Ausgabe 
8.5.1857
 
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Anzeige. [745] Einem verehrten Publikum mache ich blermit die Anzeige, daß ich gegenwärtig bei Herrn Feiling zunächſt der Burgkirche wohne. Zugleich empfehle ich mich biermit, daß ich mich fortwährend bemühen werde, nach den neueſten Journalen alle in mein Fach einſchlagende Ar⸗

beiten zu liefern. Friedberg. Chriſtian Berg, Damenkleidermacher.

Mantillen

1676] in verſchiedenen Stoffen und neueſter Fagon bei 1 J. Fürth's Erben.

Friedberg. Ein Zugpferd, [754] 15 Jabre alt, hat billig zu verkaufen Ch xu i ſt o ph Ritzel, Gr. Hofſchmied.

Empfehlung.

1765] Unterzeichnete färbt Glace-Handſchube

155

1680] Bei Eduard Hallberger in Stuttgart erſchien ſo eben und nehmen alle Buch-, Kunſt⸗ und Muſikalten⸗Handlungen, in Friedberg C. Binder⸗ nagel's Buchhandlung, in welcher die bis jetzt erſchienenen Hefte vor räthig ſind, Beſtellungen an: 5

Das

Ausgewählte Sammlung neuer Original⸗Compoſitionen

Pianoforte.

der berühmteſten und beliebteſten

jetzt lebenden Componiſten.

Unter Redaction von Dr. Franz Liſt. 1. und 2.x Heft.

Subſcriptionspreis: Das Heft nur 27 kr. rh. Man verpflichtet ſich zu 12 Heften, welche den erſten Band bilden.

Das Klavierſpiel hat ſich nunmehr in dem Maße eingebürgert, daß es gewiß an der Zeit iſt, ein Unternehmen zu gründen, deſſen Aufgabe iſt, in Zwiſchenräumen von 34 Wochen dem großen klavierſpielenden Publikum mehrere ausgewählt gute und neue Original⸗ Compoſitionen in heftweiſen Lieferungen zu bieten, und zwar ſo, daß in jedem Hefte durch⸗ ſchnittlich eine ſchwere, eine leichtere und eine leichte Piece enthalten iſt, wodurch in jedem Hefte jeder Stufe des Klavierſpiels Rechnung getragen wird.

Der außergewöhnlich billige Preis für das Heft iſt nur 24 kr. wodurch die Anſchaffung Jedem nicht nur möglich, ſondern leicht wird. Das erſte Heft fiel etwas ſchwerer aus, als in der Anlage des Pianoforte liegt, die folgenden Hefte werden jedoch viel leichter zu ſpielen ſein.

ſchön ſchwarz, ohne daß dieſelben abfärben, und empfiehlt ſich zugleich im Waſchen derſelben.

Eine friſchmelkende junge Ziege

J. Stoll's Wittwe. wohnhaft bei Hrn. Vormhals in der Ludwigsſtraße.

d[238] Die aus den vor- e züglichst geeigneten

5 N Kräuter- und Pflanzen- * Isäften mit einem Theile g E des reinsten Zuckerkry- stalls zur Consistenz ge- brachten

Doctor Roch'scnen

(K. P. Kreis-Physikus zu Heiligenbeil)

KRAUTER-BONBONS

haben sich dureh ihre Güte auch in hie- siger Gegend rühmlichst bewährt und sind in Originalschachteln à 18 und 36 kr. stets ächt vorräthig bei

Friedberg. P. F. Schmittner.

Zum Ausleihen.

[725] Ein Kapital von 9000 fl., 2 mal 500, 1 mal 600 und 300 fl., find mir gegen gute Aufſätze zu billigem Zinsfuß zum Ausleihen übertragen.

Friedberg den 6. Mai 1857.

N

Joſepb Strauß in der Uſergaſſe bei Herrn Bierbrauer E. Müller.

Ausnahmsweiſe billig! 767] Ein zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen und in gutem Zuſtande, ein einſpänniger desgleichen, ſowie auch ein vollſtändiges Schmied⸗ geſchirr, beſtebend in 2 Schraubſtöcken, 1 großen und 1 kleinen Sperrhorn, 30 Stück großen und kleinen Hämmern, 15 Feuerzangen und ſonſti gen dazu gehörenden Werkzeugen hat billig ab⸗ zugeben.

