Ausgabe 
26.9.1856
 
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Landwirthſchaftliche Fortbildungsſchule

zu Echzell. Wintercurſus 185657.

11523] Die landwirtbſchaftliche Schule zu Echzell nimmt mit dem 27. Oktober d. J. wieder

ihren Anfang. Als Unterrichtsgegenſtände ſind für dieſen Curſus in Ausſicht genommen: 1) Diejenigen Zweige der theoret. Naturwiſſenſchaften, deren Kenntniß zu einem rationellen Betriebe der Landwirthſchaft unentbehrlich iſt.

2) Bodenkunde: Bodenarten, Bearbeitung und Verbeſſerung des Bodens, Geräthſchaften und

Werkzeuge, Brache, Düngung u. ſ. w.

3) Feldbau: a. allgemeine Grundſätze des Pflanzenanbaus, Same,

der Pflanzen u. ſ. w.; b. Futter- und Knollengewachſe, u. ſ. w. Die Getreidekrankheiten. 4) Das Wichtigſte über Wieſencultur. 5) Die Wirthſchaftsſyſteme: Dreifelderwirthſchaft, die Koppel⸗, ſchaft, die freie Wirthſchaft. 6) Vichzucht.

Zwei⸗, Drei, Vierfelderwirthſchaft ꝛc., Schlag- oder Wechſelwirthſchaft, die Fruchtwechſelwirth⸗

Kurze Ueberſicht über den Bau und die

Unterbringung, Pflege

ſpezieller Pflanzenbau, die Getreidepflanzen, Hülſenfrüchte, ihre zweckmäßige Behandlung von der Einſaat bis zur Ernte

die reine und verbeſſerte

Lebensverrichtungen der Hausthiere

(anatomiſch⸗phyſiologiſcher Ueberblick). Ragen, Veredlung, Inzucht, Kreuzung, Ernährung,

Pflege u. ſ. w. Pferdezucht, Ragen, Auswahl der Zuchtpferde, Fütterung und

Pflege,

die äußeren Krankheiten der Pferde u. ſ. w.

7) Rechnen und praktiſche Geometrie.

8) Anleitung und Uebung im Fertigen von Auſſätzen, Briefen, Diejenigen jungen Oekonomen, welche als Penſionäxe dieſe Wohnung in dem Lokale, in welchem ſich die landwirthſchaftliche u 5 Sämmtliche Zöglinge legen zu Ende öffentlichen Examen Proben ibres Fleißes und ihrer Leiſtungen ab.

unter Aufſicht ihrer Lehrer.

Geſchäftsaufſätzen, Buchführung. Schule beſuchen, erhalten Schule befindet und arbeiten des Wintercurſus in einem Aeltere Oekonomen, welche

die Schule blos als Zuhörer beſuchen wollen, ſind von dieſem Examen entbunden. g Die Anmeldungen beliebe man recht zeitig, jedenfalls vor dem 15. Oktober, bei Unterzeichnetem zu machen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche oder frankirte ſchrift⸗

liche Anfragen nähere Auskunft zu ertbeilen. Echzell, am 2. Auguſt 1856.

Dr. Henkelmann.

Eein ſchöner Faſelochſe, 11543 zweijährig, zur Zucht tauglich, ſteht auf dem Gräflichen Hofgut zu Utphe zu verkaufen.

Saatwaizen. 11544] Um vielſeitige Anfragen zu beantworten, dient hiermit zur Nachricht, daß von dem auf hieſigem Gräflichen Hofgut gezogenen ſehr ſchönen und außerordentlich einträglichen Mu⸗ mien⸗Waizen, das Pfund zu 6 kr., zur Saat abgegeben wird.

Ütphe den 18. September 1856. Die e Gutsverwaltung ri ck.

Zu vermiethen. [1555] Ein Logis, beſtehend aus 5 Zimmern, welches im Ganzen, aber auch getheilt ver⸗ miethet wird, kann ſogleich bezogen werden. Nähere Auskunft ertheilt Schreinermeiſter Stritzinger.

Zu ver miet hen

11556] ift der mittlere Stock meines Hauſes, welcher ſeither von Herrn Hauptmann Fenner

bewohnt war. g Jobs. Waltz III.

Aecht perſiſches Inſektenpulver a Fl. 18 kr. Dieſes Pulver iſt ein ſicheres Specificum zur Vertilgung der Flöhe, Wan⸗ zen, Motten ꝛc. und iſt namentlich das zweck⸗ mäßigſte Mittel, um die mit Flöhen be⸗ hafteten Hunde vollkommen von dieſer Plage zu befreien. Selbiges empfiehlt[15574

P. F. Schmittner in Friedberg.

Mehrere Malter Zwelſchen,

[1558] ſowohl an den Bäumen, als auch in Meſten, hal zu verkaufen 5 Ockſtadt. J. Weidmann, Müller.

1

Oelfäſſer,

11559] von 2 bis 5 Ohm, ſind billigſt zu haben bei Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikanl.

. N 9 Fett⸗Griebenkuchen, 15601 die zum Mäſten der Schweine ſowohl, wie zum Füttern der Hunde ſehr anwendbar

ſind, beſtändig vorräthig bei Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant.

