Ausgabe 
30.1.1857
 
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Fruchtverſteigerung. 1120] Freitag den 6. Februar, Nachmittags um 2 Ubr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds 50 dis 60 Malter Korn und 20 bis 30 Malter Gerſte meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 28. Januar 1857.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg

Bender.

Solz arg ani 11211 Dienſtag den 3. Februar l. J., Vormit tags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeinde wald, Diſtrikt Zimmetwald:

95½ Stecken Buchen⸗Scheitholz,

87. Prügelbolz, 44 1 Stcockbolz, 1075 Wellen Reisholz,

6 Stück Buchen⸗Stockbolz, für Sattler, meiſtbietend verſteigert werden. Ilbenſtadt den 27. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3wWfrer.

Bekanntmachung.

1122] Donnerſtag den 5. Februar d. J., Vor- mittags von 9 Uhr an, werden im Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Voderwald:

15%½ Stecken Eichen-Scheitholz,

7 Prügelholz,

2 Stockholz, A Nadel-⸗Scheitholz,

172* 17 Prügelbolz, 57* Stockholz,

1 1 Buchen⸗Scheitholz, 739 Stück Eichen Wellen, 1613 TY Nadel⸗ 166 Stamme Nadel-Bau-, Werk- u. Nutz⸗

35 Jagdverpachtung. 1124] Da die der bieſigen Gemeinde zuſtehende Wald⸗ und Feldjagd von eirca 3315 Normal- morgen mit dem 1. April d. J. wieder leih⸗ fällig wird, ſo ſoll dieſelbe am 9. Februar d. J., Vormittags 1 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.

Wohnbach am 28. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Wohnbach Philippi.

Zu vermiethen. [125] In meinem Hauſe, Ludwigsſtraße Nr. 5, iſt der obere Stock zu vermiethen und kann ſo⸗ gleich bezogen werden. C. L. Glück.

Gute Kocherbſen, 1126] weiße und grüne Markerbſen ſind zu haben bei

J. G Napp g. 1 t.

Zum Ausleihen gegen guten Einſatz.

[127] Capitalien von fi. 2000. fl. 1600.

fl. 1500. fl. 1000. fl. 500 und fl. 400.

Jagd Staus in Friedberg.

1281 In der C. J. Edler'ſchen Buchhandlug in Hanau iſt erſchienen und in C. Binder Fan Buchhandlung in Friedberg zu aben.

Der Kleine Engländer oder

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Gegen vorſchriftsmaßige Bürgſcheine wird Zablungsfriſt bis 1. Sept. d. J. geſtattet. Rodheim, am 27. Jan. 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim. 2 l Jacobi.

Hai u dem Hofe, zu 3 m ſollen den 5. Februar gegen gleich baare Zah lung zwei ſchöne, allerliebſte jung; und guige? e stattung haltene M.. verſteigert werden. G 5

Be im Januar 1857. 8

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da! ich ſchlage mich auf andere Waffen. Aufgemacht den Koffer l-

Es geſchah. Eine weiße Serviette verhüllte einen Gegenſtand, nach dem ſich jetzt alle Blicke der Umſtehen den richteten.

Pickenhahn lüftete die Serviette.Hier, meine Her ren! ſind die Waffen: zwei Schüſſeln mit Gurkenſalat und zwölf Stück ſaure Gurken. Jeder von uns verſpeiſt jetzt gleich hier den Inhalt der Schüſſel und die Hälfte der ſauren Gurken hinterdrein. Einer von uns muß die Cholera be kommen, Einer von uns muß unbedingt in Folge des Ge nuſſes ſterben, und ſomit iſt der Schimpf gerächt.

Hu! da ſchauerte Allen die Haut. Früh Morgens, nüchtern, nur eine Taſſe Kaffee im Leibe und Gurkenſalat.

wehr, denn dies hieße geraden Weges in den Schlund der Hölle laufen.

Meinen Sie? Na! abgemacht! Vergeben und vergeſſen! Hier: meine Hand! thun wir, als wenn das Duell ſtattgefunden, und kommen Sie Alle mit nach mei nem Hauſe.

Hei! da wurde eingepackt, Piſtolen, Degen und ſaure Gurken, daß es wahrlich eine Freude war.

Bei einem delicaten Fruͤhſtück und einem feurigen Ungarweine vergaß man das Vorgefallene. Pickenhahn und Freimann tranken ſogar Brüderſchaft. Das Liebes verhältuiß erlitt keine Unterbrechung, und als die Gurken

wieder blühten, da nannte Pickenhahn ſeinen Duzbruder

Die Gurken, der Eſſig, der Nebel und Thau auf der

Flur, kalter Morgenwind! Herr Freimann verſpürte ſchon Leibſchneiden, und die Geſichter der Secundanten ſahen bleich und blaß aus wie der Reif auf dem Graſe.

Herr Pickenhahn! nahm Freimann das Wort, ich habe Kugeln um mich ſauſen hören und keine Klinge geſcheut; aber vor Ihren Waffen, da ſtrecke ich das Ge

Schwager.

Verſchie denes. Aus Markliſſa in Schleſien ſchreibt man Mitte December: Bei dem milden Wetter haben in hieſigen Gär ten die Erdbeeren, Aurikel und Veilchen angefangen zu blühen; auch die Bienen verließen ihre Stöcke und ſchwärm ten in den warmen Sonnenſtrahlen. Mehrere Landleute ſäeten das ſogenannte Chriſtkorn.