Ausgabe 
1.12.1857
 
Einzelbild herunterladen

390

Bekanntmachungen von Behörden und Privat⸗Anzeigen.

Verſteigerung von Bauarbeiten 9 9

zur Erbauung eines Oekonomiegebäudes, Ein- friediguug und Pflaſterung des Hofes der Schul⸗ hofraithe zu Nieder⸗Weiſel.

11897] Dienſtag den 15. Dezember, Morgens 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Nieder⸗ Weiſel nachfolgende Arbeiten und Materiallie- ferungen öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden:

Maurerarbeit, einſchließlich des Kalk

löſchens 479 fl. 32 kr. Steinhauerarbeit, 286 34 Dachdeckerarbeit 21634 Zimmerarbeit 80d/ 12 Schreinerarbeit 153 24 Schloſſerarbeit f 31058 Glaſerarbeit 15 10 Weißbinderarbeit 135 32 Wagnerarbeit 3 12 Kupferſchmiedarbeit 33 Planirarbeit 56 59 Pflaſterarbeit 206 23

Lieferung von 22 Cubklaftr. Steinen aus den Brüchen Altenkalk bei Nieder-Weiſel. Lieferung von 20,000 hartgebrannten Backſteinen, Lieferung von 1,4 Kubklftr. Pflaſterſteinen aus den Brüchen bei Griedel, Lieferung von 12,2 Kubklftr. Sand nebſt Meſſen deſſelben, Lieferung von 6,9 Bütten Kalk. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen bei dem Großherzoglichen Kreisbauamt Friedberg zur Einficht offen.

Nieder-Weiſel den 22. November 1857.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder-Weiſel Hau b.

Bienenhonig& holl. Syrup 11890] zu Lebkuchen ꝛc. bei 5 H. Hahn.

Ge ſu ch.

11891] Eine ſehr brave und gewandte Perſon, die mehrere Jabre zu voller Zufriedenheit auf einem größeren Oekonomiegut als Haushälterin

Holzes ee sta er u n g. 11918] Donnerſtag den 3. Dezember l. 3. Vormittags von 9 Uhr an, ſoll in dem Ge⸗ meindewald zu Niedermörlen im Schlag Nr. 17 folgendes Holz an die Meiſtbietenden verſteigert werden:

7 Stecken Birken⸗ und Kiefern⸗Prügelholz,

2 Kiefern⸗Stockholz,

458 Wellen Birken-Reisholz, 4205 weiches Laubholz,

293 y Kiefern-Reisholz.

Die Zuſammenkunft iſt am Eingang des Waldes nächſt dem Hofe Haſſelheck.

Nieder⸗Mörlen am 28. November 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder⸗Mörlen

en

Zu vermiethen. 1919] In dem Oberlieutenant Külp'ſchen Hauſe iſt die Wohnung ebener Erde nebſt den weiteren dazu gehörigen Räumlichkeiten zu vermiethen und kann den 1. Januar 1858 bezogen werden. Näheres zu erfragen bei

Pb. Briel, Schuhmachermeiſter.

Ein Logis [1920] im mittleren Stocke meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. J. A. Menges.

11921] Die Mitglieder des Lokalgewerbvereins werden zu einer Beſprechung über Vorſchuß⸗ vereine für Handwerker auf Mittwoch den 2. k. M., Abends 8 Uhr, in's Vereinslokol hier⸗

mit eingeladen. Friedberg den 28. November 1857. Der Vorſtand G. Trapp II.

Geſchälte Erbſen und Linſen

11895] in ganz vorzüglichſter Qualität bei Hahn.

11879 Im Verlage von Louis Garcke in Naumburg iſt erſchienen und in C. Binder⸗ nagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben:

Die Ausbeute der Natur,

oder praktiſche Anweiſung, die Naturkräfte aufs Leben anzuwenden zum

reichſten Segen für Jedermann, ganz beſonders in Zeiten der Noth. Zweite Auflage. 26 Bogen. 8. geh. 1 fl. 48 kr.

118281 In der Voſſiſchen Zeitung. Im Repertorium der pädagogiſchen Journaliſtik. In der Hamburger Gartenzeitung. In Löbe's landw. Dorfzeitung. In der allgemeinen deut⸗ ſchen Lehrerzeitung. Im praktiſchen Wochenblatte von Pinckert. In den Frauendorfer Blät⸗ tern. In dem Archiv für Natur, Kunſt und Wiſſenſchaft. In den St. Galler Blättern und vielen andern Zeitungen und Zeitſchriften wird dieſes für Jedermann unſchätzbare Werk außer ordentlich günſtig empfohlen und ſind dieſe ausgezeichneten Beurtheilungen der 2. Auflage vorgedruckt. In dieſen Beurtheilungen heißt es unter Andern:Möchte dieſes Buch ein recht großes Publikum finden.,Wir wünſchen um der guten Sache willen dieſem ausgezeichneten Werke die weiteſte Verbreitung. Das Buch bildet nebenbei eine angenehme, belehrende Lectüre und ſollte in keiner Hausbiblio⸗ thek fehlen.-Wir finden darin ſchätzbare Winke und Belehrungen über Stoffe, welche bis

