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Edictalladung. [719] Die Erben des Johannes Bauſch in Niederwöllſtadt wollen folgende, nach Flur und Nr. des Grundbuchs bezeichnete Immobi⸗ lien, deren Eigenthum ſie urkundlich entweder ganz oder theilweiſe nicht nachweiſen können, vertheilen: Gemarkung Niederwöllſtadt:
1 70, I 284, I 336, I 353, I 410, 1 489, 1 506, I 521, I 532, I 586, I 611, 1 690, 1 1126, 1 1127, 1 1155, I 1599, 1 61, 1 751, 1 758, 1 975, I 996, I 1058, 1 1606, II 353, II 383, III 138, VIII 127, VIII 162, VIII 193, IX 66, IX 95, IX 168, IX 171, IX 216, IX 236, IX 298, IX 301, IX 315, IX 327, IX 426, X 93, X 124, X 299, X 352, X 362, X 376, X 386, X 515, X 559, XI 3/0, XI 31, XI 52, XI 73, XI 115, XI 120, XI 133, XI 161, XI 201, XI 304, XI 317, XII 13, XII 13/0, XII 64, XII 152, XII 172, XII 234, XII 239, XII 241, XII 257, XII 294, XII 337, XII 353, XII 361, XII 369, XII 379, XII 412, XII 420, XII 460, XII 513, XIII 111, XIII 116, XIII 135, XIII 183, XIII 253, XIII 285, XIII 341, XIII 364, XIII 387, XIII 434, XIII 483, XIII 493, XIII 506, XIII 533, XIII 558, XIII 652, XIV 8, XIV 32, XIV 35, XIV 99, XIV 107, XIV 118, XIV 128, XIV 170, XIV 179, XIV 216, XIV 218, XIV 244, XIV 352, XVI 59, XVII 100, XVII 200, XVII 206, XVII 264, XVII 275, XVIII 405, XVIII 490, XVIII 539, XVIII 625, XVIII 634, XVIII 2, XVIII 5, XVIII 7, XVIII 55, II 24, II 51, II 94, II 155, II 295, II 318, II 323%, II 395, III 51, III 213, IV 75, IV 165, IV 254, IV 298, IV 305, IV 346, IV 504, IV 335, IV 546, V 6, V 46, V 100, V 119,* 139, V 190, V 216, V 223, V 303, V 322, V 346, VMI 12, VI 28, VI 129, VI 134, VI 136, VI 143, VI 150, VI 207, VI 210, VI 296, VI 314, VI 324, VII 50, VII 106, VII 144, 17, VII 177, VII 207, VII 234, VII 238, VII 258, VII 268, VII 325, VII 329, XVIII 154, XVIII 160, XVIII 216, XVIII 249, XVIII 264, XVIII 267, XVIII 272, XVIII 307, XVIII 436, XVIII 568, XVIII 569, XVIII 648, XVIII 662, XVIII 858, XVIII 867, XIX 13, XIX 65, XIX III, XIX 132, XIX 153, XIX 164, XIX 178, XIX 209, XIX 220, XIX 376, XIX 402, XIX 419, XIX 484, XIX 701, XIX 783, XIX 793, XIX 810, XIX 821, XIX 877, XIX 882, XIX 886, XIX 907, XIX 922, XIX
g
153
259, XVIII 209 /ůo, III 337, IV 194, IV 299, XI 198, XIX 198, I 204, 1 314, 1 586, 1 602, VIII 205, XII 175, XVIII 617, III 110, VII 116, 1 692, 1 757, 1 844, 1 977, VIII 213, IX 118, X 310 3ʃ11, VII 7, VII 165, IX 21, VIII 236, VIII 253, IX 44(nach Meßbrief nicht, wie im Grundbuche angegeben, 764 Klafter, ſondern 788 Klftr. haltend), IX 58, IX 124, V 412, X 63, X 120, XI 3, II 43, II 78, II 230, II 402, III 278, III 315, III 335, IV 135, IV 500, IV 517, IV 544, V 76, V 368, VI 52, VI 241, VI 271, VI 276, VI 322, VII 46, VII 226, VIII 4, VIII 69, XVIII 129, XVIII 163, XVIII 253, XVIII 282, XVIII 286, XVIII 296, XVIII 390, XVIII 453, XVIII 561, XVIII 785, XVIII 818, XVIII 851, XIX 234, XIX 387, XIX 448, XIX 594, XIX 786, XIX 858, XI 75, XII 53, XII 125, XII 226, XII 562, XIII 161, XIII 502, XIV 87, XIV 155, XIV 181, XIV 202, XIV 268, XIV 271, XVI 4, V 158, XIV 343, XVII 15, XVII 139, XVIII 81, XVIII 930, I 151, XIV 343, XVIII SI, XVIII 522 Gemarkung Ilbenſtadt:
V 15, V 53;
Gemarkung Oberwöllſtadt: V I343
Gemarkung Bruchenbrücken: VII 224 203 90 im Roth.
