278
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗ Anzeigen.
Verſtei gerung von Bauarbeiten und Materialien zur Erbau⸗ ung eines Oeconomiegebäudes ꝛc. in der Schul⸗ hofraithe zu Butzbach.
[1399 Mittwoch den 2. September, Vormit⸗ tags 9 Ubr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Butz⸗ bach nachfolgende Arbeiten und Materiallie⸗ ferungen öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit einſchließlich Kalklöſchen
veranſchl. zu 325 fl. 51 kr. Steinhauerarbeit,„„ 701» 14 Zimmerarbeit,„„ 689„ 23„ Dachdeckerarbeit, 15„ 206 17„ Schreinerarbeit,„„ 101 34, Schloſſerarbeit, 5 DN 22 Glaſerarbeit,„„ 6„ 36„ Weißbinderarbeit, 1„ 155„37„ Pflaſterarbeit, 55„ 757„ 13„ Planirarbeit,„„ 125„ 56„ Brunnenmacherarbeit,,„ 90„—„ Pumpenmacherarbeit,„„ 120—„
Brechen, Fahren und Aufſetzen von 12,5
Cubklftr. Mauerſteinen aus den Brüchen bei
Rockenberg.
Lieferung von 30000 Stück hartgebrannten
Backſteinen.
Lieſerung von 61 Bütten Kalk nach naſſem
Maaße.
Lieferung und Meſſen von 3,4 Cubklftr. rei-
nen Mauerſand.
Lieferung von 1,8 Cubklftr. groben Uſakies.
Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen
liegen hier zur Einſicht offen.
Friedberg den 17. Auguſt 1857.
Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg N
Wieſſell, Bayuacceſſiſt.
Jagdverpachtung.
1378] Dienſtag den 1. September, Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſoll die Wald⸗ und Feldfagd der Gemeinde Oſtbeim auf dem Rathhauſe dahier auf 6 Jahre unter den zu Grunde gelegten Bedingungen an den Meiſtbietenden verpachtet werden. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in Ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Oſtbeim am 14. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Oſtheim Winter.
Grundffück⸗ Verſteigerung.
Donnerſtag den 10. September, Morgens um 10 Uhr,
[1277] wird in hieſigem Rathhauſe nachſtehen. des, den Wilhelm Netz'ſchen Eheleuten dahier gehörendes Grundſtück einer meiſtbietenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt, als: Gemarkung Friedberg: O.⸗Nr. Fl. Nr. d.[iKlftr. Grſt. 1 1 163 124 Garten, die Graben⸗ gärten. Friedberg den 25. Juli 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B S u N e r Vier ſtiſe kg et u n g. 11395] Donnerſtag den 27. Auguſt, Morgens um 9 Uhr, laſſen die Kaufmann Friedrich Hil⸗ brecht'ſchen Erben in deren Wohnung nach⸗ ſtehende Gegenſtände einer freiwilligen meiſt— bietenden Verſteigerung ausſetzen, als: eine Aepfelmühle, eine Kelter, mit einer eirca 150 Pfd. ſchwe⸗ ren Schraube, eine Ohm ausdrückend, eine kleine Kelter, eine circa 150 Pfd. ſchwere Kelter-Schraube und zwei Stück Glasſchleifmaſchinen. Friedberg den 19. Auguſt 1857. l In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Der Vorſteher Wen de
Friedberg
gen bei der Güterexpedition gegen die Gebühr von 2½ Sgr. reſp. 9 Kreuzer zu haben ſſt, wird mit dem 15. Auguſt 1857, jedoch vor⸗ erſt nur mit den Königlich Hannover'ſchen Sta⸗ tionen, zur Ausführung kommen, wogegen der⸗ ſelbe mit den im Tarife aufgenommenen Sta⸗ tionen Berlin, Magdeburg, Wolfenbüttel, Braunſchweig, eingetretener Hinderniſſe wegen, bis auf weitere Bekanntmachung ausgeſetzt blei⸗ ben muß.
Gießen den 11. Auguſt 1857. Großherzogliche Direction der Main⸗Weſer⸗ Bahn
Lauben heimer.
rt ee [1391] Freitag den 28. d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 1000 Gebund Kornſtroh für die Garniſon dahier auf dem Verwaltungsbüreau nach den daſelbſt zur Einſicht offen liegenden Bedingungen auf dem Summiſſionswege in Accord gegeben werden. Friedberg den 18. Auguſt 1857. In Auftrag des Verwaltungsratbs: Nicola, Oberquartiermeiſter.
Jagd verpachtung. [1370] Donnerſtag den 27. Auguſt l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Feld. und Waldfagd auf weitere ſechs Jahre öffentlich verpachtet werden. Ober⸗Mörlen am 14. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober-Mörlen Schweitzer.
