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Gegen jeden veralteten Huſten, e bee on 1e tage, me
1654] gegen Bruſtſchmerzen, langjährige Heiſerkeit, Grippe, Halsbeſchwerden, Verſchleimung der Lunge, iſt der von dem Medieinalrath Herrn Dr. Mag⸗ nus, Stadtphyſicus in Berlin
Tbl. approbirte Tol.
1 Flaſche a 2 A Flaſche a2 1 7 7 1—.„ 2% Pruſt-Syrußp ß
ein Mittel, welches noch nie, und zwar in tauſend Fällen, ohne das befriedi— gendſte Reſultat in Anwendung gebracht worden iſt. Dieſer Syrup wirkt gleich nach dem erſten Genuß auffallend wohlthätig, zumal bei Krampf- und Keuchhuſten, befördert den Auswurf des zähen, ſtockenden Schleimes, mildert ſofort den Reiz im Kehlkopfe und beſeitigt in kurzer Zeit jeden noch ſo heftigen, ſelbſt den ſchlimmen Schwindſuchtshuſten und das Blutſpeien.
Unterzeichneter hat von dem Fabrikanten dieſes wohlthätigen Artikels ein Commiſſionslager übernommen und ſind einzelne Flaſchen nur allein in der
Niederlage der Herren Morell& Hertwig in
Friedberg ſtets zu obigen Preiſen zu haben. Georg Freundlieb. Atteſt.
Seit einigen Jahren litt ich an heftigem Bruſtſchmerz mit ſtarkem Aus— wurf mit wahrer Athemnoth, wogegen ich all die mir bekannten Mittel ver— geblich gebraucht habe. Zuletzt nahm ich den von Dr. Magnus approbirten Bruſt⸗Syrup, dieſer verſchaffte mir nicht nur Linderung des Schmerzes, ſon— dern auch die Athemnoth verminderte ſich. Ich kann daher Allen, welche an chroniſchen Bruſtübeln leiden, dieſes Mittel gewiſſenhaft empfehlen, wozu ich guten Erfolg wünſche.
Lippſtadt den 19. Oktober 1856.
Weinert, Kreiswundarzt.
Aachener und Münchener Feuer-Verſicherungs-Geſellſchaft.
[16291 Unterm 1. September wurde ich von Großherzoglicher Kreisbehörde dahier als Agent für obige Geſellſchaft beſtätigt.
Ich erlaube mir dies mit dem ergebenen Anfügen zur Kenntniß zu bringen, daß ich ſtets bemüht ſein werde, alle meine geehrten Herren Verſicherten zur vollkommenen Zufriedenheit zu bedienen.
Gleichzeitig empfehle ich meine Agentur zur Ermittelung neuer Verſiche— rungen und ſichere dabei die billigſten Prämien zu.
Friedberg im September 1857.
Aug. Fr. Nau.
um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die den Nicolaus Mplius'ſchen Eheleuten dahier ge— hörende Hofraithe meiſtbietend verſteigert, als: O.⸗N. Fl. Nr. d. Grdſt.[UIKlftr. 1 2 376 18,2 Hofraithe in der Stadt. Gibt abgelöſte Tilgungs rente 6 ki. 3½ hlr. Friedberg den 28. Auguſt 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der dienſtälteſte Gerichtsmann Walz.
Obligations⸗Verlooſung. 11655] Bei der heute ſtattgehabten Verlooſung der Partial⸗Obligationen hieſiger Gemeinde wur⸗ den die Nummern 10 über 200 fl. und 112 über 100 fl. den 31. Dezember d. J. rück⸗ zahlbar gezogen. Den Inhabern dieſer Num— mern wird dieſes unter dem Anfügen hierdurch mitgetheilt, daß die Beträge bei hieſiger Ge— meindekaſſe, beziehungsweiſe bei dem Gemeinde⸗ Einnehmer J. Rieſinger zu Vilbel gegen Rückgabe der Obligationen und der nicht fälligen Zinscoupons in Empfang genommen werden können und daß vom 1. Januar 1858 ab die Verzinſung beider Obligationsbeträge nicht mehr ſtattfindet,
Zugleich wird der Inhaber der ſchon im vorigen Jahre zur Auslooſung gekommenen Partialobligation Nr. 172 über 100 fl. zur Empfangnahme des ſeit 1. Januar nicht mehr verzinslich ſtehenden Kapitals wiederholt aufge— fordert.
Okarben am 25. September 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Okarben
Hen ſel.
Obligations⸗Verlooſung.
11656] Von den Partial⸗Obligationen der Ge meinde Ober-Hilbersheim auf Inhaber von 100 fl. iſt die Nummer 25 zur Auszahlung gezogen worden und wird vom 1. Januar 1858, von welchem Tage der Zinslauf davon aufhört, von dem Gemeindeeinnebmer zu Ober-Hilbers— heim oder dem Handlungshaus Simon Lind— heimer in Friedberg, jetzt in Frankfurt a. M., ausbezahlt werden. Ober⸗Hilbersheim am 20. Sept. 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗ Hilbersheim a n
gewöhnliches Bierglas, gießt etwas Waſſer hinzu, und tröpfelt einige Tropfen Salzſäure, oder Schwefelſäure darauf. Brauſt die Miſchung auf, als wenn Kalk ge— löſcht wird, ſo enthält der Boden bereits Kalk oder Mer— gel, und es wäre thöricht, dem betreffenden Acker noch mehr dieſer Beſtandtheile zuzuführen.— Im Gegentheil (wenn die Miſchung nicht aufbrauſt) iſt kein Kalk oder Mergel im Boden.
Verſchiedenes. In den auf Befehl des britiſchen Parlaments ver—
öffentlichten Actenſtücken findet ſich ein von mehreren Ma-
rineoffizieren erſtatteter Bericht über die Guanolager auf den Küſten von Afrika, Amerika und Auſtralien. Nach demſelben beſtehen die bedeutendſten Guanbdanſamm— lungen in Peru und Bolivia, wo der Guano beſonders reichhaltig an Stickſtoff iſt, in Chili, auf Ichaboe, in den Baien von Saldanha und Algoa, in Patagonien, auf den Vogelinſeln und endlich in der Sharkbai in Auſtralien, wo der Guano einen beſonderen Reichthum an Phosphor- ſäure zeigt. Auf den Inſeln Kuria und Muria und an
der Südkuͤſte Arabiens ſind in neuerer Zeit reiche Guano— ſchätze entdeckt worden.
Aus Kanth in Schleſien ſchreibt man, daß mehre ohne Aufſicht herumgelaufene Gänſe in einem benach— barten Dorfe ſich öfters in die Getreidefelder des Domi— niums verirrt haben. Der Voigt des Gutes ließ un⸗ längſt dieſe Thiere eintreiben und in einen Garten, in welchem Bienenſtöcke ſtehen, einſperren. Die Bienen waren mit dieſer Geſellſchaft nicht zufrieden und fielen ihre Gäſte an. Man hörte ein entſetzliches Geſchrei, ſah endlich nach und fand die armen Gänſe ſo jämmerlich an den Köpfen zerſtochen und angeſchwollen, daß die Augen kaum ſichtbar waren.
Der durchſchnittliche Ertrag des Weinbaues im Zollverein beträgt ungefähr 2,950,000 Eimer Wein, die Ausfuhr 95,000 Eimer. Den meiſten Wein baut Baiern mit 800,000 Eimern, dann folgt Würtembeig mit 740,000, Baden mit 630,000, Preußen mit 407,000, Heſſen mit 230,000, Naſſau mit 62,000 Eimern.(I bar. Eimer= 35 heſſ. Maas.)


