leute.
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Bekanntmachung.
11652] Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 27. Mai d. J. diene zur Nachricht, daß vom 5 0 8 d. J. an der Verkauf von Kohlenklötzen bis auf Weiteres nur gegen Baarzahlung attfindet Bauernheimer⸗Bergwerk den 28. September 1857. Gräflich Solms⸗ een ſche Bergverwaltung L. St ot ch
Kirchweihe X Verlegung des Heublimarßtes
u Altenſtadt.
11668] Nachdem nunmehr die Reparaturarbeiten an der evangeliſchen Kirche dahier vollendet ſind, ſoll die Einweihungsfeier durch ein kirchliches Feſt ſtatt— finden, und nach Beſchluß des Kirchen- und Gemeindevorſtandes dahier die Feier der Kirchweihe Sonntag den 18. Oktober d. J. feſtlich begangen werden.
Aus dieſem Grunde wird der in dem Großherzoglichen Landkalender auf Mittwoch den 21. und Donnerſtag den 22. d. M. eingetragene Vieh- und Krämermarkt, nicht an dieſen Tagen, ſondern zum Anſchluſſe an das Kirch— weihfeſt in der Art ſtattfinden, daß der Krämermarkt Montag den 19. und der Viehmarkt Dienſtag den 20. d. M. abgehalten wird.
Indem wir dieſes hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, verfehlen wir nicht zugleich ein geehrtes Publicum zu recht zahlreichem Beſuche hierzu höflichſt einzuladen.
Altenſtadt den 3. Oktober 1857.
Hefküe gone Bürgermeiſterei Altenſtadt reuder.
Au- und Verkauf aller Staatspapiere
1 5031 zu dem äußerſten Börſencours durch das Bankgeſchäft von Jacob Strauß in Frankfurt a. M., Rechneigrabenſtraße 8.
Indem wir unsere
J burnal-Lese- Anstalt,
zu welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, hiermit in empfe hlende Erinnerung bringen, laden Wir zur gefaälligen Betheiligung ein. Es zirkuliren jetzt in derselben 22 Zeitschrikten, für deren präcisen und geregelten Umtausch wir angelegentlichst besorgt sind.
Die näheren Abonne ments- Bedingungen wie das Verzeichniss
Einige Weißbindergeſellen, 11669] welche alsbald eintreten können, finden Beſchäftigung bei
W. Zimmermann, .
Geſuch. N
11670] Zum Betriebe eines ſehr lucrativen Geſchäfts in bieſiger Gegend wird ein Theil— haber mit Einlage von 4 bis 3000 fl. geſucht. Näheres darüber auf frankirte Anfragen bei G. Filß in Vilbel.
Geſuch.
1671] Ein ſehr gebildeter junger Oeconom wünſcht auf einem größeren Gute einige Jahre als Volontair placirt zu werden. Näheres darüber auf frankirte Anfragen bei
G. Fils in Vilbel.
Zu verkaufen.
11672] Ein gebrauchter zweiſpänniger und ein vierſpänniger Wagen ſteht zu verkaufen bei Schmiedmeiſter Häuſer in Fauerbach II.
Einladung. 11673] Sonntag und Montag den 11. und 12. Oktober wird das hieſige Kirchweihfeſt ge⸗ feiert, bei welcher Gelegenheit bei mir gut be— ſetzte Harmonie- und Tanzmuſik, ausgeführt durch das Muſikchor des Herrn Gönner, anzu⸗ treffen iſt.
Zugleich bemerke ich, daß ich Friedrichsd'or, bolländiſche 10 fl. Stücke und Randducaten bei jeder Zeche für voll nehme.
Zu zahlreichem Beſuche ladet ein
Damen und Herren von nah und fern
Zum Gaſtwirth Traband im goldnen Stern.
Burggräfenrod den 4. Oktober 1857.
Traband, Gaſtwirth.
Essence magique de Morrel. Das ſicherſte Mittel, Flecken von Fett und dergleichen aus jedem Stoffe zu entfernen, à Fl. 18 kr.
der Zeitschriften stehen den Interessenten zu Diensten: empfiehlt P. F. Schmittner in Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Friedberg. 13441 akademiſchen Bürger zu mir,“ befahl er ſeinem Kammer—„Bin gern vergnügt, Königliche Hoheit, nie aber
herrn.
Nach einigen Augenblicken ſtand unſer Bruder Stu— dio vor dem Fürſten.
„Königliche Hoheit haben befohlen.“
„Gefällſt mir, haſt Dich gut aus der Affaire ge— zogen, charmant, wahrhaftig!— Was ſtudirſt Du?“
„Theologie.“
„Theologie? O weh! wirſt ſchwerlich dein Glück machen.“— Bei dieſen Worten ſah der Fürſt lächelnd hat. auf den Buckel des Muſenſohnes.
„Königliche Hoheit meinen vielleicht, dieſe überflüſſige Erhöhung könnte mir in meinem Fortkommen hinderlich ſein?— Ich denke künftig ein Mal eine Predigt zu halten, daß man den äſopiſchen Hügel darüber vergeſſen ſoll.“
„Meinſt Du?“ fragte der Herzog.„Nun gut, die Gelegenheit, Dein Talent zu zeigen, will ich Dir geben.
Am Abend
gebracht, — Nun,
„Auf haben?“
„Auf Bezahlung?“
vergnügter geweſen, als in dieſem Augenblicke, wo ich das Glück gehabt habe, vor den Augen meines gnädigen Lan— desvaters Gnade zu finden.“
ſaß das muntere Studentenvölkchen im Logirhauſe an der Tafel.
Alle Badegäſte ſahen lächelnd auf den Kleinen und flüſterten unter einander: der ſich heute Mittag ſo allerliebſt aus der Sache gezogen Still! er disputirt mit dem Kellner.“
Letztgenannter hatte eben einen Korb Champagner der von dem kleinen Studio beſtellt worden war. worauf warten zögernd daſtehenden dienenden Geiſt. Bezahlung.
„Das iſt der kleine Witzbold,
Sie noch?, fragte er den
Wollen Sie die Gefälligkeit
lachte der Muſenſohn.„Da
Melde Dich, wenn Du Deine Studien abſolvirt haſt; ſollſt dann bei der nächſten Vacanz mit zur Probepredigt gelaſſen werden. Heute Abend aber komme mit Deinen Commilitonen zur table d'hôte, könnt Euch'nen ver— gnügten Abend machen.“
wenden Sie ſich an unſern guten Landesvater, heute Mit— tag bezahlte ich für ihn, heute Abend iſt's billig, daß er für mich bezahlt.“
Der Kleine iſt jetzt Prediger in einer größeren nord— deutſchen Stadt.


