Witzel,
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Essenęe magique de Morrel. Morrels Fleckwaſſer iſt das Beſte und Vor— züglichſte, was es bis jetzt gibt, um alle G Flecken, welche von fetten Speiſen, Schmutz des Kopfes, Oel, Talg, Stearin, Butter, Wachs, Harz, Siegellack, Theer, Wagen— 8
rühren, augenblicklich zu entfernen, ohne den ächten Farben und dem Glanze der feinſten[ Stoffe irgend wie zu ſchaden; die Flecken S mögen ſich in Möbel⸗ oder Kleiderſtoffen, ſeidenen Bändern, Sammet ec. befinden. 8 Auch iſt es das ausgezeichnetſte und ſicherſte S Mittel zum 5—.— Reinigen der Glace-Hand⸗ W ſchuhe in allen Couleuren, welche dadurch auf die kürzeſte und einfachſte Weiſe ſtets wieder wie neu werden. 7 Dieſe ächte Eſſenz empfiehlt als das Vollkom⸗ S menſte und Neueſte in Flacon zu 18 kr. 13629 Friedberg. P. F. Schmittner. 11426] Ein Oekonom in der Wetterau ging
ſchmiere, Pech, Pomade, Oelfarbe ꝛc. her 5 Buch- 8
e eee eee eee,
2 empfiehlt sich zur sorgfältigen Ausführung aller in ihr Fach 5
für unsere Aufträge bei reellen
10 Neue Anschaffungen Buchdruckerei N 118 8
C. BINDERNAGEL'S 05 & Stein druckerei;
In
Friedberg
einschlagenden Arbeiten.
in den
Preisen in geschmackvoller
und freundlicher Ausstattung herstellen zu können. 3
CCC
in der vorigen Woche auf die Umſchau nach Dreſchern.
Abgang und Ankunft der Poſten.
Nach langem Suchen fand er denn drei ſog. Fulder, welche ſich bereit erklärten bei ihm zu
dreſchen, allein gegen einen noch nie erhörten 1. In Friedberg: Abgang. Ankunft. Lohn und folgende tägliche Koſt: Zum erſten
Frübſtück Kaffee mit Butterbrod, um 9 Uhr Frankfurt, Brief und letpo 1 Nachm. 7 Vorm. F f ,,,] ,,, ee 1% Abbe. 77e Abbe.
tags Suppe, Gemüſe und Fleiſch, um 4 Uhr wieder Butter- und Käſebrod nebſt Branntwein
und Abends Salat und Fleiſch oder Wurſt. Faß kef⸗ 75 Vorm. 1 Nachm.
Nachdem nun der Oekonom dieſen Küchenzettel Eaſſen Buß a ene; L n 15 Abds. 95 Abs.
mit großer Gemüthsruhe gehört hatte, ſtellte er Briefe nach Butzbach auch 4 Nachm.
die Frage an die drei großartigen Dreſcher: 5„„ Gießen 0 122 Nehm. 5
welchen Lohn ſie denn beanſpruchten, wenn ſie Hungen,(Brief- und Perſonenpoſt) 5 Nachm. 81 Vorm.
den ganzen Tag hindurch eſſen dürften. Solche Nidda ⸗Schotten,(Brief⸗ und Perſonenpoſt) 5 Nachm. Ss Vorm.
Arbeit hätten ſie noch nicht geſchafft, war ihre 8
Antwort und ſie gingen, doch wahrſcheinlich 2. In Butzbach:
etwas beſchämt, ibres Weges weiter. Lich⸗Laubach,(Brief⸗ und Perſonenpoſt) 13 117. 636 Ab. 8 Vorm. Aufforderung. 3. In Niederwöllſtadt:
114271 Sollte Jemand noch eine Forderung an 4 K jef⸗ 75 15
mich zu machen haben, ſo kann der Betrag en 4˙8 Nachm. 13 Nachm.
zu jeder Zeit bei mir in Empfang genommen 4 r a
werden. Friedberg den 26. Auguſt 1856. Gandenberger, Hauptmann.