Oelfäſſer,

11561] in allen Größen, billigſt bei Friedberg. Ph. Dan. Kümmich.

Blauer Vitriol,

11562] in feinſter Qualität, billigſt bei Friedberg Ph. Dan. Kümmich.

Mobiliar⸗Verſteigerung. [1563] Donnerſtag den 2. Oktober, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden im Gaſthauſe des Joh. Walz am Bahnhof

verſchiedenes Bettwerk, ein Regenfaß, ein Weinſchrank, eine Waſchbütte, ein zweithüri⸗ ger Kleiderſchrank und ſonftiges Hausgeräthe, ſowie eine Parthie Braunkohlen

öffentlich gegen gleich baare Zahlung verſteigert.

Friedberg. In Auftrag: Sich war z,

Großherzoglicher Hoftaxator. 1564] Dem ſich für die praktiſche Aus⸗ führung der Drainage intereſſirenden Publi⸗ kum dürfte die Drainirung des Exercierplatzes bei Friedberg, die Seewieſe genannt, zur Ein⸗ ſichtsnahme innerhalb einigen Tagen zu em⸗ pfehlen ſein. L a u ß.

Güter⸗ Verpachtung. 1565 Unterzeichneter iſt geſonnen ſeine in der Friedberger, Fauerbacher und Schwalheimer Gemarkung liegenden Grundſtücke aus der Hand

zu verpachten.

Friedberg. Michael Bauer. Jüdiſche Leiertage 11566] Dienſtag den 80. Septbr. und Mittwoch den 1. Oktbr.

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Torfaſche oder feiner Erde vermiſcht, oder ſtatt des Theers als den beſten Balſam für verwundete Obſt⸗ oder Asphaltanſtrich wird ſehr vor theilhaft noch mit feinem Sande beſtreut.

auch Asphalt, bäume. Der Theer⸗

Polirwachs, um ertheilen. 4 Loth Wachs,

werden über ſehr mäßigem Feuer zuſammengeſchmolzen; werden 2 Loth beliebt iſt, 1 Loth Terpen⸗ tinöl und ebenſo viel Rosmarinöl darunter gerührt und ſpäter nach dem völligen Erkalten mittelſt eines wollenen Lappens auf die hölzernen Gegenſtände gerieben. erſcheint der damit eingeriebene Gegenſtand Wenn unter dieſe Compoſition etwas Ruß ſie, auch dünn aufgetragen, mit Vor⸗ als Stiefel u. ſ. w.

wenn es etwas abgekühlt, oder wenn dieſer Geruch nicht

nigen Tagen wie lakirt.

gerührt wird, ſo iſt theil auf Gegenſtände von Leder, ſehr brauchbar und empfehlenswerth.

kannt. Wir

Terpentinöl,

hoffen, daß wie im In ei⸗ tigſte bemüht,

ſtalten, die in den Nachbarſtädte Wetzlar,

bis zum Feſttage

Zeit ſehr viel und unſer

urſel, Idſtein und Wei

10 20,000 Menſchen dahier verſammelt ſein werden. Gemeinden unſeres Amtes haben zur Gemeindekaſſen Geldbeiträge geliefert und das Feſteomitee iſt auf's Thä⸗ ſeine Aufgabe würdig zu löſen und Annalen unſeres Amtes Epoche machen wird. Die Butzbach, Friedberg, Homburg, Königſtein, Ober- burg werden zur Betheiligung eingeladen werden und für jeden Freund landwirthſchaftlichen Fortſchritts wird bemerkt, daß Looſe à 12 kr. Herrn Bürgermeiſter Becker dahier zu haben ſind.

Uſingen den 22. September 1856.

Die rühmliche Thätigkeit des landwirthſchaftlichen Vereins für das Herzogthum Naſſau iſt weit über die Grenzen unſeres Landes be⸗ Bewohner des Amtes Uſingen verdanken derſelben in neueſter Gewinn wird in Zukunft noch bedeutender ſein. Es handelt ſich zunächſt darum, die am 6 Oktober dahier ſtattfindende Viehausſtellung und Verlooſung von Thieren alle Weiſe zu unterſtützen.

und Ackergeräthſchaften auf Es iſt nicht allein Pflicht und Aufgabe der

Möbeln einen hoben Glanz zu[Behörden, alles aufzubieten, 1 e 3 Looſe 1 kr. ab⸗ i zuſetzen, ſondern auch jedes inzelnen durch Wort und Ueberredung

1. Loth helles helene ſo viele Menſchen in unſere Stadt zu ziehen, als nur möglich. Die Landwirthſchaft und Viehzucht iſt die Seele unſerer Gegend, nur durch

deren Förderung iſt die ungeheure Noth zu lindern, die einen großen Theil unſerer Bevölkerung ſchier erdrückt. wird auch ein Vieh⸗ und Jahre 1844 bei dem erſten landwirthſchaftlichen Feſte

Am beſagten 6. Oktober Krämermarkt dahier Statt finden und wir

Faſt alle 46 Verherrlichung des Feſtes aus den

eine Feier zu veran⸗

gegen Einſendung des Betrags bei