Bekanntmachungen von Beh
Grundſtück⸗Verſteigerung.
Donnerſtag den 10. September, Morgens um 10 Ubr,
11277] wird in hieſigem Rathhauſe nachſtehen⸗ des, den Wilhelm Netz'ſchen Eheleuten dahier gehörendes Grundſtück einer meiſtbietenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt, als:
Gemarkung Friedberg: O.⸗Nr. Fl. Nr. d. UOIKlftr.
Grſt.
124 Garten, die Graben⸗ gärten. 25. Juli 1857.
In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher
Be
ft. 13 18
Friedberg den
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...
Bekant machung. 11332] Die Bezahlung der bis Ende Juni l. Js. kreditirten Holzgelder an den hierorts ein⸗ geführten Zahltagen
Donnerſtag und Freitag,
Vormittags 8 bis 12 Uhr, wird mit dem Beifügen in Erinnerung ge⸗ bracht, daß nach den Verſteigerungsbedingungen nur harte und kaſſamäßige Silbermünzen ange⸗ nommen werden. Ockſtadt den 8. Auguſt 1857. Freiberrlich v. Franckenſtein'ſches Rentamt Der 5
— Bean n
Juni d. J. verſchiedene Diebſtähle verübt zu haben, wurde
ſcheinlich ebenfalls entwendet hat.
thümer, welche
konnten, werden aufgefordert, ſich bei uns an⸗
zumelden.
Offenbach am 8. Auguſt 1857. Großherzogliches Landgericht Offenbach. Wegen Beurlaubung des Landrichters: Dr. Stockhauſen.
Stroh lieferung. [1334] Dienſtag den 18. d. M., 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 100 Gebund Gerſtenſtroh, à 16 Pfd., auf dem Büreau des hieſigen Lazareths, woſelbſt die Bedingungen
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eingeſehen werden können, auf dem Summiſſions⸗ wege an den; Wenigſtfordernden veraccordirt werden. Friedberg den 8. Auguſt 1857. In Auftrag der Großherzoglichen Lazarethinſpection: Hoffmann, 5 Lieutenant.
Bekanntmachung.
[1335] Mittwoch den 12. Auguſt, Nachmittags um 6 Uhr, werden an Ort und Stelle im mur und auf dem Meier'ſchen Beſoldungs⸗ ück: 5
3 Bäume mit Birnen und
4 dergl. mit Aepfel meiſtbietend verſteigert.
Die Zuſammenkunft iſt am neuen
Friedberg den 10. Auguſt 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Thor.
Bekanntmachung. 11322] Der Pfandſchein Nr. 1174 iſt abhan⸗ den gekommen. Wer Anſpruch darauf hat, melde ſich binnen 3 Wochen, indem ſonſt das Pfand dem Eigenthümer überlaſſen wird. Friedberg den 5. Auguſt 1857. Die Pfandhaus⸗ Verwaltung.
Vormittags.
Wohnungs⸗ Veränderung.
[13281 Ich mache hiermit die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich jetzt in meinem eigenen Hauſe neben Herrn Wirth Wagner und Herrn Gla— ſermeiſter Weckerling auf der Freiheit wohne. Zugleich bringe ich meine Holz⸗, Horn⸗ und Metalldreherei in empfehlende Erinnerung, in⸗ dem ich ſchnelle und billige Bedienung verſpreche.
Friedberg. C. F. Lang,
Dreher und Metalldrücker.
Empfehlung.
[1193] Unterzeichneter empfiehlt ſich im Ver⸗ fertigen von Feuerwerk, ſowie von bengaliſchen Flammen und verſpricht beſte Bedienung und gute Waare.
ö Chr. E. Friedel, Feuerwerker, Frankfurt a. M., kleine Mainzergaſſe Nr. 1.
oͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Wohnungs⸗Veränderung.
[1311] Seit dem 15, dieſes habe ich meine frühere Wohnung Vilbeler⸗Gaſſe Nr. 29 wieder bezogen, was ich meinen Freunden und Bekannten hiermit ergebenſt anzeige. Frankfurt den 30. Juli 1857. V
Fliegenthee in Paketen à 8 Kreuzer Die Abkochung von dieſem ganz unſchädlichen Mittel tödtet die Fliegen ſchnell und ſicher, und empfiehlt ſolches P. F. Schmittner in Fried ⸗ berg. 112431 Landkrankenhaus. [1336] Die Sammlung im Kreiſe Friedberg für die Landkrankenanſtalt hat fl. ö e ertragen, was wir den Gebern dankend hiermit anzeigen. Darmſtadt den 31. Juli 1857. Der Vorſtand des Vereins zur Unterſtützung armer Kranken vom Lande: Dr. Küchler. v. Jungenfeld. Gerhard. Kehr.
