiſel.
III. Gemarkung Fauerbach I.:
Von den Erben des Caspar König VIII. in Obermörlen
2406/10 62 Ruthen Wieſe im Frankengrund und Caspar König VIII. Wittwe in Ober— mörlen zugeſchrieben.
Auch ſollen ad II Z. 1 und 2, ſodann ad III die Kaufgelder längſt bezahlt ſein, Eigen— thums, oder ſonſt genügende Erwerbs-Urkunden können jedoch überall nicht beigebracht werden. Auf Anſtehen der Käufer und ſonſt Betheiligten er— gebt daher dieſe Aufforderung: Etwaige An— ſprüche an die vorbezeichneten Liegenſchaften binnen einer Friſt von
2 Monaten bei unterzeichnetem Gericht ſogewiß geltend zu machen, als ſonſt die nachgeſuchte Beſſätigung
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Privat⸗Anzeigen.
der Kaufbriefe erfolgen und auch der Eintrag in das Mutationoverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 17. März 1857. Großberzogliches Landgericht Butzbach Ebel.
Fruchtverſteigerung bei dem Rentamte Friedberg. 1491] Von den 18561 Fruchtvorräthen des hiefigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: 1) zu Friedberg in dem Gaſthaus zum Deut— ſchen Haus, Mittwoch den J. April 1857, Vormittags 10 Uhr, von dem Speicher zu Friedberg, 80 Malter Korn und 40 Malter Gerſte, zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſ— fiſchen Hofe, Freitag den 3. April 1857, Vormittags 10 Uhr, von dem Speicher daſelbſt, 45 Malter Korn und 20 Malter Gerſte. Friedberg den 24. März 1857. Großberzogliches Rentamt Friedberg Hauſer.
Edietal ladung.
14521 Etwaige Anſprüche Dritter an die nach— folgenden auf den Namen der Pfarrei zu Burg—
9 Aus dem Kreiſe Büdingen. (Darmſtädter Anzeiger Nr. 19.)
4 Wir freuen uns, den Freunden und Genoſſen des 227 Lehrerſtandes einen intereſſanten Vorgang aus dieſem Kreiſe 15 berichten zu koͤnnen. Der Lehrerverein des Kreiſes
5 Büdingen bat nämlich unter dem f men„Leuſtädter pädagogiſche Geſellſchaft, vor Kurzem den Grund zu einer eigenen Peſtalozziſtiftung gelegt, indem er mittelſt der Lebensverſicherung einen Fond gründete, aus welchem die Wittwen und Waiſen der Lehrer des Krei—
längſt beſtehenden Na—
5 ſes dereinſt Unterſtützung erhalten. Zu dem Ende haben Baut ſich ſämmtliche Lehrer dieſes Kreiſes gleichzeitig bei der 90 Renten⸗ und Lebensverſicherungs Anſtalt zu Darmſtadt ein leder mit 100 fl. verſichert. Die hieruͤber ausgeſtellten Ur— kunden hat der Director dieſer Geſellſchaft, der Kreisſchul— 17 inſpector Herr Pfarrer Münch zu Düdelsheim, der die Sache in ehrender Weiſe unterſtützte, in Empfang und Verwahrung genommen. Alle Jahre am 12. Jan., dem — Geburtstage Peſtalozzi's, werden bei einer feierlichen Con— ferenz die Verſicherungs⸗Beiträge erhoben, welche zur 13. Hälfte aus der Geſellſchaftskaſſe und zur andern Hälfte von
den einzelnen Mitgliedern beſtritten werden. Beim Ab⸗
Summe der verſicherten Kapitalien dem
leben eines Mitgliedes werden 50 fl. ſofort an deſſen Er— ben als Sterbegeld ausgeliefert, die andern 50 fl. aber verbleiben der Geſellſchaft zur Bildung eines Fonds, aus dem die Hinterlaſſenen der verſtorbenen Mitglieder bis zur Verſorgung oder Großjährigkeit die eingehenden Zinſen als Renten, Familienſtipendium genannt, beziehen. Die einzelnen Bezuͤge werden zwar anfänglich gering ſein, müſſen aber in der Zukunft, wenn einmal eine größere
Verein heimge— fallen iſt, beträchtlich werden, da die Mitgliederzahl nicht geſchloſſen iſt, ſondern ſich bei jeder neuen Beſetzung einer Stelle vermehrt, reſp. ergänzt. Das Nähere über den Bezug dieſer Sterbfallkapitalien, die Verwaltung derſelben, die Entrichtung der Beiträge und Berechtigung zur Unter— ſtützung beſagt das von der Geſellſchaft angenommene Statut.— Von großer Wichtigkeit dabei iſt noch, daß eine namhafte Zahl dieſer Lehrer ſich außerdem zu eigener Verfügung mitunter mit anſehnlichen Summen bei der ge⸗ dachten vaterländiſchen Anſtalt verſichert und auf dieſe Weiſe für ihre Angehörigen nach Kräften geſorgt hat, ein— gedenk des Spruches:„Beſtelle dein Haus, denn du wirſt ſterben“. Die Geſellſchaft hat es freudig anerkannt, daß
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