Ein Theil dieſer Grundſtücke ſteht auf den Namen des Johann Bauſch, welcher mit Jo— hannes Bauſch identiſch ſein ſoll, das zuletzt erwähnte Grundſtück in der Gemarkung Ober- wöllſtadt aber auf Johann Heinrich Bauſch Wittwe Namen eingetragen, deren alleiniger Rechtsnachfolger Johannes Bauſch geworden ſein ſoll.
Auf geſtellten Antrag werden nun Alle, welche auf die bezeichneten Grundſtücke Eigenthums⸗ anſprüche zu haben vermeinen, zu deren Anzeige binnen
drei Monaten unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt das Grundſtück in Oberwöllſtädter Ge⸗ markung, V 134,— hinſichtlich deſſen der Uebergang durch Erbſchaft insbeſondere darum zweifelhaft iſt, weil außer der Erblaſſerin des Johannes Bauſch noch eine andere Johann Heinrich Bauſch Wittwe in Niederwöllſtadt exiſtirt hat— als durch Erbſchaft erworben auf den Namen des Johannes Bauſch in's Mutationsverzeichniß eingetragen werden wird, hinſichtlich der übrigen Grundſtücke aber die Beſtätigung der Theilzettel und deren Ueber—
trag in's Mutatlonsverzeichniß verfügt, insbe⸗ ſondere auch angenommen werden ſoll, daß die auf den Namen des Johann Bauſch ſtehenden Immobilien dem verlebten Johannes Bauſch gehörig geweſen ſeien.
Sodann will Adam Pflug zu Niederwöll⸗ ſtadt das ihm zugeſchriebene Grundſtück 1 1071 in den kurzen Haingärten durch Theilzettel auf ſeine Kinder übertragen, und Hartmann Kappes in Niederwollſtadt das Grundſtück in dafiger Gemarkung, XI 250, links des Wein⸗ bacher Wegs, verkaufen, ohne daß ſie Eigen⸗ thumsurkunden darüber beſitzen. Auch bezüglich dieſer Grundſtücke find Eigenthumsanſprüche binnen
drei Monaten unter dem oben erwähnten Präjudiz der Be⸗ ſtätigung der neuen Eigenthumsurkunden und des Eintrags des Erwerbtitels im Mutattons⸗ verzeichniſſe dahier geltend zu machen.
Friedberg, den 2. April 1856.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Bekanntmachung.
[720] Das dem Freiherrn C. A. v. Lersner zu Frankfurt in hieſiger Gemarkung eigenthüm⸗ lich zuſtehende Hofgut, beſtehend aus circa 515 Localmorgen Ackerland und Wieſen, nebſt Zie⸗ gelei und Ruſſenbrennerei, wird
Dienſtag den 27. Mai 1856, Nachmittags 3 Uhr, auf hieſigem Gemeindehauſe auf 12 nach einan⸗ der folgende Jahre von Petri den 22. Febr. 1857 anfangend, öffentlich an den Meiſtbietenden durch den unterzeichneten Gr. Ortsgerichts⸗ vorſteher verpachtet.
Das Gut ſelbſt, ſowie die Pachtbedingungen, können vom 15. Mai d. J. an täglich auf hie⸗ ſiger Bürgermeiſterei oder auf dem Gute ſelbſt von Pachtluſtigen eingeſehen werden.
Zugleich werden an dieſem Tage, Nachmit⸗ tags 4 Uhr, auf dem Hofe des Herrn Ver⸗ pachters drei ausgezeichnet ſchöne Fohlen (2½ Jahr, 2 Jahre und 14 Monate alt) öf⸗ fentlich an den Meiſtbietenden gegen Baarzahluug verſteigert.
Obererlenbach den 26. April 1856.
