Bekanntmachungen von Behoͤrden und

Edietalla dung. 1733] Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberheſſen über das um 3432 Gulden 39 kr. verſchuldete Vermögen des Kauf⸗ mann Baum in Fauerbach I. den formellen Concurs erkannt hat, ſo werden bekannte wie unbekannte Gläubiger zur Geltendmachung ihrer 8 ſowie zur weiteren Beſchlußnahme au Donnerſtag den 11. Juni l. J., Morgens 10 Uhr, bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe und Annahme des Beitritts zum Beſchluſſe der Mehrheit der er⸗ ſchienenen Gläubiger hiermit vorgeladen. Butzbach den 30. April 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Ebel, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.

Gras ⸗Verſteigerung. 1829] Die diesjährige Grasnutzung im vor⸗ deren und hinteren Hirſchgraben, ſowie am Burg⸗ berg, wird Freitag den 22. d. Mts., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert.

Der Anfang iſt im hinteren Hirſchgraben. Friedberg den 16. Mai 1857.

Großherzogliches Rentamt Friedberg Hau 5

er.

Brod⸗ und Oellieferung. [830] Dienſtag den 26. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Brodlieferung und um 10% Uhr diejenige des Brennöls für die hieſige Garniſon auf das zweite Halbjahr d. J. auf dem Summiſſionsweg in Accord ge⸗ geben werden.

Die Bedingungen liegen auf dem Verwal- tungsbüreau zur Einſicht offen. Friedberg den 15. Mai 1857. e Nico la, Oberquartiermeiſter.

Arbeits ⸗Verſteigerung. 1831] Freitag den 22. Mai, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die erfor⸗ derlichen Reparaturarbeiten an einem Stalle bei der Kreisrathswohnung, beſtehend in Maurer⸗, Zimmer-, Weißbinder⸗, Schloſſer-, Schreiner⸗ und Dachdeckerarbeiten, an den Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert.. Friedberg den 15. Mai 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Been dee er.

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Bekanntmachung. 1832] Freitag den 22. l. Mts., Morgens um

11 Übr, wird in hieſigem Rathhauſe die An⸗ lieferung von 200 Parzellenſteinen aus den Brüchen von Fauerbach II. an den Wenigſt⸗

nehmenden verſteigert. Friedberg den 15. Mai 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg 5 Bender. 4

Edietalla dung. 833] Nachdem über das Vermögen des Schmieds Heinrich Boß II. von Kirdorf, zu⸗ letzt in Dornholzhauſen wohnhaft geweſen, da ſich derſelbe von da entfernt hat und ſein Aufent⸗ haltsort unbekannt iſt, eine Curatel angeordnet worden und das deßfalls aufgenommene In⸗ ventar eine Ueberſchuldung nachgewieſen hat, ſo werden auf Antrag des beſtellten Curators alle Diejenigen, welche Anſprüche irgend wel⸗ cher Art an den genannten Heinrich Boß II. zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin ute!

Freitag den 19. Juni 1857, Vormittags 9 Uhr,

entweder in Perſon oder durch gehörig bevoll⸗ mächtigte Stellvertreter anzumelden und auszu⸗ führen, anſonſt ſie von der vorhandenen Maſſe werden ausgeſchloſſen werden. Das Präcluſtv⸗Erkenntniß wird nur auf der Gerichtsſtube publicirt werden. Homburg den 4. Mai 1857. Landgräflich Heſſiſches Juſtiz⸗Amt F. C. Stäubeſandt.

Bekanntmachung. 834] Freitag den 22. d. M., Nachmittags 2

Ubr, ſollen auf bieſigem Rathhauſe circa 80

Quadratklafter Pflaſtererarbeit, ſowie die Lie⸗ ferung von 6 Cubikklafter Pflaſterſteinen und 5 Cubikklafter Pflaſterſand öffentlich wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben werden. 1 Petterweil den 16. Mai 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Petterweil Berges.

Bekanntmachung. [835] Es wurde ein Sack mit Mehl dahier gefunden, den der Eigenthümer bei uns in Empfang nehmen kann.. Niederwöllſtadt den 14. Mai 1857. Großherzogliche Acre Niederwöllſtadt EA..

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Privat⸗Anzeigen.

500 fl. 8 [836] liegen in der Kirchen⸗ und Freiſchulkaſſe

der lutheriſchen Gemeinde zu Holzhauſen, Kreis

Vilbel, zum Ausleihen bereit, und werden die⸗ ſelben im Ganzen oder auch getrennt abgegeben. Holzhauſen den 15. Mai 1857.

Kolb, Rechner.