Nicht zu überſehen.
[1337] Ein ſchöner 1¼ Jahr alter ſchwarz⸗ ſchäckiger Faſelochs ſteht zu verkaufen. Das Nähere bei Stadtkämmerer Euſer.
Bad Nauheim den 6. Auguſt 1857.
Ein leinener Sack
11338] mit 3 weißen Hemden, 1 geſtrickten grauen Kamiſol, 1 Paar neuen Hausſchuhen und 1 Paar Strümpfen wurde auf der Chauſſee von Niederwöllſtadt bis Bönſtadt verloren. Der redliche Finder wolle dieſe Gegenſtände an Gaftwirth Schmidt in Aſſenheim oder an den Eigenthümer Johannes Müller von Keſſelbach, Kr. Grünberg, gegen eine Be⸗ lohnung abgeben.
Erklärung. 1339 Ich erkläre hiermit, daß ich diejenige Beſchuldigung, die ich gegen meine Dienſtmagd Maria Stüger von Bruchenbrücken ausgeſpro⸗ chen habe und wegen deren ich von dieſer ge⸗ richtlich belangt worden bin, als ungegründet zurücknehme. Bruchenbrücken den 6. Auguſt 1857. Raphael Reifenberg.
Der Arbeitermangel.
ſagt der in Frankfurt erſcheinende„Arbeitgeber“, theils der Auswanderung, theils Beide mögen dazu im Laufe allein die Urſache der jetzigen Im Jahre 1849 war die Aus⸗ jetzt in den Jahren 1850— 56
Man ſchreibt dieſen Umſtand,
den Eiſenbahn-Bauten zu. der Zeit beigetragen haben, Arbeiternoth ſind ſie nicht. wanderung weit größer, als
wurden weit mehr Eiſenbahnen gebaut,
klagte man damals ſtehender Artikel war.
trifft, ſo können dieſe arbeiter Einfluß haben;
Urſache dieſes allgemeinen,
den Arbeitermangels muß daher wo anders zu ſuchen ſein. Wo hat man davon früher gehört, Mangel an Taglöhnern ſei, daß dieſe beſſer als die Handwerker fallen, zu bezweifeln,
in der Stadt?
im Gegentheil über Mangel an beit, welche Klage überhaupt in der guten alten Zeit ein
Was die Eiſenbahn-Bauten be⸗ höchſtens auf die Bau- und Metall- die Uhrmacher, Goldarbeiter, Schneider, Buchbinder, Zuckerbäcker ꝛc. treffen ſie nicht, und doch iſt gerade bei dieſen der Mangel ſaͤmmtliche
daß ein großer Theil des ſocialen
verſchaffen, liege? getreten!
Bemüht man ſich
haben.
wie jetzt, und doch Ar⸗
ſtiegen Lande, enthält;
am größten. Die Gewerbe umfaſſen⸗
daß auf dem Lande bezahlt werden, Wem iſt es einge⸗
ziemlich günſtige
Elends in der Unmöglichkeit,
Statt jetzt muß man über den Mangel an Arbeitern klagen hören.—
erforſchen, ſo wird man ſie einfach in Aufſchwunge finden Zurückgehalten durch die Beſorgniß vor ſchlechten Zeiten, hat ſich im Laufe der letzten Jahre eine Menge von Kapitalien angeſammelt, dung in der Induſtrie finden, nachdem die Zukunft zurückgekehrt iſt und eine Menge von niſſen, welche während des Krieges zurückgedrängt waren, nun ihre Befriedigung Beſtellungen verdoppelten ſich. Der durch die hohen Getreidepreiſe, welches doch die Mehrzahl der Einwohner bei uns die Beduͤrfniſſe haben ſich theils in Folge des ge⸗ ſtiegenen Wohlſtandes, behrung während der ſchlechten Jahre vermehrt,
den armen Leuten Arbeit zu Und doch iſt jetzt das Gegentheil ein⸗ vom Recht auf Arbeit zu ſprechen,
Arbeitermangels zu dem großartigen den alle Gewerbe erlitten
die Urſache dieſes
können,
die nun lohnende Verwen- das Vertrauen in Bedürf⸗
Die lange zurückgehaltenen Wohlſtand iſt ge⸗ namentlich auf dem
ſucht.
langen Ent⸗
und die
des vorigen Jahres hat endlich 9
theils in Folge der
Ernte
den Anſtoß zu der gewaltigen Thätigkeit gegeben, welche
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ober bezog
1315] Ein tücht 2 7 Beſchäftigun, Friedberg,
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arbeitlos beitgeber aufmerkſam es ebenfall erinnern, d. ſie in den mageren J. muth geger


