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108 An Dieſelben.
Betreffend: Das Länden einer fremden männlichen Leiche in dem Niddafluß in der Gemarkung Okarben. 5 f 1 Am 30. März d. J., Nachmittags, wurde in der Nidda bei Okarben eine unbekannte männliche Leiche zwiſchen
30 und 40 Jahren mit braunen Haaren geländet.
Dieſelbe konnte ſchon 3 Wochen und länger im Waſſer gelegen
haben und war bereits die Verweſung ſo ſtark vorgeſchritten, daß eine nähere Beſchreibung des Leichnams, insbeſon⸗
dere der Farbe der Augen, nicht mehr möglich war.
Die Leiche war bekleidet mit einer weißen leinenen Jacke, der⸗
gleichen Hoſen, blautuchener Weſte, einem blauen kattunenen Halstuche, weißem leinenen Hemde, weißen wollenen
Strümpfen und ledernen Schuhen. und ein altes Zulegmeſſer.
In der Weſtentaſche befand ſich ein an ein kleines Holz befeſtigtes Schlüſſelchen
Sie haben baldige Nachforſchungen anzuſtellen und wenn der Aufgefundene ihren Gemeinden angehört, über die perſönlichen Verhältniſſe des Verſtorbenen und die Umſtände, unter denen der Tod erfolgt iſt, anher zu berichten. M
Friedberg den 2. April 1857.
ü ller.
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.
Edictalladung. 1310] In dem von Lingelheimiſchen Debitweſen ſind ungefähr 1400 fl. als Maſſgerlös deponirt, ohne daß, da die hauptſächlichſten Acten ver⸗ loren gegangen ſind, die Bezugsberechtigten ermittelt werden konnten. Es werden darum alle diejenigen, welche Anſprüche daran bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſoge⸗ wiß binnen 3 M o na een
vom erſten Erſcheinen dieſer Bekanntmachung an, beim unterzeichneten Landgerichte an- und aus⸗ zuführen, als ſonſt der vorhandene Maſſeerlös als herrnloſes Gut dem Großherzoglichen Fis⸗ cus überwieſen werden ſoll.
Hungen den 19. Februar 1857.
Großherzogliches Landgericht Hungen.
S naler, Langsdorf,
Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor.
Bekanntmachung.
[5181 Montag den 6. April d. J. werden in dem bei Oberrosbach gelegenen Großherzog⸗ lichen Domanialwald Kellerberg der Ver⸗ ſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt: ½ Stecken Eichen⸗Scheitholz, ½ Stecken Buchen⸗, 10% Stecken Birken⸗ u. Eichen„2 Stecken Nadel-, 3½ Stecken Linden⸗Prügelholz, / Stecken Buchen-, 10 Stecken Eichen⸗ u. Birken⸗, 22 Stecken Linden⸗Stockholz, 17,25 Wellen Buchen-, 31,34 Wellen Eichen⸗ u. Birken⸗, 1098 Wellen Linden⸗ u. Nadel⸗ Reiſerholz, 3 Wagen 6 Läſte Schlagabraumholz, 2 Eichenſtammabſchnitte zu Bau⸗ u. Werk⸗ holz von 11“ Durchmeſſer u. 25“ Länge, 1 Desgleichen Nadelholz, 5“ 30%
8 Desgleichen Birken von 6 ½ bis 8 ½““ und 10 bis 20“, 1 Eichen⸗, 1 Buchen- und 13 Nadelholzſtangen. Der Anfang der Verſteigerung um 8 Uhr. Oberrosbach den 27. März 1857. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bin gmann.
Holzverſteigerung.
