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riedberger Intelligenzblatt.

Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei- tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen

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Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. a e

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Nu. II.

Dienſtag, den 26. Mai.

1857.

Bekanntmachungen vo

Edicetalla dung.

8331 Nachdem über das Vermögen des Schmieds Heinrich Boß II. von Kirdorf, zu⸗ letzt in Dornholzhauſen wohnhaft geweſen, da ſich derſelbe von da entfernt hat und ſein Aufent- haltsort unbekannt iſt, eine Curatel angeordnet worden und das deßfalls aufgenommene In— ventar eine Ueberſchuldung nachgewieſen bat, ſo werden auf Antrag des beſtellten Curators alle Diejenigen, welche Anſprüche irgend wel— cher Art an den genannten Heinrich Boß II. zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin

Freitag den 19. Juni 1857, Vormittags 9 Uhr,

entweder in Perſon oder durch gehörig bevoll⸗ mächtigte Stellvertreter anzumelden und auszu⸗ führen, anſonſt ſie von der vorhandenen Maſſe werden ausgeſchloſſen werden.

Das Präcluſiv⸗Erkenntniß wird nur auf der Gerichtsſtube publicirt werden.

Homburg den 4. Mai 1857.

Landgräflich Heſſiſches Juſttz⸗ Amt F. C. Stäubeſandt.

Frucht Verſteigerung. 1852] Donnerſtag den 28. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvörrathe der milden Stiftungen 21½ Malter Kden und 23 Malter Gerſte zwei⸗ malterweiſe meiſtbietend verſteigert.

Friedberg den 19. Mai 1857.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.

Weißbinder arbeit in der Reiterkaſerne zu Butzbach. 1854] Donnerſtag den 28. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll das Ausweißen verſchiedener Localitäten der hiefigen Reiter⸗ kaſerne auf dem bekannten Soummiſſionswege vergeben werden. Die Bedingungen, die das Nähere beſagen, find zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 19. Mai 1857. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellar ius, Oberquartiermeiſter.

Lieferungen verſchiedener Bedürfniſſe für die Garniſon Butzbach.

[855] Freitag den 29. dieſ. Monats, des Vor- mittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung der für die Garniſon Butzbach pro 1858 bedürfenden 48 Stecken Buchen⸗ und 5 Stecken Kiefern- Scheitholz, ſodann deren Bedürfniſſe an Gerſte zu Schrot, Waizenkleie und Leinkuchen auf's 3. Vierteljahr— Brod, geläutertem Oel, Thran, Stearinlichtern, ſowie Stroh zum Füllen einzel⸗ ner Belten aufs 2. Semeſter d. J. auf dem Wege der Summiſſion an den Wenigſtverlangen- den in Accord gegeben werden. Die Beding—

ungen find zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 19. Mai 1857. In Auftrag des Verwaltungsraths: Sella uss, Oberquartiermeiſter.

Oeffentliche Bekanntmachung. [865] Jobann Georg Schmidt I. von Rocken⸗ berg iſt von Großberzoglichem Hofgericht der Provinz Oberheſſen wegen Verſchwendung un⸗ ter Curatel geſtellt und ſind ihm in der Perſon des Bartholomäus Wild und Anton Dietz IV.

n Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen.

von Rockenberg Curatoren beſtellt worden. In⸗ dem man dies hiermit unter dem Anfügen, daß Rechtsgeſchäfte mit Johann Georg Schmidt I. nur unter Zustimmung ſeiner Curatoren Gül⸗ tigkeit haben— zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden alle Diejenigen, welche Forderungen ꝛc. an Schmidt zu bilden haben, aufgefordert, ſolche im Termin Dienſtag den 23. Juni d. 4 Vormittags 9 Uhr, dahier geltend zu machen, widrigenfalls ſie bei Regulirung des Vermögensſtandes keine Berück⸗ ſichtigung finden. Butzbach den 22. Mai 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach. J. V. de e

Dr. v. Schmalkalder, Landgerichts ⸗Aſſeſſor.

