Ausgabe 
10.4.1857
 
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Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl.

Friedberger Jutelligenzblatt.

Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen,

Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum

et een Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.. den

kr.

ſammen 7 kr.

Ni 29.

Freitag, den 10. April.

1837.

Bekanntmachungen von Behörden und Privat-Anzeigen.

Edictalladung. 1574] I. Nachbezeichnete Immobilien ſollen ver⸗ außert werden; da jedoch die dabei genannten Beſitzer, beziehungsweiſe deren Erben, das Eigenthum urkundlich nicht nachweiſen können, ſo werden etwaige Dritte, welche Anſprüche an die veräußerten Objekte bilden wollen, insbe ſondere die unten dei 3 4 D 10 und E 11 erwähnten Perſonen, oder deren Rechtsnachfol⸗ ger, aufgefordert, ſich binnen 6 Wochen

dei dem unterzeichneten Landgerichte zu melden, widrigenfalls, ſoweit nöthig, nach vorheriger Uebertragung auf den Namen der Veräußerer, die Beſtätigung der Verträge erfolgen und der Eintrag ins gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt werden wird:

A. Gemarkung Beienbeim:

1) Heinrich Breidenbach:

Flur 1 Nr. 472. 493. 537. 602. 673. 719. II. 78. 42. HI. 252. 293. IV. 51 298. V. 165. 437. VI. 92 und 244.

2) Kontad Lind Erſter:

Flur I. Nr. 293. 294. 416. 467. 576. 703. a. 8G. 291.. 21. V. 153. 167. 181. 306. 808. 377. 384 480. 549. 568. VI. 25. 212. 251. 252 und 304.

3) Johannes Stein:

Flur I Nr. 120. 209. 645. 746, III. 235. 322. V. 404. 451. 508. 531. VI. 106. 110. 119. 153. 217,5. 334. 360 und 418.

B. Gemarkung Ilbenſtadt:

4) Katharina und Charlotte Klein:

Dieſe insbeſondere ohne den erbſchaftlichen Erwerb und die Abfindung ihrer Miterben ur kundlich nachweiſen zu können:

Flur 1 Nr. 91,2. 91,5 und 92 Hofraithe und Garten.

C. Gemarkung Niedermörlen: 5) Heinrich Schlitz, Dritter: Band 1 Nr. 532/50, II 283/56a. III 359/17, 375/4da. 6) Anton Möbs, Zweiter, Band II 174/53. III 74/0 b. 479/53. D. Gemarkung Obermörlen: 7) Der Vorige: Band III 183/19. XIII 831,26. 695/10 u. 11. 8) Johannes Schlitz Zweiter:

Band V 266/12. IX 323/½9.

9) Johannes König Zwölfter:

Band VII Nr. 145/38.

10) Jobannes Geck Erſter:

Band III Nr. 389,1. VIII 73/34, IX

63/29. XIII 47825. VIII 14/71,

noch auf dem Namen der Pjbilipp Geck des Erſten Wittwe und II 773/126, XI 319/65, noch auf dem Namen der Philipp Geck des Zweiten Kinder im Flurbuch ſtebend, aber ſchon länger als 30 Jahre. um ungeſtörten Beſfitz der Johannes Geck des Erſten Eheleute befindlich.

E. Gemarkung Niederwöllſtadt: 11) Philipp Schütz Erſter zu Ober

wöllſtadt:

Flur XVIII Nr. 381, 736. XIX 653 auf Philipp Schütz oßne Beizeichen im Grundbuch eingetragen.

F. Gemarkung Södel: 12) Heinrich Weiß des Zweiten Wittwe:

Flur V Nr. 436.

II. Nach dem Gerichts-Hypothekenbuch ent lieben Friedrich Karl Wasmuth und deſſen Ehe frau, Maria, geb. Rodaug, von Friedberg, bei Philipp Hofmann daſeldſt am 29. Dezember 1818 die Summe von 500 fl., gegen Ver⸗ pfändung ihres Wohnhauſes 13/73 Nr. 57 auf der großen Straße und an demſelben Datum, gegen Nachbypothek auf das bezeichnete Haus, Zweihundert Gulden bei der Mutter des An leihers. Die Hppotheken ſollen abgetragen ſein, die quittirtei Originalſchuldurkunden können aber nicht beigebracht werden, und ergeht deß⸗ halb Aufforderung an alle Berechtigten ihre Anſprüche aus den oben erwahnten Verpfän⸗ dungen binnen

Wochen geltend zu machen, widrigenfalls ſolche für er loſchen erachtet werden und die Loſchung in den Hppothekenbüchern erfolgt.

Friedberg am 31. März 1857.

Großherzogliches Landgericht Friedberg.

J. V. d. L. v. Preuſchen, Landgerichts⸗Aſſeſſor.

Edirtal ladung.