[5221 Montag den 6. April l. J. werden im Diſtrikte„längs den Straßheimerhecken⸗
1 Stecken Buchen⸗
9„ Virken⸗ u. Scheitholz,
5%„ Weiden⸗
8„Buchen- 7
16%„ Etcchen⸗. ite. Maß,,
12%„ Weiden⸗ holz,
10%„ Eichen- u. Birken⸗Stockholz, 17400 Buchen⸗ Reis 4300 Eichen⸗ u. Birken⸗ dann 1— 5 1725 Weiden⸗ wellen,
endlich 6 Wagen 32 Läſte Allerleiholz an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Anfang und Zuſammenkunft Vormittags 9 Uhr an den Straßheimerhecken. Ockſtadt den 30. März 1857. Freih. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ockſtadt Dr ö ch
Jagdverpachtung. [532] Folge eingetretener Umſtände wird die auf den 6. April, Morgens 10 Uhr, anbe⸗ raumte Verpachtung der ſtädtiſchen Feldjagden nicht abgehalten, und werden dieſelben Mitt⸗ woch den 8. April, Morgens um 10 Uhr, in
hieſigem Rathhauſe einer meiftbietenden Ver⸗ pachtung ausgeſetzt. Friedberg den 1. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Güter ⸗Verſtei gerung. 1533] Montag den 6. April, Nachmittags um 3 Uhr, werden in Auftrag der Frau Heinrich Müller's Wittwe dahier nachbezeichnete Grund⸗ ſtücke in hieſigem Rathhauſe nochmals meiſt⸗ bietend verſteigert, als:
Gemarkung Fauerbach II.:
O.⸗N. Pag. Nr. Vrtl. Rth.
1 364 15 5 10% Acker zieht durch den Mainzerthorweg, gibt 1 fl. 57 kr. Tilgungs⸗ rente, iſt mit Korn beſät,
Acker unter dem Ste⸗ terweg, gibt l fl. 8kr. Tilgungsrente, iſt mit Waizen beſät,
3 447 13 4 23½ Acker in der oberſten Elach, gibt 53 kr. Tilgungsrente,
auf dem langen Rain, gibt 1 fl. 36 kr. Til⸗ gungsrente,
2. 484 31 3 25
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5 519 14 3 27½ obig dem Höllwaſen, gibt 1 fl. 9 kr. Til⸗ gungsrente.
Friedberg den 1. April 1857.
In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Be n dee r.
Landwirthſchaftliches. Wenn auch der Stand der Winterſaat in der Wet—
folgen werden.
falls an der mehrerwähnten Plage leiden, baldigſt nach
Ein Landwirth.
terau bis jetzt im Allgemeinen ein recht guter zu nennen war, ſo iſt doch die Ausſicht auf eine gute Ernte in der letzten Zeit ſehr getrübt, indem die Feldmäuſe, welche ſich in großer Menge wieder zeigen, bereits einen unend⸗ lich großen Schaden verurſacht haben, ſo daß, wenn nicht ungeſäumt zur Vertilgung derſelben die geeigneten Maß⸗ regeln ergriffen werden, reſp. zur Vergiftung derſelben geſchritten wird, den Landwirth für dieſes Jahr ein ſehr großer Nachtheil bedroht.— Als das zweckmäßigſte Vertilgungs⸗ mittel der Feldmäuſe hat ſich bis jetzt das Phosphorgift, welches, weun ich nicht irre im Jahre 1842 zuerſt von Hrn. Apotheker Wahl in Friedberg in hieſiger Gegend in Anwendung gebracht wurde— bewährt und kann man von dieſem Gift ſtets eine ſichere Wirkung erwarten, wenn daſſelbe vorſchriftsmäßig angeordnet und die Ver— giftung ſelbſt unter Auſſicht der betreffenden Ortsvor— ſtände vorgenommen wird. In verſchiedenen Gemeinden ſoll bereits die Vergiftung angeordnet worden ſein und läßt es ſich erwarten, daß auch diejenigen, welche gleich—
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Verſchiedenes.
Das Alter der Schminke. Die Sitte, ſich zu ſchminken, iſt ſehr alt. Schon Hiob's Töchter bedienten ſich der Schminke, welche aus Spießglas bereitet war, und als der König Jehu die Prinzeſſin Iſebel mit geſchmink⸗ tem Geſichte in ihrem Fenſter ſah, ließ er ſie aus dem⸗ ſelben herabſtürzen(2. Buch der Könige 9, 30).
Seit den älteſten Zeiten ſchminken ſich die morgen⸗ ländiſchen Schönen, beſonders die Augen. Große ſchwarze Augen galten bei ihnen von jeher für eine Schönheit, und um ihnen das Anſehen eines großen Umfanges zu geben, färbten ſie ſich die Augenwimpern rings herum mit einer Schminke, welche in einer Miſchung von Spießglas und Galläpfeln beſtand. Die Alten kannten auch noch andere Mittel, die Schönheit des Geſichts zu erhöhen, z. B. Kreide, Bohnenmehl, Honig, Safran u. ſ. w. Den alten Griechen war die Schminke ſchon im heroiſchen Zeitalter bekannt.
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