300 fl. Kapital 837] liegen zum Ausleihen gegen gerichtli Hypothek in der hieſigen Kirchenkaſſe 77152 8 Södel den 13. Mai 1857. J. Ra ab II., Kirchenrechner.

Avertiſſement.

[742] Auf Antrag des Großherzoglichen Rab⸗ biners Herrn Dr. Levy zu Gie ſſen, iſt mir von Großherzoglicher Regierungsbehörde, unter dem 18. d. M. die Erlaubniß zur Vornahme von israelitiſchen Trauungen gnädigſt geworden, was ich hiermit zu veröffentlichen mich beehre und zugleich einem verehrten israelitiſchen Pu⸗ blicum zur Vornahme dieſes Acts in vorkommen⸗ den Fällen beſtens empfehlen wollte. Altenſtadt den 28. April 1857. % ͤ ͤ 8 Iſraelitiſcher Religionslehrer.

Ein jähriger Eber 789] ſteht bei Unterzeichnetem zu verkaufen. Oberrosbach. Ph. Engel, Gaſtwirth.

Neue Roßhaare,

1791] das Pfund zu 36 kr., empfiehlt gr. Hirſchgraben 14, Frankfurt a. M.

Leere Oelfäſſer [812] zu Bütten und Pfuhlfäſſern ſehr geeignet bei W. Hanſtein.

Nicht zu überſehen. 1817). Ein Klavierlehrer, welcher ſich in Nie⸗ derwöllſtadt niederzulaſſen beabſichtigt, zeigt hier⸗ mit ergebenſt an, daß er außer ſeinem muſi⸗ kaliſchen Unterrichte auch beſonders in folgen⸗ den Lehrgegenſtänden, als: deutſcher Sprache, Geographie, Arithmetik und Geſang Stunden ertheilen wird. Anmeldüngen beliebe man bei Herrn Gaſtwirth Heinrich Fauerbach da⸗ ſelbſt zu machen. 5

Verſchiedenes.

Vor Kurzem wurde bei Plauen ein glaͤnzendſchwar⸗

5 funden, der, ſchon lange als ein beſonderer Liebhaber ſpiri⸗ tuöſer Getränke bekannt, wahrſcheinlich mach ſtarkem Ge⸗

zer Feldhaſe geſchoſſen. Derſelbe iſt nach dem Urtheile aller Jagd⸗ und Sachkundigen, die ihn geſehen, von ganz reiner Race, hat durchaus nichts mit dem Kaninchen ge mein und iſt deßhalb eine ſehr ſeltene Erſcheinung.

Man ſchreibt aus der Eifel, daß dort die Aus⸗ wanderung in wahrhaft entvölkernder Weiſe um ſich greift. Der hohe Tagelohn in Nordamerika lockt wie anderwärts ſo auch dort namentlich die kräftige Jugend hinüber, ſo daß Knechte und Mägde für ſchweres Geld kaum zu haben ſind, was bei dem Ackerbau ſehr fühlbar wird. Landwirthe aus guten Gegenden, namentlich vom Mayfeld und dem Niederrhein, welche ſich bei dem nied⸗ rigen Bodenwerthe günſtig in der Eifel angekauft, machen mit reichen Mitteln in der Hand, die leider ihren Vor⸗ gängern in der Eifel fehlten, gute Geſchäfte. i

Aus Erfurt wird berichtet: Am 11. Januar d. J: wurde in der Alacher Flur ein Mann aus Töttelſtedt todt ge

würde.

nuß derſelben auf freiem Felde vom Schlafe überraſcht, der Kälte unterlag und ſo ein Opfer ſeiner Unmäßigkeit Rührend aber war die Treue ſeines Hundes an⸗ zuſehen, der ſelbſt im Tode nicht von ihm weichen wollte.

Im Leben verließ er nie ſeinen Herrn und wollte lieber

den letzten Biſſen Brod mit ihm theilen, als von Andern leckere Speiſen annehmen. Als aber die Träger die Leiche ſeines Herrn aufheben wollten, konnte man ihn trotz aller, Mühe nicht von der Bruſt und dem Geſicht deſſelben ent⸗ fernen, und ſo ließ der treue Hund ſich mit bavon tragen, um mit dem kläglichſten Geſicht die Leiche betrachten zu können. Dies iſt ein Seitenſtück einer Scene aus einem Dorfe bei Meran, in Tyrol, wo ein treuer Hund während langwieriger Krankheit und Bettliegen eines Bauersmanns faſt nichts freſſen und ſaufen wollte und immerwährend unter dem Bette lag. Als ſein Herr endlich geſtorben war, wollte er Niemand zur Leiche laſſen, und wie er beerdigt werden ſollte, mußte man das treue Thier mit Gewalt fortbringen. mm

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