Der aeltere, Ortsgerichtsvorſteher daſ. u p p.
Zu verkaufen. [684] Zwei Faſelochſen, Schwarzſcheck, von 1½ Jahren hat zu verkaufen Steinfurt. Joh. Huber.
Jeder von uns von ſeiner Seite ſich bemüht, dieſen Preis zu erlangen, wie leicht iſt es da möglich, daß den Einen von uns das Geſchick erreicht, das die Häuſer alle hier oben beeilt hat, und dann hat ja der Andere das Feld fuͤr ſich allein!
Hans blickte Uli mit funkelnden Augen an und rief: „Aha, ich verſtehe Dich,— Du hoffſt, jener Andere wer⸗ deſt Du ſein! nicht wahr?“
Ulrich ſchüttelte wehmüthig den Kopf und ſagte faſt bitter:„Du weißt recht wohl, Hans, daß ich in allen Stücken Ausſicht habe, bei dieſem Wetteifer den Kürzern zu ziehen. Du biſt mir in Allem überlegen und es wäre eigentlich an mir, mich zu beklagen, wenn ich nicht mein Vertrauen auf Den geſetzt hätte, der da droben uͤber uns waltet!“(Fortſetzung folgt.)
Lokales. 5
Ein Beſuch bei Herrn Optikus Reis im Hotel Trapp dahier hat mir die Ueberzeugung gewährt, daß die im Allgemeinen die Vorzüge feiner optiſchen Inſtrumente, Augengläſer ꝛc. nur andeutenden Empfehlun⸗ gen auf ſtrengſter Wahrheit beruhen, weßhalb Diejenigen, welche an ſchwacher Sehkraft leiden, die ſich darbietende Gelegenheit nicht verſäu⸗ men ſollten, ſich in den Beſitz eines ſolchen Augenglaſes zu ſetzen, wel⸗ ches das Auge wirklich conſervirt. Die Gläſer des Herrn Reis ſind
durch den Radius geſchliffen, wodurch das Auge beim Durchblick die richtige Auffaſſung erlangt, gleichviel ob durch die Mitte des Glaſes oder nach rechts und links geſehen wird. Herr Reis, der, wie Wenige, das Auge nach ſeiner wahren Sehkraft richtig beurtheilt, gibt den Glä⸗ ſerbedürftigen, die ſich bereits ſchon ſolcher bedienten, größtentheils eine niedrige Nummer, was nur die Eigenthümlichkeit ſeiner Brillen möglich macht, und der durch ein ſo gutes Augenglas Verwahrte wird durch den Gebrauch bald ſeine Kurzſichtigkeit abnehmen ſehen und das Auge ge⸗ ſtärkt finden. Außer den Brillen, Lorgnetten, Theaterperſpeetiven ſind von optiſchen Kunſtgegenſtänden noch bier zu finden: große und kleine Mikroſkope, erſtere mit 1800 maliger Vergrößerung(dieſes herrliche In⸗ ſtrument läßt auch bei trübem Himmel menſchliche Blutkörperchen noch bei ſolcher Vergrößerung im Durchmeſſer] mit einer Klarheit betrachten, wie ſie die beſten Inſtrumente von Oberhäuſer bei weitem nicht bieten; auch zeigt Herr Reis mit demſelben Inſtrumente das prächtige Schau⸗ ſpiel der Lichtpolariſation an verſchiedenen Gegenſtänden), ferner kleine Fernröhre im Auszuge von nur 1½ Fuß Länge, die ſich ſowohl durch ihre Bequemlichkeit auszeichnen und im Gebrauch daſſelbe, wie große unbequeme Fernröhre, leiſten; ſie ſind vollſtändig achromatiſch mit einer 12 bis 13maligen Linienvergrößerung im Preiſe von 6— 10 Thalern. Auch die mathematiſchen und anderen Inſtrumente ſind ſehenswerth und werden nicht nur den Kenner, ſondern auch den Laien befriedigen. Herr Reis, durch eine umfaſſende wiſſenſchaftliche Bildung und Lebenserfah⸗ rung ausgezeichnet, iſt ſo freundlich, jedem Beſucher die gründlichſte Be⸗ lehrung über vorliegende Gegenſtände zu ertheilen und angenehm zu unterhalten. Möge das Publikum ſich hiervon Ueberzeugung verſchaffen.
Friedberg. Olf f, Reallehrer.


