Ausgabe 
28.3.1856
 
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. 114 Die Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft,

503] welche ſeit ihrem beinahe 20jährigen Beſtehen, und namentlich ſeit der Einführung ihres neuen Geſchäfts⸗Plans, ſich ſtets eines ſteigenden Fortganges ihrer Geſchäfte zu erfreuen gehabt hat, hat auch im vergangenen Jahre einen neuen erheblichen Zuwachs erhalten, und zählte nach Abzug aller bisherigen Ausſcheidungen am 1. Januar d. J. einen Beſtand von 7958 Perſonen, welche mit 9,392,400 Thalern bei ihr verſichert waren.

Die Geſellſchaft fährt fort, Verſicherungen

auf beſtimmte Jahre und auf Lebenszeit 5 9 gegen Zahlung von gleichbleibenden ſowohl, als von 5 zu 5 Jahren ſteigenden oder fallenden jährlichen Prämien abzuſchließen. 5 N.

Zu den erſteren gehören die Sparkaſſen-Verſicherungen, für welche das Capital jedenfalls nach Ablauf einer vorher beſtimmten Zeit, bei früherem Ableben des Verſicherten aber ſofort bezahlt wird. a

Letztere können ebenfalls in mannigfacher Weiſe, und zwar auf ein einzelnes oder zwei verbundene Leben, ſowie mit oder ohne Anſpruch auf Dividende, abgeſchloſſen werden.

Diejenigen Perſonen, welche mit Anſpruch auf Dividende verſichert ſind, erhalten jährlich zwei Drittel des ganzen Gewinnes, welcher von der Geſellſchaft ſowohl aus dieſen, wie aus allen übrigen bei ihr beſtehenden Verſicherungen erzielt wird.

Die Prämien können in jährlichen, halb- oder vierteljährlichen Raten gezahlt und die Policen entweder an den legitimirten Eigenthümer oder an den Inhaber ausgeſtellt werden.

Die Geſellſchaft hat in den bedeutenderen Ortſchaften Deutſchlands ihre Agenten, welche zur Ertheilung weiterer Auskunft, ſowie zur Aufnahme von Verſicherungen ſtets bereit ſind.

Berlin, den 3. März 1856.

Direction der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. 5 Friedberg und Laubach, den 26. März 1856. G. F. Nau. Zöckler. Agenten der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs--Geſellſchaft.

[504] Zum Abonnement auf das mit dem 1. April 1856 beginnende zweite Quartal für den

Frankfurter Anzeiger

nebſt täglich beigegebenem UnterhaltungsblattFrankfurter Familienblätter, lithographirten Beilagen weiblicher Handarbeiten und monatlicher Extra-Beilage, dieGerichtszeitung, Abonnementspreis für Frankfurt 1 fl. pr. Quartal, auswärts mit dem conpentionsmäßigen Poſtaufſchlag, laden wir ergebenſt ein.

Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten aber vollſtändigen Ueberſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die neueſten und intereſſanteſten Erzählungen, Novellen, Miscellen, Theater- und Mode⸗ Berichte, das Frankfurter Amtsblatt im Auszuge, von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide, Oel⸗, Branntwein⸗ c. Preiſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen Staats⸗Lotterie-Ziehungen und vieles andere Intereſſante und Wiſſenswerthe. Inſerate haben um ſo mehr einen günſtigen Erfolg, als ſie in zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheilen an die ſehr bedeutende Abonnentenzahl und durch Extra-Anſchläge in hieſiger Stadt

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und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unterbleiben). Probeblätter auf Verlangen gratis.

Frankfurt am Main, im März 1856.

Die Expedition.

DerAnzeiger wird von uns vierteljährlich zu fl. 1. 12 kr. frei in's Haus geliefert und empfehlen wir uns

zu deſſen Beſorgung.

C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg.

Vortheile ſeines neuen Gewerbes theuer erkauft werden mußten, erinnerte ſich dadurch wieder der Bemühungen, mit welchen er dem jungen Mann damals die Aenderung des Berufs auszureden verſucht hatte, und hielt ihm wider Willen vor, wie unabhängig und zufrieden er dagegen in den Bergen hätte leben können.

Vetter Hiob hatte ſeit vierzig Jahren ſchon ſich dieſen vielen Strapazen und all den Gefahren jener rauhen und einſamen Regionen des Hochgebirges ausgeſetzt, aber er hatte an jenen Oertlichkeiten ſeither nur dasjenige heraus zufinden gewußt, was ſie Erhabenes und Gewinnendes hatten. Während die unbezähmbare Kühnheit des Gems jägers Hans dort nur den Dämon zu finden glaubte, ſo ſuchte Hiob in ſeiner ſanften ergebungsvollen Weiſe dort nur Gott. Den finſtern Hans trieb eine unerklärliche wilde Leidenſchaft dort hinauf, und über Abgründe und Lawinenſtürze hin, ohne daß er für etwas Anderes ein Auge hatte, als für ſeine Beute. Hiob dagegen ſchlenderte gemächlich an jenen Schrecken der Natur vorüber und be trachtete ſich jedes Blümchen, jeden Schmetterling und die Steine in den Schluchten. Hans vergegenwärtigte die trotzige Kraft, die vorwärts ſtürmt, Hiob den ſchlichten

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Sinn, der bewundert. Auch hatte nichts ſeine heitre Ge müthsruhe je zu trüben vermocht. Als ihn die Jugend verließ, hatte ſie ihm noch einen Strahl von ihrem Froh ſinn im Herzen zurückgelaſſen, wie die bereits unterge gangene Sonne noch einen Widerſchein ihrer Gluth auf den beſchneiten Bergesſpitzen hinterläßt.

(Fortſetzung folgt.)

Landwirthſchaftliches.

In keinem Zweige des commerzialen Lebens werden größere Fortſchritte gemacht als in der Landwirthſchaft. Kaum ſieht man, wenigſtens in der ſchönen fruchtbaren Wetterau, noch ein Fleckchen wüſt oder einen Acker brach liegen, auf dem ſich ein halb verhunger⸗ tes Schaf zum 8. Theile ſatt freſſen könnte. Alles iſt aufs ſorgfäl⸗ tigſte benutzt und dafür gebührt unſern braven Oekonomen und kleinen Bauern alle Ehre. Aber nicht minder unſerer wohlwollenden Staats⸗ behörde, die es in keiner Weiſe an Aufmunterung fehlen läßt. Ebenſo

rühmlich muß des Landwirthſchaftlichen Vereines gedacht werden, der es

ſich zur Aufgabe geſtellt hat, den Landbau mit allen ihm zu Gebote ſtehen⸗ den Mitteln zu heben und in Flor zu bringen. Die jährlichen Thierſchau⸗ feſte und die ausgeſetzten Prämien geben hiervon Zeugniß. Daß nun die beſten Abfichten und edelſten Beſtrebungen an demgeheiligten Herkommen einen bedeutenden Hemmſchuh finden, wer hätte das nicht

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