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Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch
Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,
Friedberger Intelligenzblatt.
Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum
ente een Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n e
for
mmen 7 kr.
Freitag, den 11. September.
1837.
Amtlicher Theil.
Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg.
Johannes Winter von Oberſeemen, 14 bis 15 Jahre alt und unehelicher Sohn der Marie oder Margaretha
Winter daſelbſt.
born von Oberflorſtadt dringend verdächtig.
Hanneſe Kunz⸗Haus“ in Arbeit geſtanden haben.
Derſelbe iſt wegen der Theilnahme an verſchiedenen Verbrechen des inhaftirten Johannes Weiſen— Winter ſoll noch vor 14 Tagen in Gambach„in dem Schultheißen
Bekanntmachungen von Behörden und Privat⸗ Anzeigen.
Grummetgras⸗Verſteigerung. 1515] Das diesjährige Grummetgras von der ungefähr 300 Morgen haltenden Großherzog— lichen Domanial-Wieſe die Markwieſe in den Gemarkungen von Bauernheim und Oſſenheim wird Montag den 14. September, Mittags 12 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirth Solz zu Bauernheim öffentlich verſteigert.
Friedberg den 2. September 1857.
Großhberzogliches Rentamt Friedberg ann
Bekanntmachung. 11516] Montag den 14. September d. J., Vormittags 10% Uhr, ſollen eirca 50 Malter Aepfel, den Freiherrl. v. Löw'ſchen Guts pächtern gehörig, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Ziegenberg den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſteret Langenhain Rumpf
Vergebung von Maurerarbeit. 11518] Die Maurerarbeit an dem zu erbau⸗ enden Oeconomiegebäude für das Rectorat zu Buß bach, veranſchlagt zu 30 fl. 24 kr., ſoll aus der Hand in Accord gegeben werden. Luſttra⸗ gende Maurermeiſter können ſich dahier auf dem Büreau des Gr. Kreisbauamts einfinden.
Friedberg den 5. September 1857.
Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg „ V. d. F: ie Bauacceſfiſt.
A e p fe l Ver ſt e i gerun g.
11522] Das der hieſigen Gemeinde zuſtehende
Obſt, ungefähr 150 Malter Aepfel, ſoll Montag den 14. September l. J., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden.
Ziegenberg den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Langenhain Rumpf.
End ie ta b dünn 11413] Die Kinder zweiter Ebe der verlebten Peter Zeiß Eheleute aus Hoch-Weiſel haben folgende auf Peter Zeiß Namen ſtehende Gü— terſtücke.
Gemarkung Hoch⸗Weiſel:
137/61, 329/172, 539/23, 596/63, 1027/2,
1302/70, 1378/2, 1484/13 ½, 1635/35, 1750/5, 1807/10, 2167/29, 2242/18, ferner die auf den Namen mütterlicher Seits Konrad Michel erſter Wittwe ſtehende Items 1310/8 u. 1344/7 veräußert, vermögen jedoch das Eigenthum urkundlich nicht nachzuzeigen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien ſind binnen
zwei Monaten
ſo gewiß dabhier geltend zu machen, als ſonſt die Kaufbriefe beftatigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird.
Butzbach den 19. Auguſt 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach bel, M
u h, Landgerichts⸗Aſſeſſor.
E Landrichter.
Obligations Verlooſung. L14271] Bei der heute ſtattgehabten Verlooſung der Partial-Obligationen des am 1. Mai 1835 negocürten Anlebens hieſiger Gemeinde wurde die Nummer 29 von 100 fl. zur Rückzahlung auf den 1. November l. J. gezogen.
Dieſes wird dem Inhaber dieſer Nummer unter dem Anfügen andurch mitgetheilt, den Betrag gegen Rückgabe dieſer Obligation und der nicht fälligen Zinscoupons bei der bieſigen Gemeindekaffe oder bei dem Handlungshauſe Samuel Lindheimer in Friedberg in Empfang zu nehmen, indem von da an keine welteren Zinſen vergütet werden.
Rodenbach den 13. Auguſt 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodenbach
Hetteriſch
der Großmutter
Edita bah ung: 11482] Ueber den mit 2188 fl. 32 kr. über⸗ ſchuldeten Nachlaß des dahier verſtorbenen is— raelitiſchen Handelsmanns Salomon Butzbach iſt der förmliche Concursprozeß erkannt worden. Es werden deshalb alle diejenigen, welche einen Anſpruch an dieſen Nachlaß erheden zu können
glauben, aufgefordert, ſolchen
Mittwoch den 14. Oktober,
Morgens präcis 10 Uhr, dahier, bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe, geltend zu machen. Nicht perſönlich erſchienene oder nicht gehörig vertretene Gläubiger werden als den etwaigen, von der Mehrzahl der er— ſchienenen Creditoren gefoßt werdenden, Be—
ſchlüſſen beigetreten angeſechen.
Friedberg am 20. Auguſt 1857.
Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. V. d. L. v. Pre uſchen, Landgerichts-Aſſeſſor.
Jagdverpachtung. 11536] Dienſtag den 15. September d. M., Vormittags 10 Ubr, ſoll die Jagd in der Ge— markung Bodenrod anderweit auf 6 Jahre unter den zu Grunde gelegten Bedingungen an den Meiſtbietenden verpachtet werden.
Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen.
Bodenrod am 9. September 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Bodenrod
1537] Dienſtag den 15. September l. J., Mittags um 2 Uhr, ſoll die der hieſigen Ge⸗ meinde zuſtebende Feld⸗ und Waldjagd noch⸗ mals auf bieſigem Rathhauſe verpachtet werden. Ober-Mörlen am 9. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober-Mörlen Schweißer.
Warnung und guter Rath für die Eltern Friedbergs und der Umgegend!
Da es in der jüngſt verfloſſenen Zeit leider nur zu häufig vorgekommen iſt, daß durch den Genuß von Obſt und Gurkenſalat ꝛc. Indigeſtionszufälle der heftigſten Art und des traurigſten Ausgangs vorgekommen ſind, ſo wird hiermit dem Publikum aͤngerathen, ſich einiger Zeit enthalten, Gurkenſalat mit oder ohne Pfeffer von jedem Tiſche fern zu halten, keinen Aepfel— wein oder junges dünnes Bier zu trinken, beſonders aber keinen Aepfelmoſt zu genießen, und endlich den Eltern drin— gend anempfohlen, ihren Kindern möglichſt warme Speiſen
jeglicher Obſtarten zu
fluſſe ſein?
entgegennehmen.
Gemeinnützige Anfrage.
Sollte die eben ſo häufig vorkommende Anwendung
des Fliegenpapiers, welches giftige Subſtanzen enthält, nicht bei mancher Krankheitsurſache von weſentlichem Ein— Die Fliegen könnten mitunter nach der Be— rührung dieſes Papiers unter Speiſen gerathen, die für den menſchlichen Genuß beſtimmt, höchſt ſchadlich wirken. Einſender möchte hierüber das Urtheil eines Mediziners
und Getränke wie z. B. Kaffee geben zu wollen, ſowie dieſelben eine wollene Unterleibsbinde tragen zu laſſen.
G.