[575] Die Erben der Anton Burk des Zweiten Wittwe zu Obermörlen haben die auf deren Namen ſtehenden Immobilien in Obermörler Gemarkung ſchon vor beinahe 20 Jahren ver kauft, die ſpäter beantragte Beſtätigung der Kaufbriefe hat aber Anſtand gefunden, weil die Unterſchriften ſämmtlicher Betheiligten nicht mehr beigebracht werden konnten, insbeſondere die mitbetheiligte Ehefrau des Jobannes Gröninger von Ockſtadt und nach ihr auch ihr Bevollmäch tigter Ludwig Platz daſelbſt ausgewandert waren. Auf Antrag werden nunmehr alle Diejenigen, welche etwa noch Erbanſprüche an den Nach-

laß der Anton Burk des Zweiten Wittwe bil den wollten, auch die erwahnte Johannes Grö ningers Ehefrau oder deren Rechtsnachfolger, da ihr Aufenthalt unbekannt iſt, hierdurch auf gefordert, ſich binnen

drei Monaten

bei unterzeichneter Stelle zu melden, widrigen⸗

falls obne Rückſicht darauf und unter gerichtlicher

Supplirung der fehlenden Unterſchriften, ſoweit

nöthig, die Beſtätigung der Kaufbriefe erfolgen und wegen der Einnahme und Verwendung der Kaufſchillinge geeignete Verfügung getroffen werden wird. Friedberg am 27. März 1857. Großberzogliches Landgericht Friedberg. J. V. Gr. L.: v. Preuſchen, Landgerichts⸗Aſſeſſor.

Edi ctia ig dau en g. 1551] Die Erben des Nikolaus Blecher Erſter zu Oberrosbach haben folgende Grundſtücke in Ober⸗ und Niederrosbacher Gemarkung:

Flur Nr. 10 1161, 1162, 3/222, 6/55 4,5, 6/654, 12/205, 13/326, 9/930, 14/70,5, 1470, 20,392, 19/26,5, 2/194, 19/26, 2/220, 4,132, 5722 vectauft, ohne urkundlichen Eigentzumsnachweis zu beſitzen. Etwaige Anſprüche Dritter an

dieſe Grundſtücke, welche zum Theile irrthüm-

lich auf fremdem Namen im Flurbuch ſtehen, von den betreffenden Perſonen aber als Eigen- thum des Nikolaus Blecher I. anerkannt find, müſſen bingen 6 Wochen

geltend gemacht werden, widrigenfalls die Be ſtätigung der Kaufbriefe ſowobl, als die erfor derlichen Einträge in das gerichtliche Mutations verzeichniß vollzogen werden.

Friedberg am 25. März 1857.

Großherzogliches Landgericht Friedberg.

J. Verb. Gr. Landr.:

% Pei ee ni Landgerichts-Aſſeſſor. Faſelochs⸗ Verkauf. 589] Dienſtag den 14. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehören der Faſelochs in der Wirthſchaft des Georg Krauch dahier öffentlich meiſtbietend verkauft

werden. Rödgen am 7. April 1857. Der Bürgermeiſter Krau ch.

Theater

(Eingeſandt.)

Sicherem Vernehmen nach beabſichtigt die rühmlichſt bekannte Schau ſpieler-Geſellſchaft des Herrn Weiſer, welche ſeither in Weilburg, Limburg me. vor ſtets ſtark beſetztem Hauſe mit dem größten Beifalle ihre Vorſtellungen gab, nun auch binnen Kurzem Wir glauben die Theaterfreunde der Stadt er

Friedberg zu beſuchen.

und Umgegend umſomehr hierauf aufmerkſam machen zu müſſen, als verſchiedene öffentl. Blätter, wie die Frankf. Poſtzeitung, Mittelrheiniſche Zeitung ꝛc. mehrere ſehr günſtige Nachrichten über dieſes Inſtitut brachten, welche ſämmtlich darin übereinſtimmen, daß dieſe Geſell

Notiz.

auszeichnen. Gießen,

war.

ſchaft ſich durch gediegene Aufführung der beſten Werke unſerer älteren und neueren Dichter, ſowie durch moraliſche Haltung ihrer Mitglieder vor allen bis jetzt bekannten reiſenden Geſellſchaften ſehr vortheilbaft Die Jabreszeit iſt zum Theaterbeſuche eine freilich ſchon etwas vorgerückte, allein dennoch hoffen wir, daß die hieſigen Kunſt freunde Herrn Weiſer und ſeiner Geſellſchaft die Theilnahme ſchenken werden, welche derſelbe verdient und auch überall gefunden hat, damit ſich durch recht zahlreichen Beſuch aufgemuntert und veranlaßt ſehen möge, uns in der Folge auch einmal während der Wintermo nate zu beſuchen, was zwar in verfloſſenem Winter ſchon beabfichtigt, allein durch den Mangel eines paſſenden Locales leider nicht möglich

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