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dann weiß ward wie Marmor-
blicums.
Es war weiter keine Ant— wort aus ihm herauszubringen, und ſobald als möglich verließ er die Gerichtsſtube unter dem hoͤhnenden Ziſchen des zahlreich verſammelten auf's Höchſte erbitterten Pu— Hierauf ward Skinner vorgeführt. Er ein vollſtändiges und offenes Geſtaändniß ab, und Edmund Webſter ward unter den wärmſten Glückwünſchen der Ge— richtsperſonen und dem lauten Frohlocken ſeiner Freunde ſo— fort freigeſprochen und ſeiner Haft entlaſſen. die Abſicht, Mr. Hutton wegen Meineids in Anklagezu— ſtand zu verſetzen, aber der Unglückliche zog es vor, lieber
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vor einem höhern zu erſcheinen. Am
legte
Man hatte recht gehört habe,
todt in ſeinem Bett. ergab ſich, daß er inſolvent war, obſchon das Deficit nicht groß war, denn es wurden, wie ich ſpäter hoͤrte, den Gläubigern fünfundſiebenzig Procent bezahlt. Miß Ellen Bramſton ward, wie ich nicht vergeſſen darf, ſchließlich zu erwähnen, kurz nach der glänzenden Rechtfertigung ihres Geliebten Miſtreß Edmund Webſter, und wenn ich
ſelben Tage mit ihrem Bräutigam vermählt.
Richterſtuhl als dem von Old Bailey nächſten Morgen früh fand man ihn Bei Prüfung ſeiner Geſchäͤftsbücher
ſo ward auch Miß Webſter an dem— (Erheit.)
Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen.
A ü f fo rede nen g
J83] Von dem Anlehen der Gemeinde Büdes. heim über 14,200 fl., d. d. Büdesheim den 20. März 1835, war ſeither der praktiſche Arzt Dr. Schäfer zu Aſſenheim im Beſitz der Par— tialobligation Nr. 70 über 100 fl.— Von dieſer ſind die beigegebenen Zinscoupons abge— laufen und wird die Verabfolgung neuer bean— ſtandet, weil der Talon zur Empfangnahme ſolcher abhanden gekommen iſt. Da nunmehr die Amortiſation deſſelben beantragt worden iſt, ſo wird dies unter dem Anfügen zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, daß Anſprüche an den erwähnten Talon ſogewiß binnen 4 Wochen
— vom Tage des erſten Erſcheinens dieſer Auf— forderung an— dahier geltend zu machen ſind, als ſonſt jener für erloſchen erklärt und die Ab— gabe der Coupons an Dr. Schäfer verfügt werden würde.
Vilbel, den 12. Januar 1856.
Großherzogliches Landgericht Vilbel
Jäger, Sartorius,
Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.
Oeffentliche Aufforderung. [84] Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberheſſen über das Vermögen des in Amerika befindlichen Heinrich Weil, frühe— ren Wirthes zu Leidhecken, Concurs erkannt hat, werden ſämmtliche Gläubiger deſſelben auf
Mittwoch den 27. Februar, Vormittags 8 Uhr,
zur Anzeige und Begründung ihrer Forderun⸗ gen mit etwaigen Vorzugsrechten, bei Vermei⸗ dung des Ausſchluſſes von der Maſſe, ſowie zur Beſchlußfaſſung über fernere Behandlung dieſes Schuldenweſens unter dem Androhen hier— her vorgeladen, daß die nicht in Selbſtperſon, oder durch ungenügend legitimirte Bevollmäch— tigte liquidirenden Gläubiger als den Beſchlüſſen der Mehrheit der Erſchienenen beitretend ange— ſehen werden ſollen.
Heinrich Weil ſelbſt wird aufgefordert, im Termine ſeine Rechtszuſtändigkeiten zu wahren, widrigenfalls lediglich nach den Anträgen der Gläubiger verfügt werden wird.
Friedberg, am 6. Januar 1856.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, Pepe Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.
Stammholzverſteigerung im Gemeindewald Düdelsheim, Ober— förſterei Düdelsheim, Forſtamt Nidda. 199] Donnerſtag am 31. Januar l. I., früh 10 Uhr, ſollen im Diſtrikt Au 54 Eichenſtämme, 8715 Cbfuß. haltend, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden.
Das Holz iſt von vorzüglicher Güte und be⸗ finden ſich Stämme von 44 Zoll Durchmeſſer und 36 Fuß Länge mit 548 Cbfß. Inhalt, zu Holländerholz geeignet, darunter.
Düdelsheim im Kreiſe Büdingen,
am 15. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Düdelsheim Wolf.
Bekanntmachung. Betreffend: Brennholzverſteigerung im Groß— herzoglichen Domanialwald Burgwald der Oberförſterei Oberrosbach. 100] Dienſtag am 29. d. M. werden in dem überſchriebenen Walddiſtricte öffentlicher Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt: 6,50 Wellen Buchen- 64,06„ Birken-⸗, Eichen- 149,50— Nadelholz u. Aspen— Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige— rung; früh 9 Uhr auf der Uſingerſtraße jenſeits des Forſthauſes Winterſtein. Oberrosbach, den 18. Januar 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bin gmann.
Reiſerholz.