Salomon Schwab.

[769] hat zu verkaufen

Heinrich Bo pp in der Vorſtadt.

Ein Pferd [770] hat zu verkaufen M. Ewald in Ockſtadt.

Jonnenſchirme

1770] nach der neueſten Fagon und En-touts- cas billigſt bei Friedberg. Eliſe Hanau, geb. Simon, neben dem Hotel Trapp.

775] Meinen Freunden und Gönnern die er

Zu vermiethen.

1766] Ein einzelner Herr kann vom 1. Juni an in einem bürgerlichen Hauſe Koſt und Logis erhalten. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl.

billigen Nachlaß.

1768] Kaufſchillinge und Wechſel kaufe ich gegen Baruch Hecht.

gebenſte Anzeige, daß ich nunmebr bei Herrn Peter Mann auf dem Haag wohne. P hb. Dien s ba ch

Weißbindermeiſter.

Don Carlos kommt.

Die Mutter ruft ihre beiden Töchter zitternd herein. Neues Verhör, neues Erſtaunen, neue Spannung.

Als aber die munteren Tochter das corpus delicti leſen, brechen ſie in lautes Gelächter aus, zum großen

der Präfect von Straßburg ſchon darin ſaß und daß vor

Erſtaunen der Mutter und des Polizeimanns. Wenige

Worte und der Brief aus Mannheim klären die Erſtaun⸗ ten auf, doch beruhigt ſich der geheime Agent noch nicht ganz und wittert neue Myſtificationen-

Da rollt abermals ein Wagen vor. Der glückliche

Mannheimer Opernſänger tritt ins Zimmer, die Tochter

fliegt ihm in die Arme und ſagt lachend zum Polizeimann:

Hier ſtelle ich Ihnen meinen Don Carlos vor. Sie ſcheinen vergeſſen zu haben, daß der ſpaniſche Staats verräther bereits todt iſt, daß aber in Deutſchland ein anderer Don Carlos, von einem gewiſſen Herrn von Schiller, ein ewiges Leben haben wird!

Allgemeines Gelächter erſchallt, unter dem der Poli zeimann, der ſchon geträumt hatte, durch ſeine Eutdeckung zum Polizeiminiſter zu avanciren, ſich unter tauſend Entſchuldigungen verwirrt zurückzieht. Als die Schwe ſtern ihn in den Wagen ſteigen ſahen, bemerkten ſie, daß

dem Hauſe und an den Straßenecken verkleidete Gens darmen Wache gehalten hatten! Soll wirklich wahr und im Sommer 1856 paſſirt ſein.

Sammlung verbrauchter Briefmarken.

Aus Karlsruhe ergeht ein Aufruf anmenſchenfreundliche Sammlerinnen. Und was ſollen ſie ſammeln? Man höre: Gebrauchte

Briefmarken! Ein reicher Engländer hat nämlich die komiſche Wette

eingegangen, binnen Jahresfriſt eine Million verbrauchter Brief marken aus aller Serren Länder zu ſammeln und ſich ein Zimmer damit zu tapezieren. Dieſes Geſchäft übergab er einem Waiſenknaben in Karlsruhe unter dem notariell aufgenommenen und deponirten Ver- ſprechen, ihm im Falle des Gelingens die Summe von 150,000 Gulden zu ſchenken. Da bis jetzt dem Kinde noch Manche 10,000 Marken fehlen, ſo werden alle Menſchenfreunde erſucht, in ihren Kreiſen Brief marken zu ſammeln und dadurch die Zukunft des armen Waiſenknaben ſichern zu helfen. Die Damen Geh. Hofräthin Bauer und die Hof⸗ opernſängerin Horitz in Karlsrube find ſo freundlich, die Einſammlung gebrauchter Briefmarken zu übernehmen.

Wer von den Leſern des Intelligenzblattes ſich etwa bei dieſer Sammlung betheiligen will, der trenne die entwertbeten Marken von den empfangenen Briefen und ſende ſolche, wenn er ſie nicht ſelbſt nach Karlsrube ſchicken will, der Expedition dieſes Blattes, welche gerne die Weiterbeförderung übernimmt.