Edietal ladung.
[1099] Zu Folge Benachrichtigung Großherzog⸗ lichen Kreisamts Friedberg ſollen die dem Herrn Grafen zu Iſenburg und Büdingen in Wächters bach in der Gemarkung Bruchenbrücken durch Verwandlung des ſ. g. Galliwaizens entſtan⸗ denen Grundrenten im Geldanſchlage von 95 fl. 51% kr. mit einem Ablöſungskapitale von 1150 fl. 15 kr. nach den beſtehenden geſetzlichen Beſtimmungen abgelöſt werden.
Es werden daher alle bei dieſer Ablöſung bekannte wie unbekannte Betbeiligte hiermit auf— gefordert, ihre etwaigen Rechtsaͤnſprüche bei dem unterzeichneten Gerichte umſogewiſſer binnen
zwei Monaten anzumelden, als ſonſt die Auszahlung des Ab- löſungskapitals an den genannten Berechtigten verfügt werden wird.
Friedberg den 15. Juni 1857.
Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. V. d. L.: v. Preuſche en, Landgerichts-Aſſeſſor.
Mobiliar⸗Verſteigerung. Donnerſtag den 2. Juli, d. J. Vormittags 9 Uhr,
11121] werden auf frewilligen Antrag des hie— figen Bürgers und Kaufmanns S. G. Simon wegen Aufgabe ſeines Geſchäfts und Abzugs von hier nachverzeichnete Gegenſtände in deſſen Behauſung öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Bezahlung verſteigert, als: eine Laden⸗ einrichtung, ein Ladentiſch, Glaserker 6 Glas- kaſten, 4 Glasſchränke, 2 Schreibpult, 1 Com- mode, 1 Kleiderſchrank, 2 Tiſche, 1 Eckſchrank, 1 Waſſerbehälter, Bettſtellen, Stühle und ſon⸗ ſtige Hausgeräthſchaften, wozu Steigliebhaber
hiermit eingeladen werden. Friedberg den 29. Juni 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Ben d
Grundſtück⸗Verſteigerung. Samſtag den 4. Juli, Morgens um 10 Uhr,
L11221 werden in Auftrag des Herrn Domi⸗ nikus Eck in Frankfurt a. M., deſſen in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach II. liegende Grundſtücke in hieſigem Rathhauſe einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung
ausgeſetzt.
Die hieſigen Flurſchützen als auch der Flur⸗ ſchütz in der Gemarkung Fauerbach II. find im Beſitz der Güterverzeichniſſe und haben den Auftrag den Kaufliebhabern die Grnnd— ſtücke zu zeigen.
Schließlich wird bemerkt, daß die Ernte der betreffenden Parzellen mitverſteigert wird.
Friedberg den 29. Juni 1857.
In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher rd
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und Peter Schild, Sohn des gleichfalls ab⸗ weſenden Heinrich Schild und deſſen ver⸗
ſtorbenen Ehefrau Anng Margaretha, geb. Reineck, ſo ergeht an die Abweſenden die Auf— forderung: innerhalb
z wei Monaten
etwaige Einwendungen gegen die vorliegende Vertheilung zu erheben, gegenfalls ihre Ver— tretung den für ſie beſtellten Curatoren über laſſen, die Theilung heſtätigt und der Eintrag in das Mutations Verzeichniß verfügt werden wird; letzteres auch bezüglich der Items 23/3. 807% und 90528 b., worüber Eigenthum ur— kundlich nicht nachgewieſen werden kann und was für Dritte zur Anmeldung etwaiger An⸗ ſprüche weiter hiermit bemerkt wird. Butzbach den 23. Juni 1857. Großherzogliche ane Butzbach. Ebel, u t h, Landrichter. Sand herichte Mfeſdr⸗
Holzverſteigerung. L eie din Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Frhl. v. Löw'ſchen Wald, Diſtriet Eichwald dahier: 2500 Stück Eichenlohholzwellen 4900 Stück Weichholzwellen 5 Stecken Eichen-Prügelholz und 24 Stück Eichen⸗Deichſeln öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth den 27. Juni 1857. Der Frhl. v. Löw'ſche Revierförſter Wᷣ᷑e i 9 a n d. Bekannt maſchun g. Freitag den 3. Juli, des Vormittags 9 Uhr, ſollen die zur Flurvermeſſung für die Gemeinde Münſter Kreis Friedberg erforderlichen 150 Stück Flurſteine von 2% Fuß Länge öffentlich an den Wenigſtnehmenden dahier in Accord gegeben werden, welches hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht wird. Münſter am 26. Juni 1857. Großßegegtez Bürgermeiſterei Münſter n ſ chicks. Zum Ausleihen. 11123] 4850 fl. werden aus der Münſterer Gemeindekaſſe gegen gerichtliche Sicherheit im Ganzen auch theilweiſe ausgeliehen. Münſter den 24. Juni 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Münſter Anſchicks.