Eine Mantille 11428] iſt im Nauheimer Stationshaus ab⸗ handen gekommen. Um Rückgabe gegen Belohnung wird gebeten. Nr. 400 in Friedberg.
122 Mtg.
Briefe auch N 8 Vorm. 48 Nachm
Schluß der Aufgabe für Briefe und Paquete jedesmal eine Stunde vor Abgang der be⸗ treffenden Poſten. Poſtverbindung mit Büdingen: Abgang von Lin dheim nach Büdingen Nach⸗ —. mittags 6 Uhr 5 Min. nach Ankunft der Poſt von Niederwöllſtadt.
Abgang von Büdingen
nach Lindheim Vormittags 10 Uhr zum Anſchluß an die Poſt nach Niederwöllſtadt. Poſtverbindung mit Grünberg, Lauterbach, Alsfeld: Ueber Gießen, Abgang
daſelbſt Nachmittags 3 Uhr. Poſtverbindung mit Gladenbach, Biedenkopf, Battenberg: Ueber Fron⸗
hauſen, Abgang daſelbſt Vorm. 9 Uhr 45 Min. Ankunft in Fronhauſen Vorm. 11 Uhr 10 Min.
Ankunft in Gießen Vorm. 11 Uhr 40 Min.
einen recht traurigen Troſt. Nach der Volkszählung vom Schluß des Jahres 1852 befanden ſich im deutſchen Zollvereinsgebiete 3,947,520 Jünglinge über 14 Jahre, gegen 4,315,659 Jungfrauen von gleichem Alter; demnach müſſen 368,139 Jungfrauen, wegen Mangel an Män⸗ nern, unverheirathet bleiben. Dies Verhältniß ge— ſtaltet ſich indeſſen noch weit ungünſtiger, wenn man, wie die Erfahrung vieler Jahre zeigt, annimmt, daß von 100 heirathsfähigen jungen Männern nur 65 das ſanfte Joch der Ehe auf ſich nehmen. Es werden daher von obigen 3,947,520 Jünglingen 1,303,979 Köpfe das Junggeſellen⸗ leben vorziehen und deßhalb 1,672,108 Jungfrauen den Schleier nehmen müſſen! In kleineren Ziffern ausgedrückt, kommen auf 5 heirathsluſtige Männer 8 Jungfrauen. Wenige Jahre haben indeſſen dazu gehört, um dieſes ohn— hin ſchon ungünſtige Verhältniß noch weit ungünſtiger zu geſtalten, denn nach Berechnungen, denen die letzte Volks⸗ zählung vom December 1855 zu Grunde gelegt iſt, hat die Heirathsluſt der jungen Männer noch weit mehr abgenommen, ſo daß auf einen heirathenden jungen Mann faſt zwei heirathsfähige Jungfrauen kom⸗ men. Die Urſache dieſer Abnahme iſt hauptſächlich in den
gegenwärtigen ungünſtigen Zeitverhältniſſen zu ſuchen, weil die Erhaltung der Familien(und beſonders die einer putzſüchtigen, nicht häuslich erzogenen Frau) weit größere Anſtrengungen erfordert, als dies ehedem der Fall war und die Anſprüche an das Leben ſo hoch geſteigert ſind, daß der größte Theil der Bevölkerung ihnen nicht mehr gewachſen iſt.
Die Güte der Milch. Viele Verſuche beſtätigen vollkommen die bereits ſchon früher gemachten Wahr— nehmungen, daß die Milch von einer und derſelben Kuh und von einem und demſelben Tage, aber zu verſchiede— nen Tageszeiten gemolken, an Guͤte verſchieden iſt, daß die Morgenmilch die ärmſte, ſowohl an feſten Stoffen überhaupt, als auch namentlich an Butter iſt, daß der Buttergehalt in der Mittagsmilch ſteigt, aber am größten in der Abendmilch wird. Wer daher Milch kaufen muß, thut immer am beſten, Abendmilch zu nehmen, die Sahne wird dann des Morgens zum Kaffee immer fetter ſein, als diejenige von der Morgenmilch zum Mittagskaffee.