jetzt für ganz werthlos gehalten wurden und doch zu höchſt lohnenden Fabrikunterneh⸗

mungen im Kleinen und Großen verwandt werden können. Weir wünſchen dem Buche den ausgedehnteſten Leſekreis; gewiß wird es Niemand unbefriedigt aus der Hand legen.Für die Jugend und das Volk dürfte die vorlie-

in[gende Schrift beſonders willkommen ſein. Wir ſind überzeugt, daß Jeder⸗ conditionirt, wünſcht in gleicher Eigenſchaft in

mann bundertfachen Nutzen aus den angegebenen Anleitungen ziehen kann.«

hieſiger Gegend placirt zu werden. Näheres darüber auf frankirte Anfragen bei dem Com- miſſions⸗ und Geſchäftsbüreau von

G. Filß in Vilbel.

Allen Hausfrauen, die in der Wirtbſchaft auf Erſparung denken, wird dieſes Buch beſonders erwünſcht ſein. Dieſes Buch, ein wahrer Hausſchatz für jede Familie im vollen Sinne des Worts weiſt nach den Wohlſtand aller Beſitzenden und nächſtdem vielfach neue Erwerbsquellen u. ſ. w. u. ſ. w. 8

Panama⸗Hüte. (Schluß.)

Wenn ein Indianer ein Dutzend ſolcher Hüte gefer tigt hat und ſeine Familie oder ſeine Freunde ebenfalls eine genügende Anzahl vorräthig haben, ſo macht er ſich auf den Weg nach der Wohnung eines Kaufmanns und richtet es ſo ein, daß er mit Nachtfall daſelbſt ankommt. Es kann nichts Seltſameres geben, als einen ſolchen In dianer, wie er vorſichtig ſeine Waare unter den weiten

Falten ſeines Puncho(ſpr. Puntſcho) von Vicognewolle

verbirgt, während er ſich der Verandola des Hauſes nähert, in welchem der Aufkäufer wohnt. Dort bleibt er ſtehen, rührt ſich nicht und ſchaut ſchweigend nach der Thür. Wenn dann der Kaufmann erſchienen iſt und einen Hut probt,

einen fabelhaften Preis, der gewöhnlich das Dreifache von dem wahren Werthe ſeines Fabricats beträgt. Nach vie len Worten, nach häufigem Gehen und Zurückkehren, ent ſcheidet er ſich endlich, den Handel abzuſchließen, aber dann ſieht man ihn mit Mißtrauen das empfangene Geld be trachten und es eifrig reiben, um ſich zu uͤberzeugen, ob

es auch von gutem Korne ſei. Sind mit ihm noch mehre Verkäufer gekommen, ſo übergiebt er auch ihnen die er haltene Summe, damit ſie dieſelbe nachzählen und die einzelnen Stücke prüfen. Finden ſie nichts einzuwenden, ſo zieht er aus ſeinem unerſchöpflichen Pancho einen zwei⸗ ten, einen dritten, vielleicht einen zwanzigſten Hut, wie unſere Taſchenſpieler Sträuße, Flaggen, Eier in un zählbarer Menge aus ihren ſchwarzen Huͤten hervorgehen laſſen. Aber nach jedem abgeſchloſſenen Handel folgt wie derum die mißtrauiſche Prüfung des Geldes.

Man begreift, wie langweilig ein ſolcher Geſchäfts gang ſein muß; es iſt ſchwer, mehr als zwanzig Hüte an einem Tage zu kaufen, wenn man ſie auch über den Preis bezahlt. Um zweitauſend Hüte einzukaufen, welche

einen Werth von etwa 20,000 Franken ausmachen, muß welchen der Indianer ihm überreicht hat, ſo fordert dieſer

man ſich alſo drei bis vier Monate in dem Lande auf halten; aber gleichwohl iſt der Handel mit Tſchipatſchipas der ſicherſte und einträglichſte der dortigen Gegend.

Aus Peru werden jährlich 10 11,000 Hüte nach den verſchiedenſten Ländern der Erde ausgeführt, aber noch bedeutender iſt die Zahl, mit welcher die Provinz Panama in dieſer Beziehung vertreten iſt. Man ſchätzt ihre jähr

4 en un

eiae 0 agli

elder tag 96 Rückzahl Die be

Dezember 18 neu eingeleg Nähere Darmſtad! 13 0 90

1923) Unie ſein reich hal Einkleber dekoratio Schattenl tigſten Geg beſchaftigun feln, Da nealen, 2 Pinſeln, Neeeſſan Weihna⸗ terien, 2 Coffrets, zierte Bi ſowie allen reichen Zuſp

liche Ausful Werth eine Export 120 160 200, geht über den ſüdliche Bishe Einfuhr de neueſten 3 iſt und no Eingang ir nen ſich da daß ſie aus außerorden ſammenroll Zerbtechen ſie schwar Farbe zur. Ihre

dem noch Alecten, quators 2