Verſteigerung von Brunnen macher arbeit. 111271 Freitag den 3. Juli l. J., Vormittags 10 Ubr, ſoll in Fauerbach 1. die Ausfegung und Reinigung des ſog. Waidbrunnens mit Wegſchaffung des Schlammes, zuſammen ver— anſchlagt zu 100 fl., nehmenden in Accord gegeben werden. Fauerbach I. den 27. Juni 1857. 2 Großherzoglicher Bügeputiſteri Fauerbach I.:
11125]
Oeffentliche Aufforderung. L11231 Philipp Reineck I. Witwe in Münſter hat ihr Grundvermögen an ihre Kinder reſp. Enkel abgetreten. Da jedoch von denfeldef abpprend ſind Latbarina Reineck
BN Bezirksbauaufſeher.
Ein herzliches Lebewohl [1128] allen Freunden und Bekannten! 24 Hofmann, Uhrmacher.
Vereins
öffentlich an den Wenigſt⸗
Praktiſcher Zahnkitt.
[512] Das Beſte zum Ausfüllen hohler Zähne in Etuis à 18 u. 30 kr. Desgleichen weißer à Etuis 36 kr. empfiehlt P. F. Schmittner in Friedberg.
Solide Cigarrenmacher,
11033] ſowie junge Leute(Jungen und Mäd⸗ chen), die Luſt haben das Cigarrenmachen zu erlernen, finden gegen guten Lohn dauernde Beſchäftigung in der Cigarrenfabrik von Morell und Hertwig in Friedberg.
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1129] Die Anlieferung von alte Kaiſer-Blei-Grube ſoll auf miſſionswege vergeben werden. Luſttragende wollen die Lieferungsbeding— ungen entweder bei dem Unterzeichneten oder bei Kaufmann Jean Huber in Friedberg einſehen und ihre Offerten bis zum 15. Jult l. J. abgeben. Alte Kaiſer⸗Grube bei Pfaffenwiesbach den 26. Juni 1807. SJ. A. des Verwaltungsraths des Taunusbergbau's Der Bergverwalter S ch warz.
für die Sum⸗
300 Faß dem
Zwei fehlerfreie Pferde, [1130] unter acht die Wahl, verkauft Carl Sei tz auf dem Straßheimer Hof.
Erklärung.
[1131] Die von meinem Manne Nico laus Steyer ausgehende, in voriger Nummer dieſes Blattes enthaltene Warnung, zu welcher dem⸗ ſelben weder von mir noch von einem meiner Kinder Veranlaſſung gegeben worden iſt, und, wie zur Genüge bekannt, eigentlich gar nicht gegeben werden kann, nöthigt mir leider die öffentliche Erklärung ab, daß demfelben durch richterliches Erkenntniß vom 20. Juni 1856 und 9. März 1857 jede Einmiſchung in meine Angelegen⸗ heiten und namentlich in den Betrieb der mir übergebenen Wirthſchaſt im Garten zu Ockſtadt unterſagt iſt und daß ich ſeitdem die Wirthſchaft auf meine Rechnung führe.
Unter dieſen Umſtänden wird Jedermann billigen, wenn ich mich in die Angelegenheiten meines Mannes auch nicht miſche und demzufolge hier ausdrücklich erkläre, daß ich für keine Ver⸗ bindlichkeiten und Schulden deſſelben einſtehe.
Das als mein erſtes und letztes Wort in dieſer Angelegenheit.
Ockſtadt den 26. Juni 1857.
ae eee r.
Indem ich mir nun noch erlaube, meine wer⸗ then Freunde und Gönner wie ein geehrtes Publikum zu recht zahlreichem Beſuche meiner Wirthſchaft einzuladen, gebe ich die Verſicherung, daß ich ſtets bemüht ſein werde, die mich be⸗ ehrenden Gäſte beſtens zu bedienen.
Die*
-Frachtbriefe
nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen
ſind zu den Preiſen:
1000 Stück zu fl. 4. 30, 100 Stück zu 28 kr., 50 Stück zu 15 kr.,
zu haben in
25 Stück zu 9 kr.,
C. Bindernagel's Buchhandlung
in Friedberg.