Bekanntmachung. 1376] Die Verwaltungen der Berlin-Potsdam-⸗ Magdeburger, Magdeburg-Halberſtädter, Herzoglich Braunſchweig'ſchen, Königlich Hannover'ſchen, Main⸗Weſer⸗ und Main⸗Neckar⸗Eiſenbahn ſind, Bebufs der Herſtellung eines directen Ver⸗ kehrs zwiſchen beſtimmten Stationen ihrer Bah⸗ nen, zu einem Verbande zuſammengetreten, welcher den Namen„Weſtdeutſcher Eiſen⸗ babhn⸗Verband“ angenommen hat. Der directe Perſonen-Verkehr hat bereits be⸗
gonnen, der directe Güterverkehr, für welchen der Tarif ſammt den Beförderungs-Bedingun⸗
Bekanntmachung.
[14121] Alle Diejenigen, welche noch bis zum 5. September d. J. fällige Holzgelder an die Gemeinde Rodbeim zu zahlen haben, werden hiermit aufgefordert, bis zu gedachtem Termin Zahlung zu leiſten, da ſonſt gegen die Säu⸗ migen mit Mahnung vorgeſchritten werden muß.
Rodheim den 20. Auguſt 1857.
Der Gemeinde-Einnehmer Jae din
Echt perſiſehes Inſeetenpulver [7981 à Fl. 18 kr. Sicheres Mittel zur Ver⸗ tilgung der Flöhe, Wanzen u. ſ. w. bei P. F. Schmittner in Friedberg.
Die Familie der Gräſer in ihrer Bedeutung für den Wieſenbau, für Landwirthe und Cameraliſten, bear⸗ beitet von Heinrich Hanſtein, Wiesbaden, Heinrich
(Preis 1 Thlr.)
Ritter 1837.
Von der Ahr. Wer es weiß,
Wieſenanlagen den Landwirthen oft verurſachen und wer es weiß, daß die Urſache des Mißlingens derſelben meiſtens in dem dazu vewendeten Grasſamen gelegen iſt, der kann ſich nur freuen, daß dieſer Gegenſtand endlich einmal von
die Unterſuchungen
ſant ſind.
welche Noth neue
dieſem Behufe die
über den Beſtand der natürlichen Wie⸗
ſen auch für den wiſſenſchaftlichen Botaniker ſehr intereſ⸗ Auf dieſem Fundamente weiter bauend, han⸗ delt dann der Verfaſſer von der Gewinnung und Ausſaat der Grasſamen, von dem Nahrungswerth und dem Er⸗ trage der einzelnen Grasarten, von dem Grasſamen des Handels u. ſ. w. Beſonders werden die großartigen Betrügereien im Handel mit Grasſamen getrieben werden.
nachdrücklich und ausführlich beſprochen, welche Es ſind zu ſowohl der guten Futtergräſer die im Handel vorkommen,
Samen
E b eL l, gandrichter⸗
legt 0 Jufnagbümen de
8
Em!
11493] Uuterzei fertigen von Feu Flammen und 0 gute Waare.
Chr. E.
Für N 11441 Pock⸗ K dei F. Wippe
3¹ 1407] iſt der im umeren Stor garten, und kan werden.
W
wichtigen G dann an def „Auf einem
dem jetzigen Standpunkte der Wiſſenſchaft aus in einer beſonderen Schrift eingehend behandelt worden iſt. Der Verfaſſer, ein gründlich unterrichteter Botaniker und Che— miker, hat das vorliegende Werkchen auf Veranlaſſung Liebigs welchem daſſelbe auch gewidmet iſt, geſchrieben. Er geht, mit Liebig übereinſtimmend, von der Anſicht aus, daß die genauere Kenutniß der Gräſer(und ihres Samens), ſowie ihrer Eigenthümlichkeiten, als eine unerläßliche För⸗ derung für den Landwirth hingeſtellt werden müſſe„und“ das Fundament einer allgemeineren Verbeſſerung des Wie⸗ ſenbaues ſei. Dieſes Fundament wird denn auch zuvör⸗ derſt in den erſten Abſchnitten des Werkes gelegt, wobei
als auch der ſchlechten Gräſer, genau beſchrieben, und(cebenſowohl in natürlicher Größe, als vergrößert) abgebildet, mit Angabe des Gewichts ꝛc. Wie werthvoll und wichtig dieſer Theil des Werkes iſt, das wird einem erſt recht klar, wenn man weiß, welcher Same gewöhnlich in den Handel kommt.
Zum Schluſſe will ich, da die Landleute leider noch gar häufig das Rationelle als das Unpraktiſche anſehen, eine Stelle aus dem Buche hierher ſetzen, welche zeigt, wie unrichtig jene Meinung iſt:
Ein ganz einfacher Bauer aus dem Heſſiſchen(Adam Krenz aus Balsbach) ließ ſich von Herrn Hanſtein die
Klafter S kauft habe, den. Ich d Gemenge v. Knaulgras, Pfund weif digen Wie ten mit 8 in dieſem 0 agen vo on einem
Stück Land die 3 bis 4 Das