Edietalla dung. [112] Johannes Ewald zu Aſſenheim beſfitzt in daſiger Gemarkung beſcheinigtermaßen ſeit län— ger als 30 Jahren die folgenden, nach Flur und Nr. bezeichneten Immobilien: 1 93, 149, 229, 251, 290, 379, 582; III 130, 165, 297, 1; IV 40; V 44, 45, 142, 193, 228; VI II, 13, 40, 124, 201, 219, 231, 232, 243, 518, 520, 536, 553, 582, 604; VII 90, 101, 275, 29 315, 323; VII 60, 104, 267; IX 41, 42, 156, 274; X 60, 61, 127, 135, 142, 229, 242, 305; XI 101, 136, 146, 193, 399, ſo⸗ dann: Erbleben von der Schule zu Aſſenheim:
V 353 VI 277; vII 160; VIII 75, 76; Ix 90, 2973 X 20,
Erblehen des Grafen von Leiningen: n; 286; VII 84, 108, 195; IX 59, 112; X 62, die ihm im Grundbuche zugeſchrieben ſind, deren Erwerb er aber urkundlich nicht nachweiſen kann. Es werden daher auf ſeinen Antrag alle, welche Anſprüche auf jene Grundſtücke zu haben vermeinen, zu deren Anzeige binnen
3 Monaten von heute an, unter dem Rechtsnachtheile hier— mit aufgefordert, daß ſonſt die Anerkennung der erfolgten Verjährung unterſtellt und dieſer Er— werbtitel im Mutationsverzeichniſſe eingetragen werden wird. Friedberg, am 14. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Bekanntmachung.
[113] Es wird zur allgemeinen Kenntniß ge— bracht, daß die Ehefrau des David Kaufmann von Wölfersheim, Rebecka, geborne Gutenſtein, hinfort auf eigene Hand ein Kurzwaaren- und Specerei-Geſchäft betreibt und für die Eheſchul— den, welche von ihrem Manne contrahirt wer— den ſollten, durchaus nicht mehr haftet, viel— mehr, die entgegenſtehende allgemeine Regel des Solmſer Landrechts durch dieſe Erklärung be— ſeitigend, die Geltendmachung ihrer weiblichen Rechtswohlthaten ſich vorbehält.
Hungen den 8. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Hungen. Hensler, Langsdorf, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.
Edietalla dung. [114] Folgende der Heinrich Gondolfs Wittwe zu Obermörlen im Flurbuche zugeſchriebene Immobilen in daſiger Gemarkung 11 48/73, 253/393, 309/57, 740/162, 803/83, 805/90, III 8/27, 175%, 713/88, 797/36, 8343 a, 984/52, IV 314/16, 44/3, v 388/14, 391), 700/51, VI 62/148, 354/35, VII 397/, VIII 15/74, X 627/57, 649/11, XI 104/14, 379,8, XIII 7063 hat deren Enkel Heinrich Gon⸗ dolf, als angeblicher einziger Erbe dieſer Güter verſteigert, ohne ſein Eigenthum urkundlich nach— weiſen zu können. Auf ſeinen Antrag werden alle, welche Anſprüche auf die bezeichneten Grund ſtücke machen zu können glauben, zu deren An— zeige binnen zwei Monaten von heute an unter dem Rechtsnachtheile auf— gefordert, daß ſonſt den Kaufbriefen die gericht— liche Beſtätigung ertheilt und der Eintrag ins Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 14. Januar 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Immobilien ⸗Verſteigerung in den Gemarkungen Bauernbeim, Fried- berg, Ockſtadt und Nauheim. 115] In folgenden Terminen ſollen die nach— beſchriebenen, der Freiherrlichen Familie Lö w von und zu Steinfurth zuſtehenden Grundbe— ſitzungen, behufs der Conſolidation und Ver— einfachung der Adminiſtration, meiſtbietend ver
ſteigert werden, nämlich:
J. zu Bauernheim, Dienſtag den 5. Febr. d. J., Vormittags 9 Uhr, in der Behau⸗ ſung des Herrn Gaftwirths Höres:
Wieſe 6 Mrg. 3 Vrtl. 87[◻IKlftr. in drei Abtheilungen;
II. zu Friedberg, Donnerſtag den 7. Febr. d. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rath⸗
hauſe daſelbſt:
1) in der Gemarkung Friedberg: — Mrg. 2 Vrtl. 77 Klftr. Gemüs⸗ und Obſt⸗ garten,
Grab und Ackerland in 10 Abtheilungen, Wieſe, die ſogen.
Pfingſtweide,
2) in der Gemarkung Nauheim:
4 1 3 1322„
1„—„ 38 1
7 Mrg.— Vrtl. 24 Ruth. Wieſen, die ſog. Pfingſtweide in 15 Abtheilungen, und 3) in der Gemarkung Ockſtadt: — Mrg.— Prtl. 47 Klftr. Wieſen.
Florſtadt den 22. Januar 1856. N Der Freihrrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller.
Verſteigerung auf den Abbruch. 1116] Dienſtag den 29. Januar, Vormittags 10 Uhr, ſoll der Schullehrſaal dahier, 10, boch, 33“ lang, 23 tief, von noch ſehr gutem Eichen⸗ holz und doppeltem Gebälk, offentlich meiſtbie⸗ tend auf den Abbruch verſteigert werden.
Melbach den 23. Januar 18556. Großherzogliche Bürgermeiſſerei Melbach Stier.