Holzverſteigerung

im Revier Chriſtinenhof. [866] Freitag den 29. Mai d. J., Vormit⸗ tags 10 Ubr, im Diſtrikt Betten:

110 Schichten Kiefern⸗Stangenholz, tauglich zu Baumſtützen, Baumpfählen, Gartenzaun⸗ pfoſten, Bohnenſtangen, Gerüſtreidel und dergl.,

226 Stecken Kiefern⸗Stamm⸗ und Aſtreis holz,

42 Fichtenſtangen bis 5“ D. und bis 35“ L.

8 Fichtenſtämmchen von 6—8“ D. und bis 30“ L.

Zuſammenkunft auf der Bettenſtraße ohnweit

des Gelnhaar⸗Chriſtinenhofer Fußpfades.

Büdingen den 20. Mai 1857.

Der Fürſtl. Forſtmeiſter Ibrig.

Wohlgemeinter Rath. ö

Den auswandernden oder auf weite Reiſen oder in andere Welttheile ſich begebenden Perſonen und Familien vor ihrem bevollmächtigte aus der Zahl ihrer Bekannten oder Ver⸗ Zutrauen haben, ſchriftlich hinlänglich lehrt, welche oft ſogar unheilbare Verlegen— und Erbſchaftsfällen ent— dem äußeren Ver—

iſt nicht genug anzurathen,

wandten, zu denen ſie eben zu beſtellen, da die Erfahrung koſtſpielige Weiterungen, heiten bei unverhofften Sterb— ſtehen. Selbſt die Gerichte werden, nehmen nach, zuweilen aus Mandatars in

lichſten Schaden. in vielen andern

Ferne

ſonen des Einen,

Mangel ihrer Wirkſamkeit gehemmt intereſſenten erleiden mitunter unverſchuldet den empfind⸗ Aber auch den Abziehenden ſelbſt kann Beziehungen die Unterlaſſung und zwar ſchon aus dem Grunde nicht gleichgültig ſein, weil ſie ſonſt gar nicht einmal wiſſen, an wen ſie ſich aus der mit Zuverſicht und Erfolg brieflich wenden können. Bei Ausſtellung dieſer Generalvollmachten ders noch zu empfehlen, daß darin wenigſtens zwei Per—⸗ beauftragt werden, damit im Falle des der Ueberlebende thätig bleiben und den Ab⸗

weſenden vorkommenden Falls vertreten kann. Einer, der freilich wünſcht,

Abgang General—

kreiſe entzogen

eines ernannten und die Mit⸗

kamen. iſt beſon⸗ Abſterbens

ſen. wußte.

daß wir Alle in unſerm lieben Vaterlande zuſammen blieben.

rath von Ober- und Niederrosbach verſammelt, aber mitten in der Beſprechung entfernen und ſt arb ſchon nach wenigen Stunden in Folge eines Hirnſchlages. ſelbe ſtand 14 Jahre lang in ſeinem der Gemeinde Oberrosbach. Redlichkeit, durch ſeinen Fleiß, ſeine Ordnung und ſein leut— ſeliges Benehmen nicht blos die Liebe ganzen Gemeinde faſt ohne Ausnahme ſich erworben, ſon— dern auch die ehrende Anerkennung der Behörden, ſowie das Wohlwollen aller derer, die mit ihm in Beruͤhrung

Aus dem Kreiſe Friedberg.

Am 20. dieſes Monats iſt ein Ehrenmann aus un— ſerem Kreiſe durch einen plötzlichen Tod ſeinem worden.

meiſter Blecher von Oberrosbach hatte an dem genannten Tage wegen einer wichtigen Angelegenheit den Gemeinde—

Wirkungs- Der Großherzogliche Buͤrger—

mußte ſich

Der⸗ Amte an der Spitze dabei durch ſeine

Er hat

und Achtung der

Wegen der vielen Freunde, die der Verſtorbene auch außerhalb ſeiner Gemeinde und Collegen gefunden Worte dem Anden

gewiß auch unter ſeinen hat, glaubte Einſender dieſe wenigen

ken des Ehrenmannes widmen zu müſ—

Ehre zugleich der Gemeinde die ihn zu ſchätzen